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Ich packe meinen Koffer...

Was muss beim Bergzeit Kletterteam in den Kletterrucksack?

6 Minuten Lesezeit
Was gehört in meinen Kletterrucksack? Geht's zum Bouldern oder Sportklettern? Die Athleten des Bergzeit Kletterteams öffnen ihre Rucksäcke für Euch und erklären den Inhalt. Ich packe meine Klettertasche und nehme mit...

Was gehört alles in den Kletterrucksack? Das kommt erst einmal auf die Spielart des Kletterns an. Einige Teile sind aber bei allen Athleten des Bergzeit Kletterteams dabei. Dazu gehören natürlich Kletterschuhe, Chalkbag und auch meistens ein Erste-Hilfe-Set. Die Grundausrüstung sollte den Sicherheitsaspekten genügen und wird dann beliebig und individuell durch Clif Bars, Limo, Trainingsgeräte und anderes erweitert. Das Bergzeit Kletterteam gibt Einblicke in Klettertaschen und Kletterrucksäcke.

Bene Hirschmann

Beim alpinen Sportklettern vom achten bis zum zehnten Schwierigkeitsgrad ist die Mitnahme eines Rucksacks empfehlenswert. Deshalb besteht mein Material nicht nur aus der Standard-Alpinausrüstung, sondern zusätzlich aus einem Materialseil (Halbseil) mit Klemmrolle (Micro Traxion) und Steigklemme (Petzl Ascension). Zum Sichern dient das Grigri, da dank Materialseil am Einfachseil geklettert werden kann. Abgeseilt wird mit dem Reverso. Ein praktisches Hilfsmittel sind die „Alpin-Exen“, die man sich ganz einfach aus einer Bandschlinge (60 Zentimeter) und zwei normalen Karabinern selbst zusammenbauen kann. Ein Erste-Hilfe-Set und Helm gehören für mich zur obligatorischen Standardausrüstung!

Die Sportkletterausrüstung von Bene beinhaltet viele Karabiner und Exen sowie einige Sicherungsgeräte. | Foto: Bene Hirschmann
Die Sportkletterausrüstung von Bene beinhaltet viele Karabiner und Exen sowie einige Sicherungsgeräte. | Foto: Bene Hirschmann

Chiara Hanke

Mein Kletterrucksack ist der Adidas Terrex Backpack. Er ist deswegen so praktisch, weil man ihn nicht nur von oben über den Rollverschluss, sondern auch von hinten komplett öffnen kann.

 Chiara kann nicht auf ihren praktischen Adidas Terrex Kletterrucksack verzichten. Er bietet genügend Platz und man hat schnell Zugriff auf die Ausrüstung. | Foto: Chiara Hanke
Chiara kann nicht auf ihren praktischen Adidas Terrex Kletterrucksack verzichten. Er bietet genügend Platz und man hat schnell Zugriff auf die Ausrüstung. | Foto: Chiara Hanke

Chris Münch

Zur Zeit bin ich sehr viel bouldern. Zusätzlich zu den Utensilien auf dem Foto hier dürfen bei mir in der Routensaison auch Klettergurt, Sicherungsgerät, Sicherungsbrille und Expressen nicht fehlen. Im Moment ist natürlich auch noch ein Crashpad dabei. Wichtig sind auch ein Taschenmesser und ein Feuerzeug, falls das Seil einmal gekürzt werden muss. Zum Aufwärmen nutze ich seit Neuestem zwei Handtrainer, und – altbewährt – einen Knetball und ein Theraband.

Meist habe ich ein gut eingeklettertes und ein recht neues Paar Kletterschuhe dabei. Mit den älteren Schuhen stehe ich gut auf Reibungstritten und habe mehr Gefühl, während die neueren Schuhe noch besser auf kleinen Kanten halten. Durch etwas Sekundenkleber befestigte ich den Gummi an der Schuhferse, falls er sich beim Hooken löst. Chalkbag und genügend Nachfüllchalk sorgen für trockene Hände vor jedem Versuch. Ein paar Griffbürsten stellen die nötigen Bedingungen für den Durchstieg sicher.

Ein Erste-Hilfe-Set muss immer in meinem Rucksack sein, für den Fall dass doch mal etwas passiert. Bleibt noch mein Handpflegeset: Mit Schleifpapier schleife ich überstehende Hautfalten weg, die sonst aufreißen würden. Fürs ganz grobe benutze ich ein Rasiermesser oder meinen Nagelklipser. Und eine Rolle Tape – falls ich mir den Finger doch aufreiße. Mein Tipp hierbei: das Tape in der Hosentasche oder Jacke lagern. So ist es warm und klebt besser.

Ach ja, und natürlich dürfen Klopapier oder Taschentücher nicht fehlen, man weiß ja nie. Auch zum Trocknen von Griffen hat sich das als praktisch herausgestellt. Je nach Jahreszeit kommen noch die Daunenjacke, ein paar Handschuhe und eine Mütze mit. Brotzeit und zwei Trinkflaschen komplettieren schließlich mein Klettergepäck.

