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Der Allesbrenner

MSR Whisperlite Universal Combo: Ein Multifuel-Kocher im Test

4 Minuten Lesezeit
MSR hat mit dem Whisperlite Universal Combo einen Outdoor-Kocher im Programm, der von Benzin über Petroleum bis Gas (fast) alles verbrennt. Ramòn Schweden und David Kurz haben das Multitalent während eines Biwaks in den Zillertaler Alpen getestet.

Richtige Bedienung will beim MSR Whisperlite gelernt sein!

Schönes Flammenbild: Der MSR Whisperlite hat nicht nur einen ausgezeichneten Stand, sondern auch eine optimale Wärmeleistung. | Foto: Ramón Schweden/David Kurz
Schönes Flammenbild: Der MSR Whisperlite hat nicht nur einen ausgezeichneten Stand, sondern auch eine optimale Wärmeleistung. | Foto: Ramón Schweden/David Kurz

Beim Auspacken des MSR Whisperlite Universal Combo wird schnell deutlich, dass man nicht umhin kommt, die Bedienungsanleitung zu studieren. Im praktischen schwarzen Packsack befindet sich einiges an Zubehör, dessen Bestimmung dem unerfahrenen Mehrstoffkochernutzer zunächst fraglich erscheint. Das Besondere an diesem Campingkocher ist nämlich, dass er für verschiedene Brennstoffe geeignet ist.

Benzin, Petroleum oder Gaskartuschen – für diese drei Brennstoffe kann der Kocher mit den passenden, mitgelieferten Düsen versehen werden. Die MSR AirControl-Technologie sorgt dann automatisch für das richtige Brennstoff-Luft Gemisch. Also am besten erst einmal die Bedienungsanleitung lesen und den Kocher für den jeweiligen Brennstoff rüsten.

Handhabung: Leichter als gedacht

Der Umgang mit dem Campingkocher erweist sich als einfacher als zu Beginn gedacht. Hat man einmal verstanden, wie der Kocher funktioniert, hat man die Bedienung schnell automatisiert.

Eine Biwaknacht ist der perfekte Anlass, um einen Kocher auf Herz und Nieren zu prüfen. | Foto: Ramón Schweden/David Kurz
Eine Biwaknacht ist der perfekte Anlass, um einen Kocher auf Herz und Nieren zu prüfen. | Foto: Ramón Schweden/David Kurz

Unsere Erwartungshaltung an den Kocher war groß – somit war klar, dass er unter etwas extremeren Bedingungen getestet werden musste. Diese fanden sich schließlich in einem Biwak auf rund 2500 Metern am Olperer im Zillertal. Nachdem wir den Kocher aus dem Rucksack packten, waren wir ein bisschen enttäuscht, da der Rucksack aufgrund des geringen Gewichts des Kochers kaum leichter wurde.

Als wüsste der Olperer um unser Vorhaben, einen Kocher zu testen, bescherte er uns Regen und starken Wind für optimale Testbedingungen. Der mitgelieferte, gefaltete Aluminiumabschnitt ergab nun auch einen Sinn: Es ist der Windschutz!

Multifuel-Kocher im Benzinbetrieb

Zum Entzünden des Kochers mit Benzin dreht man am Regler für die Brennstoffzufuhr und füllt den Brenntopf zu 2/3. Nun schließt man den Regler und zündet die Flüssigkeit an. Hat sich die Flamme nach ca. zwei Minuten etwas verkleinert, öffnet man erneut den Regler und nun ist der Kocher bereit für den Kochbetrieb.

Der Regler für die Brennstoffzufuhr reagiert etwas verzögert, doch dafür bekommt man schnell ein Händchen und der Kocher wird allen Ansprüchen gerecht –  vom sachten vor-sich-hin-köcheln bis zum Fegefeuermodus (dabei ist er im Übrigen erstaunlich leise und macht seinem Namen alle Ehre!).

Falls man doch einmal den Start vergeigt und die Flamme erlischt, muss man den Kocher einige Minuten abkühlen lassen, bevor man ihn erneut entzünden kann, da der Brennstoff ansonsten aufgrund der Resthitze verdunsten würde. Der Hersteller gibt für die ungefähre Kochzeit von einem Liter Wasser dreieinhalb Minuten an, was wir durchaus für realistisch halten.

Ein Kocher für alle Fälle

Da wir in wenigen Tagen zum Bergsteigen in den Himalaya fliegen, haben wir uns bewusst für dieses Modell entschieden, nachdem wir den Kocher zum ersten Mal bei einem anderen Bergsteiger am Mont Blanc gesehen haben und fasziniert von der Leistung in großer Höhe waren.

Beim Betrieb mit Benzin oder Petroleum verliert der Kocher nicht an Brennleistung in größeren Höhenlagen, außerdem sind diese Brennstoffe fast überall auf der Welt erhältlich. Für kleinere Abenteuer lässt er sich auch mit Gaskartuschen betreiben. Diese Vielseitigkeit hat uns beeindruckt!

Durch die durchdachte Bauweise ist er ein idealer Begleiter für Touren, bei denen es auf das Gewicht ankommt und man dennoch nicht an der Qualität sparen möchte. Das im Lieferumfang enthaltene Werkzeug für die Wartung und die Möglichkeit, den Kocher mit den richtigen Ersatzteilen selbst reparieren zu können, sichern einem die warme Mahlzeit auch in der entlegensten Gegend!

Der Multifuel-Kocher kann mit Benzin, Petroluem, Kerosin und Gas betrieben werden. | Foto: Ramón Schweden/David Kurz
Der Multifuel-Kocher kann mit Benzin, Petroluem, Kerosin und Gas betrieben werden. | Foto: Ramón Schweden/David Kurz

Test-Fazit zum MSR Whisperlite Universal Combo

„Bessere, sicherere und zuverlässigere Ausrüstung ist der Schlüssel zu großartigen Abenteuern“ – so lautet, frei übersetzt, der Slogan der 1969 von Larry Penberthy gegründeten Firma Mountain Safety Research (MSR). Beim Test des Kochers wurde uns klar, dass die Firma ihr Motto bei jedem einzelnen Artikel sehr ernst nimmt. Somit freuen wir uns auf noch viele großartige Abenteuer mit unserem neuen MSR Whisperlight Universal Combo!

Daten und Infos zum MSR Whisperlite Multifuel-Kocher

  • Gewicht: 326 Gramm (Kocher ohne Pumpe)
  • Siedezeit 1 Liter Wasser: 3,5 Minuten
  • Brennstoffe:  Benzin, Gas, Petrolium
  • Leistung:  ca. 3000 W

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