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Der Salewa Pedroc 2 Max Speed-Hiking-Schuh im Test

4 Minuten Lesezeit
Ein Schuh für Trailrunning oder doch fürs Wandern? Der Salewa Pedroc 2 Max bewegt sich genau dazwischen. Bergzeit Testerin Sandra ist damit auf Trails und in den Bergen für Dich gelaufen.

Mit dem Pedroc 2 Max bringt Salewa einen Schuh auf den Markt, der sich zwischen Trailrunning und schnellem Wandern platziert. Viel Dämpfung, eine stabile Konstruktion und die griffige Pomoca-Sohle sorgen dafür, dass sich auch lange Tage auf unterschiedlichstem Terrain angenehm anfühlen. Ich bin mit dem Speed-Hiking-Schuh für diesen Test beim Wandern, auf schnellen Trailrunden und im Alltag gelaufen – sowohl in den Bayerischen Alpen als auch in Italien, der Heimat des Salewa Pedroc 2 Max.

Die Facts auf einen Blick
🛟 Eigenschaften: stark gedämpft, stabil, atmungsaktiv, leichter Aufbau
🥾 Einsatzbereich: Speed-Hiking, schnelles Wandern, leichte Trailruns
🧵 Material: atmungsaktives Mesh-Obermaterial, synthetische Overlays, EVA-Zwischensohle, herausnehmbares Fußbett
🪨 Sohle: Pomoca Laufsohle mit griffigem Profil
⚖️ Gewicht: ca. 510 Gramm pro Paar (Damenversion)
Das atmungsaktive Mesh-Obermaterial sorgt für ein angenehmes Fußklima.

Sandra Strozniak | Bergzeit

Das atmungsaktive Mesh-Obermaterial sorgt für ein angenehmes Fußklima.


Das atmungsaktive Mesh-Obermaterial sorgt für ein angenehmes Fußklima.

Sandra Strozniak | Bergzeit

Die Pomoca-Sohle bietet zuverlässigen Grip auf losem und steinigem Untergrund.


Passform: Besonders gut für schmale Füße

Ich habe einen sehr schmalen und langen Fuß. Deshalb ist es für mich oft eine Herausforderung einen passenden Schuh mit ausreichend Halt im Vorfußbereich zu finden. Deshalb hat mich der Pedroc 2 Max auch sehr positiv überrascht: Der Schuh sitzt bei mir sicher, ohne Rutschen oder ellenlange Schnürsenkel.

Sandra Strozniak | Bergzeit

Der Pedroc 2 Max sitzt besonders an schmalen Füßen sicher und ohne Verrutschen.


Eine Freundin mit derselben Schuhgröße, aber breiteren Füßen, hat den Schuh ebenfalls anprobiert. Für sie war er im Vorfuß zu eng. Ich würde den Pedroc 2 Max daher vor allem für schmale bis normal breite Füße empfehlen.

Besonders positiv ist mir der Fersenhalt aufgefallen: Die Ferse sitzt angenehm fest und trotzdem ohne unangenehme Druckstellen. Unterstützt wird das durch einen weich gepolsterten Gel-Einsatz im Fersenbereich, der den Schuh insgesamt sehr komfortabel macht. Über die zusätzliche obere Schnüröse – auch „Runner’s Loop“ genannt – kann man den Halt an der Ferse noch verstärken.

Bergab hat mir genau diese enge Schnürung allerdings etwas vor dem Knöchel gedrückt. Der Abschluss dort ist recht fest und bei meinem Fuß verlief die Schnürung einfach etwas zu weit nach oben. Ich habe dann nur noch eine der oberen Schnürösen genutzt und damit war das Problem gelöst. Viel Stabilität habe ich dadurch nicht verloren, weil der Schuh ohnehin schon sehr viel Halt mitbringt.

