Weit mehr als eine Million Geocaches gibt es weltweit. Ganz klar, dass das nächste Abenteuer vielerorts nur wenige hundert Meter weit entfernt ist. Doch was steckt eigentlich hinter dem Trend mit der GPS-unterstützten Schatzsuche?
Hat man den richtigen Ort gefunden, ist es manchmal ganz einfach.
Hat man den richtigen Ort gefunden, ist es manchmal ganz einfach.

Mit etwas Glück können selbst Muggels sie sehen: die Geocacher. Ein Muggel ist ein Nichteingeweihter. Also Sie. Und ein Cacher ist ein Naturfreund auf der Suche nach der nächsten Dose – pardon, dem nächsten Abenteuer. Viele, die das einmal ausprobieren, kommen nicht mehr davon los. Fasziniert von Abenteuern, von Spannung, von der Freude an der Natur und ihren Herausforderungen. Männer werden zu Kindern, Kinder zu Männern, Ehefrauen zu echten Kerlen, die wissen, wo es langgeht.

Gut verstecktet: Manche Geocaches muss man durchaus eine Weile suchen.
Gut versteckt: Manche Geocaches muss man durchaus eine Weile suchen.

Wie funktioniert Geocaching?

Ganz einfach. Jemand versteckt einen Behälter (im Fachjargon Cache oder Dose genannt) mit einigen Tauschgegenständen und einem Logbuch an einem geeigneten Ort im Wald. Oder auf dem Feld. Oder in der Stadt. Oder unter Wasser… aber dazu später mehr. Damit dieser Behälter von anderen gefunden werden kann, ermittelt der Cacher mithilfe eines GPS-Gerätes die Koordinaten und veröffentlicht sie anschließend auf dem Geocaching-Portal im Internet. Hier werden sie von anderen Cachern aufgerufen und schon kann deren Suche losgehen.

Geocaches gibt es überall, zuhause und an so gut wie jedem Urlaubsziel.
Geocaches gibt es überall, zuhause und an so gut wie jedem Urlaubsziel.

Das Schöne ist, dass sich die meisten Cacher natürlich Mühe beim Verstecken machen. Caches liegen deshalb häufig an interessanten Stellen: an Aussichtspunkten, an idyllischen Plätzen, an vergessenen Wegeskreuzungen, in verlassenen Häusern, an geschichtsträchtigen Orten und so weiter. Inzwischen gibt es weltweit mehr als eine Million Verstecke, in der Geocacher-Hochburg Deutschland sind es weit über Einhunderttausend. Wetten, das die nächste Dose keine zweihundert Meter von Ihnen entfernt auf Ihren Besuch wartet?

Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Caches

Auf der Suche nach dem Cache.
Auf der Suche nach dem Cache.

Der einfache „Traditional“ kann direkt über seine GPS-Koordinaten gefunden werden. Multi-Caches dagegen führen über mehrere Stationen zum ersehnten Ziel – sie entsprechen den althergebrachten Schnitzeljagden. Bei den sogenannten Mysteries muss vorab ein Rätsel gelöst werden, Earthcaches liegen an geologisch interessanten Orten wie Bergwerken, Vulkanen, Meteoriteneinschlagstellen oder Quellen. Es ist für Jeden etwas dabei: für Familien mit Kindern, für Einzelgänger im Wald, für Kletterbegeisterte auf der Suche nach dem Adrenalinkick, für Bunkerfans die gerne durch Ruinen stampfen und für alle, die das Grüne lieben. Deshalb unterscheiden sich auch die Schwierigkeitsgrade: es gibt spezielle Caches für Kinder, wohingegen die Hardcore-Cacher erst an der Spitze eines hohen Schornsteines oder 20 Meter unter dem Meeresspiegel fündig werden.

