Warme Spätsommertage und sonnige Herbstwochenenden locken zum Wandern ins bayrische Alpen- und Voralpenland. Gemeinsam mit Radio Alpenwelle präsentieren wir ab dem 28. August wöchentlich einen Wandertipp zwischen Garmisch und Rosenheim.

Alle bisherigen Wandertipps im Überblick:

 

Bergzeit Wandertipp vom 16. Oktober: um die Osterseen bei Iffeldorf

See- und Bergblick - das gibt's an den Osterseen. | Petra Dirscherl / pixelio.de
See- und Bergblick – das gibt’s an den Osterseen. | Petra Dirscherl / pixelio.de

Seenidylle und Spaziergänge bei jedem Wetter – das bietet das Naturschutzgebiet Osterseen im Pfaffenwinkel. Startpunkt ist der Wanderparkplatz in Iffeldorf. Auf etwa zehn Kilometern wandern wir um den Großen Ostersee, beginnend am Westufer. Anstiege sind unterwegs keine zu bewältigen und auch für Kinderwagen ist der Weg geeignet. Im Sommer laden zahlreiche Badestellen zur Abkühlung ein. Diese schönen Rastplätze machen aus der zweieinhalbstündigen Runde ein gutes Halbtagesprogramm. Am südlichen See-Ende kann man die Blaue Gumpe bewundern, einen Quelltrichter, der den See speist. Nicht weit davon lockt beim Campingplatz Fohnsee das Fohnseestüberl zur Einkehr. Weitere Wirtschaften gibt es in Iffeldorf. Egal ob Sommerwanderung mit Abkühlung oder Herbstwanderung mit Bergblick: die Osterseen sorgen für einen wunderschönen Ausflug. Viel Spaß beim Wandern wünscht Bergzeit!

Eckdaten zur Tour um die Osterseen

  • Start- und Endpunkt: Wanderparkplatz in Iffeldorf. Anfahrt mit dem PKW über A95 Ausfahrt Penzberg/Iffeldorf, dann in Richtung Iffeldorf, links über den Bahnübergang abbiegen. Durch das Dorf und in einer Linkskurve rechts den Berg hinunter zum Wanderparkplatz abbiegen. Bei Anreise mit dem Zug: Von der Haltestelle Iffeldorf durch das Dorf zum Ausgangspunkt.
  • Routenverlauf:  Wanderparkplatz (591 Meter) – Lauterbacher Mühle (608 Meter) – Lichtbrücke (594 Meter) – Badestelle (587 Meter) – Wanderparkplatz (591 Meter)
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Kondition: leicht
  • Höhenmeter: 47
  • Dauer: 2 bis 3 Stunden
  • EinkehrFohnseestüberl (Montag Ruhetag)

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Bergzeit Wandertipp vom 9. Oktober: der Hohe Kranzberg bei Mittenwald

Der 1,6 Kilometer lange Barfußweg ist eine schöne Abwechslung auf der Kranzberg-Runde - auch für große Kinder :-) | Foto: Franziska v. Treuberg
Der 1,6 Kilometer lange Barfußweg ist eine schöne Abwechslung auf der Kranzberg-Runde – auch für große Kinder :-) | Foto: Franziska v. Treuberg

Landschaftsvielfalt und Karwendelblick – damit begeistert der Hohe Kranzberg. Mit seinen 1.391 Metern ist der Mittenwalder Hausberg ein leichtes Wanderziel für die ganze Familie. Die abwechslungsreiche Rundtour beginnt am Kranzberg-Sessellift. Über den Lautersee gelangen wir zunächst zum Ferchensee. Dort sollte bei schönem Wetter im Sommer unbedingt eine Badepause eingelegt werden. Weiter geht es mit mäßiger Steigung durch den Wald auf den Kranzberg-Gipfel. Für die moderate Höhe ist die Aussicht grandios. Für den Abstieg wählen wir den direkten Weg nach Südosten Richtung Sessellift.

