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Die Evolution der Revolution

Leki Black Series CLD Trekkingstöcke im Test

5 Minuten Lesezeit
30 Gramm spart Leki beim neuen Black Series CLD gegenüber dem Vorgängermodell ELD und setzt damit eine neue Benchmark in Sachen Faltstöcke. Doch wie wirkt sich die Gewichtsreduktion aus? Und wie funktioniert das neue Verschlusssystem? Sebastian Krejci hat für Bergzeit den Praxistest gemacht.

Wanderstöcke sind mittlerweile fester Ausrüstungs-Bestandteil bei einer Vielzahl von Bergsportarten. Ihr Nutzen ist mittlerweile allgemein anerkannt. Sie entlasten Knie und Gelenke und helfen das Gleichgewicht zu halten. Deshalb gehören sie, neben Rucksack und Wanderschuhen, zur Grundausstattung beim Wandern. Und gerade beim Tragen schwerer Lasten bieten sie einen wichtigen Vorteil, vorausgesetzt sie sind richtig auf die Körpergröße eingestellt:

Das Design der Leki Black Series CLD im Detail.
Die Leki Black Series CLD Stöcke: Black-Out Design und hochwertige Materialien machen die Stöcke aus! | Foto: Sebastian Krejci

Obwohl Wanderstöcke weit verbreitet sind, ist die Anzahl der Hersteller recht überschaubar. Leki ist sicher die präsenteste Marke in den heimischen Bergen, und das mit gutem Grund: Neben qualitativ hochwertigen Produkten, sei es im Alpinski-, Langlauf-, oder Wanderstockbereich, und einem sehr guten Kundenservice mit langer garantierter Ersatzteilversorgung, wartete das Unternehmen aus Kirchheim unter Teck in den letzten Jahren auch mit einer Vielzahl an Innovationen  auf.

Leki hat vor Jahren das Potential von Faltstöcken erkannt und sich diesem Thema sehr stark gewidmet. Ein besonderes Augenmerk legte Leki dabei immer wieder auf das Verschluss- und Verstellsystem. Mittlerweile – so möchte man meinen – gibt es fast nichts mehr zu verbessern. Doch mit dem neuen Black Series CLD beweist Leki wieder einmal das Gegenteil.

Was macht den Leki Black Series CLD so besonders?

Lekis neuer Faltstock wird, wie in dieser Klasse mittlerweile üblich, aus einem optisch und qualitativ sehr edlen Carbonrohr gefertigt. Die Aluminiumhülsen zwischen den Segmenten sorgen für eine absolut passgenaue Verbindung der einzelnen Steckelemente und garantieren auch eine wackelfreie Verbindung.

Fester Bestandteil der Leki Trekkingstöcke ist seit einigen Jahren auch der Aergon Griff, welcher eine bequeme Griffposition gerade beim Bergabgehen ermöglicht. Die weiche Handschlaufe legt sich angenehm um den Handrücken ohne zu drücken oder reiben.

Obwohl der Black Series CLD kein ausgesprochener Winterstock ist, verfügt er dennoch über eine lange Griffzone. Ein schnelles, kürzeres Umgreifen in steilen Passagen ist so sehr leicht möglich. Gerade bei stark wechselnden Geländepassagen ist das richtig angenehm.

Die größte Neuheit an diesen Stöcken ist aber das CLD-Verschlusssystem.

Verschluss: Wie funktioniert das CLD-System?

Das ELD und CLD Verschlusssystem von Leki im Vergleich.
ELD (links) und CLD (rechts) Stocksystem im Vergleich: auch das Design ist einfacher geworden. | Foto: Sebastian Krejci

Die Abkürzung CLD steht für „Core Locking Device“. Beim ersten flüchtigen Blick auf die Faltstöcke fallen einem die Unterschiede gar nicht auf. Doch anders als bei den Vorgängermodellen der letzten Jahre – mit Push-Button, oder dem ELD-Verschluss (External Locking Vevice) – liegt die Arretierung hier, wie der Name schon sagt, im Inneren verborgen. Anfangs ist die Verriegelung zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig und erinnert mich etwas an den Druckmechanismus eines Kugelschreibers.

Öffnet man den Verschluss, wird beim Herausziehen eine grüne Markierung mit der Beschriftung „Lock“ sichtbar. Ist diese verriegelt, ist auch das innen liegende Seilsystem gespannt und der Faltstock kann wie gewohnt in der Höhe verstellt werden. Zum Entriegeln muss man lediglich kurz am unteren Rohr ziehen und die Markierung verschwindet. Das Seil wird dadurch entspannt und der Stock kann zusammengefaltet werden.

Betrachtet man sich die Sache genau, dann ergeben sich daraus einige entscheidende Vorteile:

  • Das innenliegende CLD-System ist vor Verschmutzung und äußeren Einflüssen geschützt
  • Vergleicht man das Vorgängermodell, wird deutlich, dass Leki durch das neue System ein Rohr gespart hat – das bedeutet auch weniger Gewicht

Praktischerweise hat Leki selbst ein Erklärungsvideo des neuen Systems erstellt:

Praxistest: Was können die Black Series CLD von Leki?

Eine Person beim Gleitschirmfliegen.
Mit den Leki Black Series CLD gings für mich hoch hinaus. | Foto: Sebastian Krejci

Die letzten Monate hatte ich Gelegenheit die Faltstöcke bei einigen Hike&Fly-Touren mit dem Gleitschirm zu testen. In puncto Stabilität knüpft das neueste Modell von Leki nahtlos an bewährte Vorgänger an. Auch wenn ich mich am Anfang etwas an das neue CLD-System gewöhnen musste, funktioniert der Spannmechanismus bis dato tadellos.

Die Optik erscheint durch die reduzierte Konstruktion und das komplett schwarze Design deutlich sauberer. Die Griffzone bei der Black Series verlängert sich um einige Zentimeter und wird so noch komfortabler.

Der Black Series CLD besteht, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, nur noch aus vier statt fünf Segmenten, ist schlanker am Oberrohr und noch leichter: Nur noch 205 Gramm bringt der neue Black Series CLD auf die Waage (die Black Series ELD Stöcken – der Vorgänger – hingegen 235 Gramm)! Dadurch wird das Schwungverhalten verbessert und der Stock lässt sich noch präziser setzen.

Mein Test Fazit zu den Leki Black Series CLD Faltstöcken

Für mich setzt Leki mit den Black Series CLD einmal mehr die Benchmark bei Faltstöcken! Handling, Optik und Gewicht wissen zu überzeugen. Einen Wehrmutstropfen hat das neue Flaggschiff von Leki aber leider doch: erstklassige Technik hat auch ihren Preis. Mit stolzen 199 Euro dürfte der Black Series CLD auch preislich eine Spitzenposition einnehmen. Dafür erwartet einen beim Kauf ein treuer Begleiter, der erfahrungsgemäß mehrere Jahre durchhält.

Momentan sind die Leki Black Series CLD leider nicht erhältlich. Passende Alternativen an Faltstöcken findest Du hier:

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