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Tourenski – viel mehr als nur durch den Schnee wandern

Eine richtige Tourenski Ausrüstung lohnt sich. Sie erleichtert den Bergaufstieg und lässt die Abfahrt zu einem besonderen Erlebnis werden. Wählen Sie spezielle Bindungen, Schuhe und Ski in unterschiedlichen Designs, Größen und Konstruktionen. Suchen Sie sich entweder einzelne Artikel aus oder nutzen Sie den „Tourenski Konfigurator“, mit dem Sie ein abgestimmtes Set zusammenstellen können. Ob Sie sich nun als Aufstiegs-, Abfahrts-, Allroundtourer oder anders definieren, das Angebot von über 80 Tourenski, vielen Bindungen und Schuhen erfüllt viele Wünsche. Aufstiegstourer mögen lange Anstiege. Sie tendieren eher zu leichten, wendigen und relativ schmalen Ski. Abfahrtstourer hingegen nehmen den Aufstieg als „Muss“. Ihr Herz geht erst bei den langen Abfahrten auf. Breitere und eher leichtere Ski sind hier die beste Wahl. Allroundtourer sind dem Fahren und Wandern nicht abgeneigt, sie brauchen einen Ski, der beides kann. Lassen Sie sich von der Vielfalt im Bergzeit Shop begeistern und frönen Sie Ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Tourenski auf Ihre individuelle Art.

Was eine gute Tourenski Ausrüstung ausmacht

Welche Bretter brauchen Tourengeher nun? Die Länge eines Tourenskis sollte ca. 10 Zentimeter kleiner als die Körpergröße sein, die Skispitze angehoben. So gelingen die Aufstiege und Abfahrten, besonders abseits der Piste, wenn Sie nicht im Schnee stecken bleiben wollen. Abfahrtstourer brauchen diese Regel weniger beachten, da Sie einen langen Aufstieg eher meiden. Wenn Sie sich eher zu den Aufstiegstourern zählen, sollte die Taillierung des Bretts eher größer bzw. die Mitte des Tourenski eher schmaler ausfallen. Favorisieren Sie hingegen Abfahrten, sollte die Taillierung eher weniger ausgeprägt sein. Ein breiteres Brett erhöht dann den Fahrtkomfort, wenn es nach unter geht. Die Elastizität des Tourenskis sollte eher höher sein, wodurch Sie sich einfacher durch den Schnee fortbewegen können. Ein harter Skibelag gleicht den weicheren Flex wiederum aus. Sodass Sie sich nicht vor steinigen Böden fürchten müssen. Ein eher geringes Gewicht unterstützt die Aufstiege und erspart Ihnen unnötige Kraftanstrengungen. Sie können sich also völlig auf das Vorankommen im Gelände konzentrieren. Kaufen Sie den passenden Tourenski im Bergzeit Shop.

Tourenski, Bindungen und Schuhe shoppen und den Schnee erleben

Ohne die richtigen Bindungen und Schuhe macht Touren wenig Spaß. Damit Sie mit der angemessenen Stabilität den Berg aufsteigen können, werden die Schuhe mit einem speziellen Bindungssystem an die Tourenski befestigt, die einen natürlichen Aufstieg ermöglichen. Die Ferse kann dementsprechend abheben. Die Laufflächen des Tourenskis sollten Sie zudem mit einem Fell umhüllen oder bekleben, um damit beim Aufstieg nicht abzurutschen. Weitere „Werkzeuge“ wie ein Skistopper, Fangriemen oder Harscheisen helfen Ihnen, bei widrigeren Umständen sicher voranzukommen. Die Schuhe sollten wie die Bindungen und der Ski eher leichter ausfallen, damit Sie nicht unnötigen Ballast mit sich nach oben tragen. Um die Schuhe überhaupt sichern zu können, müssen diese mit dem Bindungssystem kompatibel sein. Erwerben Sie also die passenden Tourenski und vergessen Sie draußen einfach alles um sich herum.

