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Zwischen den Welten

Der Alpina Radhelm Rootage Evo im Test

4 Minuten Lesezeit
Der neue Alpina Radhelm Rootage Evo vereint die Vorteile eines Halbschalen Helm mit denen eines Fullface Helms dank tiefer gezogener Schale und sehr gutem Klimamanagement. Bergzeit Experte Florian Jäger nahm ihn mit auf Trails und in den Bikepark, um ihn ausführlich zu testen.

Beim Trailbiken ist ein guter Schutz für den Kopf essenziell, aber manchmal fällt die Entscheidung zwischen der leichteren und luftigeren Halbschale und dem zusätzlichen Schutzfaktor eines Fullface Helms schwer. Mit dem Alpina Rootage Evo Helm bekommst Du eine weitere Option, die genau zwischen diesen Welten wandert. Genau für diesen innovativen Ansatz bekam der Alpina Rootage Evo den Plus X Award, den weltgrößten Innovationspreis für Technologie, Sport und Lifestyle, in den Kategorien High Quality, Design, Funktionalität und Ergonomie. 

Der Alpina Rootage Evo ist ein klassischer Halbschalen-Endurohelm mit Schutzbügel um die Ohren und tiefer gezogene Schale am Hinterkopf.

Florian Jäger

Der Alpina Rootage Evo ist ein klassischer Halbschalen-Endurohelm mit Schutzbügel um die Ohren und tiefer gezogene Schale am Hinterkopf.


Was also macht diesen Helm so besonders und für wen ist er geeignet!? Der Rootage Evo ist ein klassischer Halbschalen Enduro Helm, der um einen Schutzbügel um die Ohren und eine am Hinterkopf noch tiefer gezogene Schale ergänzt wird. Dies erhöht den Schutz bei seitlichen Aufschlägen deutlich, ohne dabei die Einschränkungen beim Atmen und Klimamanagement eines Fullface Helms zu besitzen.

Einsatzbereich des Alpina Rootage Evo

Ich habe den Helm entsprechend seinem geplanten Einsatzbereich genutzt und war damit sowohl auf ein paar kurzen, teils auch liftunterstützten Touren mit knackigen Trails und im Bikepark unterwegs. Glücklicherweise musste ich dabei aber nicht die Sicherheit des Helms auf Herz und Nieren prüfen, das heißt mir blieb im Testzeitraum ein harter Sturz erspart. Die Durchlüftung und die Schweißabführung konnte ich dagegen bei durchgängig über 25° C ziemlich gut überprüfen.

Sowohl im Bikepark als auch auf knackigen Trails testete...

Martin Riedle

Sowohl im Bikepark als auch auf knackigen Trails testete…


...Bergzeit Experte Florian den Alpina Enduro-Helm.

Martin Riedle

…Bergzeit Experte Florian den Alpina Enduro-Helm.


Ein paar Worte zum Tragekomfort des Enduro-Helms

Der Rootage Evo trägt sich im positiven Sinne unauffällig und macht einen guten Job. Er muss aber mit Hilfe der zweifachen Größenverstellung recht fest angezogen werden, da er sonst auf ruppigen Trails zu leichtem Wackeln neigt. Ansonsten ist der Helm leicht genug, damit man ihn nach ein paar Minuten vergisst und die Passform war auf meinem Kopf gut. Einzig die Polster am zusätzlichen Schutz um die Ohren haben bei mir am Kieferansatz etwas gedrückt, aber das ist natürlich ein sehr individuelles Problem.

Die Passform des Rootage Evo ist gut und der Helm ist leicht genug, um auf Trails nicht zu stören.

Martin Riedle

Die Passform des Rootage Evo ist gut und der Helm ist leicht genug, um auf Trails nicht zu stören.


Das Größenverstellrad auf der Rückseite erlaubt ein individuelles Anpassen an den Kopf.

Martin Riedle

Das Größenverstellrad auf der Rückseite erlaubt ein individuelles Anpassen an den Kopf.


