Die Eisenzeit - mit den Bergführern auf die neue Route der Zugspitze.
Wollt ihr die Zugspitze von einer völlig neuen, aufregenden Seite kennenlernen? Die Bergschule "Die Bergführer" aus Ohlstadt nimmt Euch mit auf Erkundungstour in der neuen Route "Eisenzeit".

Die Zugspitze ist mit ihren knapp 3.000 Metern der höchste Berg Deutschlands. Ein Berg, der viele Facetten hat. Sei es im Winter mit einer rassigen Skiabfahrt über die Neue Welt oder im Sommer mit einer abwechslungsreichen Klettersteigtour durchs Höllental – zahlreiche Kletter- und Wanderrouten machen die Zugspitze zu einem Berg für viele Spielarten des Alpinsports. Und ausgerechnet hier soll es eine neue Kletterrroute geben?

Ein traumhafter Blick von der neuen Route "Eisenzeit" auf den Eibsee. | Foto: Die Bergführer
Ein traumhafter Blick von der neuen Route „Eisenzeit“ auf den Eibsee. | Foto: Die Bergführer

„Kaum zu glauben!“ dachte ich mir am Anfang, als man mir von der neuen Route „Eisenzeit“ erzählte. Eigentlich ist „neu“ das falsche Wort, da wir uns auf dem Weg der Tunnelbauer bewegen – zumindest am Anfang. „Traditionsreich“ – das würde besser passen. Trotzdem kann man „neu“ durchaus stehen lassen, da die Route sozusagen wiederentdeckt und im Vergleich zu den Klassikern eher selten begangen wurde. Und nebenbei ohne Ortskenntnisse auch nur schwer zu finden ist!

Alte Wege Richtung Wand

Wir laufen zuerst auf alten Wegen Richtung Wand, bevor wir uns auf schmalen Bändern und alten Leitern nach oben bewegen. Es ist nur schwer vorstellbar, wie die Tunnelbauer im Jahr 1928 diesen Weg anlegten. Für uns als Bergsteiger ist es angenehm, dem anspruchsvollen Weg erstmal zu folgen – er hält den ein- oder anderen Tiefblick für uns bereit.

Am Ende der "Eisenzeit" öffnet sich der Blick auf das Höllental. | Foto: Die Bergführer
Am Ende der „Eisenzeit“ öffnet sich der Blick auf das Höllental. | Foto: Die Bergführer

Doch recht schnell ist Schluss mit dem „bequemen“ Steigen auf schmalen Bändern und leichten Kletterstellen. Jetzt ist der ganze Bergsteiger gefordert! Man erkennt noch die Route anhand von vereinzelten Drahtseilen aus früherer Zeit, doch die sind alles andere als vertrauenswürdig.

Nachdem wir auf 2.400 Meter Höhe die Kavernen erreicht haben, in denen die Arbeiter zwei Jahre gelebt haben, geht es munter im dritten und unteren vierten Schwierigkeitsgrad bis zum Riffelgrat weiter. Von dort seilen wir uns 50 Meter ab und kommen auf den altbekannten Klettersteig, welcher sich durch das Höllental auf die Zugspitze schlängelt. Die letzten Meter sind mir als Bergführer somit gut vertraut und bekannt!

Ich denke, dass Die Eisenzeit an der Zugspitze vom Charakter und Schwierigkeitsgrad durchaus mit der Watzmann Ostwand zu vergleichen ist. Allerdings mit einem deutlich angenehmeren Abstieg!

Infos zur Tour

  • Schwierigkeit: bis UIAA 4-
  • Routenlänge: ca. 1.400 Höhenmeter
  • Kletterzeit: ca. 6-7 Stunden
  • mehr Infos zur Tour

Weitere Infos zur Tour gibt es bei:

 

 

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