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Tourenski

(39 Artikel)
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Altavia Carbon Tourenski 16/17 Ski Trab

Altavia Carbon Tourenski 16/17

Leichter, präzise zu steuernder Tourenski, der seine Stärken im harten und steilen Gelände ausspielt

299,98 € statt 599,95 €
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178CM
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Maximo 70 Tourenski 16/17 Ski Trab

Maximo 70 Tourenski 16/17

Abfahrtsorientierter Tourenski mit besten Dreh- und Führungseingenschaften in allen Schneearten

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185CM
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Altavia 60 Tourenski 16/17 Ski Trab

Altavia 60 Tourenski 16/17

Leichter und gut zu fahrender Tourenski, der im Aufstieg und in der Abfahrt gleichermaßen Spaß macht

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171CM
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Wayback 88 ECOre Tourenski 16/17 K2

Wayback 88 ECOre Tourenski 16/17

Durchschnittliche Bewertung 5/5

Leichtgewichtiger, effizienter Tourenski mit umweltfreundlichem Holzkern

389,00 € statt 599,95 €
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Anima Freebird Tourenski 16/17 Black Crows

Anima Freebird Tourenski 16/17

Federleichter und breiter Tourenski mit Double Rocker und alpinem Charakter

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Transalp 88 Tourenski 16/17 Fischer

Transalp 88 Tourenski 16/17

Sehr leichter und stabiler Tourenski für anspruchsvolle und vielseitige Fahrer

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Nanuq Tourenski 16/17 Völkl

Nanuq Tourenski 16/17

Tourenski mit optimalen Freeride-Qualitäten

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VTA 80 Tourenski 16/17 Völkl

VTA 80 Tourenski 16/17

Durchschnittliche Bewertung 5/5

Schlanker, leichter Tourenski für ambitionierte Hochtouren

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VTA 80 Lite Tourenski 16/17 Völkl

VTA 80 Lite Tourenski 16/17

Schlanker, sehr leichter Speed-Tourenski für ambitionierte Skitouren

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Sky 7 HD Freerideski 16/17 Rossignol

Sky 7 HD Freerideski 16/17

Spritziger, leichter Allmountain Freerideski mit Holzkern und neuer Carbon-Basalt-Faser für intuitiven Skigenuß

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Nexus Tourenski 16/17 Movement

Nexus Tourenski 16/17

Durchschnittliche Bewertung 5/5

Leichter Tourenski mit viel Auftrieb im Tiefschnee und ausgezeichneter Kontrolle bei allen Bedingungen

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Talkback 88 ECOre Tourenski 16/17 K2

Talkback 88 ECOre Tourenski 16/17

Durchschnittliche Bewertung 5/5

Leichtgewichtiger Frauen Tourenski mit umweltfreundlichem Balsa Holzkern

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TX 90 Tourenski 16/17 Kästle

TX 90 Tourenski 16/17

Durchschnittliche Bewertung 5/5

Leichter, moderner Tourenski für souveräne Aufstiege und Abfahrten im hochalpinen Gelände

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TX 98 Tourenski 16/17 Kästle

TX 98 Tourenski 16/17

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Leichter, souveräner Tourenski für mühelose Aufstiege und starke Abfahrts-Performance

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Mythic 97 Tourenski 16/17 Dynastar

Mythic 97 Tourenski 16/17

Abfahrtsorientierter Tourenski mit herausragender Geländeperformance bei geringem Gewicht

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Wailer Tour1 112 Tourenski 16/17 DPS

Wailer Tour1 112 Tourenski 16/17

Tourenski mit satten 112 mm unter der Bindung für grenzenlosen Powder Spaß

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Cassiar 87 Tour1 Tourenski 16/17 DPS

Cassiar 87 Tour1 Tourenski 16/17

Leichter, aufstiegsorientierter Tourenski mit hervorragenden Abfahrtseigenschaften

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Wailer Tour1 106 Tourenski 16/17 DPS

Wailer Tour1 106 Tourenski 16/17

Vielseitiger, ultraleichter Freeride Tourenski für alle Schneebedingungen

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Cassiar 95 Tour1 Tourenski 16/17 DPS

Cassiar 95 Tour1 Tourenski 16/17

Allround Tourenski mit stabilem, sicherem Fahrgefühl in allen Schneebedingungen

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Zelda 106 Tour1 Tourenski 16/17 DPS

Zelda 106 Tour1 Tourenski 16/17

Tourenski für variable Bedingungen vom ersten Novemberschnee bis zum Frühlingssulz

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Kaufberatung Tourenski

Drei Schritte zum Tourenski. Alles über Breite, Länge, Gewicht und Rocker

Wie breit, wie lang und wie schwer soll mein Tourenski sein? Die Vielfalt bei Tourenski ist mittlerweile kaum mehr zu überblicken. Mit unserer Kaufberatung findest Du anhand Deiner Vorlieben das richtige Tourenskimodell.

