100 TageGeld zurück Kostenloser VersandAb 50€ in D und AT
Live Chat & Hotline+49(0)8024-902290 Kostenloser Rückversandin D und AT
magazine::magazine

Ein Kletterschuh für alle Spielarten? Egal, ob beim Boudern oder Alpinklettern, in der Vertikalen oder im Überhang: Bergzeit-Athlet Bene Hirschmann setzt voll auf den Five Ten Anasazi und erklärt Euch dessen Vorteile.

Der Five Ten Anasazi VCS – mein Wegbegleiter seit der Kindheit

Bene mit 13 Jahren am Schleierwasserfall in der Route "Damengambit (8a+)". Und mit dabei: der Five Ten Anasazi VCS. | Foto: Bene Hirschmann
Linkicon

Bene mit 13 Jahren am Schleierwasserfall in der Route „Damengambit (8a+)“. Und mit dabei: der Five Ten Anasazi VCS. | Foto: Bene Hirschmann

Meinen ersten Five Ten Anasazi VCS bekam ich vor 11 Jahren von meiner damaligen Trainerin und Lehrmeisterin Marietta Uhden geschenkt. Die Tatsache, dass Marietta ihre 13 Titel als deutsche Meisterin im Lead mit genau diesem Kletterschuh erklettert hat, war für mich als damals Elfjähriger ein durchaus beeindruckender und überzeugender Grund, mich diesem Modell von Five Ten anzuvertrauen. Seitdem klettere ich kaum mehr mit einem anderen Schuh.

Viel habe ich mit dem Five Ten Anasazi VCS erlebt und erfahren – viel mehr, als hier in diesen Bericht passen würde. Eines kann ich jedoch aus voller Überzeugung für alle meine Erlebnisse mit dem Five Ten Anasazi VCS verallgemeinern: Dieser minimalistisch anmutende Schuh ohne unnötige Details hat mich nie im Stich gelassen. Weder in den steil überhängenden Zehnern am Schleierwasserfall oder in den gnadenlosen Plattenbouldern in Bleau, noch auf langen Alpinrouten oder beim Wettkampfklettern.

Merkmale des Five Ten Anasazi VCS – Minimalismus als Waffe

Eine Portion „Stealth Onyxx-Rubber“, eine solide Lage „Cowdura™“-Leder, zwei Klettverschlüsse, zwei Anziehschlaufen und ein weiches Polster unter den Velcros – mehr braucht der minimalistische Anasazi VCS nicht, um seinem Ruf als Spitzenkletterschuh gerecht zu werden. Insgesamt gilt für den Five Ten Anasazi VCS das Prinzip des absoluten Minimalismus – sowohl bezüglich der speziellen Features als auch in Bezug auf die Gummierung des Schuhs. „So viel Leder wie möglich – nur so viel Gummi wie nötig“ lautet hier die Devise! Eine mit doppeltem Gummi verstärkte Ferse und einen gummierten Toehook-Bereich sucht man hier vergeblich. Dennoch ist der Anasazi VCS eine echte Geheimwaffe.

  • Sohlengummi: Die 4,2 Millimeter Sohlengummi mittlerer Härte bieten genug Stoff für lange Boulder- und Klettertage und machen den Anasazi VCS zu einem sehr haltbaren Schuh. Der „Stealth® Onyxx™-Rubber“ hat sich sowohl in der Halle als auch auf verschiedenen Felsformen bewährt. Ob Plastik in den Boulderhallen-Wunderwelten, Granit im Zillertal, Kalk in Kochel oder Sandstein in Fontainebleau – im Gegensatz zu anderen Schuhen hat der Sohlengummi des Anasazi VCS von Anfang an einen sehr guten Grip, der mit jeder Benutzung noch besser wird.
  • Schuhspitze: Die Spitze des Schuhs ist mit einer ausgeprägten Gummikante ausgestattet. Viele andere Kletterschuhe haben eine abgerundete Spitze, was das Antreten auf kleinen Leisten und Kanten oft erschwert. Der Anasazi VCS hat dieses Problem hingegen nicht. Nachteil: Der Schuh bereitet in kleinen Löchern teils gewisse Schwierigkeiten, da die Spitze breiter ist und man nicht so gut in die Löcher hineintreten kann.
  • Die Anziehschlaufen des Anasazi VCS (zwei an der Zahl) halten auch energischem Ziehen und Zerren stand. Wenn der Einstieg in den Schuh etwas schwerfällt, schaffen die Schlaufen Abhilfe. Abreißen durch häufiges, starkes Anziehen – Fehlanzeige!
  • Velcro-Verschlüsse: Die Klettverschlüsse erlauben ein schnelles An- und Ausziehen des Kletterschuhs, was besonders bei Alpintouren sehr angenehm ist, wenn einem am Standplatz die Füße weh tun. Wie bei den Anziehschlaufen gilt auch hier: Die Velcros sind sehr stabil und der Klett behält seine Haltekraft auch nach langer Benutzung bei.

