Kletterschuhe (296 Artikel)

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Kletterschuhe zum Bouldern & für die Halle

In Boulderhallen (und Kletterhallen) empfehlen wird Dir tendenziell weichere Kletterschuhe, mit denen Du viel Gefühl auf den verhältnismäßig großen Strukturen erhältst. Boulderst Du vor allem draußen, kannst Du Dich an unseren Empfehlung für Kletterschuhe am Fels orientierten. Alle weiteren Infos findest Du in unserer Kaufberatung für Boulderschuhe im Shop.

Kletterschuhe für den Fels

Hier entscheidet eine Mischung aus Geschmacksache, Kletterstil/-niveau und Gelände, welche Schuhe Du wählst. Ein guter Gradmesser ist oftmals die Vorspannung: Je höher Dein Kletterniveau ist, desto größer ist die Vorspannung des Kletterschuhs, um auch kleine Tritte am Fels zu erwischen.

Eine höhere Vorspannung bietet sich auch bei steilen Routen an, da so eine optimale Kraftübertragung von Fuß auf Fels gewährleistet ist. Je senkrechter das Gelände, desto weniger relevant wird auch die Vorspannung.

Kletterschuhe für Mehrseillängen & Alpinklettern

Kletterschuhe für alpine Routen sollten in jedem Fall gut eingeklettert sein, bevor sie mit Dir in eine Mehrseillängentour einsteigen. Andernfalls kann es schmerzhaft und damit im Zweifel auch gefährlich werden.

  • Alpines Sportklettern: Je nach dem, in welchem Schwierigkeitsgrad Du unterwegs bist, ist eine Mischung aus Performance und Komfort bei der Wahl des Kletterschuhs wichtig. Solltest Du zwischendrin beim Sichern Deine Schuhe trotz allem Komfort ausziehen, hilft ein Shoekeeper dabei, dass sie versehentlich keinen Abflug machen.
  • Alpinklettern: Beim Alpinklettern spielt der Komfort nochmal eine größere Rolle als beim alpinen Sportklettern, da hier oftmals wichtige Ressourcen in das Absichern, Legen von Sicherungsgeräten etc. fließen. Du solltest Dich hierbei also maximal wohl in Deinen Kletterschuhen fühlen.

Kletterschuhe für den Klettersteig

Beabsichtigst Du bei schweren Klettersteigen Kletterschuhe zu Hilfe zu nehmen, weil Dir die Climbing Zone Deiner Zustiegsschuhe nicht mehr ausreicht, dann ist Komfort das entscheidende Kriterium. Das bedeutet konkret:

  • leichte bis keine Vorspannung
  • leichte bis keine Asymmetrie
  • keine zu weiche Sohle für ausreichend Stabilität auf Stahltritten
  • per Klettverschluss bedienbar, um im Klettersteig leichter auf Kletterschuhe umsteigen zu können
Modelle wie Scarpa Vapor oder La Sportiva Katana eignen sich daher für schwere Klettersteige.

Kletterschuhe für Platten

Auf Platten spielen Kletterschuhe mit weicher Sohle ihre Stärken aus. Zumindest bis in etwa zum 7. Kletter-Schwierigkeitsgrad. Denn weiche Sohlen finden auf den großen Platten viel Reibungsfläche und damit Halt. In höheren Schwierigkeitsgraden wird es hingegen wieder individuell und eine weiche Sohle ist nicht zwangsläufig das geeignete Mittel.

Kletterschuhe für Anfänger

Kletterschuhe für Einsteiger zeichnen sich vor allem durch viel Komfort und damit einhergehend wenig Vorspannung aus. Eine weiche Sohle hilft Dir zudem dabei, ein Gefühl für die Tritte zu entwickeln, auf die Du Deine Füße setzt. Wenn Du mehr Infos über Kletter- und Boulderschuhe für Anfänger erfahren möchtest, empfehlen wir Dir unseren Magazinbeitrag.

  • Tipp: Unser Shop-Filter "Kletteranspruch" hilft Dir dabei, die passenden Modell zu Deinem Kletterniveau angezeigt zu bekommen.

Kletterschuhe & Vorspannung: mit oder ohne?

Eine Vorspannung im Kletterschuh soll Dich auf kleinen Tritten unterstützen und dabei ein stückweit die entstehende Spannung in Deiner Ferse abnehmen. Hier wird also schon deutlich, dass die Vorspannung vor allem bei höheren Schwierigkeitsgraden interessant wird.

Als Anfänger sind Kletterschuhe mit Vorspannung zunächst kein Thema. Auch wenn Du die Kletterschuhe länger am Stück trägst (z.B. bei Mehrseillängenrouten), sollten sie tendenziell weniger bis keine Vorspannung besitzen, da es sonst sehr anstrengend für Deine Füße werden kann.

Ausführlichere Infos findest Du im Magazinartikel Vorspannung, Downturn & Asymmetrie bei Kletterschuhen.

Kletterschuhe: Schnüren oder Klett?

