Magnesium und Chalk – eine Kaufberatung

Das weiße Pulver der Kletterer und Boulderer, ein Thema unter Insidern und immer wieder Kletterszenegespräch. Wir geben einen Überblick über das sagenumwobene Magnesium. Weiterlesen

Mad Rock Chalk, Chalkbag Kinder  (2 Artikel)

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Magnesium und Chalk – eine Kaufberatung

Grobkörniges, brockiges, auch
Grobkörniges, brockiges, auch "crunchy” Chalk genanntes Magnesium, ist wahrscheinlich am weitesten verbreitet. | Foto: Black Diamond

Magnesium, Chalk, Black Gold, Bavarian Powder, Goldgrip oder Megagrip - welchen Namen man dem weißen Pulver, welches der Kletterer bevorzugt in seinem Magnesiumbeutel mit sich trägt, auch gibt, es bleibt im Grunde das gleiche: Magnesiumkarbonat. Außerdem findet man gebundenes Kristallwasser in dem weißen Pulver aus dem die Reibungsträume sind. Diese Zusammensetzung hilft den Kletterern den Fingerschweiss hygroskopisch aufzunehmen um damit den Grip an Klettergriffen in der Halle oder draußen am Fels zu verbessern.

Tickmarks werden mit Chalk auch oft an den Fels gezeichnet, was mehr mit Grips als mit Grip zu tun hat. Sie dienen eher der Gedächtnisstütze als der Performance des Kletterers oder Boulderers und sollten nach der Session wieder weggebürstet werden. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass Magnesium oder Chalk nicht das Allheilmittel beim Klettern und Bouldern ist. Ruhig dürfen Griffe vom Chalk gereinigt werden nach dem Beklettern. Dafür gibt es spezielle Boulder- bzw. Griffbürsten.

Magnesium - mehr als nur ein Pulver?

Natürlich gibt es das Magnesium nicht nur als profanes Pulver, sondern in verschiedensten Formen, Verpackungen und Einheiten: Als Block gepresst, als Crunchy Mix in der Tüte, als fein gemahlenes sogenanntes Frauenchalk (Anm. d. Red.: Wir haben mit der Namensgebung nichts zu tun) und als Supermegagrip-Mix, der noch geheime Substanzen enthält, die den Grip nochmal erhöhen sollen. Das alles gibt es von der 55 Gramm Expertentüte für ein bis zwei Trainingseinheiten bis hin zum 1.000 Gramm Eimer, der dann schon etwas länger halten dürfte. Jedenfalls ist Chalk in seiner chemischen Zusammensetzung absolut unbedenklich. Auch als Staub ist es zu grob, um als Feinstaub durchzugehen. Außerdem ist es eine natürlich vorkommende Substanz - auch in unserem Körper. John Gill nahm Chalk bereits in den 1950ern, das er vermutlich aus der Turnhalle an den Fels mitbrachte, für den optimierten Grip.

Klingt jetzt alles nach ein bisschen Hokuspokus und das ist es auch ein bisschen. Denn im Endeffekt ist und bleibt es Magnesiumkarbonat - es kommt allein auf die Form an, in der es verwendet wird und vor allem immer noch auf die Hände die es tragen. Manche Firmen setzen "geheime Stoffe" hinzu, manche bieten es pur und nur pur an, usw.:

Chalkball (zum Wiederbefüllen)

Einen wiederbefüllbaren Chalkball füllt man am besten mit etwas weniger grobem Chalk nach und macht ihn nicht randvoll und prall. So kann die benötigte Menge an Chalk optimal abgegeben werden. | Foto: Stubai
Einen wiederbefüllbaren Chalkball füllt man am besten mit etwas weniger grobem Chalk nach und macht ihn nicht randvoll und prall. So kann die benötigte Menge an Chalk optimal abgegeben werden. | Foto: Stubai