Ein kleiner Tipp noch zur Pflege der Schuhspitze des Five Ten Anasazi VCS: Die Erfahrung hat gezeigt, dass es oft vorteilhaft ist, die scharfe Kante der Antret-Zone mit einer feinen Raspel etwas abzurunden. Doch Vorsicht: Die Rede ist hier nicht vom Zerstören der halben Gummikante, sondern lediglich vom Entgraten des äußersten Kantenrandes. Diese biegt sich nämlich auf kleinen Tritten gerne etwas auf, sodass man nicht optimal steht.

Kleine, abstehende Gummiränder an der Kante der Schuhspitze entstehen während der Produktion (beim Zusammenkleben der Schuhspitze) sozusagen „ganz natürlich“. Wer eine optimale Trittperformance im High End-Bereich wünscht, dem sei das Abfeilen bzw. Entgraten der minimal überstehenden Gummikante ans Herz gelegt.

Übung macht den Hook-Meister!

Der Heelhook beim Alpinklettern in Bavella, Korsika, hält. Der Five Ten Anasazi gibt guten Halt, wenn man den Fuß aktiv setzt. | Foto: Bene Hirschmann
Linkicon

Der Heelhook beim Alpinklettern in Bavella, Korsika, hält. Der Five Ten Anasazi VCS gibt guten Halt, wenn man den Fuß aktiv setzt. | Foto: Bene Hirschmann

Die Ferse des Anasazi VCS bietet keine spezielle Gummikante oder verstärkte Auflagefläche für Hooks. Dennoch lassen sich mit diesem Schuh Heelhooks aller Art professionell bewerkstelligen. Eine Umstellung von einem Schuh mit speziell angepasster Hook-Ferse (z.B. La Sportiva Solution) auf den minimalistischen Five Ten Anasazi VCS ist durchaus gewöhnungsbedürftig. Aktives Hooken ist angesagt! Die Ferse muss sauber platziert und, aufgrund der fehlenden Hook-Gummikante, unter Spannung auf dem Tritt gehalten werden. Dies ist sicherlich nicht jedermanns Sache.

Wer sich jedoch geduldig einige Male mit der Ferse des Anasazi VCS auseinandersetzt, wird zum einen spüren, dass dieser Schuh genauso gut zum Hooken verwendet werden kann wie spezielle „Hook-Waffen“. Zum anderen wird sich – quasi als positiver Nebeneffekt – die Heelhook-Technik automatisch verbessern, weil man sich aktiv in die Ferse einfühlen muss, um den gewünschten Halt zu erlangen. Also nur keine falsche Scheu beim Hooken mit dem Five Ten Anasazi VCS! Die anfänglichen Schwierigkeiten weichen bald wahrer Hook-Kunst.

Toehooks sind eine spezielle Angelegenheit. Ein weiteres Mal haben die Schöpfer dieses Schuhs im Sinne des positiven Minimalismus beim Anasazi VCS im Zehenbereich keine gummierte Oberfläche für Toehooks eingebaut. Blankes Leder ziert an dieser Stelle den Schuh. Für einen ambitionierten Hallenboulderer mag es anfangs keine größere Abschreckung geben als diese Eigenschaft. Aber keine Sorge – ich konnte bisher noch jeden Toehook problemlos mit diesem Schuh bewältigen. Das Leder hat nur eine verschwindend geringere Reibung als normaler Gummi. Zudem bildet der Abschluss der gummierten Fußspitze eine hervorstehende Gummikante über den Zehen, die sich bei Toehooks automatisch in den Tritten verhakt.

Größenwahl beim Anasazi – Achtung, Naturleder!

Kletterer und Anasazi in der Route "Höhenrausch (7b+)" im Magic Wood, Schweiz. | Foto: Bene Hirschmann
Linkicon

Boulderer und Anasazi VCS in der Route „Höhenrausch (7b+)“ im Magic Wood, Schweiz. | Foto: Bene Hirschmann

Der Five Ten Anasazi VCS fällt im Vergleich zur normalen Straßenschuhgröße recht klein aus.

