Im Hard-Shell-Bereich präsentiert Ortovox mit dem Merino Guardian Shell ein echtes ISPO-Highlight in der Rubrik Outdoor-Bekleidung. Wasserfeste Daune, atmungsaktive Kunstfaserfüllungen und das neue Gore-Tex® Pro sind ebenso Thema.

Wasserfeste Daune und atmungsaktive Kunstfaserfüllungen – von beiden Seiten wird an der eierlegenden Wollmilchsau unter den Isolationsjacken geschraubt. Im Hardshell-Bereich präsentiert Ortovox mit dem Merino Guardian Shell ein echtes Highlight, Mammut und Millet setzen auf funktionelle Schnitte und das neue Drei-Langen-Laminat Gore-Tex® Pro. Frisch von der ISPO stellen wir euch hier einige Produkthighlights in der Rubrik „Outdoor-Bekleidung“ vor.

Dynafit Mercury Pant
Dynafit Mercury Pant / Foto: Dynafit

Dynafit Mercury Pant

Fliegengewichts-Rekorde sind im Hause Dynafit nichts neues, doch diesmal geht’s dem funktionellen Beinkleid an den „Speck“: 620 Gramm bringt die Dynafit Mercury Pant auf die Waage – dank leichtestem, einlagigem Softshellmaterial. Das dichte Nylongewebe ist wind- und wasserabweisend ohne eine Membran zu benötigen und garantiert höchste Atmungsaktivität.
Ein mit Silber-Ionen angereichertes, eingearbeitetes Garn sorgt für Wärmeisolierung und entzieht Bakterien Calcium und Zink. Diese Stoffe sind für die Teilung der Organismen notwendig. Ohne die Stoffe können die Bakterien sich nicht weiter vermehren. Der abenteuerliche Geruch viel gebrauchter Skitourenbekleidung sollte damit Geschichte sein.

Ortovox Merino Guardian Shell

Ortovox Guardian Shell
Ortovox Guardian Shell / Foto: Ortovox

Komfort und Funktionalität der natürlichen Wollfaser sind – spätestens seit dem Boom der Merinowäsche – im Outdoorsportbereich bestens bekannt. Bisher beschränkte sich der Einsatz von Merino im großen Stil jedoch hauptsächlich auf die unteren Lagen im Zwiebelprinzip: Base- und Midlayer. Auf der ISPO stellte Ortovox mit dem Merino Guardian Shell das erste vollständige Hardshell-Set vor, bei dem die geschätzte Naturfaser auf der Innenseite vollflächig zum Einsatz kommt. Ortovox laminiert dazu eine dünne Merino-Lage auf eine Dermizax EV Membran, was für ein ausgeglichenes Trageklima sorgt. Während die Membran Wind und Wasser draußen hält, nehmen die feinen Wollfasern die Feuchtigkeit an der Innenseite auf ohne sich nass anzufühlen und geben sie langsam über die Membran nach außen ab. Dadurch entsteht ein Puffereffekt der sich – auf Skitour oder beim Freeriden – am schmalen Grad zwischen schwitzen und frösteln als echter Jocker entpuppt. Ausgezeichnet mit dem goldenen ISPO-Award in der Kategorie „3 Layer Apparel“.

Berghaus Ramche Daune

High End Daunenjacke von Berghaus / Foto: Nico Napolsk
High End Daunenjacke von Berghaus / Foto: Nico Napolsk

Der schlechten Performance von nasser Daune rückt – unter anderen – Berghaus auf die Pelle: Die Ramche Down Jacket von Berghaus ist mit wasserabweisender Gänsedaune gefüllt, deren Kammerzonen perfekt auf die unterschiedlichen Isolationsansprüche des Körpers abgestimmt sind. Entwickelt wurde die Daunenjacke in Zusammenarbeit mit Höhenbergsteiger Mick Fowler für den extremen Expeditionseinsatz. Es überrascht daher kaum, dass die Ramche mit helmtauglicher Kapuze und windfestem Obermaterial ausgestattet ist. Längs verlaufende Kammern verhindern im Schulterbereich eine Verdrängung der Daune durch Rucksackträger.

Arc’teryx Cerium AR und Cerium LT Hoody

Arcteryx Cerium LT
Im Schnitt gleichen sich Cerium AR und LT aufs Haar. Innenleben und Oberstoff sind anders. / Foto: Arc’teryx

Ein extrem körpernaher Schnitt zeichnet die Daunenjacken der Cerium-Linie von Arc’teryx aus. Allein der vorgeformte Ärmel besteht aus drei Schnittteilen, was ein unangenehmes Bauschen verhindern soll wenn die Jacke als Isolationsschicht unter einer Hardshell getragen wird. Dem Nässeproblem der Daune wirken die Kanadier mit einer Zonen-Konstruktion entgegen: Bereiche, die besonders von Feuchtigkeit bedroht sind werden mit Kunstfaser gefüllt. Beim, als Allround-Jacke konzipierten, Cerium AR Hoody sind dies zum Beispiel, Kapuze, Schultern, Manschetten und Achselbereich. Anders als die für den alpinen Einsatz ausgelegte Leicht-Version (LT) ist das Cerium AR Hoody aus einem festeren Oberstoff gefertigt, was die Daunenjacke alltagstauglich macht aber mit höherem Gewicht und Packmaß zu Buche schlägt.