Unser Familien-Tipp: der Panorama-Barfußrundweg oberhalb der Sesselbahn-Bergstation. Die Schuhe können im Schuhregal am Berggasthof St. Anton deponiert werden. Auf der Halbtagestour warten außerdem zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.

Eckdaten zur Rundwanderung am Hohen Kranzberg:

  • Start- und Endpunkt: Kranzberg-Sessellift bei Mittenwald (gebührenpflichtiger Parkplatz). Anfahrt über B2 Garmisch-Mittenwald, kurz vor Mittenwald rechts halten und Ausschilderung folgen. Anfahrt mit dem Zug bis Mittenwald, dann zu Fuß den Ortskern durchqueren.
  • Routenverlauf: Talstation Kranzberg-Sessellift (960 Meter) – Lautersee (1.013 Meter) – Ferchensee (1.060 Meter) – Kranzberg Gipfel (1.391 Meter) – Berggasthof St. Anton (1.250 Meter) – Barfußrundweg – Sessellift-Talstation. Viele schöne Wege verlaufen am Kranzberg, alternative Abstiege und Schlenker sind über Wildensee und Luttensee oder die Korbinianhütte möglich.
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Kondition: leicht
  • Höhenmeter: ca. 450
  • Dauer: ca. 4 Stunden
  • Einkehr: Lautersee-Alm (Montag Ruhetag, wetterabhängig geöffnet), Gasthaus Ferchensee (täglich geöffnet), Kranzberghaus (kein Ruhetag), Berggasthof St. Anton (Dienstag Ruhetag), Korbinianhütte (täglich geöffnet)
  • Ausrüstung: normale Wanderausrüstung, Badesachen, Wechselkleidung für die Kleinen für das Matschbecken am Barfußweg

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Bergzeit Wandertipp vom 2. Oktober: Auf den Brünnstein vom Tatzelwurm aus

Die wunderschönen Tatzelwurm Wasserfälle unterhalb des Waldparkplatzes. | Foto: Georg Brand /pixelio.de
Die wunderschönen Tatzelwurm-Wasserfälle unterhalb des Waldparkplatzes. | Foto: Georg Brand / pixelio.de

Kaiserblick und Klettersteig – das gibt’s bei der Wanderung zum Brünnsteinhaus. Vom Waldparkplatz am Tatzelwurm geht es auf einem Wanderweg an der Schoißeralm vorbei. Ab hier folgt man einer angenehmen Forststraße. In einer Kehre zweigt links der Wanderweg zum Brünnstein ab. Diesem Weg folgt man nordostseitig unter dem Brünnstein herum, überquert die Straße zur Großalm und folgt dem dem schönen Wanderweg bis zum Brünnsteinhaus. Um die drei Stunden sind wir bis dorthin insgesamt unterwegs. Dafür werden die anstrengenden 560 Höhenmeter mit dem spektakulären Blick übers Inntal zum Wilden Kaiser hinüber belohnt.

Auf trittsichere und geübte Wanderer wartet nach der Hüttenrast noch ein besonderes Schmankerl: Sie können über den Julius-Mayr-Weg mit gut versicherten Stufen und spektakulärem Riss noch einmal gut 230 Höhenmeter zur Gipfelkapelle des Brünnsteins emporklettern. Von dort verläuft der Abstieg in Richtung Westen zur Himmelmoosalm. Alle anderen verabschieden sich von Sonnenterrasse und Kaiserblick und wandern über die Himmelmoos- und Seelacheralm in zweieinhalb Stunden zum Parkplatz zurück.

Tipp: Man sollte sich einen kurzen Abstecher zu den Wasserfällen zwischen Waldparkplatz und Gasthof Tatzelwurm nicht entgehen lassen.

