Langlaufbindungen (4 Artikel)

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Die Bindungssysteme SNS & NNN

SNS bedeutet Salomon Nordic System. Dieses Bindungssystem wird vom Namensgeber Salomon, aber auch von anderen Langlauf-Herstellern verwendet. NNN steht für New Nordic Norm, ein Bindungssystem von Rottefella, das auch Fischer und Rossignol nutzen. Wichtig dabei ist: Die beiden Systeme unterscheiden sich im Aufbau und lassen sich grundsätzlich nicht miteinander vermischen. Eine NNN-Bindung benötigt einen NNN-Schuh, eine SNS-Bindung einen SNS-Schuh. Die Marke ist dabei nicht (zwingend) ausschlaggebend.

Aber: Weil es so eine Regel nicht ohne Ausnahme gibt, hat Salomon zusammen mit Atomic das Prolink-System auf den Markt gebracht, über das Salomon-Produkte auch mit dem jeweils anderen System genutzt werden können.

  • SNS verfüget über eine einzelne lange Führungsschiene. Dieses System ist nicht mit anderen Bindungssystemen kompatibel.
  • NNN bietet eine etwas breitere Bodenplatte mit zwei Führungsschienen. Das sorgt für einen besseren Stand und eine bessere Kraftübertragung. Mit NNN und Prolink-Profilen kompatibel.
  • Prolink reiht sich ebenfalls in das NNN-System ein wurde allerdings von Salomon entwickelt. Prolink-Bindungen gibt es in Verbindung mit der PSP oder als Stand-Alone Lösung.

Bindungsplatten für individuelle Anpassungen

Um Langlaufbindungen verschieben zu können und dadurch mehr Leistung im Aufstieg und beim Gleiten zu erhalten, haben manche Hersteller spezielle Bindungsplatten entwickelt.

  • NIS ist die Bindungsplatte von Rottefella für NNN-Bindungen und vor allem für ambitionierte Läufer sowie Wettkampfsportler geeignet, da sie einen sehr engen Ski-Schuh-Kontakt bietet. Bindungen mit diesem System lassen sich unkompliziert auf die Platte aufschieben. Sie lassen sich in Kombination mit dem Move Switch auch während des Laufes verschieben.
  • Turnamic IFP ist eine Bindungsplatte für NNN-Bindungen, die von Fischer und Rossignol entwickelt wurde. Die Position der Bindung kann dabei werkzeuglos verschoben werden. Zudem ermöglich die Kooperation der beiden Hersteller eine verbesserte Abstimmung zwischen Ski, Bindung und Schuh und eine gezielte Anpassung der Ski-Performance. Die Turnamic-Sohlen und -Bindungen sind kompatibel mit dem Prolink und NNN-Sohlenprofil.
  • PSP ist eine Bindungsplatte für NNN-Bindungen von Salomon. Sie macht es möglich, spezielle NNN-Bindungen auf dem Ski zu verschieben. So kann eine angepasste Performance erreicht werden.

Welches Bindungssystem ist besser?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Die jeweiligen Vor- und Nachteile von SNS und NNN sprechen vorwiegend Deine individuelle Entscheidungskriterien an, etwa die Vorerfahrung, bereits vorhandene Schuhe, das individuelle Fahrgefühl, die Passform oder wie Du persönlich mit dem Handling zurecht kommt.

Was unterscheidet eine Klassik- von einer Skating-Bindung?

Bei klassischen Langlaufbindungen ist die Verbindung zum Schuh insgesamt weicher. Das ist aufgrund der Abrollbewegung bei der Parallel-Technik notwendig. Bei Skating-Bindungen soll der Ski möglichst nahe am Fuß bleiben, daher ist an der Verbindung ein härteres Gummi verbaut.

Darüber hinaus gibt es noch markenspezifische Unterschiede: Salomon verwendet für das Skating zum Beispiel keine Gummiverbindung, sondern ein Pilot-System - auch kurz SNS Pilot genannt.

Was zeichnet SNS Pilot-Bindungen aus?

Die SNS Pilot-Bindung von Salomon hat im Zehenbereich einen zweiten Steg, in den die Bindung eingehängt wird. Der Ski ist damit auch im Mittelfußbereich fixiert. Beim Klassik-System von Salomon (SNS Profil) ist das nicht der Fall, daher lassen sich Klassik-Schuhe von Salomon auch nicht mit einer Pilot-Bindung koppeln.

Im Übrigen sind auch sehr alte Skatingschuhe von Salomon nicht mit dem Pilot-System kompatibel, weil der Sohlenaufbau nicht stimmig ist.

Unterschiede in Gewicht und Auslöse-Mechanismus

Ähnlich wie im Skibereich gibt es auch bei Langlaufbindungen Modelle, die speziell für den Freizeitbereich und solche, die eher für den Wettkampfsport zugeschnitten sind. Langlaufbindungen für den Touringbereich sind komfortabler. Sie lassen sich meist mit dem Stock öffnen, so dass man sich nicht bücken muss. Sportliche Langlaufbindungen hingegen sind mit einem Hebel oder ähnlichem zu öffnen und auf minimales Gewicht getrimmt.

Zu den Langlaufbindungen bei Bergzeit


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