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GPS-Uhren sind die perfekten Begleiter beim Trailrunning, beim Bergsteigen und bei allen möglichen anderen Outdoor-Abenteuern. Doch was unterscheidet die unterschiedlichen Modelle voneinander? Diese und andere Fragen klären wir in unserer Kaufberatung.

GPS-Uhren sind bei Outdoorsportlern in aller Munde. Oder besser gesagt: an aller Arme! Nicht nur Profi-Läufer und Orientierungsfreaks setzen auf die praktischen Begleiter am Handgelenk. Aufgrund des immer besser werdenden Preis-Leistungsverhältnisses erobern die cleveren Uhren auch Stück für Stück den Markt der Hobbysportler. In unserer Kaufberatung klären wir, was man beim Kauf einer GPS-Uhr beachten sollte.

1. GPS-Uhren für Einsteiger

Die TomTom Runner 2 überzeugt mit einem Top Preis- Leistungsverhältnis. | Foto: TomTom
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Die TomTom Runner 2 überzeugt mit einem Top Preis- Leistungsverhältnis. | Foto: TomTom

Hörte man noch vor wenigen Jahren den Begriff „GPS-Uhr“, klingelten die Alarmglocken. Waren das nicht diese sündhaft teuren Geräte für Geeks, bei deren Kaufpreis einem ganz schwindlig wird? Keine Angst – die Zeiten haben sich geändert. Und was die Frage nach dem Preis angeht: Eine Einsteiger-Uhr kostet gute hundert Euro.

Worauf sollte ich als Einsteiger beim Kauf einer GPS-Uhr achten?

Wer bisher noch nicht mit dem Thema GPS in Berührung gekommen ist, wird von der Funktionsvielfalt überrascht sein. Von daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass Einsteiger-Wünsche – auch bei den „günstigen“ Uhren bis 150 Euro – unerfüllt bleiben. Schnelles Auffinden des GPS-Signals, exakte Aufzeichnung des GPS-Tracks, eine detaillierte Darstellung der Leistungsdaten wie Durchschnittsgeschwindigkeit, Rundenzeiten, zurückgelegte Höhenmeter, Anzeige Höhenprofil direkt auf der Uhr – wer bisher nur mit Pulsuhr gelaufen ist, tritt mit einer GPS-Uhr in einen völlig neuen Datenkosmos ein.

Hersteller wie TomTom haben ihr GPS-Sortiment speziell auf Einsteiger und Fortgeschrittene ausgerichtet. Doch auch Garmin hat, speziell in der Forerunner-Serie, GPS-Uhren unter 150 Euro im Sortiment. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags arbeiten größere Hersteller wie Garmin daran, ihr Sortiment auszubauen. In Highend-Uhren ist jede Menge Entwicklungsarbeit geflossen, die nun auch auf die günstigeren Modelle „herabtröpfelt“. Soll bedeuten: Speziell im unteren Preisbereich wird sich in diesem Jahr noch einiges tun.

Das zeichnet GPS-Uhren für Einsteiger aus:

  • Preisniveau bis 150 Euro
  • Trackaufzeichnung mit Streckenlänge, Pace, Höhenmetern u.v.m., zum Teil Pulsmessung (bei älteren Modellen mit Brustgurt, bei neueren am Handgelenk). ACHTUNG: Bei günstigeren Modellen muss der Brustgurt z.T. dazu gekauft werden, bitte Produktbeschreibung beachten!
  • je nach Hersteller etwas einfachere Bedienung als bei Topmodellen

Mit dieser Ausstattung sollte man bei Einsteigeruhren nicht unbedingt rechnen:

  • Wettkampfprognose, vertikale Bewegung, Angabe der maximalen Sauerstoffaufnahme im Blut (VO2max)

Zwei Beispiele von GPS-Uhren für Einsteiger aus dem Bergzeit-Sortiment:

2. GPS-Uhren für Fortgeschrittene

Los geht's! GPS-Uhren zeichnen mit Hilfe von GPS- und GLONASS Aktivitätsdaten auf. | Foto: Garmin
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Los geht’s! GPS-Uhren zeichnen mit Hilfe von GPS- und GLONASS Aktivitätsdaten auf. | Foto: Garmin

Wer schon etwas mehr Outdoor-Erfahrung gesammelt hat, möchte auch bei der Auswertung der eigenen Trainingsbemühungen ein wenig mehr ins Detail gehen. GPS-Uhren ab 150 Euro punkten mit einem deutlich erweiterten Funktionsumfang.