Eckdaten zur Tour auf den Brünnstein:

  • Start- und Endpunkt: Waldparkplatz oberhalb des Tatzelwurms. Anfahrt mit dem PKW über A8 Ausfahrt Weyarn, dann über Miesbach, Schliersee nach Bayrischzell. Von dort die Sudelfeldstraße bis zum Waldparkplatz kurz vor dem Tatzelwurm. Alternativ kann man auch auf der A93 bis zur Ausfahrt Brannenburg fahren und dann die Mautstraße bis zum Parkplatz nehmen. Bei Anreise mit dem Zug: Entweder mit der BOB bis Bayrischzell und dann mit dem Bus weiter oder mit dem Meridian bis Oberaudorf und dann ebenfalls weiter mit dem Bus bis zum Gasthof Tatzelwurm.
  • Routenverlauf: Aufstieg: Waldparkplatz/Sudelfeld (797 Meter) – Schoißeralm (940 Meter) – Überqueren des Fahrwegs zur Großalm (1.217 Meter) – Brünnsteinhaus (1.360 Meter) – mit Klettersteig (A/B) auf den Brünnstein (1.587 Meter) – alternativ direkter Abstieg zur Himmelmoosalm (1.328 Meter) – Seelacheralm (1298 Meter) – Abzweigung Aufstiegsweg (994 Meter) – Waldparkplatz/Sudelfeld (797 Meter).
  • Schwierigkeitsgrad: mittel, mit Gipfelanstieg anspruchsvoll (Klettersteig A/B)
  • Kondition: mittel
  • Höhenmeter: ca. 920 (ohne Gipfelanstieg 734)
  • Dauer: Aufstieg ca. 2,5 bis 3 Stunden, Abstieg ebenfalls ca. 2,5 bis 3 Stunden
  • Einkehr: Brünnsteinhaus (ganzjährig, Montag Ruhetag)
  • Ausrüstung: Wanderausrüstung, je nach Fähigkeiten eventuell zusätzliche Sicherung für den leichten Klettersteig

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Bergzeit Wandertipp vom 25. September: Tegernseer Hütte mit Roß- und Buchstein

Die Tegernseer Hütte liegt wie ein Adlerhorst zwischen Roß- und Buchstein. Hier der Blick vom Roßstein auf den Buchstein. | Foto: Detlef Menzel / pixelio.de
Die Tegernseer Hütte liegt wie ein Adlerhorst zwischen Roß- und Buchstein. Hier der Blick vom Roßstein auf den Buchstein. | Foto: Detlef Menzel / pixelio.de

Spektakulär und exponiert – so liegt die Tegernseer Hütte auf 1.650 Metern zwischen Roß- und Buchstein. Vom Wanderparkplatz Bayerwald hinter Kreuth schlängelt sich der Weg südseitig und steil in Serpentinen bergauf. Kurzes Durchatmen am Sonnbergalm-Niederleger und weiter geht es auf dem Bergpfad hinauf durch den Wald. Auf dem Hochleger der Sonnbergalm hört der Wald auf und wir gelangen mit schöner Aussicht über einen breiten Rücken an den Fuß des Roßsteins. Wer gern kraxelt, nimmt den Steig direkt zum Gipfel mit einfachen Klettereinlagen und Drahseil-Unterstützung. Von hier steigt man in wenigen Minuten zur Tegernseer Hütte ab. Alle anderen umgehen den Roßstein nordseitig und wandern auf leichtem Weg zur Hütte. Von dort aus kann man den Gipfel auch über einen einfachen Gratweg erreichen. Wem die herrliche Aussicht und die Sonnenterrasse der Tegernseer Hütte noch nicht genügen, der besteigt anschließend noch den Buchstein. Hierfür sind allerdings Klettererfahrung (bis zum zweiten Schwierigkeitsgrad) und Schwindelfreiheit erforderlich. Bei Regen ist die Kraxelei nicht zu empfehlen, denn die Felsen sind glatt und abgespeckt – und werden dann besonders rutschig.