  • Daher empfehle ich pauschal, den Schuh ein bis zwei EU-Schuhgrößen kleiner zu tragen als die Alltags-Schuhgröße.
  • Kletterteam-Kollege David trägt die Anasazi VCS beispielsweise fürs Alpinklettern eine halbe Nummer kleiner als die Straßenschuh-Größe, fürs Sportklettern eine ganze Größe kleiner.

Anders als Schuhe aus synthetischem Material besteht der Anasazi VCS neben dem Sohlengummi primär aus echtem Leder. Dies bietet gleich mehrere Besonderheiten gegenüber Polyester und anderen „künstlichen Stoffen“:

  • Der Lederschuh weitet sich nach mehrmaliger Benutzung nochmals um ca. eine halbe EU-Schuhgröße. Deshalb sollte man beim ersten Anprobieren einen etwas engeren Schuh wählen, in den man gerade noch so hineinschlüpfen kann. Das Leder erledigt den Rest  und verhilft dem Kletterschuh zu einer angenehmen, individuellen Passform.

Tipp Nr. 2

Ein kleiner Tipp zum Hineinschlüpfen in anfangs sehr enge Kletterschuhe: Einfach ein Stück Plastikfolie auf die Ferse legen und diese wie einen Schuhlöffel benutzen. Damit gleitet der Fuß wesentlich leichter in den Schuh und die Anziehschlaufen bzw. Finger werden beim Anziehen nicht allzu sehr strapaziert. Die Folie kann beim Klettern im Schuh bleiben und stört dort nicht weiter.

Die Passform – breit und gepolstert

Am Standplatz beim Alpinklettern im Val Restonica, Korsika. | Foto: Bene Hirschmann
Linkicon

Am Standplatz beim Alpinklettern im Val Restonica, Korsika. | Foto: Bene Hirschmann

Die Passform des Five Ten Anasazi VCS eignet sich für breitere Füße. Die Höhe des Mittelfußknochens schränkt die Schuhauswahl nicht ein, da der Velcro-Verschluss mit den darunterliegenden Polstern eine beliebige Höhe des Fußes zulässt. Da die Spitze recht schmal geschnitten ist, sollten die drei kleinen Zehen nicht allzu lang sein, da sie sonst unter Umständen recht eng an der Seite der Schuhspitze anliegen und etwas zusammengedrückt werden.

Kletterer mit einem stärker gewölbten Innenrist haben an der Innenseite und am Boden des Schuhs häufig etwas viel Luft. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass auch das kein Problem darstellt: Die Gesamtspannung des Anasazi VCS und ein sicheres Gefühl im Schuh bleibt auch dann erhalten, wenn sich etwas Luft im Schuh befindet.

Leichtes An- und Ausziehen

Der Anasazi VCS ist so konzipiert, dass der Schuh durch Lösen der Klettverschlüsse und Anheben der Velcro-Polster längs zur Hälfte geöffnet werden kann. Dies ermöglicht ein problemloses Hineinschlüpfen. Der Schuh ist um die Ferse herum recht tief ausgeschnitten, sodass die beiden Fußknöchel freiliegen und nicht unter dem Fersenzug eingequetscht werden.

Kletterer mit niedrigen Knöcheln werden mit der Passform des Anasazi VCS ihre Freude haben. Trotz des „tiefen Ausschnitts“ bietet der Anasazi VCS eine hervorragende Vorspannung. Man bekommt nie das unangenehme Gefühl, gleich aus der Ferse herauszurutschen.

Der Anasazi VCS Velcro hat zwar eine tolle Vorspannung, jedoch keinen Downturn. Ganz im Gegenteil: Nach einigen Einsätzen beim Klettern biegt sich die Spitze sogar etwas nach oben und lässt den Schuh regelrecht harmlos aussehen. Doch weit gefehlt! Trotz des fehlenden Downturns ist ein Ansteigen auf jedem noch so kleinen Tritt problemlos möglich.

Einsatzbereiche – getestet bei allen Spielarten des Kletterns

Auch beim Bouldern im Magic Wood, Schweiz, macht der Five Ten Anasazi VCR eine gute Figur. | Foto: Bene Hirschmann
Linkicon

Auch beim Bouldern im Magic Wood, Schweiz, macht der Five Ten Anasazi VCS eine gute Figur. | Foto: Bene Hirschmann

In der Navajo-Sprache bedeutet der Ausdruck „Anasazi“ soviel wie „die alten Feinde“. Auf das Klettern übertragen, kann mit den „alten Feinden“ eigentlich nur eines gemeint sein: Die allgemein gefürchtete und bekämpfte Schwerkraft. Jener physikalischen Kraft, ohne die es unseren Sport gar nicht geben würde, gilt es sich beim Klettern zu widersetzen.