Skitourengehen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wahren Trend gemausert. Das Angebot an tauglichem Material nimmt dadurch stetig zu. Gerade im Bereich der Tourenski ist die Auswahl mittlerweile riesig, jeder Skitourengeher sollte einen passenden Ski für sich finden. Aber, das vielfältige Sortiment kann auch überfordern. Unsere Kaufberatung Tourenski klärt zunächst die wichtigsten Fachbegriffe, um Unterschiede zwischen den Modellen zu erkennen. Über das geplante Einsatzgebiet findet Ihr im zweiten Schritt die passende Ski-Kategorie bzw. die richtige Breiten-Klasse. Für die Punktortung Eurer neuen Tourenski haben wir abschließend Längenempfehlungen zusammengefasst.

Zum Tourenski in drei Schritten:

  1. Grundlagen und Überblick verschaffen
  2. Ski-Kategorie bestimmen (Breite)
  3. Die richtige Ski-Länge auswählen

Schritt 1: Tourenski Grundlagen

Vom federleichten Rennpommes zur dicken Powderwaffe: Tourenski gibt’s in den vielfältigsten Varianten. Die richtige Breite bestimmt der Einsatzzweck, die optimale Länge variiert je nach Ski-Klasse. Vom federleichten Rennpommes zur dicken Powderwaffe: Tourenski gibt’s in den vielfältigsten Varianten. Die richtige Breite bestimmt der Einsatzzweck, die optimale Länge variiert je nach Ski-Klasse.

Tip-Rocker, Holzkern, 15er-Radius?! Ohne Fachjargon kommt leider kaum eine Sportart aus. Die wichtigsten Begriffe und Basics für die Auswahl eines (Touren)ski haben wir hier kurz zusammengefasst.

Taillierung und Radius

Die Taillierung gibt Auskunft über die Form des Skis: Seit der Carving-Revolution sind auch Tourenski an der Schaufel am breitesten, in der Mitte am schmalsten und am Skiende meist geringfügig schmaler als an der Schaufel. Daraus ergibt sich der Radius. Das Maß entspricht dem Radius jenes (gedachten) Kreises, an den sich die Taillierung des Skis anlegen lässt.

Ein kleinerer Radius bedeutet, dass beim Carven auf der Kante kleinere Kurven leichter fallen. Bei Tourenski ist das zugegebenermaßen weniger interessant, doch auch abseits der Pisten gilt: Ein Ski mit kleinerem Radius ist einfacher zu drehen, fühlt sich aber auch nervöser an. Gerade in ungünstigem Schnee wie Bruchharsch führt ein kleiner Radius auch zu etwas hakeligem Fahrverhalten. Tourenski haben daher meist einen mittelgroßen Radius, je nach Länge zwischen 15 und 20 Meter.

Vorspannung und Rocker

Liegt ein Ski flach auf dem Boden, berührt der Belag den Untergrund an nur zwei Punkten. Diese Kontaktpunkte befinden sich bei klassischen Ski recht nahe an der Schaufel bzw. dem Skiende. Im mittleren Bereich, unterhalb der Skibindung, bedingt die Vorspannung einige Millimeter Luft. Ist ein Kontaktpunkt deutlich in Richtung Skimitte versetzt, spricht man von einem Rocker. So ist die Schaufel eines Skis gerockert, wenn der Kontaktpunkt 20 Zentimeter in Richtung Skimitte versetzt ist.

