Extrem leichtes minimalistisches Design trifft technisch ausgereifte Helligkeitsanpassung: Die Julbo Intensity Reactiv 1-3 Light Amp Sportbrille aus diesem Test hat es in sich. Bergzeit Testerin Katharina hat die Brille beim Laufen und Radfahren ausprobiert. Ihre Erfahrungen mit der Multisport-Brille teilt Sie hier mit Dir.
🪶 Extrem leicht: Ideal für lange Läufe und ausgedehnte Radeinheiten
👀 Großes Sichtfeld: Uneingeschränkte Rundumsicht ohne störende Rahmenränder
🌤️ Reactiv-Technologie: Schnelle Anpassung an Lichtverhältnisse
👃 Stabiler, komfortabler Sitz: Kein Wippen auf der Nase, kein Wackeln hinterm Ohr
🚴♀️🏃Vielseitig: Vom schnellen Trainingslauf bis zur ausgedehnten Rennrad-Ausfahrt
Mein erster Eindruck der Julbo Sportbrille
“Huch ist die leicht”, ist mein erster Gedanke, als ich die Julbo Intensity Reactiv 1-3 Amp Sportbrille für den Test aus dem mitgelieferten Etui hole. Mit ihrem geringen Gewicht von 18 Gramm fühlt sie sich fast schon fragil an. Deshalb fasse ich sie erstmal nur sehr zaghaft an, aus Angst, etwas kaputt zu machen. Mit dem Praxistest steigt nachher aber schnell das Vertrauen in die Stabilität der Brille.
Auch was das Design betrifft, ist bei der Julbo-Brille weniger mehr: Der leichte, schmale Rahmen beschränkt sich auf den oberen Brillenrand, unten hält die Brille nur ein rutschfester, gummierter Nasensteg. Auch die flexiblen Bügel beschränken sich auf das Wesentliche.
Katharina Spirkl
Praktisch: Die Brille kommt im passenden, stabilen Etui.
Katharina Spirkl
Leichtgewicht: Mit 18 Gramm wiegt die Brille so gut wie nichts.
Der einteilige Scheibenschnitt erinnert mich an klassische Race-Brillen aus dem Profi-Radsport und verspricht uneingeschränkte Sicht. Dank dem minimalistischen, klaren Design wirkt die Brille modern, aber nicht überladen. Sportliches Understatement statt Schnelle-Brille-Protz.
☝️ Zur Farbe (grün army-beige): Der grüne Rahmen wirkt auf mich viel heller als auf den Produktbildern. Die Bügel sind beige und nicht so armee-grün wie abgebildet.
Gut geschützt im mitgelieferten Brillenetui
Ein echtes Plus für Tollpatsche wie mich: Mit der Julbo Intensity Reactiv 1-3 Sportbrille kommt ein hochwertiges Etui, das unten aus stabilem Kunststoff besteht, an den Seiten aus einer Softshell-Hülle, die im Deckel noch einmal verstärkt ist. Es wirkt, als könnte es samt Brille auch mal runterfallen, ohne dass etwas kaputt geht. Auf einen Praxistest habe ich in diesem Fall aber verzichtet.
Ist das Etui leer, lässt es sich im Gegensatz zu einer kompletten Hartplastik-Hülle aber zusammendrücken, sodass man es gut in einer kleinen Radtasche oder im Trailrunning-Rucksack verstauen kann. Ein kleines Stoffsäckchen schützt zusätzlich vor Kratzern.
Passform der Julbo Intensity Reactiv im Test
Das minimalistische Design macht sich bei mir auch in Sachen Passform bemerkbar. Trotz meines eher schmalen Gesichts sitzt die Brille nicht nur stabil, sondern sieht auch nicht so wuchtig an mir aus, wie viele andere Sportbrillen. Die Bügel liegen nah über den Ohren an, ohne zu drücken.
Katharina Spirkl
Die Brille wirkt für eine Sportbrille fast schon zart – auch auf einem kleinen Kopf.
Katharina Spirkl
Die flexiblen Bügel lassen sich gut über die Riemen des Fahrradhelms legen. Oben stößt nichts an.
Auch mit meinem Fahrradhelm lässt sich die Brille gut kombinieren: Sie stößt nirgendwo an und die elastische Bügel-Konstruktion lässt sich anstandslos über die Seitenriemen schieben.
Ich habe die Brille auch zwei Freunde mit etwas breiterem Kopf anprobieren lassen und auch sie sind zufrieden mit der Passform: Die flexiblen Bügel passen sich an unterschiedliche Kopfformen an. Bei einem sehr großen Kopf könnte die eher schmale Brille trotzdem eng werden.
Stabiler Halt im Praxistest
Aber das Wichtigste: Sitzt die Brille auch im Praxistest auf dem Fahrrad und beim Laufen oder nur beim Anprobieren vor dem Spiegel? Klare Antwort: ja! Die ergonomisch geformten Bügel bleiben auch in Bewegung an Ort und Stelle. Ihre gummierten, geriffelten Innenseiten sorgen für zusätzlichen Grip, sodass sogar bei schwitziger Haut nichts rutscht. Die Nasenauflage ist dank Gummierung weich und griffig.