Bei Kletterschuhen hast Du drei Verschlussmöglichkeiten: Schnürsenkel, Klettverschluss oder Slipper (Schuhe zum Hineinschlüpfen).

Kletterschuhe zum Schnüren: Kletterschuhe mit Schnürung haben den Vorteil, dass Du sie durch die Schnürung genauer an Deine Fußform anpassen kannst - vor allem im Bereich der Spitze. Dadurch ergibt sich ein besseres Trittgefühl und Du brauchst weniger Kraft, um den Fuß auf dem Tritt zu halten. Schnürer sind vor allem beim Alpinklettern und zum Teil auch unter High End-Produkten verbreitet.

Kletterschuhe mit Klett: Modelle mit Klettverschluss haben den Vorteil, dass sie sich besonders leicht und schnell bedienen lassen. Heutzutage besitzen die meisten Kletterschuhe Klettverschlüsse. Sie geben außerdem Stabilität in Richtung Sohle. Allerdings lassen sie sich in der Regel nicht so präzise fixieren wie Schnürer.

  • Tipp: Im Bergzeit Shop hilft Dir unser Filter "Verschluss" zwischen den drei Varianten zu wählen.

Weiche oder harte Sohle?

Weiche Sohle: Bietet sich vor allem in Boulderhallen und für Einsteiger an, um ein Gefühl für die Tritte zu entwickeln. Auch beim Klettern auf Reibungstritten (Platten, abfallende Tritte) ist eine weiche Sohle von Vorteil, da sie sich der Oberfläche optimal anpasst und so der Kletterschuh ordentlich für Reibung sorgt. Bedenke, dass weiche Kletterschuhe auch immer mehr Kraftaufwand bedeuten. Daher eignen sie sich nur bedingt für's Klettern am Fels sowie in höheren Schwierigkeitsgraden.

Mittlere Sohle: Kletterst Du vor allem viele Routen in der Kletterhalle und/oder bist vermehrt beim Alpinklettern zu finden, dann eignen sich Kletterschuhe mit mittlerer Sohle. Die festere Sohle bietet Dir mehr Halt und Stabilität.

Harte Sohle: Auf kleinen Leisten und Tritten sind härtere Sohlen von Vorteil, da sie Dir weniger Kraftanstrengung im Zehenbereich abverlangen bzw. durch ihre Härte Deinen Muskeln einen Teil ihrer Arbeit abnehmen und sie unterstützen.

Material: Vegan oder Leder?

Im Allgemeinen bestehen Kletterschuhe entweder aus Leder, Kunstleder oder Synthetikstoff.

Kunstleder hat die Eigenschaft, dass es sich nicht stark dehnt, sprich: Die Größe, die Du anprobierst, bleibt in der Regel auch so. Anders verhält es sich bei Kletterschuhen aus Leder: In dem Fall können sich Form und Größe der Schuhe mit dem Tragen nämlich noch verändern. So kann es sein, dass die Schuhe im Laufe des Eintragens bis zu 1,5-2 Größen (!) nachgeben. Das solltest Du beim Kauf beachten und Dich entweder vom Verkäufer im Laden beraten lassen oder die Produktbeschreibung im Online Shop aufmerksam durchlesen.

Bist Du auf der Suche nach veganen Kletterschuhen, dann verzichten die jeweiligen Hersteller bei der Produktion vollständig auf die Nutzung von Tieren oder Bestandteilen tierischen Ursprungs.

Welche Größe bei Kletterschuhen?

Eine allgemein gültige Formel gibt es bei der Größenwahl leider nicht. Wie die Kletterschuhe ausfallen, ist von Hersteller zu Hersteller verschieden und kann sich auch ändern, wenn sich z.B. der Leisten ändert. Es führt also kein Weg am Anprobieren der Kletterschuhe vorbei.

Wie müssen Kletterschuhe sitzen?

Was die Passform bzw. Wahl der richtigen Größe beim Anprobieren angeht, kommt es darauf an, wie gut Du kletterst bzw. für welche Einsatzbereiche der Kletterschuh geeignet sein soll. Testberichte können Dir dabei helfen, ein Gefühl für die Größenwahl des jeweiligen Kletterschuhs zu bekommen. Welches Niveau klettert der Tester/die Testerin? Welche Schuhgröße hat er/sie gewählt? Hat der Tester/die Testerin breite oder schmale Füße?

Kletterschuhe für Damen vs. Kletterschuhe für Herren

Unterschiede in den Kletterschuhen lassen sich nur teilweise am Geschlecht festmachen. Die Aussage, dass Frauen tendenziell schmalere Füße als Männer haben, trifft am ehesten auf die Mehrheit der Kletterinnen zu. Ansonsten bestimmen Leistungsniveau, Einsatzbereich und Vorlieben die Wahl der Kletterschuhe. Mehr Info hierzu findest Du in unserem Magazinbeitrag: Kletterausrüstung für Männer und Frauen: Wo liegen die Unterschiede?


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