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Artifishal: Der Weg zur Vernichtung ist mit guten Absichten gepflastert

Patagonia veröffentlicht Dokumentarfilm und startet Kampagne gegen Fischfarmen und Fischaufzucht-Stationen

3 Minuten Lesezeit
In dem 80-minütigen Dokumentarfilm "Artifishal" geht es um die Ausrottung von Wildfischen und die Zerstörung von Habitaten durch Fischaufzucht-Stationen und Fischfarmen. Produzent ist Patagonia-Gründer Yvon Chouinard. Begleitet wird der Film von einer Europaweiten Kampagne gegen die Lachsfarmindustrie. Patagonia will die Öffentlichkeit dazu aufrufen, eine Petition zu unterzeichnen, die sich gegen Lachsfarmen mit offenen Netzgehegen ausspricht.

Der erhellende und dennoch kontroverse 80-minütige Dokumentarfilm von Liars & Thieves! untersucht die hohen Kosten – ökologischer, finanzieller und kultureller Art -, welche durch unseren Irrglauben entstehen, dass wir mit technisierten Lösungen die Zerstörung von Habitaten wiedergutmachen können.

Artifishal – ein Blick hinter die Kulissen von Fischaufzucht-Stationen und Fischfarmen

Der Film zeigt die Auswirkungen von Fischaufzucht-Stationen und Fischfarmen auf. Einer Industrie, welche die Erholung der Fischbestände verhindert, unsere Flüsse verschmutzt und das Problem, das sie vorgibt zu lösen, nur noch verschlimmert.

Artifishal taucht auch tief in die kontrovers diskutierte Thematik ein und zeigt, wie sich Bürger dafür einsetzen, die weitere Zerstörung öffentlicher Gewässer zu verhindern und damit die bestehenden Wildlachs- und Meerforellen-Bestände zu schützen.

Artifishal will die Zuschauer auf die prekäre Lage der Wildfische, die durch Fischaufzucht-Stationen und Fischfarmen verursacht wird, aufmerksam machen. Der Film zeigt uns Fischaufzucht-Stationen in Kalifornien, Washington, Oregon und Idaho, wo wir Einblick in die Produktionsbedingungen der Fischfarmen erhalten und Zeuge werden, wie genetisch minderwertige Lachse in gewaltigen Mengen für den Massenmarkt produziert werden.

„Wenn alle wild lebenden Arten aussterben, werden auch wir bald aussterben.“

Ein Beispiel ist ein wunderschöner Fjord in der Nähe von Alta in Norwegen. In diesem Fall haben Aktivisten sehr genau dokumentiert, wie eine offene Fischzuchtanlage unter anderem durch die Verbreitung von Krankheiten die Zerstörung der Unterwasserwelt verursacht hat.

„Die Menschen haben sich schon immer der Natur überlegen gefühlt. Und das hat uns sehr viele Probleme bereitet. Wir denken, wir könnten die Natur kontrollieren; das stimmt aber nicht“, sagt Yvon Chouinard, Gründer von Patagonia. „Wenn uns der Wildlachs wirklich wichtig ist, dann müssen wir jetzt etwas tun. Ein Leben ohne die unberührte Natur und ein Leben ohne diese einmaligen Arten wäre ein großer Verlust. Wenn alle wild lebenden Arten aussterben, werden auch wir bald aussterben.“

Die meisten europäischen Lachsfarmen befinden sich in Norwegen und Schottland, wo sie verheerende Schäden an den Küstenökosystemen anrichten. Die offenen Netzgehege der Fischfarmen sind ein zentraler Mitverursacher des dramatischen Rückgangs des wilden atlantischen Lachses. Und jetzt plant die Industrie, exponentiell in die unberührten Fjorde Islands zu expandieren und wächst auch in Norwegen, Schottland und Irland mit erschreckendem Tempo.

Tu was! Unterschreibe die Online-Petition

Diese massiven offenen Netzgehege ermöglichen die freie Übertragung von Krankheiten und Verschmutzung der umgebenden Umwelt, wo der Wildlachs und die Meerforelle ums Überleben kämpfen. In den letzten 40 Jahren ist die Population des atlantischen Lachses von zehn Millionen auf drei Millionen gesunken.

Und wenn es uns nicht gelingt, ihre Habitate zu schützen, werden sie schon bald zu einer vom Aussterben bedrohten Art. Patagonia wird die Arbeit der vor Ort tätigen NGOs vorstellen, die sich für die Sache einsetzen: der North Atlantic Salmon Fund Iceland, die Norwegian Wild Salmon Alliance, Salmon and Trout Conservation Scotland und Salmon Watch Ireland. Gemeinsam haben sie eine Petition ins Leben gerufen, mit der die nationalen Gesetzgeber dazu aufgefordert werden sollen, den Bau neuer Netzgehege-Anlagen zu verbieten und bestehende Anlagen stillzulegen, um die Ausrottung der Wildfische und die Zerstörung der umgebenden Ökosysteme zu stoppen.

Hier kannst Du was tun! Die unterstützende Europa-Kampagne zum Film konzentriert sich auf die Lachsfarmindustrie in Island, Norwegen, Schottland und Irland. Unterzeichnung die Petition, die die Regierungen dieser Länder dazu auffordert, Lachsfarmen mit offenen Netzgehegen zu verbieten.

Der Film wird in ausgewählten Patagonia-Läden gezeigt. Alle Termine findest Du hier.

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