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Genau genommen ist der Begriff "Trekkingschuhe" ein Widerspruch in sich. Meist sind damit Wander- oder Zustiegsschuhe gemeint, die gekonnt eine schicke Optik mit einiger Funktionalität und hohem Komfort kombinieren.

Um zu klären, welcher Trekkingschuh es sein darf, stellt sich zunächst eine ganz grundlegende Frage: Was ist ein Trekkingschuh? Im ersten Moment, mag die Antwort ziemlich einfach sein und trotzdem fällt es schwer das Format klar zu definieren. Ist es ein hoher, robuster Wanderstiefel oder doch ein leichter, niedriger Trailrunning-Schuh? Der Begriff ist durch den übermäßigen Gebrauch im Marketing-Jargon einschlägiger Discounter-Ketten stark verwässert. Fast jeder Kunde hat eine andere Vorstellung, wenn er im Outdoorfachhandel nach einem Trekkingschuh sucht.

Trekkingschuhe vs. Trekkingstiefel

Wer mit schwerem Gepäck, im Geröll oder am Klettersteig unterwegs ist, kommt am Trekkingstiefel nicht vorbei. Sie bieten dem Knöchel Schutz und Unterstützung und sorgen für mehr Trittsicherheit.
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Wer mit schwerem Gepäck, im Geröll oder am Klettersteig unterwegs ist, kommt am Trekkingstiefel nicht vorbei. Sie bieten dem Knöchel Schutz und Unterstützung und sorgen für mehr Trittsicherheit.

Grob handelt es sich bei Trekkingschuhen meist um Schuhe, die Outdoors wie im Alltag getragen werden können, also multifunktional sind und für eine leichte Wanderung genau so gut geeignet sind wie für die kurze Tour ins Eiscafé. In der Regel haben die gefragten Modelle sehr wenig mit Trekking, also mit ausgedehnten, mehrtägigen Rucksacktouren mit schwerem Gepäck, zu tun.

Niedrige Halbschuhe, worauf der Ausdruck „Schuhe“ schließen ließe, sind für einen derartigen Einsatz kaum zu gebrauchen. Viel eher kommen robuste Wanderstiefel zum Einsatz, die dem Fuß eine gute Unterstützung, Knöchelschutz und ordentlich Fersenhalt bieten. Neudeutsch werden diese oft auch Backpackingstiefel genannt, wobei unabhängig vom gewählten Ausdruck die Schuh-Kategorie B/C als bestes Orientierungsmerkmal für Trekkingstiefel gilt. Beim Begriff „Trekkingschuh“ handelt es sich also ganz genau genommen um ein Widerspruch in sich.

  • Tipp: Die Basics zum Thema Berg- und Trekkingstiefel sowie Tipps zum Schuhkauf finden Sie in unserer Kaufberatung Outdoorschuhe!

 

Trekkingschuhe – ein weites Feld

Meist sind geländegängige Zustiegs- und Multifunktionsschuhe gemeint, wenn Trekkingschuhe gefragt sind. | Foto: <a href"//www.bergzeit.de/vaude" target="blank" title="Vaude bei bergzeit.de">Vaude</a>
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Meist sind geländegängige Zustiegs- und Multifunktionsschuhe gemeint, wenn Trekkingschuhe gefragt sind. | Foto: Vaude

Dennoch: sind Trekkingschuhe gefragt, so zählen meist Komfort und Optik mehr als Funktionen wie Knöchelschutz und ein stabiler Schaft. Einen richtungsweisenden Anspruch an Trekkingschuhe hinsichtlich Form, Sohle und Dämpfung, der sich eindeutig in einer der gängigen Schuh-Kategorie verorten lässt, gibt es nicht. Geht man nach den Vorlieben der meisten Bergzeit Kunden, so führen Multifunktionsschuhe sowie Zustiegs- bzw. Approachschuhe das inoffizielle Trekkingschuh-Ranking an. Beide sind in der Regel niedrig geschnitten und wissen im sportlich-flotten City-Look auch optisch zu überzeugen.

Multifunktions- und Zustiegsschuhe: zwei Anwärter auf den Titel

Oft werden Zustiegsschuhe als Trekkingschuhe bezeichnet. Wie alles Hanwag-Schuhe ist der Escalator gezwickt verarbeitet, was bedeutet, dass der Schuh neu besohlt werden kann.
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Oft werden Zustiegsschuhe als Trekkingschuhe bezeichnet. Wie alle Hanwag-Schuhe ist der Escalator gezwickt verarbeitet, was bedeutet, dass der Schuh neu besohlt werden kann.

