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Kaufberatung Skijacke: Perfekt gerüstet für Piste und Powder

Was zeichnet eine gute Skijacke aus, ab welcher Wassersäule gilt sie als wasserdicht und wie warm muss sie sein? Unsere Kaufberatung klärt die wichtigsten Auswahlkriterien rund um das Thema Ski- und Freeridejacke. Weiterlesen

Skijacke  (18 Artikel)

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Kaufberatung Skijacke: Perfekt gerüstet für Piste und Powder

Welche Features zeichnen eine gute Skijacke aus?

Eine gute Skijacke ist grundsätzlich wasserdicht und mindestens windabweisend. Doch wer auf der Suche nach einer neuen Skijacke ist und sich entsprechend mit dem Thema beschäftigt, stellt schnell fest, dass es - entsprechend dieser Basis-Kriterien - eine breite Auswahl an unterschiedlichsten Modellen gibt. So gibt es zum Beispiel leichte und dünne Hardshell-Jacken ebenso wie warme, wattierte Skijacken, die sich für verschiedene Skifahrertypen eignen (mehr dazu unten). Auch hinsichtlich der Ausstattung bieten nicht alle Skijacken die gleiche Funktionalität, daher lohnt sich der Blick aufs Detail. Im Hinterkopf sollte dabei die Frage stehen, wie wichtig die jeweiligen Features für meine Ansprüche und Bedürfnisse als Skifahrer oder Freerider sind.

Nützliche Features bei Skijacken:

  • Koppelbar mit Skihose: Über Druckknöpfe am Schneefang und teilweise auch Zipps oder einzippbare Zwischenteile lassen sich Skijacken oft mit der passenden Skihose verbinden. Schnee und Kälte können so ferngehalten werden. Getrennt bieten Jacke und Hose mehr Flexibilität und eine bessere Belüftung.
  • Abnehmbarer Schneefang: Ohne Schneefang lässt sich eine Jacke auch als Regenjacke oder Winterjacke nutzen.
  • Belüftungsschlitze: Um bei intensiver Bewegung oder warmen Bedingungen das Klima in der Jacke zu regeln.
  • Verstellbare Bündchen: Um die Ärmelabschlüsse optimal an die Handschuhe anzupassen.
  • Stretchbündchen oder -gamaschen mit Daumenloch: Isolieren die Kältebrücke am Übergang von Handschuh und Ärmel.
  • Helmtaugliche, einstellbare Kapuze:  Die Kapuze sollte groß genug sein, um über den Helm zu passen. Ohne Helm sollte sie sich gut an den Kopf anpassen lassen.
  • Skipasstasche: Mit einer strategisch platzierten Skipasstasche (z.B. am Ärmel) entfällt das lästige Kramen nach dem Skiticket.
  • Innentasche: Praktisch, um empfindliche Gegenstände vor Kälte und Feuchtigkeit zu schützen.
  • Recco: Recco-Reflektoren an der Skiausrüstung erhöhen im Falle eines Lawinenunfalls die Chance auf Ortung durch professionelle Helfer. Vorsicht: Recco-Reflektoren ersetzen kein LVS-Gerät!
  • Wasserabweisende Reißverschlüsse: Verbessern den Wetterschutz, indem sie Feuchtigkeit besser standhalten.
  • Zip-Garagen: Kleine Abdeckungen am Ende der Reißverschlüsse sorgen dafür, dass der Wind und auch Pulverschnee keinen Einlass findet.
  • Brillenputztuch: Immer dabei, wenn unterwegs die Brille vereist oder beschlägt.
Skijacken gibt es viele - doch was unterscheidet eine gute von einer schlechten? | Foto: Peak Performance
Skijacken gibt es viele - doch was unterscheidet eine gute von einer schlechten? | Foto: Peak Performance

Wie warm sollte eine Skijacke sein?

Mittels Zwiebelprinzip lassen sich technische Hardshell-Skijacken je nach Bedarf mit anderen Bekleidungsschichten kombinieren. | Foto: Bergans
Mittels Zwiebelprinzip lassen sich technische Hardshell-Skijacken je nach Bedarf mit anderen Bekleidungsschichten kombinieren. | Foto: Bergans

Wie "warm" eine Skijacke sein sollte, ist tatsächlich eine sehr subjektive Angelegenheit. Denn für welche Art von Skijacke man sich entscheidet, hängt ganz wesentlich vom Einsatzbereich und den persönlichen Bedürfnissen bzw. auch dem eigenen Wärmeempfinden ab. So eignet sich für abfahrtsorientierte Skifahrer womöglich eine einfache wattierte Skijacke. Aufstiegs- und abfahrtsorientierte Freerider oder Tourengeher greifen eher zur Hardshell-Jacke.

