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Campingkocher: Kochen mit Gas, Benzin oder Spiritus

Mehrflammige Gaskocher sind in Wohnmobilen Standard. Was, wenn man mit Kombi oder Bike unterwegs ist, oder die Campingküche am Rücken trägt? Unsere Kaufberatung weiß Rat, ob der große, kleine oder minimale Campingkocher die beste Wahl ist.  Weiterlesen

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Campingkocher: Kochen mit Gas, Benzin oder Spiritus

"Camping" ist ein Begriff, der in ganz unterschiedliche Bilder hervorruft: Wildzelten in den Bergen, Familienurlaub im Wohnmobil, ein Party-Wochenende am Festivalgelände oder ein sportlicher Ausflug mit Übernachtung am Zeltplatz. Ob puristischer Survival-Trip oder komfortabler Dauerstellplatz - so unterschiedlich die Vorstellungen auch sind, alle Camper haben eins gemeinsam: Es dreht sich ganz oder zumindest teilweise um Selbstversorgung. Ein Kocher muss daher in jedem Fall ins Gepäck, auch wenn man sich größtenteils auf die örtlichen Gastronomiebetriebe verlässt.

Wenig überraschend ist auch der Begriff Campingkocher ähnlich vielfältig besetzt wie das Campen an sich. Vom ausgewachsenen Outdoor-Gasherd samt Grillplatte, über federleichte Gasbrenner, sturmtaugliche Spiritus- und vielseitige Multifuelkocher bis zu puristischen Feststoff- und Hobokochern reicht die Bandbreite. Zu klassischen Herstellern wie Campinggaz oder Primus haben sich in der Zwischenzeit kleine, feine Alternativen wie beispielsweise kleine Outdoor-Kocher von Eifel Outdoor Equipment gesellt. oder Wer vor der Auswahl steht, muss zunächst überlegen, wofür der Outdoor- oder Campingkocher vorwiegend gebraucht wird. Soll es ein einflammiger, extrem leichter Outdoor-Kocher sein? Oder ein mehrflammiger Campingkocher, auf dem mehrere Töpfe paralell stehen können? Dazu kommt noch die Frage nach dem Brennstoff. Gas, Benzin, Spiritus?

Die große Campingküche: Mehrfachkocher

Im Wohnmobil oder Kombi, bei Zeltplatz-Ferien und Vereinsausfahrten, beim Familiencamping und bei sportliche Wochenenden mit Auto-Support kommt es in der Regel weniger auf geringes Gewicht und minimales Packmaß an. Viel mehr gilt es hungrige Mäuler zu stopfen. Oft scharenweise. Wer eine ausgewachsene Kochmöglichkeit für mehrere große Töpfe sucht, kommt um einen Mehrfachkocher nicht herum. Auch Outdoor-Gourmets, die beim gepflegten Camping in aller Ruhe groß aufkochen, wissen einen zweiflammigen Kocher zu schätzen.

Worauf kommt es bei Mehrfachkochern an?

