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Ist neu gleich besser?

Die Dart Steigeisen von Petzl im Praxistest

3 Minuten Lesezeit
Die Dart-Steigeisen von Petzl haben ein komplettes Re-Design bekommen. Damit werden sie schwerer, aber auch vielseitiger. Besser? Das hängt von den eigenen Bedürfnissen ab! Wie sich die Steigeisen im Test geschlagen haben und alles was Du dazu wissen solltest, findest Du in diesem Testbericht.

Die bisherigen Darts von Petzl waren minimalistisch und ideal fürs Drytoolen und Mixed-Klettern in anspruchsvollem Gelände. Ohne Antistollplatten waren sie zwar nicht ideal bei längeren Passagen in pappigem Schnee, dafür waren sie leicht und nahezu unzerstörbar. Zwei Monozacker-Segmente verbunden mit einem Steg – Fertig.

Lynx Steigeisen von Petzl im Eis
Das neue Dart Steigeisen von Petzl kann jetzt auch, wie das Lynx Steigeisen, Doppel- als auch Monozacker sein. | Foto: Erika Spengler

Im Vergleich: die alten Dart Steigeisen

Das Problem bei den bisherigen Darts war aber auch der Austausch der Frontzacke. Dort schlägt sich der Minimalismus nämlich im Geldbeutel wieder: Um eine abgenutzte Frontzacke auszutauschen, muss das gesamte vordere Segment ausgetauscht werden, was mit über 100 Euro zu Buche schlägt. Bei Steigeisen, die regulär ca. 180 Euro kosten, eine ordentliche Hausnummer.

Um eine abgenutzte Frontzacke auszutauschen, muss das gesamte vordere Segment der alten Darts ausgetauscht werden. Das würde bei den neuen Dart Steigeisen geändert | Foto: Erika Spengler

Die neuen Dart-Steigeisen

Die neue Version des Darts widmet sich primär diesen genannten Problemen: Neben der Stollenplatte ist nun die Frontzacke einzeln austauschbar (ca. 50 Euro). Dieses System gibt es bereits etwas länger bei den Lynx-Steigeisen (der Allrounder mit 14 Zacken, der sowohl Doppel- als auch Monozacker sein kann) und hat sich dort gut bewährt. Der Austausch geht mit etwas Übung recht schnell, das System lockert sich auch über die Zeit nicht.

Eine ähnlich massive Änderung ist die neue Möglichkeit, das Dart als Doppelzacker zu verwenden. Die Montage entspricht wie bereits beschrieben dem Lynx, das man ebenfalls entweder als Monozacker oder als Doppelzacker verwenden kann. Noch dazu kann man die Länge der Zacken variieren – je nach Bergschuh oder Vorliebe. Durchaus auch eine interessante Möglichkeit.

Die neuen Dart Steigeisen von Petzl können nicht nur als Monozacker, sondern auch als Doppelzacker verwendet werden. | Foto: Erika Spengler

Testfazit

Sind die neuen Steigeisen besser als die alten? „Besser“ kommt auf die eigenen Vorlieben an: Das neue Dart ist nicht mehr ganz so minimalistisch und knapp 100 Gramm schwerer (als Monozacker), was vor allem beim anspruchsvollen Drytooling nachteilig sein dürfte. Dafür kann die Frontzacke kostengünstiger ausgetauscht werden, das Steigeisen kann als Doppelzacker verwendet werden und es wird mit Antistollenplatte geliefert. Das Dart ist damit nun deutlich besser geeignet für den alpinen Einsatz, in dem man auch mal weitere Strecken im Schnee (Antistollenplatte) und/oder nicht ganz delikatem Eis (Doppelzacker) zurücklegen muss.

Dart Steigeisen alt und neu nebeneinander Test
Im Vordergrund das neue Dart als Monozacker montiert und im Hintergrund das alte Dart Steigeisen von Petzl. | Foto: Erika Spengler

Dass die Frontzacke ausgetauscht werden kann, kommt wiederum vor allem dem Drytooling zu Gute, wo sich primär die Frontzacke abnutzt. Im alpinen Einsatz ist es tendenziell so, dass nicht nur die Frontzacke, sondern alle Zacken des vorderen Segments abgenutzt werden und man sich daher ggf. eher für den Austausch des gesamten Front-Segments entscheiden würde. Besser oder Schlechter? Schwer zu beantworten. Auf jeden Fall vielseitiger!

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