Zustiegs- bzw. Approachschuhe sind in der Kategorie Wanderschuhe (Kategorie A) angesiedelt. Sie sind wie ihre großen Kollegen, die Backpacking- bzw. Trekkingstiefel, aufgebaut. Häufig sogar in gezwickter Machart, einer handwerklich äußerst hochwertigen, langlebigen und jederzeit wiederbesohlbaren Art der Schuhherstellung. Ein grobes Profil und eine stabile durchgehende Zwischensohle sind bei diesen Wanderschuhen genauso Usus wie überwiegend Leder als Obermaterial.

Oder doch ein klassischer Wanderschuh? Der Meindl Lugano ist für leichte Wanderungen gemacht. Die Ballenrolle ist hier deutlich stärker ausgeprägt als bei Trekkingstiefeln, was für ein komfortables Geh-Gefühl sorgt.
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Ist’s doch ein klassischer Wanderschuh? Der Meindl Lugano ist für leichte Wanderungen gemacht. Die ausgeprägte Ballenrolle sorgt für Komfort beim Gehen.

Den Unterschied, ob ein Wanderschuh vorwiegend zum Wandern verwendet wird oder auch für leichte Klettereien und sportlichere Klettersteige geeignet ist, machen der Aufbau des Dämpfungselementes und die Passform. Auf befestigten Wegen bequem zu tragende Wanderschuhe zeichnet eine sehr gute, durchgehende Dämpfung mit einer leichten Ballenrolle im Vorfuß aus. Bei Zustiegs- bzw. Approachschuhen wird eher eine reduziertere Dämpfung verwendet. Besonders im Vorfußbereich wird manchmal sogar darauf verzichtet, um einen besseren Kontakt zum Untergrund beim Antreten am Fels zu haben. Aus diesem Grund sind sie auch weit nach vorne zu schnüren, um einen perfekten Schluss mit dem Fuß zu ermöglichen.

Leicht, komfortabel, multifunktionell

Der perfekte Trekkingschuh? Multifunktionsschuhe wie der Salomon XA Pro 3D Ultra 2 GTX sind schick und offroad-tauglich. Die Trailrunner sind leicht, robust und bieten mehr Stabilität als herkömmliche Laufschuhe. Wer trittsicher ist und leicht und schnell unterwegs sein möchte, kann damit auch ins Gebirge. Schutz und Support für den Knöchel bieten die weichen Halbschuhe aber nicht.
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Der perfekte Trekkingschuh? Multifunktionsschuhe wie der Salomon XA Pro 3D Ultra 2 GTX sind schick und offroad-tauglich. Die Trailrunner sind leicht, robust und bieten mehr Stabilität als herkömmliche Laufschuhe. Wer trittsicher ist und leicht und schnell unterwegs sein möchte, kann damit auch ins Gebirge. Schutz und Support für den Knöchel bieten die weichen Halbschuhe aber nicht.

Multifunktionsschuhe sind ein Zwitter aus Lauf- und Wanderschuhen und auch sie werden oft als Trekkingschuhe bezeichnet. Multifunktionsschuhe werden wie Laufschuhe hergestellt, dadurch sind sie leicht und bequem wie man es von diesen gewohnt ist. Aber, Multifunktionsschuhe haben eine etwas stabilere Zwischensohle und ein gröberes Profil. Das sorgt für mehr Sicherheit wenn es mal unwegsam wird. Meist werden auch haltbarere Obermaterialien verwendet und durch robuste Einsätze aus Gummi bzw. abriebfeste Stoffe die Lebensdauer erweitert.

Für flotte Touren und leichte Wanderungen auf Wegen und Pfaden ist ein Multifunktionsschuh wohl die ideale Wahl. Gerne werden diese Schuhe auch fürs Speedhiking, also schnelle Bergtouren mit leichtem Gepäck, verwendet. Wobei man vor allem im Gebirge durchaus geübt und trittsicher sein sollte, da der Schuh keinerlei Knöchelschutz bietet. Im Vergleich dazu bietet ein Approachschuh im Gebirge noch mehr Reserven, wenn man beim Zu- oder Abstieg einer Fels- oder Sportklettertour mal kleinere Tritte oder auch auf Reibung antreten muss. Klassische Wanderschuhe sind hingegen für all jene ideal, die gerne auf befestigten Wegen durch gemäßigtes Gelände streunen. Auch wenn die Tour mal länger dauert sorgen hier eine gute Dämpfung, ein angenehmes Fußklima und ein bequemes Abrollverhalten für Komfort. Bleibt nur also noch eine Frage: Welchen hätten Sie denn gerne?

Bergzeit Team

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