Mammut Nordwand Pro Jacket

Mammut Nordwand Pro Jacket
Hardshell für den gehobenen sportlichen Anspruch: Das Nordwand Pro Jacket. / Foto: Mammut

Wie die gesamte Eiger Extreme Linie ist auch das Nordwand Pro Jacket von Mammut auf den extremen Einsatz im hochalpinen Gelände ausgelegt. Gefertigt wird die Hardshelljacke aus robustem und abriebfestem Gore-Tex® Pro Drei-Lagen-Laminat, das gezielt für gehobene Ansprüche im Alpinbereich entwickelt wurde. Gore spricht im Bezug auf das neue Material von einer bis zu 28 Prozent verbesserten Atmungsaktivität. Auf Funktion ausgelegt sind auch die schnittechnischen Details der Jacke: So wurde – neben der mittlerweile fast selbstverständlichen helmtauglichen Kapuze – auch die Ärmelpassform auf die typischen Bewegungen beim Klettern ausgerichtet.

The North Face Thermoball Hoody

The North Face Thermoball Hoodie
Gibt’s 2013/14 nur bei TNF: Die Thermoball-Technologie. / Foto: The North Face

The North Face setzt kommende Saison exklusiv auf die gemeinsam mit PrimaLoft entwickelte Thermoball-Fasertechnologie: kleine runde PrimaLoft-Mikrofaserbündelchen imitieren die Wärmeleistung und Bauschkraft von Daune und bieten im nassen Zustand die Isolationsfähigkeit der Kunstfaser. Das Thermoball Hoody ist damit die optimale Kapuzenjacke für nass-kaltes Wetter.

Millet Trilogy GTX Pro Jacket

Trilogy GTX Jacket
Gemacht für große Abenteuer: Das Trilogy GTX Pro Jacket 13/14. / Foto: Millet

Retro-Look im Outdoorbereich auf der ISPO? Das Design des 2013/14er Trilogy GTX Pro Jacket von Millet erinnert stark an seinen Ur-Ur-Ahnen, einen Einteiler mit dem Eric Escoffier 1987 die drei Nordwände von Eiger, Matterhorn und Grandes Jorasses durchstieg. Eine legendäre Bergsport-Trilogie, die dem High-End-Modell mehr als ihren Namen gibt. Mit dreilagigem Gore-Tex® Pro (siehe dazu Mammut Nordwand Pro) und funktionellen Schnittdetails wie Drainage, helmtauglicher Kapuze und Hüftgurt-kompatiblen Taschen, ist das Trilogy GTX Pro Jacket auf den extremen Einsatz im Alpinbereich ausgelegt. Das Damenmodell glänzt – ohne funktionelle Abstriche – zusätzlich durch eine edle Farbgestaltung in weiß, blau und grün.

Marmot Isotherm Hoody

Isotherm Hoody
Atmungsaktive Wärmepackung: das Isotherm Hoody. / Foto: Marmot

Der ISPO-Award in der Kategorie „Outdoor/Midlayer Insulation“ ging an das Isotherm Hoody von Marmot, bei dem die neue Alpha® Technologie von Polartec® zum Einsatz kommt. Die ultraleichte und komprimierbare Kunstfaserfüllung verspricht eine verbesserte Atmungsaktivität im Vergleich zu ihren synthetischen Mitbewerbern. Das Material transportiert Feuchtigkeit nach außen, was vor allem sportlichen Jungs entgegen kommt, die bei schweißtreibenden Aktivitäten schnell das Gefühl eines Hitzestaus verspüren.

Alpine Life
Alpine Life ist ein spannender Mix aus traditionellen Stoffen, modernen Farben und Hightech-Materialien. / Foto: Salewa

Dadurch verliert die Jacke zwar ein wenig an Isowert, gewinnt dafür aber an Tragekomfort und „Wohlfühlfaktor“.

Salewa Alpine Life

Wolle, Walk und Loden auf der ISPO 2013 – seit Generationen ist die Familie Oberrauch fest mit den traditionellen Stoffen alpiner Regionen verbunden. Salewa knüpft in der kommenden Saison mit seiner Alpine Life Kollektion an diese Bindung an und mischt traditionelle Bekleidungskonzepte mit modernen Hightech-Materialien. Das Ergebnis sind außergewöhnliche Stücke, die Funktionalität und urbanes Design aber auch den Südtiroler Ursprung erkennen lassen.

 

Zum aktuellen Bekleidungssortiment bei Bergzeit:

Mehr Berichte über die ISPO im Bergzeit Magazin

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