Was können GPS-Uhren für Fortgeschrittene?

Die GPS-Softwareentwicklung ist ständig im Wandel. Trotzdem lässt sich pauschal sagen: Je teurer die Uhr, desto schlauer das Innenleben. Soll bedeuten: die Hersteller versehen die Uhren mit noch mehr sportartspezifischen Apps – mehr als zehn sind nichts Ungewöhnliches. Mit diesen vorinstallierten Programmen lassen sich die für die einzelnen Sportarten interessanten Parameter gezielt im Auge behalten. Beim Radfahren wäre das zum Beispiel die aktuelle Geschwindigkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit, die Maximalgeschwindigkeit und die Gesamtkilometer. Beim Rudern wären das zusätzlich die Schläge, beim Gleitschirmfliegen das Steigen und Fallen.

Zudem lässt sich die Benutzeroberfläche dieser Uhren optimal an die Bedürfnisse der Nutzerin/des Nutzers anpassen. Welche Daten möchte man angezeigt bekommen? In welcher Zusammenstellung sollen diese auf dem Display der Uhr erscheinen? Welche Ziele nehme ich mir vor? Möchte ich gegen einen virtuellen Trainingspartner antreten? Zwar sind die Übergänge zwischen Uhren für Einsteiger- und Fortgeschritte fließend – die Funktionsauswahl ist bei diesen Uhren jedoch deutlich größer.

Das zeichnet GPS-Uhren für Fortgeschrittene aus:

  • je nach Modell ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis
  • oftmals verfügen GPS-Uhren für Fortgeschrittene schon über den Funktionsumfang einer Profi-Uhr

Mit dieser Ausstattung sollte man bei Uhren für Fortgeschrittene nicht unbedingt rechnen:

  • High-End Materialien und brandaktuelle Software-Verbesserungen, die gerade erst auf den Markt gekommen sind

Zwei Beispiele von GPS-Uhren für Fortgeschrittene aus dem Bergzeit-Sortiment:

3. Highend-GPS-Uhren über 300 Euro

Das exklusivste, was Suunto im Programm hat: Spartan Ultra. | Foto: Suunto
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Das exklusivste, was Suunto im Programm hat: Spartan Ultra. | Foto: Suunto

Gab es noch vor fünf Jahren eine recht übersichtliche Auswahl an GPS-Uhren, haben sich die Hersteller inzwischen auch für das Luxus-Segment einiges einfallen lassen. Wer möchte, kann gut und gerne 400 oder sogar 600 Euro in eine Uhr investieren. Nachdem der Preis- und Konkurrenzkampf zwischen den beiden einzigen Marken, die auf diesem Preisniveau eine Rolle spielen – Suunto und Garmin – groß ist, purzeln die Preise aber auch gerne schon ein paar Monate nach dem Marktstart auf unter 500 Euro. Die entscheidende Frage lautet daher:

Was können diese Uhren? Und was macht sie so teuer?

Neue Technologien – so wie die inzwischen im Highend-Bereich zum Standard gehörende Herzfrequenzmessung am Handgelenk – kommen als allererstes bei Highend-Uhren zum Einsatz. Software-Updates werden bei den Premium-Uhren priorisiert umgesetzt. Neue Empfangssysteme (zum Beispiel die kombinierte GLONASS- und GPS-Antenne bei Garmin) und Programmerweiterungen findet man zunächst hier.

Der Mehrwert für den Nutzer liegt also wiederum in einer detaillierteren Auswertung und in grafischen Features und Individualisierungsmöglichkeiten, die es so bisher nicht gegeben hat. Bei Garmins Topmodellen kann man sich beispielsweise alternative Benutzeroberflächen herunterladen – ganz ähnlich wie bei einem Smartphone.

Die Garmin Fenix 5X punktet mit integriertem Routing wie bei einem klassischen Navigationsgerät. Auch die Displaytechnologie bewegt sich stets auf dem höchsten Entwicklungsstand – im Falle der Fenix 5X setzt Garmin beispielsweise auf ein auch bei starker Sonneneinstrahlung ablesbares Chroma-Display.

Darüber hinaus sind es auch die Materialien, die den Preis in die Höhe treiben. Kratzfestes Saphirglas, Titangehäuse, Lederarmbänder. Was bei klassischen Armbanduhren als exklusiv gilt, wird Stück für Stück auch bei teuren Outdoor-Uhren verbaut.

