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Outdoor Zelte

KAUFBERATUNG OUTDOOR ZELTE

Wer sein Zelt selbst transportieren muss, steht beim Kauf seines Outdoor Zeltes vor der Entscheidung ob man sich für ein Tunnelzelt oder ein Kuppelzelt entscheiden soll. Jeder Zelttyp besitzt konstruktionsbedingte Vorteile.

Outdoor Zeltkonstruktionen

  • Tunnelzelt
    Besitzt das beste Raumvolumen pro kg Gewicht. Dies kommt durch die steiler ansteigenden Zeltwände gegenüber einem Kuppelzelt. Bei gleich bleibender Windrichtung (parallel zum Tunnel) steht ein Tunnelzelt auf Grund der geringeren Angriffsfläche besser im Wind. Dreht sich der Wind, wird aus diesem Vorteil schnell ein Nachteil. Insgesamt ist die Stabilität bei Schnee oder Regen geringer als bei einem Kuppelzelt. Ein Tunnelzelt kann nur abgespannt aufgestellt werden.
  • Kuppelzelt
    Der größte Vorteil hier ist die selbst tragende Konstruktion die bei einigen Zelten sogar komplett ohne Abspannung auskommt. Die sich kreuzende Kuppelkonstruktion sorgt auch für eine bessere Stabilität, bis hin zum Tragen von schweren Schneelasten.
  • Geodätzelt
    Eine Sonderform der Kuppelzelte. Hier überkreuzen sich mehrere Gestänge mehrmals. Durch die Kreuzungspunkte und kleineren Teilflächen im Außenzelt ergibt sich eine erhöhte Windstabilität und Tragelast für Schnee. Deshalb sind Geodät-Zelte die erste Wahl für Expeditionen und Touren in unwirtlichen Gegenden.

Geodät Zelt

Steht der Zelttyp fest, sollte man sich für das Material entscheiden.

Zelt-Außenmaterial:

  • Polyester:
    Das Material für den Allround Einsatz. Es ist in auf einer Seite PU-beschichtet und damit zäh, absolut wasserdicht und UV-abweisend. Großer Vorteil von Polyester ist, dass die Nähte mit einem Nahtband werksseitig abgedichtet werden können und so wasserdicht werden.
  • Nylon:
    Deutlich leichter als Polyester und damit mehr im Extrem-Bereich verwendet. Die Nachteile von Nylon sind, dass Nylonzelte schneller ausbleichen und die Nähte mit einem Nahtdichter in regelmäßigen Zeitabständen selbst nachgedichtet werden müssen.

Gerade bei Polyester als Material, ist die Auswahl an Zeltmodellen immer noch enorm. Also weiter eingrenzen, heißt die Devise. Wie viel Platz bzw. Luxus wollen Sie sich gönnen?

Größe von Innenzelt und Apside:

  • Schlafraum:
    Am besten Sie definieren den Schlafraum anhand Ihrer bereits gekauften oder noch zu kaufenden Isomatte. Legen Sie die Isomatte(n) nebeneinander und lassen Sie ringsum mind. 5 cm Luft. Das ist der minimale Platz für das Innenzelt.
  • Apside:
    Wenn Sie mit Regen rechnen müssen, dann kommen Sie um eine geräumige Apside für die Aufbewahrung von Rucksack, Schuhen und als Kochmöglichkeit nicht herum.
  • Eingänge:
    Bei extremen Unternehmungen kann eine zweite Tür mit zweiter Apside Gold wert sein. Je nach Wind wird die abgewandte Seite zum Kochen oder als Eingang verwendet.
INFO-SEITEN
Info-Seiten die von Interesse sein könnten:
>> Berg- und Wanderschuhe
>> Isomatte
>> Outdoor Kocher
>> Stirnlampen
>> Wasseraufbereitung
>> Übersicht Infoseiten

Weitere wichtige Faktoren

Neben Konstruktion und Material entscheiden noch weitere Faktoren über die Qualität des Outdoor Zelts, dies vor allem bei schlechtem Wetter.

  • Aufbauzeit:
    Wie einfach ist das Zelt aufzubauen? Muss das Gestänge durch schlecht vernähte Kanäle gefummelt werden oder einfach nur mit ein paar Klicks eingehängt werden?
  • Wassersäule:
    Die vom Hersteller angegebene Wassersäule ist wichtig aber sagt nur bedingt was aus. Denn dies ist die Wassersäule die das Zeltmaterial im Neuzustand noch nicht durchlässt. Eine Plastiktüte vom Supermarkt für 10 Cent hat auch eine extrem gute Wassersäule aber wo kommt denn all das Wasser im Zelt her? Es kommt entweder über die Nähte oder aber durch Kondensation an der Zeltwand. Drum ist die Verarbeitung der Zeltnaht und deren Abdichtung noch wichtiger als diese magische Zahl der Wassersäule.
  • Belüftungsmöglichkeit:
    Was hilft eine 100% dichte Plastikhaut als Zelt? Wenig, denn wie man aus dem Kleidungsbereich weiß wird die Luftfeuchtigkeit im Inneren des Zeltes bald genau so hoch sein wie draußen im Regen. Und dann kondensiert die feuchte Luft am kalten Zeltboden und wieder ist alles nass. Drum auf eine gute Durchlüftungsmöglichkeit des gesamten Zeltes achten.
  • Gestänge:
    Aluminium ist nicht gleich Aluminium. Achten Sie auf hochwertiges Aluminium, welches nahtlos gezogen wurde. Auf der sicheren Seite ist man z.B. mit Flugzeugaluminium aus der 7000er Serie von DAC. Das Gestänge sollte starr, aber nachgiebig genug sein, so dass es sich bei starkem Wind biegen und zurückschnellen kann ohne zu zerbrechen und die Zelthaut aufzuschlitzen.
  • Abspannpunkte:
    Nur ein sauber gespanntes Outdoor Zelt kann der Kombination aus Wind und Regen trotzen. Bei schönem Wetter reichen einige Heringe, aber bei unsicherem Wetter sollte Ihr Zelt gut abgespannt sein.

Jetzt noch den Etat klären. Über eins muss man sich klar sein die Qualität eines Zeltes ist durch aufwendige (= teure) Materialien und Verarbeitung an den Etat, den Sie ausgeben wollen, gekoppelt. Hier hilft eine faire Einschätzung, wie oft und in welchen Regionen Sie das Zelt einsetzen werden. Denn für eine Nacht im warmen Süden kann vielleicht ein Wurfzelt schon ausreichen!

TIPP: Packsack
Und zum Schluss, können Sie noch einen ultimativen Test vornehmen. Bringt man das Zelt, ohne ein großer Verpackungskünstler zu sein, auch wieder in den Packsack. Komischerweise trennt sich gerade hier die Spreu vom Weizen.

Outdoor Zelt-Marken:

  • Bergans: Kleine Auswahl an Outdoor Zelten, sehr interessant die neuen Compat Light Zelte
  • Exped: Nur in echten Outdoor Kreisen bekannt, aber sehr innovativ mit hervorragender Qualtität
  • Hilleberg: Der Mercedes unter den Outdoor Zelten, teuer aber einfach genial und zuverlässig
  • MSR: Spezialist aus USA mit innovativen Gestängelösungen für Minimalisten
  • Robens: Günstige Zelte für den Allround Einsatz, etwas schwer
  • Salewa: Große Auswahl um den Klassiker Sierra Leone, etwas für Allround Einsätze
  • Tatonka: vor allem Tunnelzelte mit sehr großem Platzangebot
  • Terra Nova: super leichte Zelte mit hohem Qualitätsstandard, für Gewichtsfetischisten

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