Geräte zum Aufwärmen dürfen nicht fehlen. | Foto: Chris Münch
Geräte zum Aufwärmen dürfen nicht fehlen. | Foto: Chris Münch

Heli Kotter

  • Heli bleibt vielen bestimmten Produkten treu, die ihm persönlich zusagen. | Foto: Heli Kotter
    Wichtig: Ein Cola Mix (bayerisch: Spezi) muss dabei sein. | Foto: Heli Kotter

    Kletterschuhe Solution als Damenmodell: lange formstabil, schmale, engsitzende Ferse, Gummikappe für Toehooks und eine Fußspitze mit Downturn zum Ziehen an den Tritten. Optimal für Überhangrouten.

  • Die Damen-Version des Miura ist für mich der perfekte Schuh für das vertikale Geschäft.
  • Da ich mich in der oberen Gewichtsklasse bewege ist das „Ohm“ oftmals im Gepäck!
  • Als junger Vater brauche ich ein Cola Mix und viele Clif Bars, damit die Maschine anläuft!
  • Im hohen Alter wirkt die Sicherungsbrille Wunder! Keine chronischen Nackenverspannungen nach langen Sicherungssessions.
  • Für das Sportklettern ist der Edelrid „Loopo“ als Klettergurt die Wahl Nummer 1.
  • Das 8,9 Millimeter dünne „Swift“ von Edelrid ist mein absolutes Lieblings-Seil!
  • Für eine gute Zehendurchlüftung ist der Zehentrenner „Swing“ immer dabei. Besonders hervorzuheben ist die gute Bodenhaftung und eine gute Stabilität beim Antreten. Gerade bei den Sportklettergärten mit etwas ungemütlichen Wandfuß ist er perfekt.
  • Kletteraccessoires wie Tape, Bürste, Knetball, Liquidchalk … sind immer dabei!
  • Wenns kalt ist grippt es. Also brauche ich auch warme Kleidung. Dabei setze ich vor allem auf die Funktionsunterwäsche von Vaude. Das Seamless Light T-Shirt und die Seamless Tights sind extrem leicht und bieten volle Bewegungsfreiheit. Zusammen mit einer warmen Jacke ein absolutes Muss für die kalten Wintermonate!

Martin Tekles

Neben den allerwichtigsten Gegenständen sind in meinem Kletterrucksack:

  • Mehrere Kletterschuhe, je nach Anforderung
  • Expressen
  • Gurt
  • Bekleidung, T-Shirts und Hosen
  • Chalk in Hülle und Fülle

Gibt’s auch noch:

  • Handschuhe wenns kalt wird oder die Pause länger dauert (und ja, man kann auch im Sommer an manchen Orten Handschuhe gebrauchen)
  • „Kosmetiktäschchen“: Nagelfeile, Nagelklipp, Sekundenkleber für Hautcuts und Aspirin
  • Schmutzlappen, um Schuhe zu säubern
Martin packt in seine Tasche gleich drei Paar Schuhe, um immer den optimalen Halt in der Wand zu finden. | Foto: Martin Tekles
Martin packt in seine Tasche gleich drei Paar Schuhe, um immer den optimalen Halt in der Wand zu finden. | Foto: Martin Tekles

Sophie Arnold

Im meinem Rucksack ist … einfach alles. Standardmäßig, für Trainingseinheiten unter der Woche am Plastik, sind in meinem Kletterrucksack zu finden: Schuhe und Boulder-Chalkbag, Gewichtsweste und eine Trinkflasche. Wenn eine Einheit am Seil ansteht, werden noch Gurt, Grigri, kleines Chalkbag, Crocs und Sicherungshandschuhe ergänzt.

Wer kennt das Motto nicht: „Lieber zu viel als zu wenig.“, so ist auch in meinem Rucksack noch Kleinkram zu finden, der mit Klettern eigentlich nichts zu tun hat. Besonders wichtig sind mir hier Taschentücher, Tape und Haargummis.

Sophies Standardausrüstung ist immer parat. Wenn es weiter in die Höhe geht, wird die Kletterausrüstung noch erweitert. | Foto: Sophie Arnold
Sophies Standardausrüstung ist immer parat. Wenn es weiter in die Höhe geht, wird die Kletterausrüstung noch erweitert. | Foto: Sophie Arnold

Uwe Daniel

Die Standard-Packliste meines Rucksacks beinhaltet:

Fürs Alpinklettern und auf Hochtouren werden schwerere Geschütze aufgefahren: Hardshelljacke, Eispickel und Steigeisen dürfen dann nicht fehlen. | Foto: Uwe Daniel
Fürs Alpinklettern und auf Hochtouren werden schwerere Geschütze aufgefahren: Hardshelljacke, Eispickel und Steigeisen dürfen dann nicht fehlen. | Foto: Uwe Daniel

Alles für Deine Kletterausrüstung gibt’s hier:

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