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Sicherungsgeräte Shop

Ob in der Halle, im Klettergarten oder im Gebirge: Im Fall des Falles bremst ein Sicherungsgerät den Sturz. Ohne Sicherungsgeräte Klettern? Außer Free Solo, bei Benutzung des HMS oder des Dülfersitzes wäre Klettern nicht in der heutigen Form möglich!

Sicherungsgeräte - der ständige Begleiter beim Klettern

Die Tubes, ATCs, Grigris, Jules und Reversos begleiten uns ständig an den Fels. Im alpinen Gelände kommen vermehrt die Tubes zum Einsatz. Den Petzl Grigri, den Trango Cinch und den Edelrid Eddy sieht man eher im Klettergarten und in der Kletterhalle am Gurt ihre Arbeit verrichten. Natürlich sollte man immer die gute alte HMS Sicherung (Halbmastwurf Sicherung) parat haben, denn die ist nach wie vor einfach, sicher und bspw. auch bei Verlust von Sicherungsgerät oder Sicherungsachter bzw. Abseil Achter ein adäquater Ersatz für jedes Sicherungsgerät! Das einzige was man dafür braucht ist ein HMS Karabiner.

Tubes, ATC oder Platte

Die Tubes funktionieren nach dem Prinzip der Knick-Bremse. Die herrkömmlichen Tubes sind bedienerfreundlich und haben den Vorteil, dass auch ein falschherum eingelegtes Seil nicht zum völligen Funktionsverlust und somit zum ungebremsten Sturz führt. Nachteil der Tubes ist, dass nur am Körper, d.h. am Gurt, gesichert werden kann und das Sichern eines Nachsteigers nicht ohne weiteres möglich ist (Seil wird in dieser Position nicht geknickt, nur mit Dummy möglich). Diesen Nachteil beheben die Tubes mit zusätzlicher Plate-Funktion wie bspw. das Tube Black Diamond ATC Guide, Edelrid Kilojule, Petzl Reverso 4 und viele andere. Hier die vielen Vorteile: Einfache und leichte Bedienung, geringes Gewicht, klein, Sicherheitsreserve, gutes Handling, geeignet für Einfach-, Halb- und Zwillingsseile, gut zum Abseilen, sehr geringes Verkrangeln beim Kletterseil. Ein paar Nachteile weisen die Tubes schon auch auf: Die Bremskraft ist abhängig von der Richtung des Sturzzuges, Nachsichern nur mit Dummy- Runner (nach dem Stand muss eine Sicherung vorhanden sein!).

Halbautomaten

Wer seinen Kletterpartner schon einmal länger beim Ausbouldern einer Tour gesichert hat, weiß die Vorzüge der halbautomatischen Sicherungsgeräte zu schätzen, denn ist das unter Belastung stehende Seil einmal im Gerät blockiert, muss die sogenannte Bremshand nicht mehr mit viel Kraft das Seil halten (natürlich sollte die Hand trotzdem am Seil bleiben!). Der Blockiermechanismus des Halbautomaten ist auch im Falle eines Sturzes zuverlässig. Hingegen führt im Gegensatz zur Tube beim Halbautomaten ein falschherum eingelegtes Kletterseil zum Funktionsverlust und zum fast ungebremsten Sturz. Die Liste der möglichen Bedienungsfehler der Halbautomaten ist lang - hier sollte man sich gründlich mit dem Gerät auseinandersetzen und ein wenig Zeit zum Üben verwenden! Ein weiterer Nachteil der Halbautomaten ist natürlich ihr Gewicht, das zum Teil gewöhnungsbedürftige Handling und die eingeschränkte Verwendung, da Halbautomaten nur Einfachseile aufnehmen!

Sicherungsgerät kaufen

Hier Sicherungsgeräte kaufen: Ohne passendes Sicherungsgerät Klettern gehen? Bei uns im Online Shop sind alle Sicherungsgeräte vertreten. Bei uns findet jeder auch den richtigen Karabiner zu seinem Sicherungsgerät. Kletter Karabiner Tests und Testberichte und auch Sicherungsgeräte Testberichte findet man auf einschlägeigen Foren und natürlich bei uns im Bergzeit Blog. Bei uns kauft man sicher und bequem!

