Ein revolutionärer Skitourenhelm, der die Nacht zum Tag machen soll - so beschreibt Dynafit den Daymaker. Reichen die 1.000 Lumen und die Akkuleistung der integrierten Stirnlampe für eine Nachtskitour aus? Der Test bringt Licht ins Dunkel.

Donnerstag, 17 Uhr und endlich Feierabend! Was tun, wenn man im Winter bereits bei Dunkelheit aus der Arbeit kommt, sich aber gern noch auspowern würde? Bouldern? Fitness-Studio? Zu Stickig. Schwimmen? Nicht mein Ding. Eigentlich wäre eine Betätigung an der frischen Luft genau das Richtige für heute. Eine Skitour soll es sein! Zahlreiche Hütten laden auch unter der Woche zum gemütlichen Skitourenabend ein und haben speziell für Skitourengeher länger geöffnet.

Dynafit Daymaker Test Foto B. Hassmann
Der Dynafit Daymaker im Test: Die robuste und dennoch leichte Bauweise sorgt für viel Vertrauen, was bei manchen Ultraleichtmodellen nicht der Fall ist. Hier hat man nicht gleich Kratzer und Dullen in der Außenschale. | Foto: Bernd Hassmann

Was braucht’s dazu? Natürlich die klassische Skitourenausrüstung und eine leistungsstarke Stirnlampe, die sowohl im Aufstieg angenehmes Licht abstrahlt, als auch bei der Abfahrt noch Reserven hat. Genau das verspricht der Dynafit Daymaker Skitourenhelm – eine ausgeklügelte Kombination aus Stirnlampe und Helm, der die Dynafit Skitourenausrüstung komplettiert.

Erstkontakt mit dem Dynafit Daymaker

Wie von Dynafit gewohnt, spielt auch der In-Mold-Helm der Österreicher in der Gewichtswertung ganz weit vorn mit. Nur 405 Gramm wiegt das gute Stück inklusive Lampenkopf und Akku. Diese beiden Bausteine lassen sich für Skitouren bei Tageslicht auch schnell und unkompliziert abnehmen – dann bringt der Kopfschutz sogar nur 270 Gramm auf die Waage. Erstklassige Werte, die gerade nachtaktive Grammjäger aufhorchen lassen. Der Daymaker Skitourenhelm ist aufgrund des geringen Gewichts kaum am Kopf spürbar, und spätestens nach fünf Minuten ist vergessen, dass man einen Helm mit sich trägt. Beim Schließen des Kinnriemens fällt dessen pfiffige Konstruktion auf: Mit einem Magnetverschluss gehört lästige Fummelei beim An- und Ausziehen der Vergangenheit an -selbst mit dicken Handschuhen funktioniert dies einwandfrei. Klasse! Nach dem Aufladen des Stirnlampen-Akkus lässt sich dieser kinderleicht in die dafür vorgesehene Halterung einclippen. Das Zusammenstecken mit dem Kabel zur Leuchteinheit erfordert allerdings eine ruhige Hand und mehrere Versuche, da die Kabellänge relativ knapp bemessen ist.

On tour mit dem Skitourenhelm

Der Dynafit Daymaker im Test. Der Aufstieg ist überhaupt kein Problem - die Sicht ist hervorragend! Foto: Bernd Hassmann
Der Dynafit Daymaker im Test. Der Aufstieg ist überhaupt kein Problem – die Sicht ist hervorragend! | Foto: Bernd Hassmann

Dynafit verbaut am Daymaker insgesamt vier LEDs, die mit unterschiedlichen Ausrichtungen perfekt auf ihre Funktion abgestimmt sind. Zwei der LEDs leuchten gut streuend den Nahbereich aus, während die beiden anderen mit viel Leistung einen hellen Spot inklusive seitlichem Streulicht erzeugen. Nur 75 Gramm wiegt die Lampeneinheit, die über elastische Laschen seitlich am Helm befestigt wird. In der Praxis fällt beim Aufstieg die perfekte Neigung der Nahbereich-LEDs auf. Mit natürlicher Kopfhaltung wird hierbei der unmittelbare Bereich um die Spur mit für die Augen angenehmem Licht versorgt. Der Unisex-Helm ist mit einem Handgriff auf den Kopfumfang angepasst, was durch das gut zugängliche Drehrad auch mit Handschuhen bestens funktioniert. Zahlreiche Lüftungslöcher in der Helmschale lassen selbst bei zügiger Gangart nie ein dampfiges Gefühl unter dem Helm aufkommen und gewährleisten eine angenehme Luftzirkulation.

Klare Ansage bei der Abfahrt: Der Dynafit Daymaker macht die Abfahrt zum Genuss

Auch bei der Abfahrt in vollständiger Dunkelheit lässt der Dynafit Daymaker in leichtem bis mittelschwerem Gelände kaum Wünsche offen – eine Leuchtkraft von 1000 Lumen und eine maximale Reichweite von bis zu 200 Meter sind hier eine klare Ansage! Die Power aller vier LEDs reicht für die meisten Situationen aus. Einzig die Betätigung des Knopfes zum Einschalten der Leuchteinheit erfordert mit dicken Handschuhen etwas Übung. Die Gewichtsverteilung von Lampe und hinten platziertem Akku ist allerdings vorbildlich! Selbst mit einer Skibrille lässt sich der Skitourenhelm gut einsetzen, da die Leuchteinheit weder das Sichtfeld stört, noch dem Brillenrahmen im Weg ist. Allerdings muss die Skibrille unter der Helmschale getragen werden – andernfalls rutscht sie vom Helm bzw. zieht diesen krumm.

Test-Fazit und Details zum Dynafit Daymaker Skitourenhelm

Mit seinem stolzen Preis von 429,00 Euro (UVP) liegt der Dynafit Daymaker im oberen Preissegment. Für diesen Betrag bekommt man jedoch einen hochwertigen Alpin-Skihelm mit zahlreichen nützlichen Features. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der abnehmbaren Lampeneinheit mit vier Hochleistungs-LEDs, die in jedem Zustand Herr der Lage sind. Ob Klettern oder Skitourengehen, Tag oder Nacht, Abenteuer oder Hausberg, Gewichtsoptimierer oder Gelegenheitsbergsteiger – der Daymaker hat immer die passende Antwort parat und lässt sich dank seines geringen Gewichts sehr breitgefächert einsetzen.

Wem das noch nicht reicht, der ist spätestens nach Erhalt der schicken Hardcase-Box zur Helmaufbewahrung vollends überzeugt. Vergleichbare Produkte zum Dynafit Daymaker gibt es derzeit jedenfalls nicht!

  • 4 elektronisch differenziert angesteuerte, ineinander verschmelzende Lichtkegel
  • 4 Leuchtstufen – Aufstieg Standard, Aufstieg high / Abfahrt Standard, Abfahrt high
  • fließender Kontrastübergang der Physiologie des menschlichen Auges nachempfunden
  • automatisches Umschalten auf Aufstieg Standard bei schwachem Akkuzustand
  • Aluminium-gekühlte Leuchtkörper
  • maximale Energieeffizienz ohne Streuverlust
  • USB-Steckverbindung
  • Gewicht: 320 Gramm
  • Leuchtkraft: 1.000 Lumen
  • Reichweite: 200 Meter
  • Leuchtdauer: 4 Stunden (3 Stunden Aufstieg Standard plus 1 Stunde Abfahrt Standard)
  • Akku: 2.000 MAh
  • Zum Dynafit Daymaker Skitourenhelm bei Bergzeit

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