Vor dem ersten richtigen Einsatz habe ich den Schuh einen Tag lang im Alltag eingetragen, trotzdem hatte ich nach meinem ersten Lauf eine leicht aufgeriebene kleine Zehe. Mit anderen Socken und nach einem weiteren Einsatz war das Thema aber schon erledigt.

An der Ferse hatte ich von Anfang an überhaupt keine Probleme. Keine Druckstellen, keine Blasen – selbst auf längeren Strecken nicht. Insgesamt hat sich der Schuh sehr schnell eingetragen angefühlt.

Auf die Schnürung kommt es an: Je mach Bedarf lässt sich der Rist mehr oder weniger fixieren.

Sandra Strozniak | Bergzeit

Auf die Schnürung kommt es an: Je mach Bedarf lässt sich der Rist mehr oder weniger fixieren.


Auf die Schnürung kommt es an: Je mach Bedarf lässt sich der Rist mehr oder weniger fixieren.

Sandra Strozniak | Bergzeit

Der Runner’s Loop sorgt für extra Stabilität und noch festeren Sitz an der Ferse.


Design: Schlicht, aber detailverliebt

Auch optisch hat mich der Schuh direkt angesprochen. Als ich den ihn ausgepackt habe, hatte ich sofort Lust loszulaufen. Besonders gut gefällt mir das schlichte, aber trotzdem sehr durchdachte Design. Für diesen Test bin ich mit dem Salewa Pedroc 2 Max in auffälligem Rot gelaufen, es gibt die Damenversion des Speed-Hiking-Schuhs aber auch in Olivgrün oder Beige mit schwarzen Highlights.

Die Farbkombination wirkt sportlich und modern, ohne zu laut zu sein.

Dazu kommen viele kleine Details, die den Schuh hochwertig wirken lassen. Sowohl außen am Schuh als auch auf den Innensohlen gibt es kleine Designelemente, die einfach Spaß machen und die Liebe zum Detail zeigen.

Dämpfung und Laufgefühl: Viel Komfort, viel Sicherheit

Die starke Dämpfung merkt man sofort. Der Schuh läuft sich weich, aber nicht schwammig. Gleichzeitig gibt die integrierte Stabilitätsplatte viel Sicherheit auf unebenem Untergrund. Insgesamt fühlt sich der Pedroc 2 Max Speed-Hiking-Schuh im Lauf-Test angenehm stabil an, ohne schwer oder träge zu wirken.

Unebenheiten werden effektiv abgefedert – ideal für flowige Trails

Sandra Strozniak | Bergzeit

Unebenheiten werden effektiv abgefedert – ideal für flowige Trails


Unebenheiten werden effektiv abgefedert – ideal für flowige Trails

Sandra Strozniak | Bergzeit

Die gepolsterte Ferse sorgt für angenehmen Halt ohne Druckstellen.


Vor allem auf flowigen Trails hatte ich oft das Gefühl, dass die Sohle kleine Wurzeln und Steine einfach „wegschluckt“. Unebenheiten werden sehr gut abgefedert und der Schuh läuft dadurch insgesamt ruhig und angenehm. Am Anfang hatte ich etwas Sorge, dass die starke Dämpfung für meine instabilen Knöchel problematisch sein könnte. Tatsächlich war eher das Gegenteil der Fall. Ich habe mich im Pedroc 2 Max deutlich sicherer gefühlt als in meinen bisherigen, direkteren und weniger gedämpften Trailschuhen.

Gerade die Kombination aus weicher Dämpfung und stabiler Führung funktioniert für mich richtig gut. Auch auf längeren Strecken bleibt der Schuh komfortabel.

Selbst nach mehreren Stunden waren meine Füße weder müde noch hat der Schuh unangenehm gedrückt. Das macht Freude für mehr!

Auch bergab bleibt der Schuh durch seine stabile Führung kontrollierbar.

Sandra Strozniak | Bergzeit

Auch bergab bleibt der Schuh durch seine stabile Führung kontrollierbar.


Trailrunning oder Wandern?