Mit welcher „Waffe“ könnte sich dies besser bewerkstelligen lassen als mit dem Anasazi VCS, der „Waffe gegen die feindliche Schwerkraft“? Ich konnte den Anasazi VCS bisher in allen erdenklichen Spielformen des Kletterns testen und ihn gegen die Schwerkraft einsetzen, meist mit Erfolg. Und wenn die Schwerkraft dann doch einmal gesiegt hat, war ganz bestimmt nicht die Waffe „Anasazi VCS“ schuld, sondern der Kämpfer selbst, sprich meine Wenigkeit.

100% Gefühl

Beim Sportklettern liegt die ganz große Stärke des Anasazi VCS mit Sicherheit im Stehen auf kleinen, abschüssigen Tritten. Viele Kletterschuhe versagen hier aufgrund zu extremer Vorspannung oder einer runden Schuhspitze den Dienst, weil man einfach zu wenig Druck auf den Tritt bringt. Jedoch nicht der Anasazi! Durch die Flexibilität an der Spitze, den fehlenden Downturn und der scharfen, ausgeprägten Gummikante zum Antreten hat man zu hundert Prozent das Gefühl, auf dem Tritt zu stehen und nicht irgendwo in dessen Nähe. Wenn dieser Schuh einmal gut platziert ist, vermittelt er dem Kletterer das Gefühl absoluter Trittsicherheit. Plattenboulder in Bleau oder auch in der Halle sind plötzlich keine abschreckende Herausforderung mehr. Auch lange, technische Routen am Fels stehen der Waffe Anasazi VCS machtlos gegenüber.

Ich kenne einige Kletterer und Boulderer, die bis vor kurzem noch auf Schuhe mit starkem Downturn geschworen haben. Nachdem sie sich das erste Mal den Five Ten Anasazi VCS zugelegt hatten, waren die Meinungen anfangs gespalten. Der Umstieg von einer Downturn-Waffe wie dem Five Ten Team VXi auf den Anasazi ist anfangs eine große Umstellung. Wie auch beim Hooken ist mit diesem Schuh „aktives Steigen“ angesagt.

Tritte müssen gut platziert werden, die Spannung auf den Fuß muss gehalten werden. Je länger die „Umsteiger“ jedoch mit dem Five Ten Anasazi VCS unterwegs waren, desto begeisterter waren fast alle von diesem Schuh. Allein im letzten Jahr sind gut 80 Prozent der Kletterer aus meinem Freundeskreis auf den Anasazi VCS umgestiegen.

Reibungsverhalten

Beim Klettern an der Schüsselkarspitze. | Foto: Bene Hirschmann
Linkicon

Beim Klettern an der Schüsselkarspitze. | Foto: Bene Hirschmann

Oft besteht bei stark vorgespannten Schuhen mit Downturn das Problem darin, dass nur durch die vorderste Schuhspitze Druck auf den  Tritt gebracht werden kann. Das ist oft fatal wenn es darum geht, großflächig auf Reibung anzutreten. Selbst im Weltcup kommt es vor, dass Kletterer mit Downturn-Schuhen von Reibungstritten abrutschen, weil sie zu wenig Fläche auf den Tritt bringen. Wer hingegen mit dem Anasazi VCS auf Reibung antritt, hat die komplette Schuhspitze und zusätzlich den Bereich des Ballens zur Verfügung, um Reibungstritte zu belasten. Der fehlende Downturn erweist sich bei diesem Schuh als einer der größten Vorteile und hat mir schon über zahlreiche Reibungsplatten und abschüssige Tritte hinweggeholfen.

Im Überhang

Doch nicht nur in senkrechter Wandkletterei, auch im Überhang lässt der Anasazi VCS nichts zu wünschen übrig. Der oft verbreitete Mythos, dass man mit Downturn überhängende Routen besser Klettern kann, wird durch den Five Ten Anasazi VCS definitiv widerlegt. Auch beim Ziehen an kleinen Tritten in überhängenden Bouldern und Routen lässt sich dieser Schuh als Waffe einsetzen.

