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Geocaching, was war das doch gleich? Ganz einfach: Eine GPS-gestützte, weltweite Schatzsuche, bei der jeder mitmachen kann. Stefan Neumaier, jahrelanger Experte in der Dosensuche, gibt Tipps für alle, die es einmal selbst ausprobieren wollen.

Ungewöhnliche Orte erfordern besondere Ausrüstung. Aber keine Angst, die meisten Caches liegen leichter zugänglich versteckt. Was jedoch nicht heißt, dass sie einfach zu finden sind. | Foto: Robert Stefanowicz
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Ungewöhnliche Orte erfordern besondere Ausrüstung. Aber keine Angst, die meisten Caches liegen leichter zugänglich versteckt. Was jedoch nicht heißt, dass sie einfach zu finden sind. | Foto: Robert Stefanowicz

Mittlerweile gibt es vom Kleinkind bis zum Rentner Millionen begeisterte Geocacher. Für viele ist Geocaching zur Sucht geworden: Eine Woche ohne Dosensuchen reicht bereits, um ganz kribbelig zu werden. Dabei ist es völlig gleich, ob bei Tag oder bei Nacht, im Winter oder im Sommer – Geocaching geht immer. Bei Tag und im Sommer ist es ohne weitere Zusatzausrüstung definitiv am einfachsten. Dennoch gibt es viele Cacher, die mit professionellen Taschen- und Stirnlampen die Nacht zum Tag machen. Der klare Vorteil: In der Abenddämmerung und bei Nacht ist es nicht so „vermuggelt“. Einen Muggel nennen Geocacher Menschen, die von ihrem Hobby noch nie etwas gehört haben. Also alle anderen, die noch nie auf Dosensuche waren, oder keinen blassen Schimmer vom Geocaching haben.

Ihr habt von Freunden, Bekannten oder sonst jemandem das Wort „Geocaching“ aufgeschnappt, habt aber keine Ahnung, um was es sich dabei handelt? Dann empfehlen wir euch, euch erst einmal hier schlau zu machen:

Wenn ihr schon eine gewisse Grundidee von der weltweiten Schatzsuche habt, aber keine Ahnung, wie ihr vorgehen müsst, um an euren ersten Cache zu kommen, dann kommt hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Start ins Geocaching-Abenteuer

Zuallererst meldet ihr euch kostenlos bei der offiziellen Geocaching-Webseite an. In der Registergruppe „Cachekarte“ werden euch alle Cacheverstecke in eurer Umgebung auf einer Karte angezeigt. Mit Klick auf ein beliebiges Versteck öffnet sich das sogenannte „Listing“, die Cachebeschreibung mit allen nötigen Informationen zum Auffinden des Geocaches.

Wichtigste Voraussetzung, um ins Geocaching-Abenteuer zu starten: ein GPS-Gerät oder Handy mit GPS-Empfang, in das man die Koordinaten eingeben kann, an denen der "Schatz" auf einen wartet. |Foto: Stefan Neumaier
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Wichtigste Voraussetzung, um ins Geocaching-Abenteuer zu starten: ein GPS-Gerät oder Handy mit GPS-Empfang, in das man die Koordinaten eingeben kann, an denen der „Schatz“ auf einen wartet. | Foto: Stefan Neumaier

Es gibt unterschiedlich schwierige Geocaches. Beim „Traditional“ müsst ihr lediglich eine Station ansteuern, an der sich die Dose befindet. Bei einem Multi-Cache gibt es zunächst mehrere Stationen, die durchlaufen werden müssen, um an die Endkoordinaten zu gelangen. Für den „Mystery“ müsst ihr zuhause erst einmal ein Rätsel lösen, um an die Koordinaten zu kommen. Es gibt noch zahlreiche weitere Arten von Geocaches, auf die ihr im Laufe eurer Cacher-Laufbahn stoßen werdet.

In der Cachebeschreibung findet ihr – zum Beispiel bei einem Traditional Cache mit grünem Symbol – die Koordinaten, an denen sich der Geocache befindet. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man weiter vorgehen kann, um an die frische Luft zu kommen und die Dose zu suchen. Eine ganz simple Möglichkeit: Ihr gebt die Koordinaten in ein GPS-Gerät ein und druckt euch das Listing aus. Alternativ funktioniert auch ein Handy mit integriertem GPS und installierter Software.

