Rucksäcke (2625 Artikel)

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Welcher Rucksacktyp für welchen Einsatz?

Je nachdem, ob Du einen Rucksack für einen Tagesausflug, mehrtägige Wandertouren, fürs Biken oder Freeriden suchst, verändern sich auch Deine Anforderungen an das Modell. Du solltest Dir bei der Suche nach einem geeigneten Rucksacks zu Beginn also immer zwei grundlegende Fragen stellen:

  1. Für welche Aktivität will ich den Rucksack hauptsächlich nutzen?
  2. Welche Ausrüstung will ich mit dem Rucksack transportieren und wie viel Platz (= Volumen) brauche ich dafür?

Im Folgenden findest Du einen Überblick zu den verschiedenen Einsatzgebieten und Vorzügen der jeweilige Rucksack-Variante.

Der Daypack

Der Wanderrucksack

  • Geeignet für: Tagesausflüge in die Berge
  • Volumen: 15 bis 35 Liter
  • in der Regel für überschaubare Lasten von 8 bis 10 Kilogramm geeignet
  • leichtes, gut durchlüftetes Tragesystem, zum Beispiel mit Netzrücken
  • Befestigungsmöglichkeiten für Wanderstöcke

Der Trekkingrucksack

  • Geeignet für: Mehrtagestouren mit viel Gepäck und Ausrüstung
  • Volumen: 35 bis 75 Liter. Modelle über 75 Liter fallen eher in den Bereich Backpacker-Rucksack.
  • gutes Tragesystem durch integriertes Gestell im Rückenteil sowie breiten, steifen Hüftgurt
  • für Lasten bis etwa 20 Kilogramm
  • gut gepolsterte Schultertrageriemen mit Lageverstellsystem
  • Unterteilung zwischen Hauptfach und Bodenfach
  • Deckeltasche mit variabler Höhe für erweiterbares Volumen

Der Fahrradrucksack

  • Geeignet für: kurze Ausflüge, Tagestouren mit MTB und Rennrad, mehrtägige Touren wie den Alpencross
  • Volumen: 10 bis 30 Liter
  • schlanker Schnitt
  • mittiger Sitz auf dem Rücken, um den Kopf nicht zu blockieren und möglichst nah am Körperschwerpunkt zu sein
  • Helmhalterung
  • Werkzeugfach und eventuell Fach für Fahrradbrille

Der Skirucksack

  • Geeignet für: Freeriden, Skitouren
  • Volumen: 15 bis 30 Liter (Freeride), 25 bis 45 Liter (Skitour)
  • Fach für Lawinensonde und Lawinenschaufel
  • schlanker Schnitt
  • mittiger bis niedriger Sitz auf dem Rücken, möglichst nah am Körperschwerpunkt
  • Befestigungsmöglichkeit für Snowboard/Ski
  • Fach für Skifelle/Steigeisen
  • eventuell integriertes Airbag-System (Lawinenrucksack)

Alternativ ist auch ein Snowboardrucksack geeignet, welcher sich von der Ausstattung nicht von einem Skirucksack unterscheidet.

Der Kletterrucksack

Bei Kletterrucksäcken wird zwischen Rucksäcken für den Zustieg (Approach) und solchen, die auch in Mehrseillängenrouten mitgenommen werden (Alpinrucksack), unterschieden.

Rucksäcke für den Weg zum Felsen (Zustieg)

  • Volumen: bis zu 70 Liter
  • in der Regel für hohes Gewicht bis zu 15 Kilogramm oder mehr bei relativ geringem Volumen ausgelegt
  • teilweise für Trinksysteme geeignet
  • verstellbare Deckeltasche, um Seil oder Seilsack gut auf dem Rucksack festzurren zu können

Alpinrucksäcke für den Weg durch die Wand

  • Volumen: 20 bis 30 Liter (für Alpinrouten)
  • schlanker Schnitt
  • nicht vorhandene oder niedrige Deckeltasche, damit Du ohne Probleme nach oben schauen kannst
  • leicht zugängliche äußere Befestigungsmöglichkeiten für Ausrüstung, etwa Materialschlaufen am Hüftgurt
  • eventuell abnehmbarer Hüftgurt

Der Laufrucksack/Trailrunningrucksack

  • Volumen: 5 bis 10 Liter (Wettkämpfe und mehrstündige Läufe) bzw. 15 bis 20 Liter (Mehrtagesläufe)
  • integriertes Trinksystem (oft mit 1,5 bis 2 Liter Trinkblase)
  • Rückwand liegt dicht am Rücken des Läufers an, um das Gewicht optimal zu verteilen und beim Laufen nicht zu verrutschen.

Der Kinderrucksack

  • Geeignet für: kleine Wanderungen, den Kindergarten, die Schule und im Alltag
  • Volumen: Je nach Alter und Einsatzbereich zwischen 5 und 35 Litern
  • gepolsterter Rücken
  • Brust- und Bauchgurt

Weitere spezialisierte Rucksack-Varianten aus dem Bergzeit Sortiment:

Zugang zum Hauptfach: Top, Front oder Back?

Der Zugang zum Hauptfach kann sich auf drei verschiedene Arten gestalten:

  • Top-Loader: v.a. im Bereich der Wander- und Trekkingrucksäcke anzutreffen. Verschluss in der Regel per Deckelfach und Schnalle (anstatt per Reißverschluss).
  • Front-Loader: Hauptfach ist zusätzlich durch einen Reißverschluss auf der Vorderseite zu erreichen. Erleichtert den Zugang zum gesamten Rucksackinhalt.
  • Back-Loader: in der Regel mit umlaufendem Reißverschluss auf der Rückseite, mit dem das ganze Rückenteil aufgeklappt werden kann. Erleichtert Zugang zum Inhalt auch dann, wenn Ski oder andere Ausrüstungsgegenstände außen befestigt sind.

Anprobe: Rückenlänge ermitteln & Rucksack einstellen

Bevor Du mit Deinem ausgewählten Rucksack losziehst, gilt es noch die Rückenlänge zu überprüfen. Denn diese beeinflusst maßgeblich Sitz und Komfort. Je größer und schwerer der Rucksack, desto wichtiger ist die Rückenlänge - ansonsten überträgt das Tragesystem das Gewicht nur bedingt oder gar nicht auf die Hüfte. Deshalb solltest Du schon beim Kauf die richtige Rückenlänge wählen. Wie Du Deine Rückenlänge misst und den Rucksack optimal auf Dich anpasst, erfährst Du in unserem Artikel Rucksack richtig einstellen.

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