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Robustes Solo-Zelt

Eureka Twin Peaks Solo Einmannzelt im Test

4 Minuten Lesezeit
Das Eureka Twin Peaks Solo ist ein leichtes und robustes Ein-Personen-Zelt für Wandertouren, Radreisen oder Hike&Fly-Abenteuer. Im Test überzeugt es mit praktisches Details und robusten Materialien.

Testbedingungen des Eureka Twin Peaks Solo

Bei unserem Hike&Fly-Abenteuer in den Pyrenäen musste das Eureka Twin Peaks Solo Zelt zwei Wochen lang Sonne, Wind und Regen standhalten. | Foto: Helmut Blaim
Bei unserem Hike&Fly-Abenteuer in den Pyrenäen musste das Eureka Twin Peaks Solo Zelt zwei Wochen lang Sonne, Wind und Regen standhalten. | Foto: Helmut Blaim

Ein Hike&Fly-Abenteuer durch die Pyrenäen sollte es werden. In zwei Wochen ging es mit einer buntgemischten Gruppe von insgesamt 14 Gleitschirmfliegern, vom Profi- bis zum Hobbypilot, vom Atlantik bis zum Mittelmeer. Übernachten wollten wir am morgendlich vereinbarten Tagesziel, meist in der Nähe von potentiellen Gleitschirm-Startplätzen. Soweit der Plan. Auf dieser Reise war das Eureka Twin Peaks Solo Zelt dabei und musste einiges aushalten – Starkregen und Starkwind, nachts wurde es empfindlich kalt. Aber eins nach dem anderen.

Fakten zum Einmannzelt

Die Marke Eureka gehört zum niederländischen Unternehmen Nigor mit Sitz in Utrecht. Der Hersteller hat sich zum Ziel gesetzt, hochwertige Outdoorprodukte für verschiedene klimatische Regionen der Welt zu entwickeln. Neben Eureka gehören noch Helinox (Wanderstöcke), Vital Stove (Survival-Camping-Kocher), Tech4o (Leistungsmessungen) und Camp Trails zum Portfolio von Nigor.

Das 1,39 Kilogramm leichte Zelt hat eine Breite von gut einem Meter, eine Außenlänge von knapp drei Metern und eine Höhe von circa einem Meter. Gerade das geringe Gewicht war für unsere Tour ein echtes Plus – immerhin kamen mit Gleitschirm und sonstiger Ausrüstung bereits 20 Kilo Gepäck auf dem Rücken zusammen!

Das Material: Wasser-, Wind- und Insektenschutz

Nach unserer Pyrenäen-Tour war das Ein-Personen-Zelt von Eureka auch noch auf Korsika im Testeinsatz. | Foto: Benedikt Schuhwerk
Nach unserer Pyrenäen-Tour war das robuste Ein-Personen-Zelt von Eureka auch noch auf Korsika im Testeinsatz. | Foto: Benedikt Schuhwerk

Der Boden des Innenzeltes (Material: 70D 190T mit Polyurethan-Beschichtung (PU)) hält mit einer Wassersäule von 3.000 Millimetern stets trocken – selbst wenn das Zelt auf feuchtem Untergrund aufgebaut werden muss. Das silikonbeschichtete Außenzelt verfügt über eine Wassersäule von 2.500 Millimetern und hielt auf unserer Tour alle spanischen oder französischen (Stark-)Regenschauer ab.

Das Innenzelt besteht bis auf die Bodenwanne ausschließlich aus Insektengitter, einem sogenannten „no-see-um Mesh“ Das hat den Vorteil einer stets hervorragenden Belüftung bei gleichzeitigem Insektenschutz. Bei Starkwind muss man allerdings darauf achten, dass nicht die breite Seite direkt im Wind steht. Sonst zieht der Wind sehr durchs Zelt.

Aufbau des Eureka Twin Peaks Solo

Insgesamt nimmt der Aufbau maximal zwei bis fünf Minuten in Anspruch und geht ausgesprochen leicht von der Hand. Zum Aufbau werden nur zwei Stangen benötigt. Diese werden aus einzelnen kurzen (sehr stabilen) Aluteilen zusammengesteckt. Das Innenzelt steht mit nur zwei Heringen selbständig. Das Außenzelt wird mit Rucksackclips am Innenzelt befestigt und kann dabei nochmals abgespannt werden. Die Qualität der Heringe ist überragend. Sie sind extrem leicht und durch die Winkelform nahzu unkaputtbar. Selbst steiniger Untergrund konnte ihnen nichts anhaben.

Das Einmannzelt in der Praxis

Das Innenzelt des Eureka Twin Peaks Solo besteht (mit Ausnahme der Bodenwann) komplett aus Mesh. Das sorgt im Sommer für gute Belüftung, bei starkem Wind kann es allerdings durchziehen. Unser Tipp: Mit der schmalen Seite zum Wind hin aufbauen. | Foto: Benedikt Schuhwerk
Das Innenzelt des Eureka Twin Peaks Solo besteht (mit Ausnahme der Bodenwann) komplett aus Mesh. Das sorgt im Sommer für gute Belüftung, bei starkem Wind kann es allerdings durchziehen. Unser Tipp: Mit der schmalen Seite zum Wind hin aufbauen. | Foto: Benedikt Schuhwerk

Das Innenzelt ist so konzipiert, dass man innen noch aufrecht sitzen kann. Ich konnte darin meine gesamte Gleitschirmausrüstung verstauen und hatte dann immer noch ausreichend Platz zum Schlafen. Lediglich die Schuhe mussten ins kleine Vorzelt (allerdings mehr aus Geruchs- als aus Platzgründen). Die beiden Innentaschen sowie Stoffösen zum Aufhängen von verschiedenen Ausrüstungsgegenständen sind sehr praktisch und sorgen für Ordnung im Zelt.

Das Zelt nach starkem Regen zu trocknen, ging überraschend schnell. Die windigen Bedingungen in den Bergen taten ihr übriges. Wir mussten das Zelt zum Trocknen nur kurze Zeit außen am Rucksack fixieren.

Die einzige Schwachstelle des Eureka Twin Peaks Solo sind die Befestigungen für die Heringe am Außenzelt. Will man ein faltenfreies Außenzelt, muss das Innenzelt maximal gespannt werden. Nach drei Wochen auf Tour hat die erste Halterung etwas gelitten. Hier sollte man etwas vorsichtig sein.

Mein Fazit zum Test des Eureka-Zelts „Twin Peaks Solo“

Angesichts des Preis-Leistungsverhältnisses hat das Zelt überzeugt. Die Qualität der Materialien ist, abgesehen von den Halterungen für die Heringe, sehr gut. Es hält bei Regen dicht, hat innen ausreichend Platz und besitzt sogar ein kleines Vorzelt. Wer platzsparend und mit wenig Gewicht unterwegs sein will und nicht auf Qualität verzichten kann, ist mit dem Eureka Twin Peaks Solo gut bedient.

 

Alle Daten zum Eureka Twin Peaks Solo auf einen Blick

  • Tunnelzelt für eine Person, eine Apside
  • Gewicht: 1.390 Gramm
  • Packmaß: Länge 45 Zentimeter, Durchmesser elf Zentimeter
  • Wassersäule Boden: 3.000 Millimeter
  • Wassersäule Außenzelt: 2.500 Millimeter
  • Innenzelt: Bodenwanne und Mesh

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