Technische Hardshell: Unwattierte Skijacken aus zweieinhalb- oder dreilagigen Laminaten bieten grundsätzlich eher wenig Isolation, dafür jedoch eine bessere Atmungsaktivität und Vielseitigkeit. Im Vordergrund steht Schutz vor Wind und Wetter, geringes Gewicht und Bewegungsfreiheit.  Diese Jacken sind nicht grundsätzlich "warm", lassen sich aber mittels Zwiebelprinzip durch die geschickte Kombination mit weiteren Bekleidungsschichten - zum Beispiel einer Weste mit Kunstfaserisolation oder diverse Funktionsunterwäsche - für nahezu alle Bedingungen perfekt kombinieren.
Optimal für: Freerider, Tourengeher, sportliche Skifahrer und alle, die ihre Skijacke nicht nur auf der Piste nutzen möchten.

Wattierte Skijacke: Wattierte Jacken mit Kunstfaserisolation wie beispielsweise Primaloft werden der Definition "warme Skijacke" gerecht. Allerdings gibt es hinsichtlich Isolationsleistung und Materialstärke/Füllmenge durchaus auch Unterschiede. Wattierte Skijacken zeichnen sich besonders bei kalten Bedingungen für Stop-and-go-Aktivitäten wie Pistenskifahren aus, da sie in den Ruhephasen die Wärme am Körper halten und dennoch atmungsaktiv genug sind, um nicht völlig durchzuschwitzen.
Optimal für: Pistenskifahren, Frostbeulen, Kinder und alle, die ihre Skijacke auch als Winterjacke nutzen.

Welche Wassersäule sollte eine Skijacke haben?

Die Wassersäule ist eine Maßeinheit, die die Wasserdichtigkeit von technischen Oberstoffen angibt. Diese bezieht sich auf den hydrostatischen Druck, der notwendig ist, um einen Wassertropfen durch das Gewebe zu treiben. Über einen standardisierten Test lässt sich anhand der Wassersäule festlegen, ob der jeweilige Oberstoff den praktischen Anforderungen als Ski- oder Regenkleidung gewachsen ist. Denn auch wenn man stürzt, im angestaubten Sessellift sitzt oder direkt im Schnee kniet, entsteht Druck, der die Feuchtigkeit durch das Textil drücken kann.

  • Tipp: Für Skibekleidung empfehlen wir bei Bergzeit eine Wassersäule von 10.000 Millimeter aufwärts, um für alle Winter- und Outdoor-Bedingungen ausreichend gerüstet zu sein.

Was macht eine Skijacke wasserdicht?

Wasserdichte Outdoor-Bekleidung ist meist aus Laminaten gefertigt, die aus einer atmungsaktiven Membran und dem entsprechenden Obermaterial bestehen. Die hauchfeine Kunstmembran sorgt dabei für den Schutz vor Feuchtigkeit und lässt dennoch Wasserdampf aus dem Kleidungsstück entweichen.

Muss es unbedingt die teuerste Gore-Tex-Jacke sein?

Nasse Bekleidung verliert ihre Isolationsfähigkeit und entzieht dem Körper Wärme. Wasser- und winddichte Bekleidung ist daher gerade beim Skifahren sinnvoll. Einerseits, weil der Fahrtwind für einen zustätzlichen Windchill-Effekt sorgt, andererseits weil - zumindest beim Pisteln - aktive mit passiven Phasen abwechseln. Ist die Jacke nass, dann friert man nicht nur im Sessellift.

Gore-Tex, Dermizax oder Sympatex sind verlässliche Membrane, wenn es um wasser- und winddichte Bekleidung geht. Die Wassersäule liegt bei den Marken-Membranen jenseits der 20.000 Millimeter, was bedeutet, dass die Stoffe auch den widrigsten Bedingungen gewachsen sind. Kein Wunder daher, dass Membran-Platzhirsch Gore-Tex im Bereich Skijacken stark vertreten ist. Aber, auch die PU-Membran Dermizax ist im Bereich Skibekleidung nicht zuletzt aufgrund ihrer Elastizität sehr präsent.