Aber für den Anfang tut es ja auch eine „normale Dose“ hinter dem nächsten Brunnen oder an der übernächsten Leitplanke. Sie werden Ihre Umgebung mit ganz anderen Augen sehen – und absuchen! Wie sieht nun der Weg zum ersten Cache aus? Entweder Sie kennen schon einen Infizierten – dann gehen Sie doch einfach mal mit auf die Suche. Oder Sie versuchen es selbst. Für den Anfang braucht es dazu nicht viel. Voraussetzung ist auf jeden Fall ein GPS-Gerät oder ein Handy mit integriertem GPS und installierter Software. Auch manches Auto-Navi bietet die Möglichkeit, Koordinaten einzugeben.

Für Geübte: Terrain-5-Caches erfordern Spezialausrüstung!
Für Geübte: Terrain-5-Caches erfordern Spezialausrüstung!

Der nächste Schritt: wir gehen zur Informationsbeschaffung ins Internet. Wir öffnen www.Geocaching.com, registrieren uns mit einem Spitznamen (Nick), und klicken einfach auf „Getting started“. Dort steht eine gute Anleitung. Nachdem Sie hier Ihre PLZ oder Ort eingegeben haben, sehen Sie eine spezielle Geocaching-Karte mit allen Caches in Ihrer Nähe. By the way: damit haben wir die Wette gewonnen, Ihr nächster Cache ist nur ein paar Dutzend Schritte entfernt!

Tipp: Bergzeit verleiht in den Filialen in Gmund und Großhartpenning GPS-Geräte!

Suchen Sie am Anfang am besten einen „Traditional“

Raus kommen: Viele begeisterte Geocacher verbinden die Schatzsuche mit intensiven Naturerlebnissen.
Raus kommen: Viele begeisterte Geocacher verbinden die Schatzsuche mit intensiven Naturerlebnissen.

Mit einer einfachen D-Wertung (Difficulty) und T-Wertung (Terrain); jeweils maximal drei Sterne. Festes Schuhwerk und robuste Bekleidung ist nie falsch. Und schon geht’s los. Vergessen Sie nicht, sich im Logbuch einzutragen, und wenn Sie selbst eine Kleinigkeit mitgebracht haben, dürfen Sie mit dem Inhalt der Dose tauschen. Nach ein paar Funden haben Sie sicherlich den Bogen raus und wissen genau, welche Caches Ihnen am meisten Spaß machen. Dann können Sie sich auch an die Spezial-Caches wagen. Zum Beispiel Nachtcaches (NC), deren Leuchten und Reflektoren nur im Dunkeln gefunden werden können. Oder Lost Places (LP)- das sind verlassene Häuser und Fabrikanlagen. Undergrounds führen Sie in die Unterwelt. Mit Wandercaches entdecken Sie die schönsten Runden. Sie sehen, es gibt mehr als genug Möglichkeiten. Wichtig bei solchen Unternehmungen ist natürlich die Ausrüstung, allen voran die Taschenlampe. Im Bereich der Cree-LED-Lampen werden Sie schnell fündig.

Perfekte Tarnung ist alles für ein ausgefuchstes Versteck.
Perfekte Tarnung ist alles für ein ausgefuchstes Versteck.

Was, wenn Sie Fragen haben?

Cacher sind erfahrungsgemäß sehr offen und freuen sich über neue Kontakte. Entweder über das Internet (bei der Cache-Beschreibung gibt es einen direkten Link zu dessen Besitzer) oder im Rahmen eines Cacher-Stammtisches. Es gibt sogar regelrechte Geocacher-Events mit mehreren hundert Teilnehmern. Aber Pssst – das alles werden Sie doch nicht den Muggels erzählen? – Happy Caching!

Hilfreiche Webseiten für Geocacher findet Ihr hier:

Tipp: Bergzeit verleiht in den Filialen in Gmund und Großhartpenning GPS-Geräte!

Auf zum Geocaching! Die geeignete Ausrüstung dazu gibt’s bei Bergzeit:

Mehr zum Thema Orientierung im Bergzeit Magazin:

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