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Lieblingsstücke

Das ist Top! Ausrüstungs-Tipps vom Bergzeit Kletterteam

6 Minuten Lesezeit
Welchen Ausrüstungsgegenstand würden die Athleten des Bergzeit Kletterteams nie mehr hergeben? Die fitten Damen und Herren erklären, warum sie an manchen Teilen ganz besonders hängen ...

Ein Lieblingsteil hat ja fast jeder, egal ob es das alte Merino-Shirt ist oder die Kletterschuhe, die man auch mit großen Löchern noch weiterklettert (die sind halt so gut eingeklettert …). Wir haben das Bergzeit Kletterteam nach ihren Lieblingsstücken im Bereich Kletterausrüstung gefragt. Natürlich ist bunt gemischt alles dabei: Klettergurte, Seile, Rucksack, Helm, Bürsten und Friends. Was das Besondere an all diesen Dingen ist? Das erklären die Kletterteam-Mädels und -Jungs am besten selbst.

1. Kletterseil Beal Joker

Bene Hirschmann mit dem Beal Joker am Fels
Ein gutes Sportkletterseil mit Alpintauglichkeit – das bietet das Beal Joker. | Foto: Bene Hirschmann

Bene Hirschmann: Mein Lieblings-Ausrüstungsteil ist ganz klar das Joker von Beal. Ein Seil deshalb, weil meiner Meinung nach ein gutes Sportkletterseil mit Alpintauglichkeit sehr schwer zu finden ist, wenn es vor allem folgende Voraussetzungen erfüllen soll:

  • Es darf nicht zu dünn und nicht zu dick sein,
  • es sollte ein gutes Handling haben
  • und vor allem eine lange Lebensdauer besitzen!

Genau diese drei Eigenschaften kann das Beal Joker vorweisen: Mit einer Dicke von 9,1 Millimetern ist es wie geschaffen für schweres Sportklettern und kann auch im alpinen Bereich verwendet werden. Außerdem ist es nicht so steif wie manch andere Sportkletterseile und hält trotz des geringen Durchmessers und des weichen Materials extrem lange, dank über 40 Prozent Mantelanteil! Auch eine Dauerbelastung beim Ausbouldern von Projekten überlebt das Beal Joker wesentlich länger als seine Mitstreiter mit ähnlichem Durchmesser.

2. Klettergurt Venus von Beal

Chiara Hanke mit dem Beal Venus beim Klettern
Bietet auch bei längeren Tragezeiten einen guten Komfort: der Beal Venus. | Foto: Chiara Hanke/Bernd Bachfischer

Chiara Hanke: Mein Lieblings-Ausrüstungsteil ist der Klettergurt Venus von Beal. Lange habe ich nach einem Gurt gesucht, der auch bei längeren Tragezeiten einen guten Komfort bietet. Durch das Dynamic-Fit-Einstellsystem lässt sich der Gurt sehr schnell anpassen und verstellen, was einem bei Minusgraden oder Engpässen im Wettkampf einiges an Zeit und Nerven spart.

Einmal eingestellt, bleiben die Beinschlaufen elastisch ohne dabei die Oberschenkel beim Klettern einzuschnüren. Sein unverwechselbarer Look macht den Klettergurt Venus dabei auch noch zu einem stylischen Partner – und Verwechslungen in der Umkleide fast unmöglich! Einfach ein rundum zufriedenstellender Gurt.

3. Ocun Paddy Dominator Crashpad

Chris Münch beim Bouldern mit dem Ocun Paddy Dominator als Schutz.
Chris beim Duchstieg von Bullrider (8B). Das Lieblings-Chrashpad ist natürlich dabei! | Foto: Chris Münch

Chris Münch: In den letzten Monaten habe ich das Seil zur Abwechslung im Schrank liegen lassen und mich voll und ganz dem Bouldern verschrieben. Zumeist war ich im Frankenjura unterwegs.

Da jeder Boulder eine andere Landezone hat, kam mir die Flexibilität der Ocun Paddy Dominator Matte gerade recht. Deshalb ist das Crashpad im Augenblick mein Lieblings Ausrüstungsgegenstand.

Die Matte lässt sich sowohl längs, als auch quer ausklappen. Obendrein bin ich von der speziellen Dämpfung des Dominator absolut begeistert. Durch ihr geringes Gewicht habe ich auch kein Problem mehrmals pro Tag den Boulder zu wechseln, denn das tragen fällt alles andere als schwer.

4. Kletterbürste – be cool and brush

Eine Kletterbürste zum Zähneputzen?
Eigentlich ist die Kletter-Bürste fürs Saubermachen der Griffen nach dem Klettern gedacht … | Foto: Sophie Arnold

Sophie Arnold: Ein kleiner unscheinbarer Gegenstand und doch hat ihn eigentlich jeder. Die Kletterer-Bürste! Durch all das Chalk verstopfen die Poren der Griffe, egal ob Halle oder Fels. Und eine dicke Chalkschicht verschlechtert den Grip auf den Griffen.