Der Chalkball im Magnesiumbeutel gibt nicht mehr Chalk ab, als es unbedingt nötig ist, deswegen ist in so gut wie jeder Kletterhalle ein Chalkball bzw. dessen Benutzung gewünscht. Es staubt einfach weniger. Der Chalkball, wiederbefüllbar oder nicht, besteht aus einem simplen Baumwollstoff, durch dessen Gewebelücken das Magnesium auf die Haut gestäubt wird. Einen wiederbefüllbaren Chalkball füllt man am besten mit etwas weniger grobem Chalk nach und macht ihn nicht randvoll und prall. So kann die benötigte Menge an Chalk optimal abgegeben werden. Verschlossen wird der kleine Stoffbeutel dann wieder mit dem Kordelverschluss oder mit einem Küchengummi.

Feines Chalk

Es gibt sehr fein gemahlenes Magnesium, welches in der Boulderszene auch liebevoll Frauenchalk genannt wird. Feines Chalk hat den Vorteil, dass es sich in die feinen Rillen der Handinnenseite gut verteilt und dort auch gut haften bleibt. Es ist einfach Geschmacksache ob man mit festerem Chalk bzw. Chalkbrocken klettert oder mit feinem Chalk im Beutel unterwegs ist.

Grobes "Chunky" Chalk

Grobkörniges, brockiges, auch "crunchy" Chalk genanntes Magnesium, ist wahrscheinlich am weitesten verbreitet. Es fliegt nicht bei jedem Windhauch aus dem Magnesiumbeutel, man kann es zwischen den Fingern zerdrücken und hat so das Gefühl es fast in die Haut einzumassieren. Jedenfalls zerdrückt man beim Chalken ein paar Brocken in der Hand und voilá, es fühlt sich nach viel mehr Grip an!

Liquid Chalk

Manche werden es kennen, manche sprechen ihm auch Wunder zu, andere verteufeln es: die Rede ist vom Flüssigchalk. Obwohl so richtig flüssig ist das in Isopropanol gelöste Chalk nicht wirklich, es verhält sich eher wie mit einer Emulsion. Oft wird in diese Emulsion noch ein wenig Pof (Colophonium), welches in Bleau wie Chalk genutzt wird, beigemischt. Das klebrige Pof und das Chalk in Verbindung mit Isopropanol macht auf jeden Fall etwas her. Auftragen, auf der Haut ein wenig verreiben, abblasen oder durch Wedeln trocknen und fertig. Jetzt hat man weiße und vor allem trockene Finger. Auf den ersten harten Metern einer High-End-Kletterroute und bei extrem kleinen Griffen ganz am Anfang eines Boulders soll Liquid Chalk schon zu Erfolgen beigetragen haben.

Wie bewahre ich mein Chalk am besten auf?

Boulderbags sind geräumiger als klassische Chalkbags für den Klettergurt. | Foto: Salewa/Claudia Ziegler
Boulderbags sind geräumiger als klassische Chalkbags für den Klettergurt. | Foto: Salewa/Claudia Ziegler

Am Fels und in der Wand in der Kletterhalle natürlich im Magnesiumbeutel. Für die Aufbewahrung im Rucksack kauft man sich einmal oder das erste Mal ein Chalk von Mammut, Edelrid, Skylotec oder einer der anderen Firmen, die quasi die Erstversorgung durch ihre Verpackung erreichen wollen - der Dose, dem Container oder ähnlichem. Diese Container haben auch in der Regel eine große Öffnung und sind fest verschließbar und können im Rucksack jahrelang mitgenommen werden. Dann kommt es natürlich auf die persönlichen Präferenzen an.

Am umweltfreundlichsten und einfachsten ist es, wenn man draußen in der Natur einfach einen in Papier eingewickelten Chalkblock in seine Dose krümelt und diese damit einfach nachfüllt. Zuhause muss man eben Kehrschaufel und Besen bereithalten. Natürlich gibt es auch die in Kunststofftüten verpackten Chalkeinheiten.

Zum Magnesium/Chalk bei Bergzeit:

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