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Yoga für Kletterer (Teil 2)

 
Nicht ganz so klassisch wie der Sonnengruß ist die Seitbeuge: Hier werden die Körperseiten und die Adduktoren der Oberschenkel gedehnt, der Rücken wird gelockert. Die Seitbeuge eignet sich gut zwischendurch beim Klettern – als Vorbereitung unmittelbar vor dem Einsteigen oder als Ausgleich nach einer anstrengenden Route.
 
Nur am Fels ist freilich ein bisschen wenig: Merklichen Effekt spürt man vor allem, wenn man mehrmals pro Woche übt. Und wenn man die Asanas richtig ausführt: Alle Bewegungen erfolgen im Fluß des Atmens, der Atem und die Bewegung gehören stets zusammen. Außerdem ist es wichtig, dass die Bewegungen fließend ineinander übergehen. Endstellungen werden immer nur ein paar Sekunden gehalten. Das erfordert Kraft, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit.
 
Ganze Abfolgen sind komplexer als einzelne Asanas. Das schöne an den Abfolgen aber ist:
 
Je komplexer, desto mehr wird die Konzentrationsfähigkeit geschult. Übertreiben sollte man es deshalb nicht. Jeder muss das richtige Maß für sich finden und sollte sich nicht überfordern. Die optimale Abstimmung findet der Einsteiger natürlich in einem Yogakurs. Oder er lässt sich von einem Yogalehrer das für ihn passende Programm zusammenstellen.
 
 
Seitbeuge
 
1. Ausgangsposition: Grätschstellung. Die Füße stehen parallel, die Fußsohlen sind am Boden.
 
2. Einatmen und die Arme seitlich bis auf Schulterhöhe heben.
 
 
 
 
 
3. Ausatmen und zu einer Seite beugen.
 
Darauf achten, dass die Beugung wirklich nur über die Seite erfolgt und das Becken nicht nach hinten oder vorne kippt.
 
Das Knie der Beugeseite kann auch abgewinkelt werden; dann die Hand am Knie oder an der Wade ablegen; in der Beugehaltung einatmen.
 
4. Ausatmen, gleichzeitig das Becken nach hinten kippen und den Oberkörper in die Vorbeuge bringen. Arme, Schulter, Kopf und Nacken locker hängen lassen.
 
 
5.  Einatmen Arme zur Seite und Oberkörper wieder aufrichten.
 
Dabei darauf achten, dass die Aufrichtung mit möglichst geradem Rücken erfolgt.
 
6. Ausatmen und die Arme sinken lassen.
 
 
Die Seitbeuge sollte man zwei bis drei Mal pro Seite wiederholen. Dabei Seiten abwechseln!
 
 
Von Alexander Römer (Leiter Bergschule Hauser Alpin) und mit freundlicher Genehmigung des Klettermagazins CLIMB.
 
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