Funktionsunterwäsche (1591 Artikel)

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Funktionswäsche für jeden Einsatzbereich

Egal für welchen Sport und welche Witterung: Funktionsunterwäsche gibt es in den verschiedensten Formen und Materialstärken. Dicke, lange Thermounterwäsche bzw. Skiunterwäsche beispielsweise eignet sich hervorragend zum Skifahren oder Wandern im Winter. Ausgeklügelte Body-Mapping-Konstruktionen mit integrierter Windstopper-Membran erweisen Dir beim Fahrradfahren oder Laufen bei kühlen Temperaturen isolierende Dienste. Leichte, schnelltrocknende Slips, Unterhosen sowie Unterhemden bieten Dir dagegen bei frühlingshaften bis sommerlichen Temperaturen während dem Laufen, Wandern im Sommer oder Radfahren wichtige Funktionen.

Grundanforderung an gute Funktionsunterwäsche ist ein hoher Tragekomfort: Nichts darf die Bewegungsfreiheit einschränken, Nähte und Material sollen nicht kratzen oder einschneiden. Nahtlose Konstruktionen, weiche Flachnähte und breite, flach anliegende Bündchen sorgen deshalb dafür, dass sich die Wäsche im Idealfall anfühlt wie eine zweite Haut. 

Funktionsunterwäsche aus Baumwolle?

Funktionsunterwäsche trägst Du in der Regel als erste Lage direkt auf der Haut. Sie ist damit Deine Grundlage für ein funktionierendes Zwiebelprinzip. Die beste Funktionsjacke nützt wenig, wenn die darunterliegenden Bekleidungsschichten Feuchtigkeit aufsaugen oder die Atmungsaktivität behindern. Deshalb solltest Du bei schweißtreibenden Vorhaben Unterwäsche aus reiner Baumwolle meiden. Sie nimmt Schweißnässe zwar erstklassig auf, gibt sie aber nicht mehr ab.

Bei Funktionsunterwäsche für den Outdoor-Einsatz haben sich bislang zwei Varianten durchgesetzt: Schurwolle (Merinowolle) und Kunstfasern. Mittlerweile kommen beide Faserarten auch gezielt kombiniert zum Einsatz.

Funktionsunterwäsche aus Merinowolle

Merinounterwäsche begeistert vor allem durch ihre natürliche Funktionalität und das angenehme Tragegefühl. Schafswolle nimmt rund 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf, ohne sich nass anzufühlen und gibt diese gleichmäßig an die äußeren Schichten ab. Einmal feuchtgeschwitzt, wärmt Wolle auch in nassem Zustand, weshalb sie sich besonders für anstrengende Touren im Winter eignet.

Ein hoher Luftanteil in der Faser (85 Prozent) sorgt für gute Isolationseigenschaften, sodass Merinowolle auch im Sommer klimaregulierend wirkt und kühlt, wenn es unterwegs zu heiß wird. Zudem ist sie schmutzresistent, bakterien- und geruchshemmend.

Zur Merinounterwäsche

100% Merinowolle oder Materialmix?

Funktionsunterwäsche aus 100 Prozent Merinowolle findest Du im Bergzeit Sortiment von Herstellern wie Devold, Bergans, Mons Royale, Pally'Hi und Ortovox. Sie bietet alle bereits genannten Vorteile von Merinowolle in geballter Form. Ein möglicher Nachteil kann hier jedoch sein, dass die Wäsche weniger robust ist und daher schneller Löcher durch Reibung entstehen können. Ein Materialmix kann hier Abhilfe schaffen.

Daher verarbeiten viele Hersteller Merino als Materialmix, also in Kombination mit Kunstfasern, um "das Beste aus beiden Welten" herauszuholen. Icebreaker setzt dabei zum Beispiel auf einen Fasermix mit geringem Elasthan-Anteil, wodurch die Bekleidung verbesserte Stretch-Eigenschaften erhält und noch schneller trocknet.

Ortovox kombiniert Merinowolle in seiner Supersoft-Linie mit der Zellulosefaser Modal. Das auf der Innenseite verstrickte Modal verleiht der Wäsche ein extraweiches Gefühl auf der Haut und leitet zusätzlich Feuchtigkeit rasch nach außen an die Merinokomponente weiter. Als Ski- und Sportunterwäsche ist Ortovox Supersoft daher ein Tipp für alle, die pures Merino bei direktem Hautkontakt immer noch zu kratzig finden.