Auf der Suche nach der Dose

Jetzt geht’s raus in die Natur. Macht euch auf den Weg zu den angegebenen Koordinaten und lest euch vor Ort die Cachebeschreibung aufmerksam durch. Darin findet ihr Hinweise auf das genaue Versteck. Unter „Hint“ gibt es hilfreiche Tipps wie zum Beispiel „in einer Wurzel versteckt“. Schaut euch nochmals die Behältergröße im oberen Bereich der Cachebeschreibung an. Wenn ihr alle Hinweise berücksichtigt, müsstet ihr den Cache im besten Fall bald entdecken.

In jedem Geocache ist ein Logbuch, in dem sich der Finder verewigt. | Foto: Stefan Neumaier
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In jedem Geocache ist ein Logbuch, in dem sich der Finder verewigt. | Foto: Stefan Neumaier

Ja genau, die Plastikdose ist es! Wenn ihr so eine schließlich in der Hand haltet, dürft ihr euch freuen: Ihr habt das Schwierigste schon geschafft! Der „Schatz“ ist geborgen und ihr seid nur noch wenige Schritte vom Log entfernt. Hä, was für ein Log? Öffnet einfach mal die Dose. Darin ist immer ein sogenanntes Logbuch, in dem sich jeder Geocacher mit seinem auf Geocaching.com registrierten Benutzernamen sowie Datum und Uhrzeit verewigt. Das ist für den Cachebesitzer der Nachweis, dass ihr den Geocache auch wirklich gefunden habt und vor Ort wart. In größeren Dosen (Lock&Lock Dosen, Munitionskisten etc.) befinden sich meist wertlose Tauschgegenstände, die ihr gerne mitnehmen dürft, um sie später in einer anderen Dose zu hinterlassen. Wichtig ist dabei: Wer Tauschgegenstände mitnimmt, sollte auch welche hinterlassen. Das können zum Beispiel Schlüsselanhänger sein. Das Ganze solltet ihr dann wieder wasserdicht verpacken und exakt so verstecken, wie ihr es vorgefunden habt. Denn nur so haben die nächsten Finder ebenfalls ihren Spaß.

Gefunden! Und dann?

Wieder daheim loggt ihr euch wieder auf der Geocaching-Webseite ein und schreibt ein Online-Log. Dieses ist für viele Geocacher extrem wichtig, da es pro Fund einen virtuellen Punkt gibt. Je mehr Punkte (also gefundene Caches) man hat, umso mehr Erfahrung habt ihr. Die gesammelten Punkte sind auch für andere Mitglieder sichtbar. Manche Geocacher wie ich sind mittlerweile schon jenseits der Tausend, doch auch wir haben bei Null begonnen. Um euer Online-Log zu schreiben, besucht ihr erneut das Cachelisting von der gefundenen Dose. Dort klickt ihr in der rechten oberen Ecke auf „Logge deinen Besuch“. Ihr schreibt nun ein „Found it“, wenn ihr die Dose gefunden habt, ein „Didn’t Find it“ bei einem Nichtfund oder eine „Note“, das heißt eine Bemerkung. Dort könnt ihr noch ein paar nette Worte zur Dose vermerken, und fertig!

Glückwunsch! Ihr habt damit euren allerersten Geocache gefunden, vor Ort geloggt und ein Online-Log geschrieben. In eurem Profil ist der Geocache nun bei gefundenen Dosen sichtbar.

Nach dem Lesen dieses Beitrags dürft ihr euch übrigens glücklich schätzen: Ihr wurdet nämlich soeben entmuggelt! Und nun viel Spaß beim Dosensuchen!

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Stefan Neumaier

Seit 2010 ist eines seiner größten Hobbys das Geocaching und die Neuen Medien. So bloggt er auf seiner Geocaching-Webseite zusammen mit einem Kumpel und ist überall, wo GPS-Technik im Spiel ist, ganz vorne mit dabei. Pfeil Alle Artikel von Stefan Neumaier