Das zeichnet GPS-Uhren im Highend-Bereich aus:

  • neueste Software
  • exakte Datenaufzeichnung
  • zeitnahe Updates
  • edle Verarbeitung

Mit dieser Ausstattung sollte man nicht unbedingt rechnen:

  • hier wird alles verbaut, was Stand der Technik ist. Das einzige, was man bei vollausgestatteten Outdoor-Uhren nicht unbedingt erwarten kann, ist ein geringes Gewicht

Zwei Beispiele von Highend GPS-Uhren aus dem Bergzeit-Sortiment:

Bietet den Funktionsumfang einer vollausgestatteten herkömmlichen Laufuhr: Garmin vivoactive HR. | Foto: Garmin
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Bietet den Funktionsumfang einer vollausgestatteten herkömmlichen Laufuhr: Garmin vivoactive HR. | Foto: Garmin

4. Fitnessarmbänder und Wearables

Wearables  – auf Deutsch Fitnessarmbänder – haben in den letzten Jahren den GPS-Markt ordentlich umgekrempelt. Die Winzlinge gibt es bereits für unter 100 Euro – und sie liefern einen Funktionsumfang fast wie die „Großen“.

Wozu braucht man Fitnessarmbänder und Wearables?

Der Sinn von Fitnessarmbändern und Wearables ist primär, die eigenen Vitaldaten im Blick zu behalten. Ziel ist es, auf Dauer mit Hilfe der kleinen Geräte einen gesünderen Lebensstil umzusetzen und die eigene Fitness im Blick zu behalten. Wearables tragen beispielsweise dazu bei, die magischen 10.000 Schritte pro Tag zu erreichen, die man laut unterschiedlicher Studien absolvieren sollte. Egal, ob man Fan dieser Theorie ist oder nicht – die kleinen Geräte sorgen im Idealfall für mehr Schwung im Alltag.

Der Vorteil der Fitnessarmbänder liegt auch in der Bauweise. Sie sind wunderbar kompakt und tragen sich so federleicht dass man fast vergisst, dass man sie am Handgelenk trägt. Im Gegensatz zu den mitunter recht auffälligen „vollausgestatteten“ Uhren sind Wearables also sehr dezent.

Und doch stehen Fitnessarmbänder einfacheren GPS-Uhren in Sachen Funktion mitunter kaum nach. Armbänder wie das Garmin vivoactive HR (siehe Test unten) verfügen über eine Ausstattung, die eine detaillierte Laufdatenanalyse ermöglicht.

Das zeichnet Fitnessarmbänder aus:

  • kompakte Bauweise
  • unauffälliges Design
  • lange Akkulaufzeiten

Mit dieser Ausstattung sollte man nicht unbedingt rechnen:

  • einfachere Fitnessarmbänder haben mitunter kein GPS und ermitteln die zurückgelegte Strecke nur anhand der Schrittzahl. Allgemein punkten nur die teureren Modelle mit einer detaillierten Laufdatenanalyse

Zwei Beispiele von Fitnessarmbändern und Wearables (mit GPS) aus dem Bergzeit-Sortiment:

5. FAQs zu GPS- und Lauf-Uhren

Ist eine GPS-Uhr gleichzeitig eine GPS-Laufuhr?

Diese Frage ist mit einem klaren „Ja!“ zu beantworten. Denn es gibt im Grunde keine GPS-Uhr mehr, die nicht über eine vorinstallierte Lauf-App verfügt. Es gibt darüber hinaus Modellreihen, die speziell für die beim Laufen relevanten Parameter optimiert wurden, wie zum Beispiel die Suunto Ambit3 Run oder die Garmin Forerunner-Serie. Garmin hat zudem Triathlon-taugliche Modelle im Sortiment. Diese sind durch das Kürzel „XT“ gekennzeichnet wie zum Beispiel die Forerunner 735XT.

Was unterscheidet GPS-Laufuhren dann überhaupt von anderen Outdoor GPS-Uhren?