Der Alpina Rootage Evo im Praxistest

Das große und fest platzierte Visier erzeugt einen ordentlichen und optimierten Luftstrom am Kopf und verhindert so ein übermäßiges Schwitzen oder einen Hitzestau an warmen Tagen. Leider leitet die Innenpolsterung den entstehenden Schweiß nicht immer schnell genug ab und er tropft daher manchmal auf die Brille bzw. läuft ins Gesicht. Aber auch das kann bei mir als Vielschwitzer ein individuelles Problem gewesen sein.

Der Helm harmoniert gut mit beiden von mir damit getesteten Brillen, sowohl die Smith Wildcat Performance Brille wie auch die Smith Squad MTB Goggle funktionierten ohne Probleme. Die Belüftung ist mehr als ausreichend, sodass die Brillen auch an heißen Tagen während der Fahrt nicht beschlagen und unter dem Visier ist Platz genug, um die Goggle bei Uphill-Passagen darunter parken zu können. Leider können die rückwärtigen Belüftungsöffnungen nicht als Garage für normale Sportbrillen genutzt werden.

Der Alpina Endurohelm harmoniert gut mit Goggles und Sportbrillen und bietet unter dem Visier ausreichend Platz, um die Goggle dort zu parken.

Martin Riedle

Der Alpina Endurohelm harmoniert gut mit Goggles und Sportbrillen und bietet unter dem Visier ausreichend Platz, um die Goggle dort zu parken.


Der Helmverschluss ist äußerst stabil konstruiert und lässt sich trotzdem auch mit Handschuhen schnell und einfach bedienen. Das kleine Polster unter dem Kinn erhöht dabei maßgeblich den Tragekomfort, wenn der Helm ordentlich fest verschlossen ist. Auch das häufige Problem des eingeschränkten Hörvermögens bei Fullface Helmen ist hier dank der großen Öffnungen an den Ohren nicht vorhanden. Und nach schweißtreibenden Tagen lässt sich die Innenpolsterung einfach herausnehmen und waschen.

Sonstige Features

Besonders ist wie gesagt die Konstruktion, die die Vorteile von Halbschale und Fullface Helm vereinen soll, in dem sie genug Luft an den Kopf lässt, die Atmung nicht behindert und trotzdem eine erhöhte Sicherheit bei Stürzen bietet. Natürlich fehlt hier der Schutz für das Kinn und die Kieferpartie, aber wenn man ehrlich ist sind Stürze frontal auf das Gesicht doch eher die Ausnahme. Der Helm ist laut Alpina auch mit einem Neckbrace kompatibel, das konnte ich aber Mangels eines solchen nicht testen.

Die Kombination aus Fullface-Helm und Halbschale lässt genügend Luft an den Kopf...

Martin Riedle

Die Kombination aus Fullface-Helm und Halbschale lässt genügend Luft an den Kopf…


... und bietet dennoch eine erhöhte Sicherheit bei möglichen Stürzen.

Martin Riedle

… und bietet dennoch eine erhöhte Sicherheit bei möglichen Stürzen.


Mein Testfazit

Ich finde den Helm für seinen Einsatzzweck gelungen und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ebenfalls gut. Ein paar Anregungen hätte ich noch:

  • Die Polsterung könnte ggf. noch überarbeitet werden, im Stirnbereich evtl. dicker sein oder ein Drainagesystem für den Schweiß haben.
  • Das fest verbaute Visier hilft zwar den Luftstrom zu optimieren, sollte aber für den Fall eines Sturzes eine Break-Away Funktion besitzen, um das Risiko von Nackenverletzungen und Schleudertraumata zu minimieren.
  • Eine Technologie ähnlich wie MIPS fände ich ggf. wünschenswert.

Wer sich jedoch nicht gleich zwei Helme für Tour und Park zulegen oder nicht ständig einen abnehmbaren Kinnbügel im Rucksack transportieren möchte, aber trotzdem gerne auf Trails oder im Bikepark ans Limit gehen will, hat hier den idealen Helm aus zwei Welten, der zudem leicht & luftig ist.

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