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Design trifft Funktion

Garmin Fenix 3 im Test: Der Alleskönner

Mit Spannung hat die Outdoor-Welt die Ankunft der neuen Garmin Fenix 3 erwartet - denn Garmin will mit der Uhr ein neues Ausrufezeichen bei den GPS-Multisportuhren setzen. Ist ihr das gelungen und wird sie den großen Erwartungen gerecht?

Endlich ist es da, das Paket mit der Garmin Fenix 3! Gespannt nestle ich an der Packung herum und halte schließlich einen echten Hingucker in den Händen, der Technikfans allein vom Aussehen her schon die Laufschuhe oder Trailrunning-Schuhe anziehen lässt. Das edle, zurückhaltende Grau der Lünette und das Schwarz des verschraubten Gehäuses aus faserverstärktem Polymer trifft auf robuste Scharniere, ein pflegeleichtes und bequemes Gummiarmband und großflächige Druckknöpfe, die sich auch mit Handschuhen leicht bedienen lassen. Die Uhr schreit förmlich nach dem ersten Einsatz im Gelände!

Die Ausstattung der Garmin Fenix 3 lässt keine Wünsche offen

Erst Einrichten und dann loslaufen - bei der Garmin Fenix 3 geht das ganz einfach. | Foto: Arnold Zimprich
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Erst einrichten und dann loslaufen – bei der Garmin Fenix 3 geht das ganz einfach. Dann hat man alles im Blick. | Foto: Arnold Zimprich

Die Ausstattungliste der Garmin Fenix 3 liest sich zudem wie das Who-is-Who der modernen GPS-Sportuhrentechnik. Die in die Lünette integrierte EXO™-Edelstahlantenne mit GPS- und GLONASS-Empfang soll für schnelle Satellitenerfassung und hohe Genauigkeit sorgen, das 1,2 Zoll große, auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbare Chroma™-Farbdisplay eine überragende Optik bieten. Darüber hinaus glänzt die Fenix 3 mit einem barometrischen Höhenmesser, einer Wasserfestigkeit bis einhundert Meter und einem Drei-Achsen-Kompass mit Auto-Kalibrierung. Garmin hat die Uhr jedoch nicht nur auf Bergsteiger und Wanderer abgestimmt, sondern liefert auch Läufern und anderen Freizeitsportlern ein funktionales und stimmiges Gesamtpaket mit erweiterten Fitnessfunktionen wie einem Erholungsratgeber, Laufeffizienzanalyse und Lauf-Prognose. Zudem sorgen Multisport-Funktionen für Schwimmen, Radfahren, Wandern, Skifahren, Langlaufen und mehr dafür, dass die Uhr ein echtes Multitalent ist, das in jeder Outdoorsportart punkten kann!

Einrichten der Garmin Fenix 3 und ab zum Laufen!

Bevor es los geht, muss man der Garmin Fenix 3 die üblichen „Rohdaten“ wie Körpergröße, Geschlecht und Gewicht mitteilen, und schon ist sie startbereit. Nach einigen Spaziergängen mit dem Kinderwagen, während derer ich immer wieder das große und gut ablesbare Display bewundere, führe ich die Garmin Fenix 3 das erste Mal so richtig aus. Der Arbeitsweg mit dem Rad steht auf dem Programm und gespannt drücke ich um sechs Uhr morgens auf den Start-Knopf. Schnell ist die Verbindung zum Satelliten und zum Pulsgurt hergestellt und ich radle los. Die Uhr überzeugt sofort durch eine einfache Bedienbarkeit, die übersichtliche Menüführung und regelmäßig eingeblendete Informationen zu Rundenzeiten (beim Radfahren zum Beispiel im Fünf-Kilometer-Zyklus), zum Erholungszustand und zur Pulsfrequenz.

Hoch und wieder runter - mit den Funktionen der Garmin Fenix 3 hat man alle Daten im Überblick. | Foto: Arnold Zimprich
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Hoch und wieder runter – mit den Funktionen der Garmin Fenix 3 hat man alle Daten beim Laufen im Überblick. | Foto: Arnold Zimprich

Am Abend nach der Rückfahrt wieder zu Hause angekommen, freue ich mich auf die Auswertung meiner Fahrt. Wie bei den meisten Garmin-Topprodukten kann die Fenix 3 neue Aktivitäten kabellos via WLAN auf die Garmin-Datenbank „Garmin Connect“ uploaden. Auch die Übertragung der Uhr-Daten per Bluetooth auf das Smartphone funktioniert nach dem Einrichten mühelos – vorausgesetzt, man hat vorher die Garmin Connect™ App heruntergeladen, mit der sich die Aktivitäten auswerten lassen. Die Garmin Connect Onlinedatenbank verfügt übrigens seit kurzem über ein frischeres, anwenderfreundlicheres Aussehen und eignet sich ideal, um einen schnellen Überblick über die eigenen Aktivitäten zu erhalten und auch die Aktivitäten der Trainingsfreunde im Blick zu behalten!