Zahlreiche Hersteller nutzen für ihre Skijacken auch eigene Membrane, deren Wassersäulen in der Regel bei 10.000+ Millimeter beginnen. Beispiele sind Drytech von Mammut, Venturi von Schöffel, Ceplex von Vaude oder auch Bergans Element. Eigenmembrane sind in der Regel günstiger und dennoch sehr funktional - ein Tipp, wenn es besonders auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ankommt.

Ist die Wassersäule das einzige Kriterium?

Eine hohe Wassersäule nützt nur bedingt, wenn das wasserdichte Gesamtkonzept bei der Herstellung nur halbherzig verfolgt wurde. Mit Nahtbändern verschweißte (vertapte) Nähte sind daher ebenso wichtig. Da dies ein recht aufwändiger Fertigungsprozess ist, wird besonders im Discount-Bereich oft auf Nahtbänder verzichtet. Das Wasser sucht sich dann über Nähte, Aufnäher und Embleme einen Weg ins Innere. Rundherum sorglos ist diesbezüglich, wer auf Produkte mit Marken-Membranen setzt: diese unterliegen strengen Qualitätsanforderungen und -kontrollen, so dass auch die fertig konfektionierte Ware auf ihre Funktionalität überprüft wird.

Was bedeutet Zwei- oder Drei-Lagen-Laminat?

Laminate vereinen einen robusten Oberstoff mit einer wasserdichten und atmungsaktiven Membran. Ist auf der Innenseite auch eine fest verschweißte (laminierte) Futterschicht Teil des Konzepts, spricht man von einem Drei-Lagen-Laminat. Bei zweilagigen Laminaten ist das Futter separat verarbeitet, beispielsweise als Mesh-Futter oder bei wattierten Skijacken. Bei zweieinhalb-lagigen Laminaten übernimmt ein hauchfeiner Schutzfilm die Rolle des Futters. Alle Komponenten eines Laminats sind dauerhaft fest und vollflächig miteinander verbunden.

Was ist eine Beschichtung?

Stoffe mit einer Beschichtung, zum Beispiel aus Polyurethan, sind häufig wasserdicht oder zumindest wasserabweisend - wobei es hier Material- und Qualitätsunterschiede gibt. Beschichtete Stoffe weisen mitunter eine gute Atmungsaktivität auf. Dafür sind die äußerlich aufgetragenen Beschichtungen anfälliger gegenüber Abnützung und Abrieb. Das kann beim Transport der Skier auf der Schulter oder beim Tragen eines Rucksacks ein Nachteil sein, da man das Gewebe durch die manuelle Reibung angreift. Einmal in Mitleidenschaft gezogen verliert eine wasserdichte oder wasserabweisende Beschichtung ihre Funktionalität.

Was bedeutet atmungsaktiv?

Als "atmungsaktiv" bezeichnet man Stoffe, die Feuchtigkeit (Schweiß) vom Körper weg nach außen leiten. Je besser dieser Vorgang funktioniert, desto atmungsaktiver ist das verwendete Material. Andererseits ist zu beachten, dass eine erhöhte Atmungsaktivität gleichzeitig schlechteren Wetterschutz bedeutet. Fleece ist zum Beispiel sehr atmungsaktiv, bietet jedoch keinen Schutz vor Wind und Regen. Für Membrane ist die Atmungsaktivität in der Regel mit Gramm pro Kubikmeter in 24 Stunden (g/m2/24h) angegeben. Dieser Wert bezieht sich auf das Gewicht des Wassers, das binnen 24 Stunden durch ein Textil verdunsten kann - je mehr, desto atmungsaktiver ist das Material.

Was bringen elastische Materialien und Einsätze?

Bewegungsfreiheit! Wie in allen anderen sportlichen Bereichen erlauben dehnbare Materialien einen größeren Bewegungsspielraum.

Wie lang muss eine Skijacke sein?

Die Länge einer Skijacke ist tatsächlich Geschmackssache mit kleinen Vor- und Nachteilen. So bietet zum Beispiel eine längere Jacke mehr Wärme am Rumpf und um die Hüfte. Das ist besonders für all jene interessant, die schnell frieren. Aber, eine zu lange Skijacke und auch Oversize-Modelle können im Handling, zum Beispiel am Lift, umständlich sein.