Sicherungsgeräte sicher und günstig kaufen im Bergsport Shop bei bergzeit.de
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Sicherungsgeräte fürs Klettern. Ein Überblick

Heute gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und Geräte, mit denen man beim Klettern sichern kann. Welches ist das richtige Sicherungsgerät für Dich?

Sportklettern oder alpine Mehrseillängenrouten?

Zuerst sollte ich unterscheiden: Will ich Sportklettern und bin meist in Klettergarten und Kletterhalle unterwegs oder klettere ich im alpinen Gelände Mehrseillängenrouten?

Im alpinen Gelände ist es am vernünftigsten eine dynamische Sicherungsmethode mit entsprechenden Sicherungsgeräten zu wählen, da man damit sehr flexibel auf alle Situationen und sogar den Rückzug reagieren kann.

Sicherungsgerät mit dem GriGri vols Sicherungsgerät ist das Grigri von Petzl vor allem unter Sportkletterern beliebt. | Foto: La Sportiva/Giampaolo Calza Als Sicherungsgerät ist das Grigri von Petzl vor allem unter Sportkletterern beliebt. | Foto: La Sportiva/Giampaolo Calza

Beim Sportklettern sind in der Regel andere Sicherungsgeräte im Einsatz. Immer häufiger werden Halbautomaten anstelle herkömmlicher Sicherungsgeräte verwendet, da sie beim Sportklettern und beim längeren Ausbouldern von Schlüsselstellen oft mehr Komfort bieten. Welche Sicherungsgeräte für welche Spielarten des Kletterns am besten geeignet sind, wird im Folgendem erläutert.

Hier eine Übersicht über die Sicherungsgeräte, ihr Zubehör und den passenden Einsatz

Verschlusskarabiner: Jedes Sicherungsgerät muss entweder an der Einbindeschlaufe oder am Standplatz mit einem Verschlusskarabiner fixiert werden.

Dynamische Sicherungsgeräte:

  • Halbmastwurf-Sicherung (HMS) (Omega Pacific HMS Magnum Karabiner, Salewa HMS Screw G2 medium Karabiner, Mammut Bionic HMS Screw Gate, DMM30kN Big Boa HMS Screwgate Karabiner)
  • Tube-Sicherung (Black Diamond ATC-XP, Petzl Verso, LACD Tube Pro Ultralight)

Halbautomatische Sicherungsgeräte:

  • Petzl Grigri 2
  • Climbing Technology Click Up
  • Mammut Smart
  • Edelrid MegaJul

Sichern mit dynamischen Sicherungsgeräten

Dynamische Sicherungsgeräte funktionieren nicht nach dem Prinzip, das Seil durch eine Klemmwirkung zu bremsen, sondern auf dem Prinzip der Reibung durch einen Karabiner oder des Seils selber. Vorteil der dynamischen Sicherungsgeräte ist die Reduktion des Fangstoßes.

Gerade für Anfänger ist der Einsatz dynamischer Sicherungsgeräte sinnvoll. Die richtige Handhabung und die unbedingte Beachtung von sicherheitsrelevanten Inhalten wie bzw. der Bremshand, Gefahren beim Sichern, Haltung, Seilverlauf durch das Gerät uvw. werden anhand dieser Geräte bzw. dieser Sicherungstechnik (HMS) sehr gut vermittelt.

Vorteile und Nachteile von dynamischen Sicherungsgeräten

Alle Sicherungsgeräte, die mit dynamischer Bremskraft arbeiten, blockieren im Fall eines Sturzes nicht automatisch, d.h. dass der sichernde Partner das Seil straff ziehen muss, das Seil richtig positioniert haben muss und die dabei entstehende Reibungskraft mit dem Sicherungsgerät und seinem eigenem Gewicht auffangen muss. Für den Stürzenden bedeutet dies, dass er zwar weicher ins Seil fällt, der Bremsweg jedoch in der Regel etwas länger wird und von der Fähigkeit der unten stehenden Person abhängt.

Alle Modelle in diesem Bereich erfordern eine extrem hohe Aufmerksamkeit des sichernden Partners und wie alle anderen Sicherungsgeräte auch eine gewisse Trainingszeit mit dem Gerät.