Abstiegsvarianten: Von der Tegernseer Hütte steigt man nach Norden in Serpentinen rund 100 Höhenmeter ab und hält dann westlich auf eine Geländekante zu. Hier könnte man links wieder zurück zur Sonnbergalm gelangen (Umgehungsvariante Roßstein) und über den Aufstiegsweg absteigen. Für eine etwas größere und abwechslungsreichere Rundtour wählen wir die Route über die Röhrlmoosalm und durch das wildromantische Tal am Schliffbach entlang (siehe Karte und GPS-Track). An der B 307 angekommen geht es nach wenigen Metern an der Straße das letzte Stück an der Weißach entlang zurück zum Parkplatz oder zur Bushaltestelle.

Eckdaten zur Tour auf den Roß- und Buchstein:

  • Start- und Endpunkt: Wanderparkplatz Bayerwald hinter Kreuth (an der B 307, etwa 500 Meter westlich von Bayerwald auf der rechten Seite), Busverbindung von Tegernsee über Kreuth (RVO-Linie 9556 Tegernsee – Wildbad Kreuth – Stuben, Haltestelle Bayerwald)
  • Routenverlauf: Wanderparkplatz Bayerwald (850 Meter) – Sonnbergalm-Niederleger (1.144 Meter) – Sonnbergalm-Hochleger (1.450 Meter) – Roßstein (1.698 Meter) – Tegernseer Hütte (1.650 Meter) – Abstecher zum Buchstein (1.701 Meter) – Röhrlmoosalm (1.100 Meter) – Wanderparkplatz
  • Schwierigkeitsgrad: mittel; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit für Gipfelsteig zum Roßstein erforderlich (Umgehung möglich); Buchstein: Kletterpassagen im Schwierigkeitsgrad I+ bzw. II nach UIAA (nur bei absolut trockenen Felsen machbar)
  • Kondition: mittel
  • Höhenmeter: ca. 850
  • Dauer: rund 4,5 Stunden (bei Abstieg wie Aufstieg); ca. 5 Stunden bei Abstieg über Röhrlmoosalm und Schliffbachtal (Rundweg)
  • Einkehr: Tegernseer Hütte (geöffnet Mai bis 1. November)
  • Ausrüstung: normale Wanderausrüstung

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Bergzeit Wandertipp vom 18. September: Laber mit Ettaler Manndl

Das perfekte Wanderziel, um die Herbstsonne zu genießen: der Laber bei Oberammergau. Hier der Blick Richtung Wettersteingebirge mit Zugspitze. | Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de
Das perfekte Wanderziel, um die Herbstsonne zu genießen: der Laber bei Oberammergau. Hier der Blick Richtung Wettersteingebirge mit Zugspitze. | Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Aussichtsreich mit Felseinlage ist die Wandertour auf den Laber. Die einfache Bergwanderung beginnt an der Talstation der Laber-Bergbahn in Oberammergau. Von dort geht es hinauf zur unbewirtschafteten Laberalm und weiter zum Laber auf 1.682 Metern. Hier kann man die steilste unpräparierte Skiabfahrt Deutschlands bewundern und sich auf der Sonnenterrasse des Laberhauses eine Einkehr gönnen. Die wunderbare Aussicht reicht vom Estergebirge über Wetterstein und Karwendel bis zum Wilden Kaiser. Auf einem schmalen Höhenpfad und vorbei am Nebele gelangt man in einer Dreiviertelstunde hinüber zum Ettaler Manndl. Wer trittsicher und schwindelfrei ist, kraxelt über den kurzen, ausgesetzten Klettersteig auf das Manndl hinauf. Ungeübte und Kinder sollten ihre Klettersteigausrüstung dabei haben. Alle anderen umrunden das Manndl und steigen über den Soila-See und die im Sommer bewirtschaftete Soila-Alm ab. Über eine Forststraße oder etwas ausholender durch das Lainetal geht es zurück nach Oberammergau.
Tipp: Wer nicht gern steigt, kürzt den Aufstieg mit der Laber-Bergbahn ab.

