- Damenbekleidung
- Herrenbekleidung
- Kinderbekleidung
- Schuhe
- Bergsport
- Bouldern
- Camping
- Klettern
- Klettersteig
- Radsport
- Skisport
- Trekking, Wandern
- Wassersport
- Alles für Kinder
- Brille, Fernglas
- Bücher, Karten
- Energie, Elektronik
- GPS, Kompass, Uhr
- Lampe, Licht
- Matte, Schlafsack
- Messer, Werkzeuge
- Nützliches, Reisezubehör
- Outdoor Zelte
- Outdoorküche
- Pflege, Wäsche
- Rucksack, Tasche
- Gutscheine
- Outdoor Outlet
KAUFBERATUNG STEIGEISEN
Steigeisen sind ein fixer Bestandteil beim Eisklettern und auf Hochtouren, wir brauchen sie zur Fortbewegung in Eis, Firn oder Fels. Gute Steigeisen müssen sich optimal mit dem Schuh verbinden lassen - sie sollen gut sitzen. Sie sollen sich schnell und einfach an- und auszuziehen lassen, auch mit kalten Fingern. Sie sollen ohne Werkzeug verstellbar sein und wenig ins Gewicht fallen.
Der wichtigste Punkt zuerst: Steigeisen müssen gut an die Schuhe angepasst sein. Das Anpassen erfolgt sorgfältig vorab, also noch zu Hause oder spätestens am Abend vorher auf der Hütte. Bergsteiger die am frostigen Morgen im Dunkeln am Gletscherrand ihre Steigeisen nach langer Zeit erstmals wieder aus der Verpackung nehmen und beschwerlich an ihre Bergschuhe anpassen trifft man viel zu oft.
Die meisten modernen Steigeisen haben 12 Zacken (Zwölfzacker) und sind zweiteilige Modelle mit einem Verbindungssteg zwischen Fußballen und Ferse. Unterscheiden kann man Riemenbindung für bedingt steigeisenfeste Schuhe und Kipphebelbindung für steigeisentaugliche Schuhe. Daraus folgt, dass der Schuh den Bindungstyp vorgibt und des Weiteren der Schuh der geplanten Tour angepasst sein muss!
Für Gehpassagen auf Gletschern in flachem oder nur mäßig geneigtem Gelände genügen sicher bedingt steigeisenfeste Schuhe. Für lange Hochtouren mit Kletterpassagen bzw. Eis- und Firnflanken benötigt man absolut steigeisentaugliche Schuhe. Letztere Schuhe weisen Rillen auf, in die Frontbügel und Fersenhebel greifen (ähnlich einer Schitourenbindung).

Steigeisen mit Kipphebelbindung
Diese Steigeisen mit Kipphebelbindung bauen eine Spannung zwischen den beiden Bügeln auf und garantieren so einen besseren Halt. Ist diese Spannung an der Schuhsole nicht fest genug, werden sich die Steigeisen beim Gehen verschieben, aber spätestens beim Einschlagen ins Eis abfallen. Genau darin besteht die Gefahr wenn man auf Schuhe mit zu weicher verwindbarer Sohle Steigeisen montiert.

NJe schlechter man die Steigeisen am Schuh fixieren kann, umso weniger Halt bieten sie. Generell gilt, dass man mit einer Riemenbindung nie jenen Sitz erreicht, wie mit einer Kipphebelbindung. Vorsicht auch bei der Riemenbindung: diese nicht zu fest schnüren, das kann die Blutzirkulation in den Zehen einschränken und Druckstellen oder Erfrierungen verursachen.
Die Stollenbildung bei feuchtem Schnee ist eine der Hauptursachen von Unfällen beim Gehen auf dem Gletscher. Neue Steigeisen werden fast immer mit Platten ausgeliefert, wenn nicht und bei alten Steigeisen unbedingt nachrüsten.
>> Outdoorschuhe
>> Kletterhelm
>> Rucksack
>> Skihelm
>> Softshell
Deutliche Unterschiede gibt es bei den Frontalzacken (quasi den verlängerten Zehennägeln aus Stahl). Hier lassen sich Steigeisen mit horizontalen von jenen mit vertikalen Frontalzacken unterscheiden. Horizontale Frontalzacken bieten guten Halt im Schnee und sind vielseitiger einsetzbar, also fürs Bergsteigen konzipiert.
Vertikale Frontalzacken mit Zahnung an der Unterseite sind aggressiver im Griff und bieten besseren Halt beim Steileisklettern. Man achte auf die Sekundärzacken (das zweite Zackenpaar gleich hinter den Frontalzacken)!

Je stärker die Sekundärzacken nach vorne zeigen, umso besser greifen die Steigeisen im steilen Gelände und stabilisieren den Tritt. Gleichzeitig kann man sich an ihnen beim Gehen aber leicht verheddern.
Es muss aber nicht immer gleich ein Steigeisen sein. Für einfache Gletscherwanderungen oder kurze Zustiege gibt es z.B. von Salewa einen 6-Zack Grödel, der schon viel Grip in Eis und Schnee besitzen.

6-zackiges Komfortgrödel
Ein weiteres wichtiges Bestandteil der Steigeisen sind die Antistollplatten. Sie verhindert ein Anstollen (Anhaften) des Schnees unter den Steigeisen. Je mehr Schnee auf den Steigeisen anstollt, umso weniger greifen die Zacken, was schließlich zum Ausrutschen führt. Auf dieses Detail kam man erst durch zahlreiche tragische Unfälle. Heute gehören Steigeisen und Antistollplatten fix zusammen.
Steigeisengehen
Beim Gehen mit Steigeisen versuche man möglichst lange mit der ganzen Fußsohle aufzutreten, damit möglichst viele Zacken greifen. Breitspuriges gehen (Cowboy Gang) soll das Verheddern am anderen Schuh oder Hosenbein vorbeugen. Ein Aufkanten der Steigeisen (wie beim Schifahren) ist unbedingt zu vermeiden! Um den ganzen Fuß aufzusetzen muss man je nach Steilheit das Sprunggelenk entsprechend stark beugen.
Ist das nicht mehr möglich bedient man sich unterschiedlicher Fortbewegungstechniken (z.B. Eckensteintechnik, Mischtechnik) bis man letztendlich im steilen Eis nur noch auf die Frontalzacken und Sekundärzacken steigt. Das Gehen mit den Frontalzacken wird bewusst spät eingesetzt, da man durch die ständige Haltearbeit die Wadenmuskulatur rasch ermüdet. Doch genug der Worte, all das und mehr muss durch praktische Übungen unter professioneller Anleitung erlernt werden!
Von Peter Schatzl, staatlich geprüfter Berg- und Schiführer
INTERESSANTE SHOP RUBRIKEN
Sicher einkaufen bei Bergzeit, den Shop für Bergsport Outdoor und Travel
Sicher einkaufen
- Shopauskunft
- Schnelle Lieferzeiten
- Käuferschutz
- Datenschutz
- Sichere Zahlung mit SSL-Verschlüsselung
Zahlungsarten Rund um Bergzeit, den Shop für Bergsport Outdoor und Travel
Zahlungsarten
Hilfe Rund um Bergzeit, den Shop für Bergsport Outdoor und Travel
Hilfe
Versand Rund um Bergzeit, den Shop für Bergsport Outdoor und Travel
Versand
- DHL
- DHL-Express
- DHL-Packstationen
- CO2-Neutraler Versand