  • Windschutz: Wird vorwiegend im Freien gekocht, ist ein integrierter Windschutz empfehlenswert, der die Kochplatten auch seitlich abschirmt. So wird effektiver gekocht, was gleichzeitig Brennstoff spart.
  • Brennstoff: Mehrflammenkocher sind in der Regel Gaskocher, trotzdem gibt es Unterschiede. Einige Modelle lassen sich problemlos mit handelsüblichen, großen Gasflaschen betreiben, andere sind für spezielle Flüssiggasflaschen von Primus oder Campingaz konstruiert und benötigen einen separaten Adapter bzw. Druckminderer für die Verwendung mit Butangasflaschen. Wieder andere wie der Primus Tupike Stove kommen auch mit kleineren Schraubkartuschen zurecht. Hier gilt es zu überlegen, welche Brennstoffquelle für den angestrebten Einsatz handlich bzw. ausreichend ist.
  • Brennleistung: Die Schwankungen reichen von 1.400 Watt bei den günstigen Modellen bis zu 3.360 Watt pro Brenner beim Atle Stove von Primus. Der Hochleistungs-Klassiker schlägt sich zwar deutlich schwerer aufs Budget, dafür beträgt die Kochzeit für einen Liter Wasser auch nur drei Minuten.
  • Weitere Ausstattung: Eine integrierte Piezozündung ist praktisch. Viele aktuelle Modelle bieten zudem eine oder mehrere abnehmbare Grillplatten. Beim Campingaz 2-Flammkocher 400-SG ist auch ein Toaster integriert.
  • Wartung und Reinigung: Ein Gehäuse aus Edelstahl ist robust und pflegeleicht, herausnehmbare Roste erleichtern die Reinigung. Bei Grillplatten auf eine Anti-Haft-Beschichtung achten!
  • Nachteile: Zweiflammige Campingkocher sind weniger geländegängig als ihre leichten und kompakten Geschwister. "Leichte" Modelle wie der Primus Tupike lassen sich für ein Picknick zwar ein Stück weit tragen, für eine ausgewachsene Tour sind die 4,5 Kilo aber doch zu viel. Besser ist man in so einem Fall mit dem "Zweitkocher" aus der kleinen Campingküche beraten.

Die kleine Campingküche: Outdoor-Kocher

So genannte "Outdoor-Kocher" sind eine optimale Lösung für alle, die ihre Campingküche hauptsächlich oder auch im Rucksack, im wasserdichten Packsack, einer Fahrradtasche oder ähnlichem transportieren. Die einflammigen Kocher überzeugen mit relativ kleinen Packmaß, geringem Gewicht und einem sehr flexiblen Einsatzbereich. Die entscheidenden Unterschiede für die Auswahl des passenden Campingkochers sind in erster Linie Brennstoff und Bauart.

Gaskocher: günstig und bequem mit guter Heizleistung

Gaskocher sind ideal fürs Trekking, eine Radreise aber auch ein gemütliches Campingwochenende. Sie sind günstig in der Anschaffung und überzeugen mit einer guten Leistung. Auch die Bedienung eines klassischen Gaskochers ist sehr einfach: zusammenschrauben oder -stecken, und los geht's. Über den Gasregler lässt sich die Flamme sehr fein regulieren.

  • Tipp: Wer auf einem einflammigen Kocher gerne mit größeren Töpfen kocht, sieht sich nach einem Modell mit externer Brennstoffzuleitung um. Durch den niedrigen Schwerpunkt und größere Standflächen sind derartige Campingkocher kippstabiler als jene, die direkt auf die Kartusche gesteckt oder geschraubt werden.

Unterschiede gibt es zudem bei den zu verwendenden Gaskartuschen, die je nach Modell mehr oder weniger Platz in Anspruch nehmen. Je nach Kocher werden Stechkartuschen, Ventil-Schraubkartuschen oder Ventil-Klemmkartuschen CV (Campingaz) benötigt. Diese sind aber nicht in allen Teilen der Welt gleich gut verfügbar. Abhilfe schafft ein Adapter, um den Kocher mit "sowohl als auch" zu betreiben.

Wenn man Gaskocher bei kalten Temperaturen oder auch im Winter nutzen will, gibt es einen wertvollen Tipp. Statt der klassischen Butan-Propan-Mixkartuschen gibt es zum Beispiel von Primus spezielles Wintergas, bei dem Isobutan zum Einsatz kommt und durch einen speziellen Kartuschen-Aufbau die Oberfläche zur Verflüchtigung des Gases vergrößert wird. Auch in größeren Höhen ist der Einsatz eines Gaskochers durchaus empfehlenswert. Er muss nicht vorgeheizt werden, Gas wiegt weniger als Benzin und andere Brennstoffe. Genaueres zum Thema gibt es in unserer Kaufberatung Gaskocher.