Eckdaten zur Wanderung auf den Laber:

  • Start- und Endpunkt: Parkplatz am Erlebnisbad WellenBerg in Oberammergau neben der Talstation der Laber-Bergbahn. Über die A95 München-Garmisch und B23 bis Ausfahrt Oberammergau Süd. Mit dem Zug auf der Strecke München-Garmisch, Umstieg in Murnau; alternativ Umstieg in Oberau und weiter mit RVO-Bus bis Haltestelle „Aufacker“ (5 min. Fußweg zur Laberbahn).
  • Routenverlauf: Talstation Laber-Bergbahn (837 Meter) – Laberalm – Laber (1.682 Meter) – Ettaler Manndl (Abstecher, 1.633 Meter) – Soila-See (1.398 Meter) – Soila-Alm (1.330 Meter) – Bärenbad – Oberammergau (Talstation)
  • Schwierigkeitsgrad: leicht; Gipfelanstieg zum Ettaler Manndl erfordert absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (ausgesetzter, kurzer Klettersteig)
  • Kondition: mittel
  • Höhenmeter: ca. 850
  • Dauer: ca. 5 Stunden (Auf- und Abstieg mit Ettaler Manndl)
  • Einkehr: Laber-Berggasthof, Soila-Alm (Juni-Oktober)
  • Ausrüstung: normale Wanderausrüstung, für Ettaler Manndl ggf. Klettersteigausrüstung (insbesondere für Kinder!)

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Bergzeit Wandertipp vom 11. September: durch die Höllentalklamm bei der Zugspitze

Eine Rucksackregenhülle und Kopfbedeckung gegen Nässe kann in der feuchten Höllentalklamm nicht schaden. Auch die Regenjacke sollte man nicht vergessen. | Foto: Franziska v. Treuberg
Eine Rucksackregenhülle und Kopfbedeckung gegen Nässe kann in der feuchten Höllentalklamm nicht schaden. Auch die Regenjacke sollte man nicht vergessen. | Foto: Franziska v. Treuberg

Tosende Wassermassen und bizarre Felsformationen – damit lockt die Höllentalklamm bei Grainau. Durch die etwa einen Kilometer lange Schlucht hat sich der Hammersbach tief in den Fels gegraben und rauscht ins Tal. Vom Grainauer Ortsteil Hammersbach steigt man am gleichnamigen Bach entlang in circa einer Stunde (rund 300 Höhenmeter) zur Klammeingangshütte auf. Hier muss man Eintritt zahlen. Durch beleuchtete Felstunnel, über Stege, Treppen und Brücken geht es durch die Klamm stetig nach oben. An warmen Tagen ist es hier angenehm kühl und feucht. Aber auch bei Regen macht die Tour Spaß – denn man wird sowieso von allen Seiten nass. Regenkleidung ist daher angeraten!

Mit Blick Richtung Zugspitze, auf die Waxensteine, Riffelwände und den Höllentalferner, führt der Weg am Ende der Klamm durch das grüne, hochalpine Höllental in einer Dreiviertelstunde weiter zur Höllentalangerhütte. Diese wurde Ende August 2015 mit einem Neubau wiedereröffnet. Nach einer ausgiebigen Rast an der Hütte geht es auf gleichem Weg wieder nach unten. Ein alternativer Abstiegsweg führt über den Stangensteig: Dazu geht man zunächst ein kurzes Stück auf dem Anstiegsweg zurück, verlässt diesen dann und wandert auf der anderen Bachseite rechts bergauf. Auf einer Brücke überquert man in schwindelerregender Höhe die Höllentalklamm und quert anschließend auf dem gut ausgebauten Stangensteig die Mandlwand. Danach geht es durch den Stangenwald hinunter zurück zum Ausgangspunkt in Hammersbach.