Stärkung des Kletterstils

Insgesamt bin ich der Meinung, dass der Five Ten Anasazi VCS den eigenen Kletterstil verbessert. Er fordert den Kletterer regelrecht dazu auf, aktiv anzusteigen und sich nicht blind auf den Kletterschuhs zu verlassen. Wer sauber ansteigt und die Spannung auf dem Fuß aktiv durch eine gute Körperspannung und Vertrauen in den Tritt aufrechterhält, wird im Anasazi VCS einen Kletterschuh finden, der auch bei noch so kleinen Tritten standhaft bleibt und einem beim Stehen das Gefühl absoluter Sicherheit vermittelt.

Ich würde den Anasazi VCS jedem Kletterer empfehlen, der vielseitig in der Vertikale unterwegs ist und sich nicht auf eine Spielart des Sports spezialisiert hat. Als DER Allround-Schuh der Kletterschuhbranche schlechthin lässt sich der Anasazi VCS beim Bouldern, beim Sportklettern und beim Alpinklettern einsetzen. Seine Funktion als Allrounder bedeutet jedoch unter keinen Umständen, dass er in einer dieser Disziplinen nur als „Ersatz“ für einen spezialisierten Schuh dienen muss! Egal wo man mit dem Anasazi VCS unterwegs ist – er entfaltet seine Vorzüge in allen Varianten des Kletterns und Boulderns in gleicher Weise.

Der altbewährte Klassiker unter den Five Ten Kletterschuhen

Der Five Ten Anasazi VCR beim Alpinklettern in Bavella, Korsika. | Foto: Bene Hirschmann
Linkicon

Der Five Ten Anasazi VCS VCR beim Alpinklettern in Bavella, Korsika. | Foto: Bene Hirschmann

Das Schuhsortiment von Five Ten ist sehr vielfältig und bietet für jeden etwas. Der Five Ten Anasazi VCS ist einer der bewährtesten Schuhe von Five Ten – er ist seit über zwei Jahrzehnten erhältlich. Hinsichtlich des Anwendungsbereichs bietet er einen perfekten Mittelweg zwischen einem angenehmen Komfortschuh und einer High End-Waffe.

Der Five Ten Team in seinen verschiedenen Varianten und der ebenfalls verwandte Hiangle-Schuh haben im Vergleich zum Anasazi VCS einen starken Downturn. Sie sind zudem etwas weicher und haben insgesamt mehr Gummi auf der Ferse und im Toehook-Bereich. Deshalb sind diese Schuhe mehr fürs Bouldern und steile Kletterei geeignet.

Der Anasazi VCS lässt sich sowohl im Überhang als auch in technisch anspruchsvoller Wandkletterei einsetzen. Er vereint somit die Eigenschaften des Downturn-Sortiments von Five Ten und die Vorzüge der Five Tens ohne Downturn. Der engste Verwandte des Anasazi VCS ist der Five Ten Anasazi Lace-up. Dieser ähnelt dem Anasazi VCS in Passform und Ausstattung sehr, hat jedoch eine etwas schmalere Passform, eine etwas härtere Sohle und Schnürsenkel anstatt der Klettverschlüsse.

Was macht den Anasazi VCS so besonders? – Ein Fazit

Die größte Besonderheit des Five Ten Anasazi VCS ist meiner Meinung nach der unbegrenzte Einsatzbereich. Es gibt viele Kletterschuhe, die nur in einem speziellen Bereich (z.B. überhängende Boulder oder Wettkampfboulder) wirklich gut angewendet werden können und dafür woanders ihren Dienst versagen. Wer keine Lust darauf hat, beim Klettern durch den Schuh eingeschränkt zu werden, sollte einfach mal den Five Ten Anasazi VCS ausprobieren!

Mit diesem Kletterschuh halten Hooks im Überhang genauso gut wie abschüssige Reibungstritte. Und falls ihr zu den Kletterern zählt, die auf Volumes in der Halle und kleinen Tritten im Fels gerne mal dem Ruf der Schwerkraft folgen, sei euch gesagt: Ihr habt den falschen Kletterschuh – zumindest bis jetzt. Denn der Anasazi VCS wartet schon sehnsüchtig auf euch!

Mehr zum Thema Kletterschuhe im Bergzeit Magazin

Bene Hirschmann

... klettert und bouldert für sein Leben gerne. Überall dort wo es steil und hart zur Sache geht trifft man den ambitionierten Studenten mit den dicken Armen. Pfeil Alle Artikel von Bene Hirschmann