Vibram Exmoor zählt zu den besten Gummimischungen bei Trailrunning-Schuhen. Beim "Reptile" kombiniert Boreal diese mit einem Rand aus EVA-Schaum, der aus zwei unterschiedlichen Härtegraden aufgebaut ist. "Griffig" und "spurtreu", findet unser Tester.

„Dank perfekter Passform, Dämpfung und leichtem Gewicht ist der Reptile ideal für Gebirgsläufe, Cross-Läufe, Orientierungsläufe und Raids“, schreibt Boreal über den Trailrunning-Schuh „Reptile“. Das spanische Unternehmen präsentiert damit einen stabilen Laufschuh, der dank seines wasserabweisenden Obermaterials auch bei Regen und schlechten Witterungen einsetzbar ist.

Knackpunkt Sohle: Boreal kombiniert die griffige Gummimischung "Vibram Exmoor" mit einer EVA-Mittelsohle, in zwei unterschiedlichen Härtegraden.
Knackpunkt Sohle: Boreal kombiniert die griffige Gummimischung „Vibram Exmoor“ mit einer EVA-Mittelsohle, in zwei unterschiedlichen Härtegraden.

Konkret ist der Reptile außen aus einem robusten Polyester-Netzmaterial gefertigt, in das eine Polyurethan-Schicht eingepresst ist, die das Eindringen von Feuchtigkeit hemmt. Innen sorgt zudem ein Polyurethan-Netz als Zwischenschicht für Komfort und Atmungsaktivität. Eine integrierte Zunge reduziert die Eintrittsmöglichkeiten für Feuchtigkeit, Geröll und Schmutz auf ein Minimum.

Dämpfung und Grip erhält der Boreal Reptile durch seinen Sohlenaufbau: ein EVA-Rand in zwei unterschiedlichen Stärken wird dafür mit einer rutschfesten Vibram Exmoor-Kautschuksohle kombiniert – ein System, dass gute Haftung und ausgewogene Dämpfungseigenschaften verspricht.

Der Boreal Reptile im Praxistest

Vorweg ein kleiner Gefühlscheck, nach dem ersten Anziehen der Trailrunning-Schuhe: die Passform begeistert, der Reptile sitzt perfekt und sehr komfortabel an meinem Fuß, was auf einen breiten Leisten im Vorfuß hindeutet. Auch die angegebene Größe stimmt mit meinen Erfahrungswerten überein und fällt für lange Läufe angemessen aus. Die Ferse hält der Reptile fest umschlossen und bietet dabei eine feine Unterstützung der Archillessehne. Im Mittelfußbereich merkt man sofort die eingearbeitete Stütze, die den Fuß beim Laufen angenehm führt und fast „spurtreu“ hält.

Auch die Einlegesohle ist aus zwei Komponenten aufgebaut.
Auch die Ortholite-Einlegesohle ist aus zwei Komponenten aufgebaut.

Nachdem der Reptile bequemer sitzt als mein aktueller Laufschuh, bleibt er nach dem ersten Anprobieren gleich am Fuß, um ihn im Alltag zu testen. Die Farbkombination – orange, rot, gelb – lädt vom Style her gerade dazu ein, den Boreal Trailrunning-Schuh sportlich zur Jeans zu kombinieren. Nach sechs Stunden im Schuh fällt das Fazit positiv aus: Da die Mittelsohle aus EVA (Ethylen-Venyl-Acetat) das Fußbett perfekt abfedert, spüre ich keine Ermüdungserscheinungen.

Die Einlegesohle des Boreal Reptile ist natürlich herausnehmbar. Dabei zeigt sich deutlich, dass diese keine einfache Papierschicht ist, sondern ein funktionaler Bestandteil des Sohlen-Systems. Nicht umsonst handelt es sich bei der bis zu drei Millimeter dicken Schaumsohle um eine Einlage aus dem Hause Ortholite. In Fußmitte und vom Ballen vorwärts ist das Material der Einlegesohle weicher, außen kommt zur besseren Stütze härterer Schaum zum Einsatz.

Bei der Laufsohle setzt Boreal auf eine Vibram Exmoor-Gummimischung, die als eine der am besten haftenden Sohlen im Bereich Trailrunning-Schuhe gilt. Ihr guter Grip macht sich auch auf den ersten Metern am Asphalt bereits bemerkbar. Im Gelände muss der wohl mindestens genauso gut funktionieren, oder?

Einsatzgebiet: Trailrunning

Griffig auf jedem Untergrund. Ob Stock oder Stein, die Trailrunning-Schuhe sind fürs Gelände gemacht.
Griffig auf jedem Untergrund. Ob Stock oder Stein, die Trailrunning-Schuhe sind fürs Gelände gemacht.

Hinsichtlich seiner Austattung ist der Boreal Reptile zielgerichtet auf „Geländegängigkeit“ ausgelegt: Im Bereich der Zehen ist ein Schutzrand aus Gummi bis auf die Oberseite hochgezogen, was einerseits den Fuß, andererseits den Trailrunning-Schuh vor äußeren Einwirkungen schützt. Die Zunge ist so mit dem Schuh vernäht, dass Schlamm und Steinchen kaum eine Chance haben einzudringen.

Über die Schnürung lassen sich die Trailrunning-Schuhe optimal an den Fuß anpassen. Die verwendeten Schuhbänder bleiben zuverlässig geschlossen, auch wenn man länger auf ruppigen Wegen unterwegs ist. Der Reptile sitzt bestens fixiert – und das auch noch nach sechs Stunden.

Beim Außenmaterial verwendet Boreal ein hoch abriebfestes, wasserabweisendes Netzgewebe in das eine Polyurethan-Schicht eingepresst wird. Im Unterschied zu einer Membran wirkt sich diese Methode besonders im Sommer sehr positiv auf das Fußklima aus – vor allem bei hoher Anstrengung. Mit 330 Gramm pro Schuh in Größe UK7 fällt der Reptile „normal“ ins Gewicht und liegt im angenehmen Mittelfeld bei Trailrunning-Schuhen.

Ab ins Gelände: Der Boreal Reptile am Trail

"Normales" Laufen am Flussufer? Auch hier bewährt sich der Reptile.
„Normales“ Laufen am Flussufer? Auch hier bewährt sich der Reptile.

So, nun aber ab auf den Trail! Auch im Gelände kann mich der Boreal Reptile auf der ganzen Linie überzeugen: Der Schuh kombiniert erstklassigen Vortrieb beim Laufen bergauf mit einem angenehmen Gefühl für den Untergrund ohne dabei bei längeren Distanzen jedes Steinchen zu spüren. Auch die Vibram-Sohle verspricht was sie hält, sogar auf feuchten Untergründen steht der Schuh perfekt am Boden. Bergauf wie bergab kann man als Läufer seinem Material voll vertrauen.

Mein Fazit zum Boreal Reptile Trailrunning-Schuh

Im Laufe des Tests musste sich der Boreal Reptile auf vielen Trails und bei unterschiedlichsten Witterungen beweisen. Mit dem Reptile habe ich einen klasse Trainingsschuh gefunden, der sich bei jedem Wetter und verschiedensten Bedingungen verlässlich bewährt. Besonders überzeugt haben mich die tolle Passform des Trailrunning-Schuhs, der für meinen Fuß eine perfekte Wahl darstellt. Auch der Grip der Vibram-Exmoor-Laufsohle ist absolut erstklassig! Übrigens, der Boreal Reptile ist auch als Damen-Laufschuh erhältlich.

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