Draußen am Fels kann man mit der Bürste die Route erstmal vom natürlichen Schmutz befreien bzw. nach dem Klettern die Chalkreste und Ticks entfernen. Somit wird die Natürlichkeit und Unbelassenheit der Felsen wieder hergestellt. Außerdem bindet Chalk Feuchtigkeit und die Griffe würden so mit einer feuchten Chalkschicht belegt sein.

  • Tipp: Deswegen gilt nach dem Klettern: „be cool and brush“.

5. Kletterhelm Vapor von Black Diamond

Uwe Daniel mit dem Black Diamond Vapor beim Klettern
Der Black Diamond Vapor Kletterhelm kombiniert Sicherheit und Tragekomfort. | Foto: Uwe Daniel

Uwe Daniel: Mein persönlicher Leidensweg mit Helmen ist lang. Aber mit dem Black Diamond Vapor war er endlich zu Ende! Bei diesem Kletterhelm stimmt wirklich alles. Bei mir zu Hause, im Elbsandstein, ist Steinschlag nicht wirklich ein Thema und trotzdem trage ich den Helm – als Sturzhelm.

Ein Kletterhelm bietet sowohl Schutz vor Stein oder Eisschlag als auch vor Sturzverletzungen. Als ich noch andere Helme trug, habe ich diese so oft wie möglich abgesetzt. Mit dem Vapor von Black Diamond halte ich es aber ohne Probleme einen ganzen Tag lang aus.

  • Tipp: Mit der Belüftung und dem Gewicht bin ich so zufrieden, dass ich ihn auch beim Gleitschirmfliegen nutze, wo das Tragen eines Helmes Pflicht ist.

6. Camalots von Black Diamond

Black Diamond Camalots
Fürs Sichern im alpinen Gelände: die Black Diamond Camalots. | Foto: David Lochner

David Lochner: Meine Camalots. Es ist einfach ein schönes Gefühl, die Federn eines Camalot zurückzuziehen und die vier Segmente in einen perfekten Riss gleiten zu lassen.

Mobile Sicherungsgeräte bieten mir die Möglichkeit mich schnell, sicher und spurenlos im alpinen Gelände zu bewegen und dorthin zu gelangen, wo zuvor noch niemand war. Eine Seillänge komplett ohne Bohr- oder Schlaghaken klettern zu können, ist jedes Mal wieder ein Erlebnis. Dafür muss man ein gutes Gespür entwickeln, wo welcher Cam passt, und auch ein gewisses Vertrauensverhältnis zu seinen Cams aufbauen.

Weil es jedes Mal einen Riesenspaß macht mit ihnen auszurücken, sind die Camalots meine absoluten Lieblings-Ausrüstungsteile.

7. Kletterseil Swift Pro Dry von Edelrid

Heli Kotter: Das Edelrid-Seil Swift Pro Dry ist mein Lieblingsseil vor allem in längeren Routen. Es bietet ein super Handling und beim Klettern fühlt man beim Clippen keinen Seilzug. Trotz des dünnen Durchmessers von 8,9 Millimetern ist es überraschend robust.

Heli Kotter mit dem Edelrid Swift beim Klettern
Leicht und gutes Handling: das Edelrid Swift Kletterseil. | Foto: Heli Kotter
  • Tipp: Ist das Edelrid Swift Pro Dry neu, sollte man allerdings aufpassen: dann sollte man nicht mit einem normalen Tuber sichern, weil das Seil einfach zu leicht läuft.

8. Kletterchalk von Mantle

Kletterhände voll mit Chalk.
Schmierige Hände sind von gestern – mein Tipp: Chalk von Mantle! | Foto: Martin Tekles

Martin Tekles: Mein absoluter Lieblings-Ausrüstungsgegenstand ist eigentlich bei jedem Kletterer am Gurt: Chalk – und ganz im speziellen die Produkte der Marke Mantle. Ich schwitze sehr schnell an den Handflächen, was denkbar ungünstig ist beim Klettern oder Bouldern. Deshalb brauche ich sehr effektives Chalk, das für Trockenheit sorgt. Zudem lege ich großen Wert auf ein Produkt, das sparsam angewandt werden kann. Durch die trockene Konsistenz reichen beim Mantle-Chalk schon geringe Mengen.

Das Chalk von Mantle ist hier perfekt, denn es unterscheidet sich durch die sehr geringe Menge an enthaltenem Wasser von anderen Magnesia. So spare ich Ressourcen, bekomme keinen schmierigen Film auf meinen Handflächen und kann meine Projekte durchsteigen.

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