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Für schwere Gewichte

Osprey Xenith 105: Trekkingrucksack im Test

Hohe Materialqualität, durchdachte Funktionalität und optimale Passform: dafür sind die Rucksäcke von Osprey bekannt. Das Schwerlastmodell Osprey Xenith 105 hält, was der Hersteller verspricht - auch bei einer mehrwöchigen Trekkingtour in Alaska.

Im September 2013 ließen wir uns mit einem Flugzeug in der Wildnis Alaskas aussetzen, um eine dreieinhalbwöchige Bergexpedition im Südosten des US-Bundesstaates in Angriff zu nehmen. Während dieser Tour wurde die gesamte Ausrüstung und Verpflegung im Osprey Xenith 105 Trekkingrucksack untergebracht. Lediglich die kletterspezifische Ausrüstung haben wir in einem separaten Packsack transportiert.

Der erste Eindruck

Auf mich machte der Osprey Xenith 105 auf den ersten Blick einen modernen und eleganten Eindruck. Er besticht durch ein einzigartiges Design, das durch zeitgemäße Formen und innovative Details zustande kommt. Jedoch fielen mir sofort die äußerst empfindlich wirkenden Kunststoffschnallen auf. Im Vergleich zu anderen Trekkingrucksäcken wirkten diese auf mich eher zierlich.

Aufbau und Funktionalität des Osprey Xenith 105

Der Osprey Xenith 105 Trekkingrucksack erleichtert das Verstauen und Wiederauffinden durch verschiedene Fächer und Extras. | Foto: Ben Weiler

Der Osprey Xenith 105 Trekkingrucksack erleichtert das Verstauen und Wiederauffinden durch verschiedene Fächer und Extras.

Die Aufteilung des Osprey Xenith 105 ist äußerst praktisch und funktionell im Vergleich zu vielen anderen Rucksäcken in diesem Segment. Besonders bequem finde ich, dass man durch Reißverschlüsse von außen Zugriff auf das Hauptfach bekommt, ohne den Rucksack auf herkömmlichem Weg über das Deckelfach öffnen und sich nach unten “durchwühlen” zu müssen. Ebenfalls positiv fällt die außen angebrachte Stretch-Mesh-Fronttasche auf, denn sie bietet zusätzlichen Stauraum und hat sich auf unserer Tour beispielsweise für feuchte und schmutzige Kleidung oder eine schnell griffbereite Regenjacke bewährt.

Mehrere geräumige Außentaschen ermöglichen eine gute Aufteilung der mitgeführten Ausrüstung. So weiß man immer, wo etwas verstaut ist, und muss nicht unnötig lange in einem einzigen großen Fach suchen. Die Reißverschlusstaschen auf dem Hüftgurt sind ideal für wichtige Kleinigkeiten wie Handy, Reisepass und Geldbörse. Man kann nicht nur schnell darauf zugreifen, sondern auch jederzeit mit einem Blick überprüfen, ob die Reißverschlüsse immer noch geschlossen sind. Die zwei seitlichen Mesh-Taschen nutzten wir hauptsächlich für Wasserflaschen. Hierbei ist das große Fassungsvermögen des Osprey-Rucksacks besonders hervorzuheben: In beide Taschen passten problemlos jeweils drei 0,5-Liter-Flaschen.

Der Trekkingrucksack im Praxistest – Passform und Gewichtsverteilung

Hoher Tragekomfort und bestmögliche Gewichtsverteilung bei extremen und langen Touren mit dem Osprey Xenith 105. | Foto: Ben Weiler

Hoher Tragekomfort und bestmögliche Gewichtsverteilung bei extremen und langen Touren.

Als es dann endlich losging und ich mir das erste Mal den mit bis zu 30 Kilogramm vollbepackten Trekkingrucksack auf den Rücken schnallte, fiel mir sofort die passgenaue Ergonomie der Rückenpartie auf. Der Tragekomfort war von Beginn an auffallend hoch – trotz des enormen Gewichts. Die Trageriemen sind an den wichtigen Stellen gut gepolstert und verteilen den Druck bestmöglich. Es kam daher unterwegs zu keinerlei Druckstellen.

Die auf den ersten Blick “labil” wirkenden Kunststoffschnallen überraschten durch ihre Robustheit und gute Verarbeitung. Trotz täglicher Benutzung unter größten Spannungsverhältnissen (Isomatte, Schlafsack) kam es zu keiner Beschädigung der Schnallen. Selbst zusätzliches Gewicht durch Anhängen von Klettergurt samt Sicherungsmaterialien (bis zu acht Kilogramm) steckten sie problemlos weg.

Der einzige Minuspunkt des Osprey Xenith 105 ist aus meiner Sicht die Befestigung des Rucksackdeckels. Die beiden Riemen, die den Hauptteil des Trekkingrucksacks mit dem Kopfelement verbinden, sind ein gutes Stück unterhalb der Oberkante des Hauptfachs befestigt. Da keine Möglichkeit besteht, diese beiden Riemen in Höhe der Oberkante zu fixieren, rutschen diese leicht seitlich darüber hinweg. Hierdurch sitzt das Deckelelement schief auf dem Hauptteil, wenn der Rucksack nicht über die Oberkante hinaus prall gefüllt ist und die Riemen durch das herausstehende Gepäck obengehalten werden. Dieser Umstand ist einerseits optisch bedauernswert und wirkt sich andererseits negativ auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung aus, wenn das Kopfteil ebenfalls befüllt ist.

Schwergewicht, das sitzt. | Foto: Ben Weiler

Schwergewicht, das sitzt.

Mein Fazit zum Osprey Xenith 105

Alles in allem fällt mein Testurteil sehr positiv aus. Von den etwas unpraktisch befestigten Verbindungsschlaufen zwischen Kopfteil und Hauptfach abgesehen, hat sich der Osprey Xenith 105 bei unserer Alaska-Tour absolut bewährt. Das Schwerlastmodell von Osprey hält, was es verspricht, und war ein zuverlässiger Weggefährte – und wird es auch auf weiteren Touren sein!

Allgemeine Fakten zum Trekkingrucksack

  • Packvolumen: 105 Liter
  • Gewicht: 2,7 Kilogramm (Größe L), 2,58 Kilogramm (Größe M)
  • Maße: 96x40x42 (L), 94x40x42 (M)
  • Verfügbare Farben: graphitgrau
  • Besonderheiten: Deckeltasche mit zwei Fächern, Reißverschlusstaschen am Hüftgurt, geräumige elastische Seitentaschen, diverse Kompressionsriemen, Stow-on-the-Go™, Stretch-Mesh-Fronttasche, Trinksystem, Eisaxtschlaufen

Mehr Infos:

Ben Weiler

"Ich suche das Abenteuer fernab jeglicher Zivilisation - je wilder die Region, desto größer das Abenteuer. Getreu dieses Mottos verschlug es mich gemeinsam mit Kai Cürette 2013 nach Alaska. Doch natürlich findet man mich als Vollblutalpinisten auch regelmäßig in den Fels- und Eiswänden der Alpen." Alle Artikel von Ben Weiler