Eckdaten zur Wanderung durch die Höllentalklamm:

  • Start- und Endpunkt: Wanderparkplatz in Hammersbach, einem Ortsteil von Grainau in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Mit dem Auto durchs Garmischer Zentrum der Hauptstraße nach Grainau folgen oder mit dem Eibsee-Bus bzw. der Zugspitzbahn (jeweils stündlich) vom Garmischer Bahnhof bzw. dem Hausberg-Parkplatz bis zur Haltestelle Hammersbach.
  • Routenverlauf: Hammersbach (758 Meter) – Klammeingangshütte (1.047 Meter) – Klammende (1.193 Meter) – Höllentalangerhütte (1.387 Meter) – Stangensteig (oder zurück durch die Klamm) – Hammersbach (758 Meter)
  • Schwierigkeitsgrad: leicht, feuchte, rutschige Stufen in der Klamm; mittel bei Abstieg über Stangensteig
  • Kondition: leicht bis mittel
  • Höhenmeter: ca. 600
  • Dauer: etwa 4 Stunden (Auf- und Abstieg, auch bei Abstieg über Stangensteig)
  • Einkehr: Höllentalangerhütte (geöffnet bis Mitte Oktober), Höllentalklamm-Eingangshütte (Imbiss, kein Ruhetag)
  • Ausrüstung: normale Wanderausrüstung, knöchelhohe WanderstiefelRegenbekleidung, warme Kleidung (z. B. Fleece, Isolationsjacke), ggf. Seil/Karabinersicherung für Kinder
  • Info: die Höllentalklamm ist zwischen Mai und Oktober geöffnet (je nach Witterung), Eintritt 4 Euro (normal) oder 1 Euro (AV-Mitglieder, Kinder), sperrige Gegenstände wie Kinderwägen und Fahrräder sind in der Klamm verboten mitzuführen.

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Bergzeit Wandertipp vom 4. September: Almwanderung zur Oberen Firstalm am Spitzingsee

Der Bergzeit Wandertipp beginnt diese Woche am idyllisch gelegenen Spitzingsee und führt auf die Obere Firstalm. | Foto: Nicole D. / pixelio.de
Der Bergzeit Wandertipp beginnt diese Woche am idyllisch gelegenen Spitzingsee und führt auf die Obere Firstalm. | Foto: Nicole D. / pixelio.de

Spitzingseeblick und gemütliche Almterrasse – das bietet unsere leichte Wanderung auf die Obere Firstalm. Los geht es direkt am Parkplatz der Taubensteinbahn. Zuerst führt der Weg um den wunderschön gelegenen Spitzingsee zur Talstation des Kurvenlifts. Von dort wandert man 300 Höhenmeter auf einer bequemen Forststraße bergauf. An den unteren Firstalmen bezähmen wir noch einmal unsere Vorfreude auf die Pause. 50 Höhenmeter wandern wir noch auf einem Pfad über die schöne Almwiese. Dann sind wir auf der gemütlichen Sonnenterasse der Oberen Firstalm mit wunderschönem Bergpanorama.
Nach der Brotzeit geht’s den Forstweg in den Spitzingsattel wieder hinunter – im Winter eine erstklassige Rodelbahn! Nach einigen Metern am See entlang sind wir wieder beim Ausgangspunkt! Für die etwa 300 Höhenmeter braucht man rund eineinhalb Stunden im Aufstieg.

Eckdaten zur leichten Almwanderung am Spitzingsee:

  • Start- und Endpunkt: Parkplatz der Taubensteinbahn am Spitzingsee (alternativ Parkplatz des Kurvenlifts). Anreise über A8 München-Salzburg, Ausfahrt Weyrn; über Miesbach, Schliersee-Neuhaus bis zur Talstation der Taubensteinbahn. Alternativ mit der BOB bis zum Bahnhof Neuhaus (Schliersee) und dann mit dem Bus bis zur Haltestelle Taubensteinbahn (stündlich).
  • Routenverlauf: Spitzingsee-Taubensteinbahn (1.091 Meter) – Kurvenlift/Münchner Hütte (1.106 Meter) – Untere Firstalm (1.315 Meter) – Obere Firstalm (1.370 Meter) – Spitzingsattel (1.127 Meter) – Spitzingsee Taubensteinbahn (1.091 Meter)
  • Schwierigkeitsgrad: leicht, Forststraßen und gute Wanderwege
  • Kondition: leicht
  • Höhenmeter: ca. 300
  • Dauer: ca. 2,5 bis 3 Stunden (Rundtour)
  • Einkehr: Berggasthof Obere Firstalm (ganzjährig geöffnet, kein Ruhetag)
  • Ausrüstung: normale Wanderausrüstung
  • Tipp: Im Winter auch eine tolle Rodeltour!

