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Er führt von Steinmann zu Steinmann im Herzen der Dolomiten - Roland Stauders Stonemantrail. Wer sich mit seinem Bike den steinernen Wegweisern folgt findet etwas Besonderes: einen Mix aus Naturerlebnis und dem Ausloten der eigenen sportlichen Grenzen.

Ein Armband für fünf Wegmarken. Wer alle "einlöst" bekommt am Ende den Stoneman als Trophäe. | Foto: Anke S. Hoffmann
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Ein Armband für fünf Wegmarken. Wer alle „einlöst“ bekommt am Ende den Stoneman als Trophäe. | Foto: Anke S. Hoffmann

Der Ex-Radprofi Roland Stauder hat die schönsten Trails der Dolomiten aneinandergereiht und markiert – eine Homage an seine Heimat das Hochpustertal und ein Geschenk an uns Biker. Das Konzept ist nicht nur genial, sondern auch noch einfach: Gestartet werden kann wahlweise in Sexten, Innichen, Toblach, Sillian oder Padola. Wer sich auf die steinerne rund 140 Kilometer lange Mountainbikeroute begibt, kann sich vor Ort das „Starterpaket“ besorgen und erhält darin unter anderem ein Armband für die Stempelstellen.

Die Trails führen gut markiert von Steinmann zu Steinmann. | Foto: Anke S. Hoffmann
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Die Trails führen gut markiert von Steinmann zu Steinmann. | Foto: Anke S. Hoffmann

An fünf Punkten – Marchkinkele, Sillianerhütte, Passo Silvella, Valgrande und kurz vor der Rotwandwiesenhütte – gibt es  Stempelstellen. Hier können Stonemänner und -frauen mit einer Zange Kontrollmarken in ihre Armbänder stanzen. Denn nur wer am Ende alle fünf „Stempel“ aufweisen kann, erhält sie – die Trophäe. Wer die Runde an einem Tag schafft, bekommt einen Stoneman in Gold, wer zwei Tage braucht, erhält ihn in Silber. Für die meisten Biker wird es auf die Dreitagesvariante hinauslaufen – immerhin sind insgesamt etwa 4.000 Höhenmeter zu überwinden. Für diese ebenfalls sehr beachtliche Leistung wird der Stoneman in Bronze „verliehen“.

Drei Tage am Stonemantrail

Auch wir haben uns für die Dreitagesvariante entschieden und sind in Toblach gestartet:

1. Tag: Toblach – Marchkinkele – Winnebach – Toblach (ca. 50 Kilometer, ca. 1.550 Höhenmeter)

2. Tag: Toblach – Sillianerhütte – Demutspassage – Padola (ca. 50 Kilometer, ca. 1.800 Höhenmeter)

3. Tag: Padola – Kreuzbergpass – Rotwandwiesen – Toblach (ca. 40 Kilometer, ca. 900 Höhenmeter)

Höhenprofil Stonemantrail
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Höhenprofil Stonemantrail

Der Weg zum Bronzenen Stoneman

Auch buckeln muss mal sein. Der Trail ist durchaus fordernd. | Foto: Anke S. Hoffmann
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Auch buckeln muss mal sein. Der Trail ist durchaus fordernd. | Foto: Anke S. Hoffmann

Auf unserer ersten Etappe schrauben wir uns eine alte Militärstraße zum Marchkinkele (2.545 Meter) hinauf – dem höchsten Punkt der Tour. Dort erwartet uns nicht nur die erste Stempelstelle, sondern auch ein traumhafter Blick auf das Herz der Dolomiten. Ebenfalls sehr beeindruckend sind an diesem Tag die alten Festungsanlagen, die unseren Weg säumen und uns daran erinnern, dass wir auf Wegen fahren, die einst dem Krieg und dem Blutvergießen dienten. Ab der Hochrast erwartet uns ein Mountainbiketrail der Extraklasse, der uns hinab ins Tal nach Winnebach bringt. Dort treten wir nach einer Cappuccino-Pause unseren Rückweg nach Toblach an.

Herzklopfen an der Demutpassage

Unser zweiter Tag hält das Herzstück des Stonemantrails für uns bereit: die Demutpassage. Doch bis dorthin ist es noch ein langer (steiler) Weg. Denn zunächst geht es gut 1.200 Höhenmeter hinauf zur Sillianerhütte (2.447 Meter). Dort angekommen genießen wir erst einmal den unvergleichlichen Ausblick auf die bleichen Berge der Dolomiten und tanken Kraft für das sicher schönste, aber auch anspruchsvollste Stück des Trails – nicht umsonst „Demutpassage“ genannt. Was uns nun erwartet, hätten wir uns nicht träumen lassen. Das Erlebnis auf diesem schmalen Weg am Grat hinüber zum Passo Silvella lässt sich nicht in Worte fassen, das muss man selbst erleben.

Es ist in der Tat eine unvergleichliche Mischung aus intensivem Erleben eines beeindruckenden Naturraumes und des Erfahrens der eigenen (sportlichen) Grenzen – was bleibt ist das pure Glück und ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit. Ab dem Kniebergsattel heißt es wieder: Flow, Flow und noch mal Flow. Auf einem schier nicht enden wollenden Traum-Trail biken wir hinab nach Padola. Ein langer, ein harter, aber auch ein unvergesslicher Biketag ist zu Ende!

Unser dritter Tag führt uns von Padola aus über den Kreuzbergpass hinauf zu den Rotwandwiesen. So nahe waren wir den Sextener Dolomiten noch nie – obwohl wir sie seit drei Tagen bewundern. Heute haben wir die Sextener Rotwand sozusagen zum Greifen nahe. So biken wir auf tollen Wegen über die Hochfläche der Rotwandwiesen und genießen den Blick hinüber zu den Karnischen Alpen und können den Teil der Tour aus der Ferne bewundern, der uns gestern so viel abverlangt und gleichzeitig so tief beeindruckt hat. Von den Rotwandwiesen gönnen wir uns noch eine speedige Trailabfahrt ins Fischleintal und radeln dann gemütlich auf dem Radweg über Sexten nach Toblach aus.

Ein unvergessliches Bike-Wochenende ist zu Ende und was bleibt uns da noch anderes als zu sagen: Danke, Roland, für diesen tollen Trail und wir kommen ganz sicher wieder. Nächstes Jahr vielleicht in „silber“!

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Mehr zum Thema Mountainbiken im Bergzeit Magazin:

Anke Susanne Hoffmann

... lebt ihre beiden großen Leidenschaften, das Mountainbiken und das gesprochene und geschriebene Wort. Die promovierte Germanistin und Fachübungsleiterin MTB beim DAV arbeitet als Produktmanagerin und Redakteurin im Verlagsbereich und ist im Sommer als MTB-Guide in den Alpen unterwegs. Pfeil Alle Artikel von Anke Susanne Hoffmann