Die Rote Flüh (2.108 Meter) ist einer der markantesten Gipfel der Tannheimer Berge und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Kletterer. Die Bergtour über den Friedberger Klettersteig ist landschaftlich spektakulär - und bietet einige tolle Tiefblicke.

Die Rote Flüh erreicht man als Wanderer in der Regel auf dem Normalweg über das Gimpelhaus. Eine interessantere Variante ist jedoch der Friedberger Klettersteig, der von der Bergstation der Füssener Jöchle-Bahn hinüberführt.

Der Friedberger Klettersteig selbst ist nicht lang, recht einfach (max. Kategorie B) und führt auf weiten Strecken bergab. Die Orientierung ist vergleichsweise leicht. Somit ist der Steig ideal für Anfänger geeignet, die das „Klettersteig-Feeling“ einmal ausprobieren wollen. Ein kleiner Hinweis gleich zu Beginn: Augen auf, denn hier wachsen Edelweiß!

Tourenverlauf des Friedberger Klettersteigs

Rote Flüh: Der schöne, aber kurze Gratweg ca. in der Mitte der Tour. | Foto: Julia Gebauer
Rote Flüh: Der schöne, aber kurze Gratweg ca. in der Mitte der Tour. | Foto: Julia Gebauer

Von der Bergstation der Bahn wenden wir uns in Richtung Süden und laufen auf einem leichten Pfad, vorbei an der Läuferspitze, direkt zum Schartschrofen. Hier befindet sich der Einstieg in den Friedberger Klettersteig. Er beginnt mit einem steilen Abstieg, der mit Drahtseilen und Eisenstiften gesichert ist.

Die Schwierigkeiten bleiben stets moderat – der Klettersteig ist ein Leckerbissen für Genießer. Das letzte Stück des Wegs zur Roten Flüh teilt man sich schließlich wieder mit den Wanderern.

Tipp: Durch die Nähe der Bergbahn kann am Friedberger Klettersteig ganz ordentlich Betrieb herrschen. Wer (sehr) früh aufbricht und den Bahnbetrieb abpasst, hat den Klettersteig (fast) für sich allein.

Am 2.108 Meter hohen Gipfel hat man einen wunderbaren Blick über das Tannheimer Tal, ins Lechtal und hinüber zum Gimpel, dem Nachbargipfel. Für den Abstieg wählt man am besten die Variante über die Tannheimer Hütte und das Gimpelhaus. So erreicht man wieder direkt den Ortskern von Nesselwängle. Von hier fährt ein Bus zurück nach Grän zur Bergbahn.

Wer noch fit ist, läuft über einen bequemen Waldweg zurück. Mit dieser Variante kommt man am sogenannten Adlerhorst vorbei, einer kleinen Hütte, die ihren Namen zurecht trägt. Hier sollte man nicht einfach vorbei laufen. Wer im Adlerhorst einmal die „Hirschspeck-Pizza“ probiert hat, wird nicht mehr den Bus nehmen …

Tourdaten im Überblick: Rote Flüh über den Friedberger Klettersteig

Der Abstieg von der Roten Flüh in Richtung Tannheimer Hütte führt durch ein flaches Kar. | Foto: Julia Gebauer
Der Abstieg von der Roten Flüh in Richtung Tannheimer Hütte führt durch ein flaches Kar. | Foto: Julia Gebauer
  • Startpunkt: Bergstation Füssner Jöchle in Grän
  • Endpunkt: Nesselwängle
  • Anfahrt mit dem PKW: A7 bis Ausfahrt „Oy-Mittelberg“, weiter auf der B310 Richtung Wertach und nach Oberjoch. Dort der Ausschilderung „Tannheimer Tal“ folgen, Ausfahrt Grän nehmen und bis zur ausgeschilderten Füssener Jöchle Bergbahn fahren. Von der Tiroler Seite über Reutte auf die B198 Richtung Lechtal bis Weißenbach, über den Gaichtpass bis Grän.
  • Bei Anreise mit dem Zug: Mit der Bahn nach Sonthofen, Pfronten/Ried oder Reutte, weiter mit dem Bus nach Grän zum Ausgangspunkt.
  • Routenverlauf: Bergstation Füssener Jöchle – Schartschrofen – Gelbe Scharte – Rote Flüh – Tannheimer Hütte – Gimpelhaus – Nesselwängle Ortskern
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Kondition: mittel
  • Höhenmeter: 580 Meter (Aufstieg) / 1.260 Meter (Abstieg)
  • Länge: 6 Kilometer
  • Dauer: 4 Stunden
  • Einkehr: Eine schöne Station auf dem Abstieg ist die Tannheimer Hütte. Bitte aktuelle Hinweise auf der Homepage beachten.
  • Ausrüstung: Genügend Getränke und Brotzeit, komplette Klettersteigausrüstung (Helm, Gurt und Klettersteigset)

GPS-Track zur Tour herunterladen (per Rechtsklick + Ziel/Link speichern unter)

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