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Bergzeit Wandertipp vom 28. August: der Jochberg zwischen Kochel- und Walchensee

Wenn im Herbst Nebel das Alpenvorland umhüllt, steht man auf dem Jochberg über den Wolken und genießt spektakuläre Aussicht über den Walchensee bis zu Karwendel, Wetterstein und Stubai. | Foto: Franziska v. Treuberg
Wenn im Herbst Nebel das Alpenvorland umhüllt, steht man auf dem Jochberg über den Wolken und genießt die spektakuläre Aussicht über den Walchensee bis zu Karwendel, Wetterstein und Stubai. | Foto: Franziska v. Treuberg

Seenblick und Voralpen-Panorama – damit kann der Jochberg aufwarten. Die einfache Wanderung auf diesem steil abfallenden Grasrücken beginnt am Kesselberg-Pass zwischen Kochelsee und Walchensee. Schön schattig geht es durch den Wald etwa 550 Höhenmeter bergauf. Durch ein Weidegatter gelangen wir auf den grasigen Hang unterhalb des Jochberg-Gipfels. Hier wartet ein letzter Anstieg (165 Höhenmeter) auf dem Grat über steile Wiesen. Spektakulär ist der Blick nach Norden, den felsigen Steilhang hinunter zum Kochelsee. Der türkisblaue Walchensee und die Karwendel- und Wettersteinkulisse beeindrucken im Süden. Unterhalb des Gipfels sehen wir schon die Jocheralm liegen, die nach der Gipfelpause zur Einkehr ruft. Dazu steigen wir zunächst auf dem Anstiegsweg bis zum Gatter ab, wo der Weg zur Alm abzweigt.

Von der Jocheralm geht es auf einem Fahrweg weiter, bis in einer Linkskurve ein Weg nach rechts abgeht. Durch den Wald steigen wir hinab nach Sachenbach am Nordostufer des Walchensees. Eine Badepause im kalten Walchensee ist an heißen Tagen ein Muss! Am See entlang bis Urfeld und dann an der Straße bergauf wandern wir zurück zum Auto oder zur Bushaltestelle am Kesselberg-Pass. Dreieinhalb bis vier Stunden dauert diese schöne Rundtour.

Eckdaten zur Wanderung auf den Jochberg:

  • Start- und Endpunkt: Kesselberg-Pass zwischen Kochel- und Walchensee. Anreise über A95 München-Garmisch, Ausfahrt Kochel/Walchensee, bis Kochel und weiter Richtung Walchensee. Die Parkplätze an der Kesselbergstraße sind schnell vergriffen – früh aufstehen oder gleich weiter unten am Berg Richtung Kochel parken empfiehlt sich. Alternativ mit dem Bus 9608 von Kochel Bahnhof Richtung Mittenwald bzw. Garmisch, Ausstieg Kesselberg-Passhöhe.
  • Routenverlauf: Kesselberg-Pass (850 Meter) – Waldgrenze/Weidegatter (1.400 Meter) – Jochberg (1.565 Meter) – Jocheralm (1.381 Meter) – Sachenbach (am Walchensee, 802 Meter) – Urfeld (802 Meter) – Kesselberg-Pass (850 Meter)
  • Schwierigkeitsgrad: leicht, zum Teil steile Bergpfade
  • Kondition: leicht bis mittel
  • Höhenmeter: ca. 763
  • Dauer: ca. 3,5 bis 4 Stunden (Rundtour)
  • Einkehr: Jocheralm (Mai-Oktober, Montag Ruhetag), Kiosk Sachenbach am Walchenseeufer
  • Ausrüstung: normale Wanderausrüstung, Badesachen, Handtuch

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