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Die neue Daune?

Der Patagonia DAS Light Hoody im Test

4 Minuten Lesezeit
Mit der federleichten DAS Light Hoody hat Patagonia eine spannende Jacke aus leichten recycelten Materialien im Portfolio. Was die winddichte warme Jacke kann, hat Testerin Vero ausgiebig probiert. Beim Gleitschirm fliegen und auf dem Bike - die Jacke war immer dabei. Hier gibt's den ganzen Test.

Manchmal zählt nun mal der erste Eindruck. Alex hat mein Bergzeit Paket mit dem neuen seidig-glänzenden Patagonia DAS Light Hoody, eine Kapuzenjacke, einfach ausgepackt. Als ich nach Hause kam, strahlte er mich nur an und sagte: „Fass das mal an! Und schau mal wie leicht die ist!“

Und Tatsache, eine unglaublich geschmeidige Haptik kombiniert mit einer Leichtigkeit (keine 264 Gramm!), so dass die technische Funktionalität und der vielseitige Einsatzbereich fast in den Schatten gestellt werden. Auch wenn ich die Jacke eigentlich primär im sportlichen Bereich nutzen wollte, muss ich kleinlaut gestehen, dass ich das gute Stück immer und überall anziehe, so dass meine anderen Jacken nur traurig im Schrank schmollen können.

Die DAS Light Jacke ist nicht nur super leicht, sondern auch kuschelig warm. Und Veros Lieblings-Begleiter - sorry an die anderen Jacken.

Vero Wöckner

Die DAS Light Jacke ist nicht nur super leicht, sondern auch kuschelig warm. Und Veros Lieblings-Begleiter – sorry an die anderen Jacken.


Soft Facts

Der Light Hoody kommt in drei schönen Farben, und zwar Burgundrot, Violett und ein Marineblau, so dass mir zumindest die Entscheidung schwergefallen ist. Etwa zwei Drittel der Kunstfasern ist – wie bei Patagonia üblich – rezykliertes Material, aber bemerkbar macht sich das an der Qualität nicht. Zudem ist die Herstellung dieses Produkts Fair Trade zertifiziert.

Recycling Material und Fair Trade Zertifizierung: Die DAS Light Hoody Jacke kombiniert das mit Funktionalität und Leichtigkeit

Vero Wöckner

Recycling Material und Fair Trade Zertifizierung: Die DAS Light Hoody Jacke kombiniert das mit Funktionalität und Leichtigkeit


Das extrem leichte Material ist winddicht und durch die Konstruktion frei von Kältebrücken.

Vero Wöckner

Das extrem leichte Material ist winddicht und durch die Konstruktion frei von Kältebrücken.


Hard Facts

Überrascht hat mich die Materialauswahl für das Außenmaterial, da hier Ripstop-Stoff mit PU- sowie DWR-Beschichtung des Herstellers Pertex verwendet wird. Ich kannte die Art von Material vom Gleitschirm, der vermutlich ähnliche Anforderungen hat wie eine Outdoorjacke: so leicht, so beständig wie möglich und vor allem luftdicht. Die Jacke ist demnach nicht nur wasserabweisend, sondern auch komplett winddicht. Wenn die Nähte noch dazu laminiert wären, würde ich die Jacke fast als komplett wasserdicht bezeichnen.

Die Isolation besteht aus Plumafill (100 % recycled PE) mit leichten 65 g/m2 und soll die gleiche Wärmeleistung bringen, wie Daune in dergleichen Gewichtsklasse. Was mir gefällt ist, dass die Jacke nicht abgesteppt ist. Vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber durch das an der Steppnaht fehlende Material kriecht die Kälte in die warme Stube und beim Light Hoody sind diese Kältebrücken einfach wegkonstruiert.

Die warme Jacke spielt ihre Stärken auch bei windigen Verhältnissen aus.

Vero Wöckner

Die warme Jacke spielt ihre Stärken auch bei windigen Verhältnissen aus.


Der Rest des Designs ist bei der Light Version (es gibt noch eine «schwere» DAS Parka) ist schlicht gehalten. Das heißt, es gibt einen hochwertigen Kunststoff-Zweiwege-Frontreißverschluss, zwei Seitentaschen und eine Brusttasche. Die Kapuze ist gut proportioniert, so dass ein Helm darunter passt und für mehr periphere Sicht kann man diese noch an der Kopfhinterseite über einen Gummizug zusammenziehen. Die Jacke ist etwas länger geschnitten, was meinen Nieren eine Freude bereitet, da ich mit ihr auch gerne zur Arbeit radle. Sie lässt sich außerdem erstaunlich komprimieren, aber beim Versuch die Jacke in die linke Seitentasche zu verstauen, bin ich irgendwie gescheitert.

Real Facts

Ich habe die Jacke nun wirklich in fast allen Lebens- und einigen Sportlagen getestet. Man zieht die Jacke an und fühlt sich wohl. Der Schnitt sitzt wie angegossen. Wir waren zum Hike & Climb & Fly in Braunwald unterwegs. Bevor die Sonne morgens über die Gipfel schaut und der Raureif unter den Füßen knistert, ist es im Herbst schon sehr kalt in den Bergen. Ich hatte es mit der Jacke jedoch pudelwarm. In der Sonne wird es dann solange man sich bewegt wieder wärmer. Spätestens jedoch, wenn man unterm Gleitschirm hängt und den letzten Thermiken der Saison nachhascht, kann die Kälte und der Fahrtwind zum Spielverderber werden. Die duale Funktion, Wärmeregulation und Winddichtigkeit, ist daher ideal für Outdooraktivitäten wie Gleitschirmfliegen und Klettern, bei denen man sich zeitweise eben mal nicht bewegt. Was mich jedoch am meisten begeistert ist, dass ich die Jacke auf Grund der ansprechenden Optik auch gerne zur Arbeit anziehe. Beim Fahrradfahren bleibt es mir warm und das Jäckchen lässt sich gut mit sportlich-eleganten Outfits kombinieren.

Die leichte Jacke macht sowohl beim Fahhradfahren ...

Vero Wöckner

Die leichte Jacke macht sowohl beim Fahhradfahren …


... als auch beim Gleitschirm fliegen eine gute Figur.

Vero Wöckner

… als auch beim Gleitschirm fliegen eine gute Figur.


Fazit

Der Patagonia DAS Light Hoody stellt endlich mal eine ernstzunehmende Alternative zur ultraleichten Daune dar, glänzt in zeitlosem Design und vermittelt alles andere als das Gefühl alte Plastikflaschen zu tragen. Diese Jacke hat zwar ihren Preis, aber sie lässt mich was die Verarbeitung, den frauenspezifischen Schnitt und die Gemütlichkeit sowie Funktion wunschlos glücklich.

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