Ein Rocker bringt vor allem mehr Auftrieb in weichem Schnee, hat aber auch Vorteile bei der Steuerung. Der Ski lässt sich durch die verkürzte effektive Kantenlänge gerade bei langsamerer Fahrweise leichter andrehen und auch bei schwierigen Bedingungen einfacher fahren. Angesichts dieser Vorteile verwundert es nicht, dass heutzutage fast jeder Ski einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Rocker im Schaufelbereich hat. Einziger Nachteil: in harten (pistigen) Verhältnissen fährt sich der Ski kürzer, je stärker der Rocker ausgeprägt ist. Eine Schaufel mit starkem Rocker kommt zudem auch etwas leichter ins Flattern.

Full Rocker, Tip&Tail Rocker oder Tip Rocker? Alle Formen habe ihre Vor- und Nachteile. | Foto: Völkl Full Rocker, Tip&Tail Rocker oder Tip Rocker? Alle Formen habe ihre Vor- und Nachteile. | Foto: Völkl
  • Full Camber: kassisch gebogene Ski mit Auflagepunkten an beiden Skienden, keine Aufbiegung. Hoher Druck an der Schaufel, laufruhig. Ski folgt gern dem durch die Taillierung vorgegebenen Radius.
  • Tip-Rocker: Ski vorne aufgebogen. Die variable Kantenlänge an der Schaufel erleichtert das Drehen, die verbleibende Vorspannung in Skimitte und hinten gibt Führung.
  • Tip- und Tail-Rocker: Vorn und hinten aufgebogen. Durch die variable Kantenlänge besonders wendig, agil und stabil.
  • Full-Rocker: Ski sind über die gesamte Länge aufgebogen, Auflagepunkte sind nahe an der Bindung. Dadurch entsteht eine sehr kurze Kantenlänge, die große Skibreiten fahrbar macht.

Aufbau und Fahreigenschaften

Beim Aufbau von Tourenski ist allgemein Gewichtsparen angesagt. Bei Kanten, Belag und Topsheet sind meist nur wenige Gramm zu holen, weswegen es schnell ans eingemachte geht: den Skikern. Dieser wird bei Tourenski häufig aus sehr leichtem Holz (z.B. Paulownia oder Balsa), aus Kunststoff-Schaum oder einer Kunststoff-Waben-Konstruktionen hergestellt. Im Ober- und Untergurt verwenden die Hersteller besonders leichtes Fiberglas und Karbon anstelle von Fiberglas und Metall. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Fahreigenschaften, die allerdings schwer zu generalisieren sind. Unterschiede zu Alpin- und Freerideski sind gerade bei weniger auf Gewicht getrimmten Skimodellen fast nicht mehr spürbar – aber eben nur fast …

Durch den leichten Aufbau sind Tourenski weniger aggressiv zu fahren, was man gerade im harten Schnee oder auf Skipisten bemerkt. Die Kraftübertragung und auch der Kantengriff sind etwas weniger direkt. Außerdem werden Schläge etwas weniger gedämpft und das Speedlimit liegt meist unter dem vergleichbarer Alpin- oder Freerideski. In der Regel erkauft man sich mit einem höheren Skigewicht auch bessere Fahreigenschaften. Aber, es gibt auch leichte Modelle, die – meist aufgrund einer aufwändigen Karbon-Konstruktion – eine Ausnahme darstellen. Leider sind genau diese Tourenski, wie zum Beispiel die Movement X-Series oder die Völkl V-Werks BMT Serie eine Ecke teurer als andere Modelle.

Schritt 2: Ski-Kategorie finden und Breite einschränken

Beim Skitouring gibt es unterschiedlichste Spielarten. Manchen geht es vor allem um Geschwindigkeit (Speed-Touring), anderen um das Gesamterlebnis (Allround-Touring) und wieder anderen um die Abfahrt (Freeride). Das sind die wichtigsten Merkmale der jeweiligen Tourenski.