Auch bei schnellen Abfahrten auf dem Fahrrad oder holprigen Straßenbedingungen bleibt die Sportbrille ruhig auf der Nase – kein lästiges Nachjustieren nötig.
Vollkommen überzeugt mich aber der Halt der Brille beim Laufen: Ob Hopserlauf beim Aufwärmen, Sprint oder schnellen Tempo-Wechsel in Intervallen – die Brille liegt stabil auf der Nase auf. Kein Auf- und Abhüpfen gegen den Laufrhythmus, wie ich es von vielen anderen Sportbrillen kenne.
Funktion und Sicht: Selbsttönende Gläser und verstärkte Sicht
Ihre Stärke als Allzweckwaffe kann die Julbo Intensity Reactiv im Test bei wechselnden Lichtverhältnissen ausspielen. Je nachdem, wie hell es ist, passen sich die reaktiven Gläser an. Bei Sonnenlicht tönen sie sich dunkler, bei Schatten oder Dämmerung werden sie wieder fast so hell wie Fensterglas.
Julbo gibt an, dass die Brille einem Tönungs- bzw. Schutzbereich der Kategorie 1 bis 3 entspricht. Sie lässt laut dem Hersteller je nach Tönung 75 – 17 Prozent Sonnenlicht durch die Scheibe. Damit eignet sie sich für Dämmerung (Kat. 1) bis starkem Sonnenlicht (Kat. 3) – ideal für den sportlichen Alltagseinsatz das ganze Jahr über, von der Ebene bis hin ins alpinen Gelände.
🚫 Für den hochalpinen Einsatz, bei starker Schneereflektion oder auf dem Gletscher (Kat. 4) ist die Brille nicht geeignet.
Gerade bei abwechslungsreichen Trail-Runs ist das Wechselspiel der Tönung ein echter Gewinn. Ich kann von schattigen Passagen im Wald in sonnige Abschnitte laufen, ohne überhaupt einen Unterschied zu bemerken.
Bergzeit
Wenn die Sonne scheint, färbt sich die Brille dunkel. Im Schatten hellt sie sich auf.
Auf dem Fahrrad düse ich mit der Brille seelenruhig weiter, wenn sich Sonne und Wolken abwechseln. Selbst bei dunklen, großen Wolken können die Hände am Lenker bleiben, statt die Brille in den Helm zu fummeln. Erstaunt bin ich auch, wie schnell sich die Julbo anpasst: Sogar als ich von der Mittagssonne raus in eine düstere Bahnunterführung fahre, bleibt die Sicht 1A. So schnell hätten sich meine Augen ohne Brille nicht an die Lichtverhältnisse angepasst.
Bei der ersten Radausfahrt habe ich mir öfter ins Gesicht gefasst, um mich zu versichern, dass die Brille noch da ist. So leicht und es wird trotz Sonnenbrille im Schatten nicht dunkel – daran musste ich mich erst gewöhnen.
Eine weitere Finesse, die für klare Sicht sorgt, ist die Light Amplifier-Technologie. Sie wirkt kontrastverstärkend und aufhellend bei diffusen oder schwachen Lichtverhältnissen. Tatsächlich erkenne ich zum Beispiel Unebenheiten und Wurzeln auch auf schattigem Waldboden sehr gut, was mir ein Sicherheitsgefühl auch bei höherem Tempo verschafft.
Fahrtwind und Luftfeuchtigkeit
Gegen die übliche Zugluft beim Laufen schützt mich die Julbo Intensity Reactiv im Test sehr gut. Gerade kalte Winterluft führt bei mir häufig dazu, dass Tränen fließen – mit der Brille bleiben die Augen aber im besten Sinne trocken.
Schneller Fahrtwind auf dem Fahrrad pfeift allerdings schon seitlich unter die Gläser – ein Problem, das ich jedoch bei jeder Brille habe.
Dafür beschlägt die Sportbrille trotz kühler Temperaturen und schweißtreibendem Training kaum. Lediglich beim “Ausdampfen” im Stehen bleibt mal ein bisschen Dunst an den Gläsern hängen. Für diese effektive Ventilation sorgt Julbo mit dezenten Belüftungsschlitzen am oberen Rand der Scheibe.
Test-Fazit: Klare Empfehlung für die Julbo Intensity Reactiv
Die Julbo Intensity Reactiv 1–3 Light Amp ist eine wunderbare Allround-Sportsonnenbrille. Vor allem auf ausgedehnten Fahrradausfahrten sowie für Long- und Trailruns mit wechselnden Lichtbedingungen wird sie künftig immer auf meiner Nase sitzen. Mit ihrem geringen Gewicht, der komfortablen Passform und der ausgeklügelten Reactive-Technologie ist sie perfekt für lange, sportliche Tage draußen. Dank dem wackelfreien Sitz und der guten Belüftung ist sie aber auch ein toller Begleiter für schweißtreibende Sprint- oder Intervalltrainings bei jedem Wetter.