Das Mondo Crashpad von Black Diamond ist ein echter Klassiker unter den Bouldermatten. Stefan Rehm hat das Pad einem mehrmonatigen Test unterzogen - hier kommt sein Bericht.

Mondo – das ist ein bekannter Name unter Boulderern. Und nein, man denkt dabei nicht an einen italienischen Kletterer, der über die Welt referiert, sondern an die große, dämpfende Landefläche unter sich – kurz: es geht ums Crashpad von Black Diamond!

Das Mondo von Black Diamond – ein erstes Kennenlernen

Das Mondo ist der Klassiker unter den Crashpads von Black Diamond. Seit etlichen Jahren begleitet es Kletterer zu kleineren, vor allem aber zu den größeren Blöcken. Als ich das Mondo zum ersten Mal aufklappe, spuckt mein Kopf gleich mal einige Boulder aus, unter denen dieses Pad unbedingt liegen sollte. Zum Beispiel dieser Highball in der Fränkischen, in dem man noch einmal Luft holt, bevor … aber lassen wir das vorerst.

Denn im ersten Monat bekommt das Pad noch etwas Pause – meine Seilmotivation ist noch ungebrochen und es gibt noch Routen, die unbedingt durchstiegen werden sollten. Und so reißt sich zunächst ein fünfjähriges Familienmitglied das Pad unter den Nagel und nutzt es zu immer höheren Sprüngen von der Sprossenwand. Erstes Testfazit: Gute Landefläche, aber mit fünfzehn Kilo aus eineinhalb Metern doch recht hart.

Kurz darauf macht das Pad einen weiteren Ausflug: Zum Bergzeit-Fotoshooting in die Dolomiten. Testfazit dort: hervorragende Chill-Eigenschaften!

Fazit zum Black Diamond Mondo: Schön Bequem! | Foto: Stefan Rehm
Fazit zum Black Diamond Mondo: Schön Bequem! | Foto: Stefan Rehm

Wichtige Facts zum Mondo

Bevor es endgültig mit der Bouldermatte nach draußen geht, hier noch einmal die wichtigsten Facts zum Mondo Crashpad:

Augen auf bei der Autowahl - wenn das Mondo bequem in den Kofferaum passen soll. Der VW Caddy hat den Test bestanden... | Foto: Stefan Rehm
Augen auf bei der Autowahl – wenn das Mondo bequem in den Kofferaum passen soll. Der VW Caddy hat den Test bestanden… | Foto: Stefan Rehm
  • Schaum und Dämpfung: Hochwertiger, 12,5 Zentimeter dicker Schaum. Crashpad im Burrito-Format mit Klappfalte; allerdings kann im ausgebreiteten Zustand das Zuklappen des Crashpads durch Klettverschlüsse auf der Rückseite verhindert werden.
  • Tragesystem: Das Mondo verfügt über einen robusten Bauchgurt. Das ist gerade dann wichtig, wenn man mit zwei Crashpads unterwegs ist. Zusätzlich gibt es zwei lange Schlaufen, um das Pad über die Schulter zu hängen und so über kurze Distanzen zu transportieren.
  • Maße: Ausgeklappt bietet das Mondo komfortable 165 x 112 Zentimeter Landefläche. Zusammengeklappt hat es immer noch ein ordentliches Volumen: nämlich 27 x 83 x 112 Zentimeter. Also: Augen auf bei der Autowahl!
  • Schlaufen: Riemen am Rand, um das Crashpad an die passende Stelle zu ziehen.
  • Unterseite: Gummierte Unterseite gegen Verrutschen.

Das Mondo konzentriert sich auf das Wesentliche: gute Dämpfung auch für hohe Boulder, ein solides Tragesystem, eine Lösung gegen die gefürchtete Klappspalte – was will man mehr?!

Jetzt wird’s ernst: Das Mondo im Fels-Test

Es ist das erste Mal im Jahr, dass es bis ins Tal schneit und ich treffe mich mit einem Kollegen, um in Kochel die Finger etwas langzuziehen. Als ich ihn unterwegs aufsammle, muss ich lachen. Denn er lädt sein drei Jahre altes Mondo ins Auto. Die Mondo-Gang ist unterwegs!

Mit unseren beiden Pads rutschen wir durch den Schneematsch zur Wand. Hier habe ich den direkten Vergleich zwischen alt und neu. Und ich bin überrascht. Das alte Mondo ist, was den Schaum anbelangt, wirklich noch richtig gut in Schuss. Hier ist noch nichts durchgesprungen.

Jetzt ist vermutlich der richtige Moment zuzugeben, dass ich ziemliche Vorbehalte gegen ein weiteres Crashpad von Black Diamond hatte. Der Schaum meines alten Dropzone-Pads war schon nach eineinhalb Jahren durch, auch wenn der Rest noch Tiptop beieinander war (hier half neuer, hochwertiger Schaum, den ich mir selbst besorgte). Inzwischen wurde das Dropzone neu aufgelegt, hoffentlich hat man hier wieder auf besseres Material zurückgegriffen.

Aber zurück zum Mondo: Dem drei Jahre alten Pad ist kaum etwas anzumerken und ich bin optimistisch, dass das auch bei meinem so sein wird. Ich hatte das Pad jetzt bei einigen Boulder-Tagen in den Voralpen und Zentralalpen dabei und bin mit Handling und Dämpfung nach wie vor sehr zufrieden.

Ein Jahr später: Testfazit zum Black Diamond Mondo Crashpad

Inzwischen schleife ich mein Pad seit etwa einem Jahr durch diverse Wälder und über verblockte Almwiesen. Mein Fazit ist bisher sehr positiv. Die Landefläche ist groß – und wenn ich die verfehlt habe lag es meist daran, dass entweder der Spotter geschlafen hat oder keiner dabei war. Gerade bei hohen Bouldern ist das Mondo ein beruhigender Begleiter. Hier ist die Dämpfung top und die große Landefläche sehr angenehm. Ich habe jedenfalls bisher keinerlei Alterungserscheinungen am Crashpad bemerkt und der Paralleltest mit dem drei Jahre alten Mondo macht Mut, dass das auch so bleibt. Also auf zu neuen Taten!

Alle Daten zum Black Diamond Mondo auf einen Blick

  • Gewicht: 9,25 Kilogramm
  • Landefläche: 112 x 165 x 12.5 Zentimeter
  • Schaumstoff: Geschlossenzelliger PE-Schaumstoff ganz oben (Druckverteilung) und PU-Schaumstoff darunter (Dämpfung).
  • Besonderheiten: Schultertragegurte; Klettverschlüsse, um das Pad auch bei hohen Stürzen stabil zu halten

Mehr zum Thema Bouldern und Crashpads im Bergzeit Magazin

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