Aufstiegs- und fitnessorientierte Skitourengeher: Ski für Speed-Touring

Tourenski fürs Speedtouring sind in der Regel schmal und extrem leicht. | Foto: Dynafit Tourenski fürs Speedtouring sind in der Regel schmal und extrem leicht. | Foto: Dynafit

Bewältigst Du gerne lange und auch sehr lange, oft auch technisch schwierige Aufstiege? Bist Du häufig auf mehrtägigen Skidurchquerungen unterwegs? Gehst Du viele Skitouren zu Trainingszwecken, unter anderem auch auf Skipisten? Nimmst Du sogar an Skitouren-Wettkämpfen teil? Dann ist ein Ski aus der Speed-Touring-Kategorie für Dich interessant. Diese Tourenski sind für heutige Verhältnisse mit unter 80 Millimeter in Skimitte zwar relativ schmal, dafür aber auch wirklich leicht. “Richtig leicht” heißt unter zwei Kilogramm, häufig bringt ein Paar sogar weniger als 1.600 Gramm auf die Waage. Der Fischer Alpattack wiegt bei 161 Zentimeter Länge sogar nur 1.200 Gramm (pro Paar), also etwa die Hälfte eines “normalen” Tourenskis.

Für einen schnellen und sicheren Aufstieg ist bei Speed-Touring-Ski nicht nur das geringe Gewicht von Vorteil. Auch die schmale Bauweise ermöglicht einen hohen Druck auf die Kante und damit präzises Gehen. Moderne Speed-Touring Ski funktionieren auch bei der Abfahrt erstaunlich gut, können aber natürlich nicht ganz mit schwereren und breiteren Modellen mithalten. Gerade in frischem Pulverschnee ist der Auftrieb konstruktionsbedingt gering. Bei schwierigen Schneebedingungen wie Bruchharsch ist eine gute Abfahrtstechnik gefragt. Dann können die Ski dem Fahrer einiges abverlangen. Trotzdem sind schmale Tourenski nicht ausschließlich für Skitourenrennen und fürs Training interessant. Auch für abgelegene Gipfel oder Expeditionen, bei denen es auf jedes Gramm ankommt und das Skifahren nur Mittel zum Zweck ist, sind sie gut geeignet.

Klassische Skitourengeher: Ski für Allround-Touring

Einer für alles: Allround-tourenski sind für viele Einsatzmöglichkeiten bereit … | Foto: Salewa/Hansi Heckmair Einer für alles: Allround-tourenski sind für viele Einsatzmöglichkeiten bereit … | Foto: Salewa/Hansi Heckmair

Du gehst Skitouren aufgrund des Ski- und Gipfelerlebnisses und willst die Abfahrt im freien Skiraum genießen? Du lässt Dich nicht von widrigen Schneeverhältnissen abschrecken und gehst durchaus mal längere Touren? Du willst einen Ski für alle Bedingungen und nicht jeden Tag neu überlegen, welcher Ski heute zum Einsatz kommt? Dann die Kategorie Allround-Touring für Dich perfekt. Die Alleskönner-Tourenski sind in der Mitte 80 bis 90 Millimeter breit und haben meist einen mäßig ausgeprägten Tip-Rocker. Dadurch fahren sie sich in tiefem Powder ebenso solide und verhältnismäßig einfach, wie auf zischendem Frühlingsfirn oder in üblem Bruchharsch (ok, einfach ist da relativ). Auch beim Aufstieg fallen sie nicht zu sehr ins Gewicht.

Allround-Touringski machen von der typischen Tagesskitour über das Pisteln im Skigebiet mit der Familie bis hin zur Haute Route alles mit. Es ist also nicht verwunderlich, dass es sich hier um die meistverkaufte Ski-Klasse auf dem Tourenski-Markt handelt. Praktisch jeder Hersteller ist in diesem Segment mit mindestens einem Modell vertreten. Typische Vertreter sind – um nur einige zu nennen – Fischer Transalp 88, Dynastar Cham 2.0 87, K2 Wayback, Movement Vertex oder Völkl Inuk.