Was ist bei Skijacken für Kinder zu beachten?

Skijacken für Kinder sollten in erster Linie passen. "Sackkleidung" ist bei kleinen Kindern einerseits ein Sicherheitsrisiko - Stichwort hängenbleiben -, anderseits bietet nur passende Kleidung einen optimalen Wärmerückhalt. Gut sichtbare Farben sind auf viel befahrenen Pisten sicherlich ein Vorteil. Zusätzlich sollten an Skijacken für Kinder keine Schnüre, Kordeln, Schlaufen oder ähnliches angebracht sein, da auch hier ein Sicherheitsrisiko besteht. Ansonsten gelten auch für Kinder die gleichen Auswahlkriterien bezüglich Material und Ausstattung.

Zu weit geschnittene Ski-Bekleidung für Kinder birgt das Risiko hängenzubleiben. | Foto: Bergans
Zu weit geschnittene Ski-Bekleidung für Kinder birgt das Risiko hängenzubleiben. | Foto: Bergans

Was zieht man unter eine Skijacke an?

Am effektivsten dürfte auch hier das altbekannte Zwiebelprinzip sein: Durch die Kombination mehrerer funktionaler Bekleidungsschichten hat man die Möglichkeit individuell auf wechselnde Belastungs- und Witterungsbedingungen zu reagieren. So behält man stehts ein optimales Körperklima. Dabei richtet sich die Zahl und Art der Lagen nicht nur nach Wetter, Temperaturen und sportlicher Intensität, sondern auch nach der Skijacke. Eine technische Hardshelljacke erfordert bei kalten Bedingungen mitunter eine zusätzliche Isolationsschicht, zum Beispiel eine leichte Primaloft-Jacke. Bei einer wattierten Skijacke kann diese entfallen. Dafür trägt man hier bei Frühlingstemperaturen auch mal nur ein leichtes Funktionsshirt drunter.

Das Zwiebelprinzip für Skifahrer

Baselayer: Ideal ist Funktionsunterwäsche aus Kunstfaser oder Merinowolle. Beides gibt's in unterschiedlichen Materialstärken, so dass für jedes Temperaturempfinden die optimale Wäsche gewählt werden kann. > Kaufberatung Skiunterwäsche

Midlayer: Fleecejacken oder Midlayer aus Wolle bzw. einem Wolle-Kunstfaser-Mix sind als leichte Wärmeschicht ideal. Für mehr Wärme sind zusätzlich Westen aus Fleece oder mit Kunstfaserisolierung (bei unwattierten Modellen) optimal, da diese die Bewegungsfreiheit an den Ärmeln nicht beeinträchtigen. Auch Hybridjacken mit Ärmeln aus Polartec und wattiertem Brust- und Rückenbereich sind eine hochfunktionale Isolierschicht.

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Wer oft im tiefen Pulverschnee verschwindet, der weiß: Feuchtigkeit darf sich auch bei Druck nicht durch die Jackenmembran pressen lassen. | Foto: Peak Performance
Wer oft im tiefen Pulverschnee verschwindet, der weiß: Feuchtigkeit darf sich auch bei Druck nicht durch die Jackenmembran pressen lassen. | Foto: Peak Performance

Zusammenfassung

Eine gute Skijacke schützt dank einer integrierten Outdoor-Membran zuverlässig vor Wind- und Feuchtigkeit. Das Obermaterial ist mit einer Wassersäule von mindestens 10.000 Millimeter ausgewiesen, sämtliche Nähte der Jacke sind zusätzlich mit Nahtbändern verschweißt. Ob die Skijacke mit einer Isolierung aus Kunstfasern ausgestattet ist, hängt vom Einsatzbereich (Pisteln? Freeriden? Frühjahrsskifahren?) und dem persönlichen Temperaturempfinden ab. Weitere clevere Ausstattungs-Details erhöhen die Funktionalität und Vielseitigkeit der Jacke. Elastische Materialien sorgen auch beim Skifahren für eine verbesserte Bewegungsfreiheit. Zu guter Letzt bleibt die Suche nach der richtigen Skijacke aber immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks - für den die technischen Features und der individuelle Anspruch den Auswahlrahmen stecken.

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