Salewa ordnet den Pedroc 2 Max im Bereich Speed-Hiking ein – und genau dort sehe ich ihn auch. Für mich ist er eher ein schneller Wanderschuh mit viel Trailrunning-Charakter als ein klassischer Trailrunningschuh.

Die starke Dämpfung, das stabile Laufgefühl und die griffige Pomoca-Sohle machen ihn ideal für dynamisches Wandern, schnelle Bergtouren oder zügige Tageswanderungen. Gleichzeitig wirkt er robust genug, um auch längere Wanderungen problemlos mitzumachen.

Leicht und robust – der Schuh eignet sich für schnelle Wanderungen und Trails.

Sandra Strozniak | Bergzeit

Leicht und robust – der Schuh eignet sich für schnelle Wanderungen und Trails.


Gewicht und Verarbeitung

Mit 255 Gramm pro Schuh in der Damenversion gehört der Pedroc 2 Max zu den leichteren Speed-Hiking-Schuhen. Beim Tragen fühlt er sich angenehm leicht an, ohne dabei instabil zu wirken. Gerade auf längeren Touren macht sich das positiv bemerkbar. Auch die Verarbeitung macht bislang einen sehr guten Eindruck. Das Obermaterial wirkt robust und deutlich stabiler als bei vielen klassischen Laufschuhen. Man merkt dem Schuh den Wanderschuh-Einschlag definitiv an. Trotz des niedrigen Gewichts hat man nie das Gefühl, dass bei Schutz oder Halt gespart wurde. Besonders vorne im Zehenbereich fällt das auf.

Die Zehen werden durch einen breiten Gummiabschluss gut geschützt – gerade bei schnellen Auf- und Abstiegen oder auf steinigen Trails gibt das nochmal ein zusätzliches Sicherheitsgefühl. Gleichzeitig bleibt das Mesh Obermaterial angenehm atmungsaktiv. Nach mehreren Einsätzen zeigen sich bisher weder an der Verklebung der Sohle noch an den Schnürsenkeln größere Verschleißerscheinungen. Insgesamt macht der Schuh einen sehr langlebigen Eindruck.

Im Praxistest zeigt der Pedroc 2 Max seine Stärken auf unterschiedlichstem Terrain.

Sandra Strozniak | Bergzeit

Im Praxistest zeigt der Pedroc 2 Max seine Stärken auf unterschiedlichstem Terrain.


Innensohle: Eigene Einlagen kein Problem

Sandra Strozniak | Bergzeit

Flexibel anpassbar: Die herausnehmbare Innensohle ermöglicht den Einsatz individueller Einlagen.


Da ich normalerweise mit orthopädischen Einlagen laufe, war für mich wichtig, dass sich die mitgelieferte Innensohle problemlos herausnehmen lässt. Das funktioniert beim Pedroc 2 Max ohne Probleme. Die originale Innensohle fühlt sich angenehm an und macht ebenfalls einen guten Eindruck. Ich bin damit auch einmal gelaufen und fand das Laufgefühl komfortabel.

Wirklich beurteilen kann ich sie aber nur eingeschränkt, weil ich normalerweise fast immer meine eigenen Einlagen trage. Positiv ist auf jeden Fall, dass der Wechsel auf individuelle Einlegesohlen problemlos funktioniert.

Fazit zum Salewa Pedroc 2 Max Schuh-Test

Der Salewa Pedroc 2 Max ist für mich ein richtig gelungener Schuh für schnelles Wandern und lange Tage auf Trails. Besonders überzeugt haben mich der sichere Sitz an schmalen Füßen, die starke Dämpfung und das stabile Laufgefühl. Gerade die Kombination aus Komfort, Stabilität und Robustheit macht den Schuh für mich besonders spannend. Wer einen leichten Schuh sucht, der sich zwischen Trailrunning und Wandern bewegt und dabei über lange Zeiträume viel Sicherheit vermittelt, sollte sich auf den Pedroc 2 Max definitiv einlassen.


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