Der Halbmastwurf (HMS)

HMS als Sicherungsgerät.|Foto: Martin Hanke Die Sicherung mit dem HMS-Karabiner. | Foto: Martin Hanke

Die Halbmastwurf-Sicherung wird seit den 60er-Jahren verwendet und ist immer noch die vielseitigste und materialsparendste Sicherungstechnik. Man braucht dafür nur einen HMS-Karabiner. In diesen wird der Halbmastwurf-Knoten eingelegt und der Karabiner verschlossen (siehe Bild). Egal, ob man Vorsteiger oder Nachsteiger sichert, wie weit ein Sturz ausfallen wird, wie gut sich mit dem Seil oder den Seilen arbeiten lässt, der HMS ist universell einsetzbar und gehört zum Einmaleins bzw. dem unbedingten Grundwissen der Kletternden.

Bei Verlust seines angestammten Sicherungsgerätes oder des Abseilachters in der Alpinroute ist guter Rat teuer: Der HMS bringt den Kenner sicher wieder auf den Boden. Außerdem lernt man bei Benutzung des HMS die Kräfte, die beim Sichern auftreten können, sehr genau kennen und später auch mit anderen Sicherungsgeräten gut einschätzen. Aber Achtung, denn nicht jeder Verschlusskarabiner ist auch gleich ein HMS-Karabiner. Da das Seil bei der HMS-Sicherung direkt durch den Karabiner läuft, sollte dieser runde Profile aufweisen, einen großen Profildruchmesser für verbesserten Seillauf besitzen und eine einigermaßen große birnenähnliche Form haben. Der Verschluss sollte mindestens ein Schraubverschluss sein.

Vorteile: genügend Bremswirkung, für Vorstieg und Nachstieg universell einsetzbar, sehr wenig Materialaufwand (ein HMS-Karabiner).

Nachteile: Höherer Seilverschleiß / Mantelabrieb, Seilausgeben und -einholen etwas umständlich, Seil neigt bei falscher Anwendung zu starker Krangelbildung.

Das Tube

Das Tube Der Tube "ATC" von Black Diamond. | Foto: Black Diamond

Das Tube ist wie der HMS eine dynamische Sicherung. Mittels Schraubkarabiner (HMS- oder Ovalkarabiner) wird das Seil ins Tube eingelegt und am Klettergurt in den Sicherungsring gehängt. Es ist aktuell die gängigste Sicherungsmethode und wird neben dem Halbmastwurf häufig von Anfängern gelernt. Bei Anfängern sollte das Bremsseil die ersten Male durch eine dritte Person hintersichert werden.

Das Tube ist sehr vielseitig einsetzbar. Man kann einen Vorsteigenden mit Einfachseil, Halbseil oder Zwillingsseil sichern. Bei neuen, dünnen Seilen muss man vorsichtig sein, da die Seilreibung im Tube nicht groß ist. So kann Seil schnell ausgegeben und wieder eingeholt werden, aber man braucht beim Halten eines Sturzes mehr Handkraft. Will man die Reibung im Gerät erhöhen, hängt man einfach einen weiteren Karabiner ins Gerät ein. So lässt sich die Bremswirkung problemlos nach Wunsch anpassen. Ein Tube ist auch zum Abseilen ideal geeignet, da beide Seilstränge voneinander getrennt werden und sich das Seil danach leichter abziehen lässt.

Vorteile: Variable Anwendung mit Einfach-, Halb-, oder Zwillingsseil, bremst seilschonend und dynamisch, schnelles Seilausgeben und -einholen möglich, kein Verdrehen der Seilstränge beim Abseilen.

Nachteile: Beim Sichern muss das Bremsseil immer nach unten gehalten werden, sonst reicht die Bremswirkung nicht, bei neuen und dünnen Seilen braucht man zwei Karabiner im Gerät, damit die Bremskraft ausreicht.

Tube in alpinen Mehrseillängenrouten

Das ATC Guide von Black Diamond. | Foto: Black Diamond Das ATC Guide von Black Diamond. | Foto: Black Diamond

Ein normales Tube ist in alpinen Mehrseillängen ungeeignet! Dafür braucht man das Edelrid KiloJul, Petzl Reverso 4, Black Diamond ATC-Guide oder Mammut Bionic Alpine Belay. Diese Tuber sind für Mehrseillängen entwickelt und erlauben ein Sichern des Nachsteigers am Fixpunkt. Durch einen Blockiermechanismus ist das Nachsichern für den Vorsteiger deutlich angenehmer und sicherer.