Odlo kombiniert für Funktionsunterwäsche aus der Revolution-Serie Merinowolle mit einem hohen Polyesteranteil. Polyester transportiert Feuchtigkeit rasch ab und trocknet schnell. Der Merinoanteil sorgt für einen natürlichen Griff, hält warm und hemmt die Geruchsbildung.

Funktionsunterwäsche aus Kunstfasern

Kunstfasern lassen sich hinsichtlich Faserstärke und Materialeigenschaften besonders variantenreich und gezielt für den späteren Einsatzzweck herstellen. Um unangenehmer Geruchsbildung vorzubeugen, ist Funktionsunterwäsche aus Kunstfasern oft mit Silberionen ausgerüstet. Ungeachtet von Material und Herstellungsart verbindet Funktionswäsche aus Kunstfasern ein entscheidender gemeinsamer Vorteil: Kunstfasern trocknen äußerst schnell. Zudem ist der Verschleiß der Fasern etwas geringer als bei Wolle.

Häufige Kunstfasern in Funktionsunterwäsche

  • Polyester: geringe Feuchtigkeitsaufnahme, gute Isolationseigenschaften und hohe Abriebfestigkeit, unkompliziert zu pflegen Pflegeeigenschaften
  • Coolmax: Polyesterfaser des Faserherstellers Invista. Rasches Feuchtigkeitsmanagement, hohe Atmungsaktivität und verbesserte Pflegeeigenschaften.
  • Polyamid: sehr robust, hohe Elastizität. Oft wird die Faser beigemischt, um die Strapazierfähigkeit von Textilien zu erhöhen.
  • Polypropylen nimmt praktisch keine Feuchtigkeit auf. Gemischt mit Polyester verbessert es die Trocknungseigenschaften der Bekleidung.
  • Elasthan: verbessert die Elastizität des Materials. Je mehr Elasthan-Anteile die Unterwäsche besitzt, desto dehnbarer ist das Material.
  • Modal: aus natürlichem Zellstoff gewonnen, Faser ist weich, angenehm glänzend, strapazierfähig, pflegeleicht, schnelltrocknend
  • Tencel/Lyocell: aus Cellulose hergestellt. Faser ist weich, strapazierfähig, nimmt Feuchtigkeit gut auf, ist pflegeleicht und hat einen kühlen Griff, weshalb sie vorwiegend für Sommerwäsche zum Einsatz.

Schnitt & Passform

Beim Schnitt von Funktionsunterwäsche spielen vor allem der Einsatzzweck und der persönliche Geschmack eine Rolle. Funktionell bieten Slips mehr Bewegungsfreiheit, während Pantys oder Hotpants weniger einschneiden sollen. Funktionsunterhosen mit breitem Hüftsteg, Beinansatz oder Bein sind vor allem bei kälteren Bedingungen ein Vorteil, um empfindliche Körperzonen gut einzupacken. Für den Winter gibt es die klassische lange (Thermo)-Unterhose mittlerweile in unterschiedlichen Beinlängen, etwa als ¾-Variante, die besonders als Skiunterwäsche gut geeignet ist, da sie beim Tragen von Skischuhen Reibestellen vermeidet.

Sowohl Unterhemden als auch Unterhosen sollten in jedem Fall körpernah geschnitten sein, da Du sie in der Regeln als erste Schicht unter deinen Midlayern trägst. Mit einer passgenauen Form beugst Du hier also unnötig auftragendem Stoff oder möglichen Scheuerstellen vor.

Nachhaltigkeit bei Funktionsunterwäsche

Sowohl Kunstfasern mit dem stark debattierten Mikrofaserproblem, als auch Schurwolle/Merinowolle haben ihr ökologisches Päckchen zu tragen. So ist Mulesing, eine äußerst schmerzhafte und unethische Behandlung von Schafen zur Vermeidung von Madenbefall, ist im Zusammenhang mit Merinowolle immer wieder in den Schlagzeilen. Viele Merino-Markenhersteller prüfen ihre Zulieferketten unter strengen Tierschutzaspekten, um ausschließlich Mulesing-freie Wolle für ihre Produkte zu verarbeiten. Nachlesen kannst Du das in der Regel auf den jeweiligen Websites der Hersteller.

Zur Funktionsunterwäsche bei Bergzeit


Funktionsunterwäsche im Test

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