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Reisen mit Nachwuchs stellen Eltern vor neue Herausforderungen. Ein Vater erläutert in fünf anekdotenreichen Tipps, was es beim Urlaub mit Kleinkindern zu beachten gibt und macht Lust, gleich den nächsten Urlaub mit Kind zu planen.

Wenn man eine Reise macht, ob kurz oder lang, ob nah oder fern, sind Erfahrungsberichte von unschätzbarem Wert. Erst recht, wenn es heißt „Baby an Bord!“ So haben auch wir vor fast jeder unserer Reisen, die häufig mit Kleinkindern stattfanden, die Suchmaschine angeschmissen und nach Berichten aus erster Hand gesucht.

Die Welt mit Kinderaugen kennenlernen - das macht das Reisen mit Kleinkindern und Babys aus. | Foto: Dario Saczko-Brack
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Die Welt mit Kinderaugen kennenlernen – das macht das Reisen mit Kleinkindern und Babys aus. | Foto: Dario Saczko-Brack

Nach und nach, mit mehr und mehr Reisen, wurde der Schatz eigener Erfahrungen immer größer. Doch das Lesen von Berichten wird nie aufhören. Denn jeder hat seine eigene Art zu reisen, sieht Menschen und Länder mit anderen Augen. Zudem setzt jede Familie andere Prioritäten.

Daher kann man in fast jedem Erfahrungsbericht neue Erkenntnisse, Tipps und Inspirationen finden. Und so hoffen auch wir, dass wir mit diesem Artikel etwas von unseren Erfahrungen zurückgeben können und stellen euch im Folgenden unsere fünf besten Tipps rund ums Reisen mit Baby und Kleinkind vor!

Tipp 1: Tue es, wage es, es lohnt sich!

Dieser Tipp gilt für alle Eltern, die den ersten Schritt erst noch machen müssen. Urlaub mit Baby – das ist einfacher gesagt als getan. Aus Erfahrung können wir interessierten Eltern mit Kleinkind jedenfalls eines sagen: Tue es, wage es, es lohnt sich!

Mit Kind zu reisen wird auf jeden Fall anders als alle Reisen zuvor. Es wird – egal ob man fliegt, das Auto oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt – anstrengender als alleine, mit Partner oder mit Freunden. Dafür ist das Reisen mit Baby und Kleinkind auch um einiges intensiver. Man muss das Programm anpassen, Sehenswürdigkeiten ausfallen und Routinen hinter sich lassen.

Aber dafür lernt man die Welt aus Kinderaugen kennen. Anstatt durch die Basilika in Venedig geführt zu werden, verweilt man am Markusplatz, weil das Kind gerade so viel Freude mit den Tauben hat. Anstatt in Kuba mit einem Oldtimer durch Havanna zu fahren, kommt man in einem kleinen Park mit echten Kubanern ins Gespräch, weil das Kind gerade neue Freundschaften beim Ballspiel schließt. Die Familie wächst während eines solchen Urlaubs noch viel stärker zusammen, als sie das in der oft etwas grauen Alltagsroutine zu Hause tut.

Übernachtungen in Hostels bringen Land und Leute näher. | Foto: Dario Saczko-Brack
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Übernachtungen in Hostels bringen einem Land und Leute näher. | Foto: Dario Saczko-Brack

Tipp 2: „Be smart, be budget“

Die meisten unserer Reisen fielen in den sogenannten „Budget“-Sektor. Nicht nur, weil Budget-Reisen günstiger sind, sondern auch weil es eine andere Art zu reisen ist. Sie bringt auch mit Kind – abgesehen von den Finanzen natürlich – fast ausschließlich Vorteile. Budget – das bedeutet soviel wie günstig reisen, mit wenig Geld reisen. Es steht im Gegensatz zu einer Art des Reisens, bei der man sich um die Ausgaben nur wenig Gedanken macht und unterwegs ist, ohne sich über das Budget den Kopf zu zerbrechen.

Für Familien gibt es bei der Auswahl der Unterkunft das größte Sparpotential. Wir ziehen Hostels fast immer Hotels vor. Während Hotels meist anonym sind und man außer beim Ein- und Auschecken nicht viel Kontakt zum Personal hat, ist das Verhältnis zu den Gastgebern von Hostels häufig familiärer. Man kommt schneller ins Gespräch und erfährt einiges über Land, Leute und Sitten.

Wichtig bei der Buchung von Hostels sind insbesondere Erfahrungsberichte. Man sollte sich über die Bedingungen in der Unterkunft und des Zimmers informieren und bei Rezensionen ein besonderes Augenmerk auf solche von Familien mit Baby oder Kind legen. Ein weiterer Tipp: kontaktiert man die Unterkunft im Vorhinein, wird häufig ein Babybett oder Kinderstuhl zur Verfügung gestellt.

Abgesehen von der Unterkunft können Eltern auch beim Organisieren der Reise sparen. Individualreisen erfordern zwar mehr Vorbereitungszeit, dafür hat man aber das Zepter stets selbst in der Hand. Man kann also individuell planen und die Reise auf die Bedürfnisse der Kinder abstimmen. Im Gegensatz zu Pauschalreisen können Planänderungen ohne große Mehrkosten umgesetzt werden.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Faktor Verpflegung. Hier gilt: je lokaler, desto besser! Die lokale Küche zu erfahren macht Spaß – und spiegelt die Kultur des Landes wider. Auf lokalen Märkten einzukaufen schont darüber hinaus den Geldbeutel und bringt die Kinder auf andere Geschmäcker.