Halbautomatische Sicherungsgeräte

Halbautomatische Sicherungsgeräte klemmen bei starkem (ruckartigem) Seilzug das Sicherungsseil ab, wenn man das Bremsseil in der richtigen Position festhält. Damit könnte das Bremsseil nach gehaltenem Sturz theoretisch losgelassen werden. Achtung: Trotzdem niemals das Bremsseil loslassen (Redundanz)! Halbautomaten funktionieren nur richtig, wenn man Sie korrekt bedient. Wenn nicht, bremsen viele Geräte gar nicht. Sie sind für Anfänger weniger geeignet und sollten nur nach gewissenhafter Einschulung verwendet werden.

Da Halbautomaten das schnelle Seilausgeben deutlich erleichtern und ein Sturz leichter gehalten werden kann, werden sie beim Sportklettern gerne verwendet. Die gängigsten Halbautomaten sind: Petzl Grigri 2, Mammut Smart, Climbing Technology Click Up und Edelrid MegaJul. Wichtig: Damit ein Halbautomat das Sicherungsseil abklemmen kann, muss sich die Bremshand immer unter dem Gerät befinden und das Seil fest umfassen!

Vorteile und Nachteile der halbautomatischen Sicherungsgeräte

Die Vorteile der halbautomatischen Sicherungsgeräte sind deren automatische Blockierfunktion - diese bietet relativ hohe Sicherheit und hält den Seilverschleiß eher gering, da das Seil durch Reibnocken oder Karabiner gebremst wird. Bei den meisten Halbautomaten ist die Möglichkeit, das Seil schnell ausgeben zu können, ein großer Vorteil. Auch die Kraftanstrengung beim Sichern hält sich in Grenzen, denn der Vorsteiger kann lange im Seil hängen, seine Klettertour ausbouldern, ohne dass der Sichernde das Bremsseil mit viel Kraftaufwand mit der Hand halten muss.

Die Nachteile der Halbautomaten sind natürlich abhängig vom Einsatzzweck, aber nichtsdestotrotz hier aufgeführt: Bei Mehrseillängenrouten kann man den Vorsteiger mit einem Halbautomaten nicht über den Fixpunkt (Standplatz) sichern. Die Sicherung ist nur über den Körper möglich bzw. sinnvoll. Der Begriff "automatisch" suggeriert, dass man nicht aufpassen muss, weil das Gerät selbst arbeitet. Genau das ist ein großer Trugschluss: bei falscher oder unaufmerksamer Bedienung besteht große Gefahr für den Vorsteiger, da man die Bremswirkung eines Halbautomaten praktisch außer Kraft setzen kann.

Das Petzl Grigri 2 und sein Vorgänger, das Petzl Grigri 1 sind das älteste und am häufigsten verwendete Gerät aus der Familie der Halbautomaten. Durch einen starken Zug am Seil wird der Blockiermechanismus ausgelöst und das Seil im Gerät eingeklemmt. Damit ist der Sturz gehalten. Durch vorsichtiges Aufdrücken des Bremshebels kann man den Kletterer langsam wieder ablassen. Wichtig: Immer das Bremsseil umfassen.

Petzl Grigri 2

Das Petzl Grigri. | Foto: Petzl

Vorteile: Das Gerät blockiert relativ selbstständig im Falle eines Sturzes. Der Sichernde kann den Kletternden ohne viel Kraftaufwand halten und damit ist das Petzl Grigri auch perfekt für das Sichern im Toprope-Bereich geeignet. Das unangenehme Seilkrangeln hält sich beim Sichern mit Grigri in Grenzen.

Nachteile: Leider bringt das Grigri auch Nachteile beim Sichern mit: Das Grigri blockiert bei einem Sturz immer komplett und dynamisches oder weiches Sichern muss gelernt sein. Ein kontrolliertes und auch reguliertes Abbremsen ist nicht möglich. Eine Sicherung an Fixpunkten z.B. an einem Stand ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll, denn weiches Sichern ist beispielsweise im alpinen Gelände absolut vonnöten.

Mammut Smart

Das Mammut Smart. | Bild: Mammut

Das Mammut Smart hat eine Art "Rüssel" mit Rinne, die das Bremsseil führt. Will man den Kletterer ablassen, muss man den Rüssel vorsichtig nach oben und von sich wegdrücken. Die Dosierung ist hier nicht so einfach, man gewöhnt sich aber relativ schnell an die richtige Handhabung. Auch hier gilt: Niemals das Bremsseil auslassen.

