Klettern

Ob in der Halle oder am Felsen in freier Natur: Klettern erfreut sich enormer Beliebtheit. Hier stellen wir unsere körperlichen und geistigen Kräfte auf die Probe, fokussieren uns ganz auf die vor uns liegende Herausforderung. Je nach Spielart des Kletterns sind wir dabei auf mehr oder weniger Equipment – wie Kletterschuhe, Kletterseil(e), Gurt oder Klemmkeile – angewiesen.
Bereits seit einigen Jahren hat Klettern sein Nischendasein verlassen und sich zu einer äußerst beliebten und zum Teil sogar massentauglichen Trendsportart entwickelt. Beim Klettern handelt es sich um eine körperlich und geistig fordernde Art, sich in der Vertikalen fortzubewegen – egal ob in der Halle oder am Felsen in freier Natur. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Teildisziplinen des Kletterns entwickeln, darunter das Sportklettern, Alpinklettern, Bouldern sowie das immer noch nischige Eisklettern. Entsprechend spezialisierte Ausrüstung wie Kletterschuhe, Klemmkeile, Crashpads oder Eisgeräte helfen den Kletterern beim Bezwingen ihrer Routen. 

Mit am verbreitetsten beim Klettern ist das Sportklettern, bei dem in der Halle oder am Fels eine Route von einer Seillänge abgesichert geklettert wird. Die Sicherung erfolgt durch ein Seil und einen Sicherungspartner. Dabei wird unterschieden zwischen Toprope und Vorstieg. Im Vorstiegsklettern werden regelmäßig Zwischensicherung eingehängt, um einen Sturz möglichst kurz zu halten. Beim Toprope ist das Seil bereits am Umlenker (also am obersten Ende der Route) eingehängt und somit kann sich der Kletterer jederzeit im Seil ausruhen. Kletterschuhe, Klettergurt, Magnesia und (im Freien) ein Kletterhelm gehören zur Standart-Ausstattung.  

Alpinklettern ist abenteuerlich, risikobehaftet und das wildeste Felserlebnis im Klettersport. Hier steht nicht unbedingt die Schwierigkeit der Kletterei, sondern das Erreichen des Gipfels im Vordergrund. Es bedarf nicht nur einer viel umfassenderen Ausrüstung als beim Sportklettern, auch sind Fachwissen zu Aspekten wie Risikobeurteilung, Bergrettung, Sicherungstaktik und -technik sowie die mentale Stärke unabdingbar. Die Absicherung erfolgt über fixe und mobile Zwischensicherungen, welche beim technischen Klettern auch zur Fortbewegung genutzt werden dürfen.  

Wenn es ums Klettern geht, fristet das Eisklettern immer noch ein Nischendasein. In seiner rauen, ursprünglichen Form bezieht es sich auf das Klettern an zugefrorenen Wasserfällen. Eisgeräte und Steigeisen helfen dem Kletternden dabei, Halt auf der glatten Oberfläche zu finden. 

Klettern in Absprunghöhe – das ist Bouldern, eine der Kletterformen, die im letzten Jahrzehnt massiv an Fahrt aufgenommen hat. Bouldern bietet einen leichten und schnellen Einstieg ins Klettern. Egal ob Anfänger oder Profi, jeder kann in seinem eigenen Schwierigkeitsgrad klettern und sich immer neuen Herausforderungen stellen. Auch wenn das Bouldern früher hauptsächlich dazu verwendet wurde, um schwierige Züge und Ausdauer für das Klettern am Seil zu trainieren, hat sich daraus in den letzten Jahren ein eigenständiger Sport etabliert.