Tipp 3: Buche Unterkünfte frühzeitig!

Bevorzugst du eine eigenständige, individuelle Zusammenstellung deiner Reise? Dann legen wir dir wärmstens ans Herz, Unterkünfte rechtzeitig zu buchen. Das mag für viele logisch klingen, doch nicht selten haben wir Eltern getroffen, die zwar ihren Reiseverlauf durchgeplant, sich bei Unterkünften aber auf spontane Angebote vor Ort verlassen haben.

Selbst wenn man durch Erfahrungswerte anderer Reisender weiß, dass die Chancen auf eine Unterkunft vor Ort hoch sind, hat man beim vorzeitigen Buchen den großen Vorteil zu wissen, was einen erwartet. Denn die Anzahl kleiner, privater Unterkünfte, die verfügbare Zimmer mit sämtlichen Ausstattungsmerkmalen online einsehbar machen, steigt stetig.

Farbenfrohes Kuba - ein echtes Traumziel für Familien mit Kindern. | Foto: Dario Saczko-Brack
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Farbenfrohes Kuba – ein echtes Traumziel. | Foto: Dario Saczko-Brack

Tipp 4: Kenne Dein Reiseland

Das hört sich zunächst nach einem ziemlich banalen Tipp an. Wenn man aber mit Baby oder Kleinkind unterwegs ist, gibt es einige Dinge, auf die man achten sollte und die ohne Kind einen nicht ganz so hohen Stellenwert hätten. In jedem Fall sollte man sich die folgenden Fragen stellen:

  • Wie ist die medizinische Versorgung in Bezug auf Babys und Kleininder?
  • Wie sieht es mit der Versorgung und den Kosten hinsichtlich Windeln, Fertiggläsern, Breipulver usw. aus?
  • Welche Erfahrungswerte gibt es zur Kinderfreundlichkeit der Einheimischen?
  • Welche öffentlichen Verkehrsmittel gibt es und wie sind die Bedingungen (Verlässlichkeit, Wartezeiten, Wickelmöglichkeiten)?
  • Welche Art des „Babytransports“ lassen die Gegebenheiten zu – Kinderwagen oder eher Tragegurt/Tragesystem?
  • Wie sind die Altersbestimmungen für bestimmte Unternehmungen im Land?

Tipp 5: Die „2/3-Regel“ für Autoreisen mit Baby

Plant man eine Autoreise mit einem Baby oder Kleinkind, sollte man insbesondere der Reisezeit etwas Beachtung schenken. Fährt man in der Nacht, sind die Chancen groß, dass das Baby längere Zeit schläft. Fährt man aber am Tag, muss man mehr Zeit einplanen als vom Navigationsgerät angegeben.

Persönlich konnten wir uns fast immer auf die „2/3-Regel“ stützen. Zusätzlich zur angezeigten Reisezeit müssen zwei Drittel dieser Zeit zusätzlich eingeplant werden. Die Zeit beinhaltet normale Pausen und zusätzliche Unterbrechungen für Wickeln, Stillen oder Beruhigung. Aus sechs Stunden werden so zum Beispiel zehn Stunden.

Unterwegs knüpfen Kleinkinder schnell neue Kontakte. | Foto: Dario Saczko-Brack
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Unterwegs knüpfen Kleinkinder schnell neue Kontakte. | Foto: Dario Saczko-Brack

Abschließende Gedanken zum Reisen mit Kleinkindern

Viele haben uns gefragt, ob das Reisen mit Kleinkindern denn unbedingt notwendig ist. Man könnte doch auch am heimischen Spielplatz Freude haben – und tut das Reisen dem Baby überhaupt gut?

Darauf können wir als Reise-erprobte Eltern nur antworten: Natürlich kann man auch zu Hause Spaß miteinander haben. Aber die Interaktion mit Menschen verschiedenster Kulturen ist einmalig und wirkt sich unseres Erachtens positiv auf den Nachwuchs aus. Natürlich kommt es immer auf das Kind an. Trotzdem sollte man es unbedingt wagen. Es lohnt sich!

Hinweis: In einem zweiten Artikel erläutert Dario Saczko-Brack, was es bei Flugreisen mit Kleinkindern und Babys zu beachten gibt.

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Bär mit Zelt. | Foto: Mat Hayward/Fotolia

Dario Saczko-Brack

Dario, Justyna und Zofia: das ist eine dreiköpfige Familie, die das Reisen liebt. Zusammen bereisen sie die Welt, lernen andere Kulturen kennen und erkunden, was es über dem Tellerrand zu sehen gibt. Jede freie Minute wird zum Planen, jeder freie Tag zum Reisen genutzt. Erfahrungen aus erster Hand und hilfreiche Tipps gibt es in drei Sprachen auf www.lovetravellingfamily.com Pfeil Alle Artikel von Dario Saczko-Brack