Die Exped Synmat Hyperlite Thermo-Isomatte bringt zwei entscheidende Dinge zusammen: minimales Gewicht und hoher Liegekomfort. Im Test muss die Dreijahreszeiten-Matte aus der Schweiz beweisen, ob sie die hohen Erwartungen befriedigen kann!

Die Schweizer Firma Exped hat sich auf leichtgewichtige Schlafsäcke, Zelte und Schlafmatten spezialisiert. „Das maximale Naturerlebnis mit minimalen Mitteln“ lautet ihr Slogan. So bin ich auch gleich mal positiv überrascht, als ich das Produkt das erste Mal in den Händen halte. Mir war gar nicht bewusst, dass eine aufblasbare Thermo-Isomatte so klein und so leicht sein kann!

Vor allem wenn ich daran denke, was wir schon für dicke Würste unter höchster Anstrengung in den Tourenrucksack gestopft haben. Oder wie wir die großen Rollen zusammen mit anderer Ausrüstung jedes Jahr für die ganze Familie ins Auto stapeln…

Die Exped Synmat Hyperlite ist so klein wie eine Wasserflasche. | Foto: Ulrike Heidinger
Klein wie eine Wasserflasche: Die Exped Synmat Hyperlite. | Foto: Ulrike Heidinger

Synmat Hyperlite Isomatte – nicht größer als eine Wasserflasche

Die Synmat Hyperlite ist in der getesteten „Maxi“ LW Version nicht größer als eine 1-Liter Flasche Wasser und wiegt mit 440 Gramm nicht mal so viel wie zwei Stück Butter! In der regulären „M“-Version wiegt sie nochmal 100 Gramm weniger. Schon vor dem eigentlichen Test ergibt sich also ein erster Pluspunkt: klein verpackbar und leicht!

Als ich die Matte ausrolle, wird mir schon etwas klarer, warum sie so leicht ist. Das Material ist relativ dünn – es wird das gleiche 20D Polyester wie bei den Ultralight Matten verwendet. Trotzdem scheint die Matte ausreichend robust zu sein, um auch dem harten Outdoor-Einsatz standzuhalten. Sollte die Matte dennoch mal ein Loch bekommen, liefert Exped das Reparaturset gut aufgeräumt in einer am Packsack angenähten separaten Tasche gleich mit.

Aufgepumpt in zwei Minuten

Der Hinweis „Aufgeblasen in 1 bis 1,5 Minuten“ steht auf der Matte. Ich puste, was das Zeug hält, und schaffe es in zwei Minuten. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass ich noch nie ein Meister im Luftballon Aufblasen war. Exped empfiehlt ohnehin, die Mini Pump, Pillow Pump (Kissen + Pumpe) oder den Schnozzle Pumpbag (wasserdichter Packsack + Pumpe) zu verwenden, damit sich keine Feuchtigkeit in der Matte sammelt.

Das Ventil ist extra flach gehalten, damit es möglichst wenig Angriffsfläche zum Kaputtgehen bietet. Es ist ein kombiniertes Aufblas- und Ablassventil mit Rückschlagklappe. Zum Luft ablassen steckt man einfach das angehängte Entlüftungsstäbchen ins Ventil und kann die Matte so problemlos wieder zusammenrollen. Damit sie wieder in den Packsack passt, sollte man die Originalfaltung beim Einrollen einigermaßen einhalten – also beide Seiten einklappen und einmal in der Mitte falten. Dann geht es aber erstaunlich gut und die Matte ist wieder auf minimale Packgröße geschrumpft.

Die Matte ist in etwa zwei Minuten vollständig aufgepumpt. | Foto: Ulrike Heidinger
Die Matte ist in etwa zwei Minuten vollständig aufgepumpt. | Foto: Ulrike Heidinger

Der Liege- und Schlaftest

Doch zunächst kommt ja noch der Liege- und Schlaftest. Die Kontur der Matte ist dem Körper nachempfunden. Sie passt perfekt ins Zelt. Wenn man die Matten gegenläufig legt, können auch kleinere Zelte raumoptimiert genutzt werden. Was gleich auffällt: Die Exped Synmat Hyperlite ist um einiges dicker als meine bisherige Isomatte. Verspricht also, komfortabel zu sein!

Beim Drauflegen kommt zunächst ein ungewohntes, leicht schaukelndes Gefühl auf. Wenn man dann aber einmal seine Position gefunden hat, liegt man gut. Was darüber hinaus positiv auffällt: Man kann auf der Hyperlite Synmat aufgrund ihrer 10 Zentimeter Dicke auch problemlos seitlich liegen, ohne dass einem die Hüftknochen die ganze Nacht wehtun.

Was dagegen nicht so gut geht, ist sich großartig hin- und her zu wälzen, denn dabei landet dann doch schnell ein Körperteil neben der verhältnismäßig schmal geschnittenen Matte. Obwohl ich aufgrund meiner Körpergröße (aber nicht -breite) sowieso schon die LW-Version getestet habe, die 14 Zentimeter länger und 13 Zentimeter breiter als die reguläre M-Version ist.

Isolierende Vliesfüllung

Zur Isolation gegen aufsteigende Kälte vom Boden ist die Matte mit 60g/m² Microfaser-Vlies gefüllt – dem sogenannten „Texpedloft“ von Exped. Das Vlies wird auf der Ober- und Unterseite der Matte auflaminiert, damit es immer schön aufgebauscht wird. Exped deklariert die Matte mit einem R-Wert von 3,3 – wobei Werte unter 3 für Sommermatten stehen über 4 für Winter.

Sie liegt also irgendwo dazwischen und kann wohl als leichte Drei-Jahreszeiten-Matte bezeichnet werden. Ich habe sie bei Temperaturen um 8°C getestet, da war es kein Problem. Es kam keinerlei Kälte vom Boden durch. Wie es sich bei den angegebenen -6°C verhält, vermag ich (noch) nicht zu sagen.

Exped legt der Matte ein praktisches Reperaturkit bei. | Foto: Ulrike Heidinger
Exped legt der Matte ein praktisches Reparaturkit bei. | Foto: Ulrike Heidinger

Fazit zur Exped Synmat Hyperlite

Die Synmat Hyperlite von Exped ist eine schön leichte und trotzdem relativ komfortable Drei-Jahreszeiten-Matte, die sich aufgrund ihres kompakten Packmaßes perfekt für Durchquerungen, Tourenradler und Biwaks eignet. Allein für längere Campingurlaube, wo es auf Packmaß und Gewicht nicht ankommt, ist sie recht schmal.

Aber der große Trümpfe der Synmat Hyperlite ist ihr geringes Packmaß und Gewicht. Breite und Länge der Matte sollte man vor allem danach wählen, wie knapp es bei Gewicht und Packmaß ist.

Exped Synmat Hyperlite bei Bergzeit:

Alle Daten auf einen Blick:

Exped Synmat Hyperlite in der Größe LW: 

  • Gewicht: 445 Gramm
  • Länge: 197 Zentimeter
  • Breite: 65 Zentimeter
  • R-Wert: 3,3
  • Packmaß: 20 Zentimeter Länge/10 Zentimeter Durchmesser

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