Gaskocher sind leistungsstark und pflegeleicht. Modelle wie der Primus Gravity lassen sich sogar zum Benzinkocher umbauen.| Foto: Stefan Rehm
Gaskocher sind leistungsstark und pflegeleicht. Modelle wie der Primus Gravity lassen sich sogar zum Benzinkocher umbauen. | Foto: Stefan Rehm

Mehrstoffkocher: Leistungsstark und kälteresistent

Mehrstoffkocher bzw. Benzinkocher unterscheiden sich rein optisch kaum von Gaskochern mit externer Zuleitung. Auch sie punkten im Umgang mit großen Töpfen mit stabilen Stand. Die Kocher lassen sich mit Benzin, Petroleum, Diesel und - modellabhängig - Gas betreiben. Unabhängig vom Reiseziel findet man quasi überall eine passende Brennstoffquelle.

In der Regel brennen Multifuel-Kocher sehr kräftig und auch bei großer Kälte, wobei Benzin die beste Heizleistung hat. Beim Einsatz von Diesel oder Petroleum ist aufgrund der Rußentwicklung Vorsicht geboten. In Wohnwägen, Cabins oder in der Apsis eines Zeltes kann das mitunter problematisch werden. Als weiterer Nachteil ist die Bedienung etwas schwieriger: die Inbetriebnahme dauert länger und der Wartungs- bzw. Reinigungsaufwand ist bei Benzinkochern höher.

Benzinkocher sind vielseitiger, aber auch anspruchsvoller im Handling. Brennstoff findet man quasi überall. | Foto: Bergzeit
Benzinkocher sind vielseitiger, aber auch anspruchsvoller im Handling. Brennstoff findet man quasi überall. | Foto: Bergzeit

Sturmkocher: Robust, günstig und zuverlässig

Bei Spirituskochern ist ein Markenname zum Synonym für eine ganze Produktkategorie geworden: Trangia. Besonders interessant für Schlechtwetter-Camper sind die leichten Aluminium-Sturmkocher: Als Koch-Sets sind sie für ein bis zwei oder drei bis vier Personen ausgelegt. Neben Brenner und Windschutz lassen sich die jeweils zugehörigen Töpfe, Pfannen, Topfzange und/oder Wasserkessel für ein möglichst kleines Packmaß perfekt ineinander verstauen.

Betrieben werden Trangia-Kocher mit Spiritus (Ethanol), der weltweit in so gut wie jedem Drogeriemarkt bzw. Apotheken verfügbar ist. Die Kocher sind sehr wartungsarm und einfach zu reinigen. Ein Nachteil ist die geringere Heizleistung von Spiritus, der bei Kälte zudem schwerer zu entzünden ist. Auch das Regulieren der Flamme erfordert etwas Übung.

Unsere Tipps für Outdoor-Kocher in der Campingküche

  • Hitzereflektoren: Wird draußen gekocht, schützen Hitzereflektoren nicht nur den Boden, sondern reflektieren einen Teil der Wärme in Richtung Kochtopf. Der Kocher wird dadurch effektiver, man spart Energie.
  • Windschutz: gleiches gilt für den Windschutz, der sich auch separat nachrüsten lässt.
  • Per Flugzeug ins Camping-Abenteuer: Im Urlaubsflieger haben weder brennbare Flüssigkeiten noch Gaskartuschen etwas verloren. Benzinkocher sollten vor dem Abflug bestens gereinigt werden, um unnötigen Stress bei der Gepäckkontrolle zu vermeiden. In jedem Fall muss vor der Reise geklärt werden, ob die benötigten Kartuschen bzw. Brennstoffe am Zielort verfügbar sind.
  • Mehr Infos: Weitere Details zum Thema Outdoor-Kocher gibt's in unserer Kaufberatung

Ultraleicht: Die minimalisitische Campingküche

Campen ja, kochen nein? Wer morgens nicht mehr braucht als einen Espresso oder eine Tasse Tee und ansonsten lieber einen Einkehrschwung in die örtlichen Gastronomiebetriebe macht, kommt auch mit einer Minimal-Campingküche klar. Aufgrund des unkomplizierten Handlings, relativ geringen Anschaffungskosten und der guten Leistung raten wir in so einem Fall dennoch zum bewährten und weiter oben bereits beschriebenen Gaskocher für die kleine Campingküche.

