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Kraxeln mit Fernsicht

Großer Widderstein: Bergtour auf den höchsten Gipfel im Kleinwalsertal

Die Tour auf den Großen Widderstein (2.533 m), den höchsten Gipfel im Kleinwalsertal, ist zwar kein Geheimtipp. Doch die grandiose Fernsicht und der knackige Gipfelanstieg entschädigen dafür, dass gerade am Wochenende viel los sein kann!

Um es vorweg zu nehmen: Wer sich für eine Tagestour auf den Großen Widderstein entscheidet, sollte über alpine Erfahrung sowie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen. Gerade der Schlussanstieg zum Gipfel ist anspruchsvoll, aber machbar und nicht ausgesetzt. Die hier beschriebene Route ist gleichzeitig auch eine große Umrundung des Widderstein und verspricht mehrere landschaftliche Highlights. Am Weg kommen wir zudem an einigen Alpen vorbei, an denen wir einkehren können. Mit ein wenig Glück sehen wir sogar Alpensteinböcke, die hier gerne im Rudel unterwegs sind – also Augen auf!

Tourenbeschreibung: Umrundung Großer Widderstein

Fantastische Aussicht: Der Blick vom Gipfel des Großen Widderstein (2.533 Meter) über den Südwestgrat, unseren Aufstiegsweg. | Foto: Julia Gebauer
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Fantastische Aussicht: Der Blick vom Gipfel des Großen Widderstein (2.533 Meter) über den Südwestgrat, unseren Aufstiegsweg. | Foto: Julia Gebauer

Vom Parkplatz in Baad, dem höchstgelegenen Ort im Kleinwalsertal, geht es über eine Brücke – die Breitach wird gequert. Hier haben wir unser Ziel schon im Blick. Mächtig thront der Große Widderstein über dem Tal. Bis zur Bärgunthütte geht es entlang einer Schotterstraße, dann auf einem markierten, ziemlich ausgetretenen Pfad durch das herrliche Bärgunttal bis zum Hochalppass und weiter bis zum Felsfuß des Widderstein, wo die gutmütige Kletterei Richtung Gipfel beginnt.

Wir orientieren uns dabei stets an der weiß-blau-weißen Markierung und kraxeln ohne größere Probleme durch die Südschlucht über Schrofengelände empor (Schwierigkeitsgrad UIAA I). So erreichen wir schließlich den Südwestgrat und sehen von hier schon das Gipfelkreuz. Ein wenig Zeit sollten wir uns am Gipfel schon nehmen, denn die Aussicht ist bei schönem Wetter und guter Sicht wirklich atemberaubend!

So wie wir hinaufgekommen sind geht es auch wieder hinunter. Am Fuß des Gipfelaufbaus halten wir uns diesmal allerdings links – denn wir wollen „unseren“ Berg ja umrunden. Über die Widdersteinhütte (ein Radler auf der Terrasse ist übrigens Pflicht!) wandern wir weiter, die Rückroute führt über einen gesicherten Steig durch Gras und Latschen. Schließlich geht es über die Obere und die Hintere Gemstelalpe hinab Richtung Tal. Am Gemstelboden halten wir uns links und laufen das letzte Stück entlang der Breitach zurück zum Auto. An einem heißen Sommertag sollte man übrigens die müden Füße in das eiskalte Wasser der Breitach halten – krönender Abschluss einer großartigen Tour!

Alle Tourdaten auf einen Blick

  • Start- und Endpunkt: Wanderparkplatz in Baad (Ortsende)
  • Anfahrt mit dem PKW: B19 über Sonthofen und Oberstdorf ins Kleinwalsertal bis Baad. Aus Österreich (Vorarlberg) und der Schweiz über den Bregenzerwald (Hittisau) – Riedbergpass – Fischen – Oberstdorf. Hier ist natürlich ein direkter Anstieg zur Widdersteinhütte vom Hochtannbergpass die bessere Alternative!
  • Anreise mit dem Zug: Bahn bis Oberstdorf, dann weiter mit dem Walserbus ins Kleinwalsertal bis nach Baad. Der ÖPNV ist im Kleinwalsertal ausgezeichnet organisiert!
  • Routenverlauf: Parkplatz Baad – Bärgunthütte – Hochalppass – Widderstein Gipfel – Widdersteinhütte – Gemstelpass – Obere Gemstelalpe – Gemstelboden – Parkplatz
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Kondition: schwer
  • Höhenmeter: 1.370
  • Länge: 16,7 Kilometer
  • Dauer: 7 Stunden
  • Einkehr: Bärgunthütte, Widdersteinhütte, Gemstelalpen
  • Ausrüstung: Getränke und Brotzeit, Wanderausrüstung, Wanderstiefel. Für das letzte Stück zum Gipfel ist ein Helm empfehlenswert. In der Rinne unterhalb des Gipfelgrates besteht durch andere Bergsteiger und Steinböcke Steinschlaggefahr!

GPS-Track zur Bergtour herunterladen (per Rechtsklick + Ziel/Link speichern unter)

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Julia Gebauer

... lebt seit 2008 im Allgäu und erschließt sich nach und nach die Feinheiten des dortigen Dialekts. Sobald Schnee liegt, ist Julia am liebsten mit Ski und Fellen in den (umliegenden) Bergen unterwegs. Ebenso im Sommer, dann ist sie aber auch gerne für die ein oder andere Hochtour zu haben. Für die große Kamera muss am/im Rucksack eigentlich immer noch Platz sein. Dann gilt es auch mal, innezuhalten und IHN einzufangen, diesen wunderbaren Moment, den es nur in den Bergen gibt. Pfeil Alle Artikel von Julia Gebauer