60 Tage (und Nächte): Die Garmin Fenix 3 im Dauertest

Rund zwei Monate habe ich die Garmin Fenix 3 fast täglich genutzt – zum Spazierengehen, Wandern, Trailrunning, zum Radfahren, Skitourengehen und Bergsteigen. So sind in den 60 Tagen mehr als 50 einzelne Aktivitäten zusammengekommen. Es zeigt sich, dass Garmin keineswegs zu viel verspricht. Die Fenix 3 findet Satelliten im Schnitt in ungefähr zehn Sekunden – ein toller Wert, wenn man bedenkt, dass sich mein alter Forerunner 610 und mein Smartphone manchmal eine gute Minute Zeit gelassen haben, ehe die Aufzeichnung beginnen konnte. Der Einsatzbereich und die Zielgruppe der Garmin Fenix 3 sind damit kaum einzugrenzen. Denn diese Uhr ist ein Multitalent, das in Sachen Outdoor- und Fitness(ver)messung (fast) keine Wünsche offen lässt. Bedienbarkeit und Ablesbarkeit bewegen sich auf einem Niveau, an dem sich die Konkurrenz in Zukunft zwangsweise messen muss – überall, auch in alpinen Gefilden:

Ein kleines Manko hat die Fenix 3 leider doch …

Das einziges Manko, das mir aber nur schwer über die Lippen kommt: Das Gehäuse ist zwar nicht monströs, aber trotzdem groß genug, um Läufer, die nichts tun wollen außer Laufen, ein wenig abzuschrecken. Das Gewicht liegt mit (nachgemessenen) 82 Gramm zwar noch im grünen Bereich, die hohe Bauform wird jedoch Fans von windschnittigem Design ein wenig ins Grübeln bringen. Aber an eine windschnittige Designeruhr hat Garmin bei der Konstruktion dieses hochgradig funktionellen Frauen- und Männerspielzeugs auch gar nicht gedacht!

Keine Wünsche mit der Fenix 3 mehr offen, oder was?

Zu guter Letzt muss ich mich offenbaren. Als laufbegeisterter Mensch und Fan von eher flachen Uhren zählte ich mich in den vergangenen Jahren eigentlich nicht zu den Anhängern von großen Multifunktionsuhren. Im Jahre 1996 versenkte ich eine damals schon recht teure und voluminöse CASIO-Höhenmesseruhr im Tiefschnee am Zischgeles, weil ich bei einem Sturz mit der Uhr am Rucksackgurt hängen blieb. Ein nachfolgend gekaufter Avocet-Höhenmesser hatte aus einem ähnlichen Grund keine viel längere Haltbarkeit. Später legte ich mir eine Suunto Explorer zu, die jedoch auch nach wenigen Jahren Einsatz zu verstauben begann, weil sie mir einfach zu viel Platz am Handgelenk weggenommen hat und gegenüber einer flachen Uhr zu wenig Mehrwert bot. Seitdem hielt ich den Funktionsuhr-Ball eher flach und hielt Abstand von allzu teuren Anschaffungen jenseits der 250-Euro-Marke. Das ist ein Teil der Geschichte.

Was jedoch Garmin mit der Fenix 3 Multisportfans wie mir bietet, ist der zweite Teil der Geschichte: Funktion schlägt Form, könnte man sagen. Zwar kostet die Uhr ihr Geld, sie macht jedoch unterwegs und bei der Auswertung so viel Spaß, dass sie trotz des Preislevels eine breite Anhängerschaft finden wird. Wie bei Garmins Spitzenprodukten üblich, ist zudem davon auszugehen, dass auch die Fenix 3 einen jahrelangen Support und Software-Updates erhalten wird, um den „Spielspaß“ auf einem hohen Level zu halten!

Test-Fazit und Details zur Garmin Fenix 3

Der Einsatzbereich ist für leidenschaftliche Multisportler und Technikfreunde ausgelegt, die eine ausgesprochen vielseitige Outdoorsportuhr mit einem überragenden Funktionsumfang suchen. Weniger geeignet ist die Uhr für Hardcore-Minimalisten, die eine flache und federleichte GPS-Laufuhr suchen. Alle anderen werden sicher an der umfangreichen Ausstattung ihre Freude haben:

  • EXO™-Edelstahlantenne mit GPS + GLONASS für schnelle Satellitenerfassung und hohe Genauigkeit
  • 1,2 Zoll großes, auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbares Chroma™-Farbdisplay
  • barometrischer Höhenmesser | 3-Achsen-Kompass mit Auto-Kalibrierung
  • Multisport-Funktion für Laufen, Schwimmen, Radfahren
  • erweiterte Fitness-Funktionen, z.B. Erholungsratgeber, Laufeffizienz und Lauf-Prognose
  • umfassende Konnektivität für Sensoren, LiveTracking, Smartphone Benachrichtigungen und direkten Datentransfer
  • vielfältige Navigationsfunktionen mit Wegpunkt-, Tracknavigation + TracBack™
  • kompatibel mit Connect IQ™ für individuelle Apps, Widgets, Uhrenoberflächen und Datenfelder
  • wasserdicht bis 50 Meter
  • Lieferumfang: Herzfrequenz-Brustgurt „Run“ (HRM-Run™), USB-Lade-/Datenkabel, Netzteil, Kurzanleitung
  • Gewicht: 82 Gramm
  • Maße: 51 x 51 x 16 Millimeter

Die GPS-Uhr Garmin Fenix bei Bergzeit

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Arnold Zimprich

Das Karwendel ist das bevorzugte Rückzugsgebiet des geborenen Tölzers. Als Alltagsradler locken ihn längere Rad- und Laufentfernungen, aber auch in Hochtourenstiefeln, auf dem Tourensplitboard, auf Weitwanderwegen oder im Biwaksack fühlt er sich sehr wohl. In seinem Blog bergtexterei.de schreibt Arnold über Bergsport, Radfahren, Laufen und was sonst noch wichtig ist. Pfeil Alle Artikel von Arnold Zimprich