Der Mundaka ist die neueste Entwicklung aus dem Hause Tenaya. Seit Frühjahr 2017 auf dem Markt, verspricht der Schuh die perfekte Kombination aus Form und Flexibilität. Er soll sich hervorragend für überhängende Routen und Boulder-Probleme eignen. Lukas Brücklmeier hat den Mundaka in beiden Disziplinen getestet.

Spanischer Hersteller mit Leidenschaft

Der spanische Kletterschuhhersteller Tenaya ist bereits seit 1997 auf dem Kletterschuhmarkt aktiv, setzt auf verantwortungsvolle Produktion und ist bis heute seinem Vorsatz, die Produktion im eigenen Land zu belassen, treu geblieben.

Tenaya versorgt unter anderem Spitzenkletterer wie Alex Megos, Alizée Dufraisse oder die Boulder-Vizeweltmeisterin Miho Nonaka mit dem richtigen Schuhwerk. Neue Produkte werden dabei immer in enger Zusammenarbeit mit den Kletterern entwickelt. 2017 hat Tenaya mit dem Modell Mundaka eine Weiterentwicklung seines Klassikers Oasi auf den Markt gebracht. Der Name Mundaka stammt dabei – wie beim Modell Tarifa – von einer Stadt in Spanien, besser gesagt im Baskenland.

Tenaya Mundaka: mehr Flexibilität

Als Nachfolger von Oasi und Iati setzt Tenaya beim Mundaka sowohl auf Komfort als auch auf maximale Performance. Da der Mundaka keine durchgängige Sohle besitzt, ist der Schuh sehr flexibel. Auch das Setzen von Toehooks wird dadurch unterstützt.

Das von Tenaya patentierte Draxtor PAT Schnürsystem ermöglicht es, den Schuh jedem Kletterer sehr präzise an den Fuß anzupassen. Dabei lassen sich die zwei Schnürschlaufen individuell anpassen und können – je nach Vorliebe – einzeln oder mit einem großen Patch verwendet werden. Die Vibram XS-Grip-Gummisohle ist zwar empfindlich, aber dennoch fest. Auch an der Ferse wurde der Übergang im Vergleich zum Iati angepasst, was die Lebensdauer des Schuhs im Fersenbereich zusätzlich erhöhen soll.

Schuhgröße und Passform des Mundaka

Ich trage meine Straßenschuhe in Größe 42. Den Mundaka habe ich in der Größe 6 (39,5) getestet. Die Kletterschuhe von Tenaya fallen im Vergleich zu anderen Marken eher schmal aus. Da mein Vorderfuß relativ breit ist, hatte ich tendentiell das Gefühl, dass der Schuh noch ein wenig breiter sein könnte. Die Ferse ist – im Vergleich zu den Tenaya-Modellen Oasi und Iati – recht breit und hat mir auf Anhieb sehr gut gepasst. Der etwas weichere Mittelteil des Schuhes sorgt bereits beim Anziehen für ein angenehmes Gefühl am Fuß.

 Mein Fazit zum Tenaya Mundaka

Ich habe den Mundaka sowohl am Naturfels als auch am Plastik getragen. Von Anfang an hat sich der Schuh sehr gut an meinen Fuß angepasst, was sicherlich auch am Draxtor PAT Schnürsystem liegt, mit dem sich der Schuh sehr individuell an den Fuß anpassen lässt. Die etwas härtere Spitze des Schuhs ist sensibel genug, um damit auch sehr kleine Tritte wegstehen zu können. Im Freien konnte die Hook mit der Ferse auch auf kleinen Leisten im Kalk überzeugen, bei denen sonst der ein- oder andere weiche Kletterschuh versagt hätte. Auch das Toehook-Patch hat mich überzeugt. Es schmiegt sich durch die kleinen Längsschlitze gut an den Fels oder Plastikgriff an und bietet so einen optimalen Halt. Ich kann den Mundaka sowohl zum Seilklettern als auch zum Bouldern empfehlen. Gerade wenn es steiler wird und im Überhang zeigt der Schuh seine volle Stärke!

Alles über den Tenaya Mundaka

  • Obermaterial: Microfaser
  • Zunge: hoch atmungsaktiv und fünfschichtig
  • Verschlusssystem: Velcro (patentiertes Draxtor PAT Schnürsystem)
  • Innenmaterial: TXT-behandelte Baumwolle
  • Mittelsohle: Doppelsohle GI 1.8 y TST 150
  • Sohle: Vibram XS Grip 3.5 Millimeter
  • Asymmetrie: medium
  • Gewicht:  468 Gramm (Größe UK 6)
  • Herstellung: Made in Europe

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