Abfahrtsorientierte Freerider: Ski für Freeride Touring

“Sind das an Deinen Füßen Ski oder sind das zwei Snowboards ?” – Freerideski schwärmen vor allem für POW! | Foto: Völkl/Adam Clark “Sind das an Deinen Füßen Ski oder sind das zwei Snowboards?” – Freerideski schwärmen vor allem für POW! | Foto: Völkl/Adam Clark

Dir ist vor allem die Abfahrt wichtig, am besten in möglichst unverspurtem, tiefem Pulverschnee? Du gehst Skitouren häufig aus dem Skigebiet heraus und wenn es dem Abfahrtsspaß dient, trägst Du auch bei längeren Aufstiegen gerne mehr Gewicht am Fuß? Dann bist du in bei den Freeride-Touring-Ski zuhause. Bei den dicken Tourenski handelt es sich noch immer um leichte Ski, die mit einem Gewicht von bis zu vier Kilo pro Paar noch relativ gut bergauf bewegt werden können. Im Aufstieg merkt man das natürlich, aber man kann – die entsprechende Fitness vorausgesetzt – auch mit einem Freeride-Touring-Ski lange Skitouren oder Skidurchquerungen bewältigen.

Neben einer merklich höheren Breite (größer als 90 Millimeter in der Mitte) weisen sie häufig auch einen ausgeprägteren Rocker auf. Man merkt sofort, dass Freeride-Tourenski weichen, tiefen Powder mögen. Das bedeutet aber nicht, dass sie in anderen Schneearten fehl am Platz sind. Auch in Bruchharsch oder Frühjahrssulz fahren sich breite Ski hervorragend – und das nicht nur von Experten. Auch Einsteiger tun sich mit einem Freeride-Touring-Ski im Powder oft leichter und haben so mehr Spaß. Abstriche muss man, im Vergleich zu den “richtigen” Freerideski, meist auf der Piste, im zerfahrenen Gelände oder bei wirklich harten Verhältnisse machen. Dort macht sich der leichtere und oft etwas weichere Aufbau der breiten Freeride-Tourer negativ bemerkbar.

Die Tourenski in der Kategorie Freeride-Touring sind recht vielfältig. Die Palette reicht von noch recht allroundigen Modellen mit unter 100 Millimeter in der Mitte, wie etwa dem Movement Shift, Fischer Hannibal 94 oder Atomic Backland 95 bis zu deutlich breiteren Powderspezialisten wie dem Scott Cascade 110 oder dem Völkl Nunataq.

Schritt 3: Die richtige Skilänge

Längenempfehlung für Tourenski: Dem Einsatzzweck entsprechend werden Speed-Touring Ski recht kurz gefahren, meist deutlich unter der Körpergröße des Tourengehers. Allround-Touring Ski wählt man in der Regel etwas länger, jedoch ebenfalls unter Körpergröße. Zu beachten ist, dass sich ein Ski mit ausgeprägtem Rocker beim Abfahren verhältnismäßig kurz anfühlt und daher auch etwas länger gefahren werden kann. Dies gilt natürlich umso mehr für Skimodelle aus der Kategorie Freeride-Touring. Je nach Geschmack und Spitzkehrentechnik können sie durchaus auch in Körpergröße gefahren werden, um den Auftrieb in tiefem Pulverschnee zu steigern und etwas mehr Stabilität bei High-Speed-Turns zu erreichen.

Tourenski-Set: Das gesamte Ausrüstungspaket muss stimmen

Abschließend sei noch erwähnt, dass natürlich auch Tourenskischuh und Bindung zur ausgewählten Ski-Kategorie passen sollten. Es ist zwar nicht unmöglich mit einem ultraleichten Vollcarbon-Skitourenschuh einen Freeride-Touring-Ski zu fahren, der Sinn lässt sich aber anzweifeln. Ebensowenig wird eine schwere Rahmenbindung auf einen Speed-Touring-Ski Freude bereiten. Alle Infos und Auswahlkriterien findet Ihr in unseren Kaufberatungen.

Nicht zuletzt: Auch Felle und Harscheisen gehören zur jeder Skitourenausrüstung und müssen natürlich in ihrer Form und Breite zum Ski passen. Deshalb wird beim Umstieg auf einen neuen Tourenski oft auch neues Zubehör notwendig.

Lorenzo Rieg

… ist Wissenschaftler, Skifahrer, Autor und lebt in Innsbruck. Wenn er nicht gerade an seiner Doktorarbeit über Gletscher und Permafrost schreibt, ist er in den Alpen oder anderen Bergregionen der Welt mit Ski (und Fellen) unterwegs.

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