Vorteile: Das Smart ist relativ leicht und einfach in der Bedienung.

Nachteile: Das Mammut Smart besitzt keinerlei Nachstiegsfunktion und kann nur im Klettergarten genutzt werden. Bei neuen und dünnen Seilen blockiert das Mammut Smart aber eher grenzwertig.

Climbing Technology Click Up

Das ClickUp von Mountain Technology. | Foto: Mountain Technology Das ClickUp von Mountain Technology. | Foto: Mountain Technology

Im Climbing Technology Click Up rastet der Karabiner bei Seilzug mit einem fühl- und hörbaren "Click" ein. Dann ist das Seil blockiert. Durch Vordrücken mit dem Daumen kann man die Blockierung lösen. Das Click Up darf nur mit dem originalen Karabiner verwendet werden! Achtung: Wenn die Bremshand das Seil nicht unter dem Click Up hält, funktioniert das Gerät (wie auch das Tube) nicht. Mehrere Unfälle beweisen das leider!

Vorteile: Die sehr gute Bremsfunktion ist nicht von der Hand zu weisen. Auch beim Ablassen lässt sich das Gerät gut halten und das Tempo sehr gut dosieren.

Nachteile: Weich Sichern ist mit dem Climbing Technology Click Up praktisch nicht möglich, denn wenn es einmal Klick macht ist das Seil blockiert.

Edelrid MegaJul

Das Edelrid MegaJul. | Foto: Edelrid

Das Edelrid MegaJul sieht aus wie ein Tube. Es hat alle Funktionen eines alpingeeigneten Tubers wie z.B. das Petzl Reverso 4 und zusätzlich einen halbautomatischen Blockiermechanismus. Mit dem Daumen der Bremshand zieht man das Gerät nach oben. So kann Seil sehr schnell ausgegeben und das Ablassen dosiert werden. Damit ist das Edelrid MegaJul der vielseitigste Halbautomat.

Vorteile: Die einfache Bedienung und der große Einsatzbereich sprechen für das recht günstige und leichte Sicherungsgerät aus der Allgäuer Edelschmiede Edelrid. Vielseitig einsetzbar, leicht, gutes Preis-/Leistung-Verhältnis

Nachteile: Wenn es einmal blockiert dann rührt sich beim Edelrid MegaJul nicht mehr viel. Es blockiert sehr schnell, sodass man nur mit dem Körper dynamisch sichern kann.

Achtung!

  • Vor der Verwendung eines neuen Sicherungsgeräts unbedingt die Gebrauchsanleitung lesen!
  • In den ersten Stunden und Tagen sollte man mit seinem Sicherungsgerät üben, am besten mit fachkundiger Anleitung und Hintersicherung.
  • Unbedingt die Herstellerangaben zur Seildicke beachten. Das ist gerade bei Halbautomaten wichtig, da der Blockiermechanismus mit einem zu dünnen Seil nicht mehr funktioniert.
  • IMMER an den Partnercheck denken!
  • Auch bei der perfektesten Handhabung und dem ausgefeiltesten Training mit dem jeweiligen Sicherungsgerät können Fehler passieren. Es ist wichtig, selbstkritisch und selbstreflektiert zu klettern und zu sichern. Auch (oder gerade) bei routinierten Kletterern passieren Fehler, die man durch einen Partnercheck hätte vermeiden können. Abgesehen davon schützt das beste Sicherungsgerät nicht vor Unfällen, wenn man sich nicht eingehend damit vertraut macht. Darum macht einen Kurs, diskutiert mit euren Kletterpartnern und traut euch andere anzusprechen, wenn ihr Sicherungsfehler bemerkt oder nicht versteht, warum sie so sichern. Sichert umsichtig und vorausschauend, so lassen sich Unfälle am wirkungsvollsten vermeiden!
Markus Höß

... kümmert sich als Bergführer-Anwärter im Kundenservice-Team von Bergzeit um alle möglichen Fragen und Anliegen. Winter wie Sommer ist er am Berg unterwegs. Am liebsten steht er auf den Skiern, da kommt man mit mehr Spaß schneller runter! Im Sommer geht's zum (Alpin-)Klettern oder auf Hochtour, im Winter an den Wasserfall und auf die Bretter…