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Home - Wasseraufbereitung Info
|
Ähnlich wie Gesundheit für uns von höchster Priorität ist, sind unsere
Anforderungen an Trinkwasser unwidersprochen hoch. Wasser ist
einzigartig für die Entwicklung und den Fortbestand von Leben auf der
Erde und somit als Lebensmittel durch keinen anderen Stoff zu
ersetzen.
Unsere
Ansprüche an Trinkwasser sind mannigfaltig, wenn sie auch nicht immer
in allen Punkten eingehalten werden. Zuallererst steht die Forderung,
dass Trinkwasser frei von Kontamination durch Krankheitserreger sein
soll. Die Palette an Wasser verunreinigenden Stoffen reicht von
Bakterien wie z.B. den bekannten E. Coli, Cholera, Shigellen,
Salmonellen über Ein- und Mehrzellern wie z.B. Lamblien, Amöben,
Kryptosporidien bis zu Viren, wie z.B. Rota-, Adeno- oder
Hepatitisviren.
Allen gemeinsam ist, dass sie in den meisten Fällen durch den Mund
aufgenommen werden und sich im Verdauungstrakt mit
Durchfallsymptomatik bemerkbar machen. Zu weiteren
Kontaminationsquellen von Trinkwasser zählen Chemikalien aus Industrie
und Landwirtschaft wie z.B. Pestizide, Nitrate oder Schwermetalle, die
vor allem bei Genuss über längeren Zeitraum gefährlich sind. Daraus
resultiert die Forderung, dass Trinkwasser auch keine Langzeitschäden
verursachen soll.
Nicht zuletzt soll unser Trinkwasser gut schmecken, gut riechen und
ein optisch einwandfreies Aussehen haben. Nur dann werden wir auch in
ausreichender Menge und ohne schlechtes Gewissen davon trinken.
Oftmals ist Wasser mit Schwebstoffen wie Algen, Pflanzenreste,
Tierreste, Sand oder Ton vermengt. Diese sind zwar meist unbedenklich,
aber können als Herd für andere Verunreinigungen (z.B.
Bakterienkolonien) dienen.
Was bei uns zu Hause als Selbstverständlichkeit gilt, ist die ständige
Verfügbarkeit und Unbedenklichkeit von Trinkwasser aus dem Wasserhahn.
In den meisten Ländern weltweit trifft dies aber nicht zu! Wir kennen
diese Problematik z.B. von Ferneisen - vor allem in
Entwicklungsländern. Wünschenswert wäre eine Aufbereitung des Wassers
zu Trinkwasser bereits ab der Quelle, dem Reservoir oder im
Leitungssystem. Oftmals sind wir aber zur Trinkwasserbehandlung am Ort
der Entnahme gezwungen. Müssen wir Trinkwasser vor Ort lagern bzw. in
Tanks transportieren, so lässt sich fordern, dass es hier zu keiner
Veränderung durch die Lagerhaltung kommt. Auch hierfür gibt spezielle
Lösungen z.B. auf Schiffen oder in Caravans.
Es gibt verschiedene Methoden um Wasser fraglicher Qualität, ob bei
Trekking im Gelände abseits von Infrastruktur oder auf Fernreisen,
zu Trinkwasser aufzuwerten. Nachfolgend werden vier Methoden
der
Wasseraufbereitung vorgestellt:
Wasser abkochen
Eine
sehr zuverlässige Methode, da Hitze sämtliche Erreger abtötet.
Allerdings sind Organismen verschieden empfindlich gegen Hitze.
Manche sterben früher andere erst bei Temperaturen über 100°C.
Temperatur und Erhitzungszeit stehen eng in Beziehung. In der Regel
genügt ein kurzes Kochen des Wassers (=100°C); aber wer sicher gehen
will lässt es länger aufkochen. Man beachte auch, dass in großer
Höhe Wasser schon bei niedrigeren Temperaturen zu sieden beginnt und
daher wesentlich länger abgekocht werden muss. Das Abkochen hat
keinen Effekt auf Aussehen, Geruch oder Geschmack des Wassers.
Nachteil bei dieser Methode ist der Zeit- und Energieaufwand
(Brennstoffverbrauch). Das Wasser muss erst abkühlen bevor man es
trinken kann. |
Halogenieren durch Chlor oder Jod
Meist in Tropfen oder Tablettenform dem Wasser beigesetzt oxidiert das
Halogen sämtliche Erreger. Das Chlorieren des Trinkwassers ist z.B. in
vielen Städten der Dritten Welt weit verbreitet. Voraussetzug ist
optisch klares Wasser (keine Schwebestoffe) und ausreichende Dosierung
des Halogens (im Zweifelsfall lieber höher als zu wenig). Je höher
dosiert umso unangenehmer wird aber sein Beigeschmack. Diesen kann man
zum Teil mit Aktivkohle binden bzw. durch andere Zugaben verbessern.
Zusätzliche Faktoren beim Halogenieren sind Wassertemperatur, pH Wert
und Einwirkzeit.
Wasser filtern
Mikrofilter halten durch ihre mikroskopisch kleinen Poren (Porengröße
0,2 bis 0,4µm) Erreger mechanisch zurück. Der Großteil der Erreger v.a.
Bakterien, Ein- und Mehrzeller passen nicht durch die Poren und
bleiben stecken. Kleinste Erreger z.B. Viren können aber nach wie vor
durchdringen. Kombifilter mit Aktivkohle können hier noch zusätzlich
kleinste Erreger sowie Geschmacks- und Geruchsstoffe binden. Besonders
für kleinere Mengen sind Filter gut einsetzbar und das Wasser steht
rasch zur Verfügung. Je nach Verunreinigung bzw. Trübung des Wassers
muss dann der Filter gereinigt oder ausgewechselt werden. Punkte wie
Gewicht des Filters, Anschaffungskosten und laufende Wartung sind hier
zu diskutieren. Zu empfehlen sind Wasserfilter vonMSR oder
von Katadyn.
UV Bestrahlung von Wasser
Hochwirksames UV-C Licht tötet Erreger innerhalb kürzester Zeit ab.
Früher nur im großen Maßstab in Aufbereitungsanlagen eingesetzt, steht
diese Methode nun auch mit handlichen batteriebetriebenen Geräten zur
Verfügung. Vor allem eine Trübung des Wassers behindert diese Art der
Trinkwasserbehandlung (Schwebstoffe unbedingt vorab entfernen)! UV
Behandlung hat ebenfalls keinen Effekt auf Aussehen, Geruch oder
Geschmack des Wassers. Anschaffungskosten, Gewicht und Batteriebedarf
sind hier den anderen Verfahren gegenüber zu stellen.
Von Dr. Peter Schatzl, Zentrum für Tropen-, Reise- und
Geomedizin | ||||||||||
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dass Trinkwasser frei von Kontamination durch Krankheitserreger sein
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Temperatur und Erhitzungszeit stehen eng in Beziehung. In der Regel
genügt ein kurzes Kochen des Wassers (=100°C); aber wer sicher gehen
will lässt es länger aufkochen. Man beachte auch, dass in großer
Höhe Wasser schon bei niedrigeren Temperaturen zu sieden beginnt und
daher wesentlich länger abgekocht werden muss. Das Abkochen hat
keinen Effekt auf Aussehen, Geruch oder Geschmack des Wassers.
Nachteil bei dieser Methode ist der Zeit- und Energieaufwand
(Brennstoffverbrauch). Das Wasser muss erst abkühlen bevor man es
trinken kann.