Für Minimalisten bzw. Puristen: der Feststoffkocher von Bushcraft Essentials. Foto: Bushcraft Essentials
Für Minimalisten bzw. Puristen: der Feststoffkocher von Bushcraft Essentials. | Foto: Bushcraft Essentials

Hobo- und Festbrennstoffkocher: Kocher für Spezialisten

Anders ist die Situation, wenn sich "minimalisitsch" auf Gewicht und Packmaß oder das maximale Camping-Abenteuer in der Wildnis bezieht.

Wer Camping - nicht nur gefühlt - mit Survival gleichsetzt oder keine ausreichenden Gepäckkapazitäten hat, sollte sich in der Kategorie Festbrennstoffkocher umsehen:

  • Hobokocher von Bushcraft Essentials haben beispielsweise ein äußerst kompaktes Packmaß und lassen sich mit allen brennbaren Materialien befeuern, die in der Natur zu finden sind, z.B. Äste, Laub oder Gestrüpp.
  • Esbit-Kocher sind ebenso klein und leicht, lassen sich aber nur mit dem namensgebenden Trockenbrennstoff betreiben.

Fazit zu Campingkochern

Die Zeiten, in denen Campinggaz zumindest in Europa der einzige Hersteller von Camping-Kochern war, sind lange vorbei. Wer sich einst darüber aufgeregt hat, dass es keine Alternative zu den (nicht wiederverschließbaren) Stech-Gaskartuschen gibt, kann sich freuen. Gaskocher gibt es inzwischen für wirklich jeden Einsatzbereich - und die dazugehörigen Kartuschen sind in den meisten Fällen mit Ventilen versehen und noch dazu abschraubbar. Egal ob minimalistische Modelle für Biwak-Asketen, All-in-One Systeme mit maximalem Windschutz, Hobo-Kocher oder mehrflammige, komfortable Campingkocher für den Einsatz auf dem Stell- und Campingplatz - die Kocher-Hersteller haben speziell in den letzten 10 Jahren sehr viel Entwicklungsarbeit in die einzelnen Kategorien gesteckt.

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Bei Edelrid im Allgäu dreht sich alles ums Klettern - um Kletterausrüstung um genauer zu sein! Innovation steht hier an erster Stelle! Die Firma Edelrid besteht im Jahr 2013 seit 150 Jahren und hat damals mit der Herstellung von Angelschnüren angefangen. Bis heute produziert Edelrid von der Reepschnur bis zum modernen Edelrid Kletterseil in Isny im Allgäu. Es dreht sich bei Edelrid aber nicht komplett alles um die Herstellung von Seilen. Seit Edelrid Tochterfirma von Vaude wurde, hat sich Edelrid komplett verändert und weiterentwickelt. Heute kann Edelrid ohne Zweifel als eine der innovativsten Topmarken des Bergsports bezeichnet werden. Edelrid bietet in Sachen Sport- und Alpinklettern Produkte höchster Qualität und Funktionalität an - vom Kletterhelm bis hin zum Klettersteigset oder Kletterschuh

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Edelrid erfand 1953 das Kern-Mantel-Seil, dessen Konstruktion bis heute weitgehend unverändert geblieben ist und revolutionierte damit die Sicherheitsausrüstung im Bergsport nachhaltig. Auch heute kann Edelrid Maßstäbe in puncto Sicherheit setzen und wartet 2013 mit innovativen Produkten auf, die die Entwicklungen des Klettersports mit Sicherheit ein weiteres Mal positiv beeinflussen werden, z.B. ein auf das individuelle Benutzergewicht einstellbares Klettersteigset, ein Kletterseil mit zwei unterschiedlichen Durchmessern, das derzeit leichteste und vor allem dünnste Zwillingsseil und die leichteste Expressschlinge der Welt! Wir sind gespannt auf diese neuen wegweisenden Produkte!

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