Bei der Laufausrüstung kommt es hauptsächlich auf eines an – ein möglichst geringes Gewicht mit sich herumzuschleppen. Eine Garmin Forerunner 235 Laufuhr wiegt nur knapp über 40 Gramm. Ein Hauch von Nichts! Wie bereits erläutert gibt es auch beim Innenleben kleinere Unterschiede – zentral ist jedoch die Optik. Reinrassige Laufuhren sind dezent, zurückhaltend und eher unauffällig gestaltet. GPS-Uhren für den „gröberen“ Outdoorsport kennzeichnet eine robustere, technischere und etwas martialische Optik – wie bei einem Geländewagen. Damit sind sie auch schwerer – eine Garmin Fenix 5 wiegt beispielsweise ca. 85 Gramm.

Können alle GPS-Uhren auch die Herzfrequenz messen?

Ja! Einige günstigere (und ältere) Modelle messen die Herzfrequenz ganz klassisch über einen Brustgurt, bei teureren Modellen hat sich inzwischen die Herzfrequenzmessung direkt am Handgelenk durchgesetzt. In absehbarer Zeit wird sich diese Technologie auch bei den günstigeren Modellen etablieren – TomTom macht es vor.

Funktioniert die Herzfrequenzmessung am Handgelenk auch im Wasser?

Nein – oder zumindest noch nicht. Garmin bietet daher seine Triathlon-tauglichen GPS-Uhren im sogenannten „Performer Bundle“ an. In diesem ist der HRM-Tri™ Brustgurt enthalten, der auch eine Messung der Herzfrequenz im Wasser ermöglicht. Zudem ist mit diesem Brustgurt auch eine Messung erweiterter Laufeffizienzdaten wie vertikale Bewegung möglich. Ähnlich funktioniert es auch bei Garmin.

Ich will eigentlich nur eine günstige Sportuhr kaufen. Wozu brauche ich den ganzen Daten-Schnickschnack?

Datenauswertung auf Strava: Praktisch zur Trainingsanalyse und Motivation. | Screenshot: Arnold Zimprich
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Datenauswertung auf Strava: Praktisch zur Trainingsanalyse und Motivation. | Screenshot: Arnold Zimprich

Zugegeben – für jemanden, der einfach nur eine neue Uhr für das Laufen und den Sport sucht, mag das ganze Brimborium mit Vitaldatenmessung, täglicher Überprüfung der Schrittanzahl und dem Datenaustausch mit den Sportkumpels auf Garmin Connect, Suunto Movescount und Strava ein wenig befremdlich finden.

Doch wie immer im Leben kommt es auf die richtige (Daten-)Dosis an. Natürlich stellt man sich bei einer „Komplettvernetzung“ via Smartphone-App und WLAN in gewisser Weise bloß – aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Denn seine Fitness- und Trainingsdaten auf grafisch ansprechende Weise aufbereitet zu sehen oder sich auf Strava mit anderen Sportlern Wettkämpfe um einzelne Segmente zu liefern, kann auch sehr viel Spaß bereiten. Es liegt also am eigenen „Datengewissen“, inwieweit man sich den Online-Freunden (und anderen) offenbaren möchte.

Natürlich ist man nicht verpflichtet, sich beim Kauf eines GPS-Trackers komplett dem Datenhype auszuliefern. Auf der anderen Seite gestalten die Hersteller ihre Datenplattformen immer attraktiver und es wird für eifrige Trainierer immer verlockender, die eigenen Daten auf Smartphone und Desktop zu analysieren.

Fazit zur Kaufberatung GPS-Uhren

Der Markt für GPS-Uhren für den Outdooreinsatz hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Die Abstufungen zwischen den einzelnen Produktklassen und Uhren werden immer feiner. Für den Kunden hat das den Vorteil, dass er immer besser auf die eigenen Anforderungen abgestimmte GPS-Uhren kaufen kann. Eine Tendenz erweist sich als besonders angenehm: Auch günstige GPS-Uhren um die 150 Euro verfügen inzwischen über einen Funktionsumfang, der kaum Wünsche offen lässt.

Stöbern Sie im Bergzeit-Sortiment nach einer GPS-Uhr von TomTom, Suunto und Garmin!

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Arnold Zimprich

Das Karwendel ist das bevorzugte Rückzugsgebiet des geborenen Tölzers. Als Alltagsradler locken ihn längere Rad- und Laufentfernungen, aber auch in Hochtourenstiefeln, auf dem Tourensplitboard, auf Weitwanderwegen oder im Biwaksack fühlt er sich sehr wohl. In seinem Blog bergtexterei.de schreibt Arnold über Bergsport, Radfahren, Laufen und was sonst noch wichtig ist. Pfeil Alle Artikel von Arnold Zimprich