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Fit für die Wand?

Richtig aufwärmen fürs Bouldern und Klettern: So geht’s!

2 Minuten Lesezeit
Beim Bouldern und Klettern holst Du alles aus Dir raus. Muskeln, Gelenke, Bänder, Sehnen - sie alle sollen volle Leistung erbringen. Dafür ist es wichtig, Deinen Körper mit Aufwärmübungen optimal vorzubereiten. Denn ein Kaltstart birgt Verletzungsgefahren.

Hast Du schon mal versucht, mit Deinem draußen geparkten Auto im Winter sofort Vollgas zu fahren? Der kalte Motor würde es Dir vermutlich übel nehmen. Das Gleiche gilt fürs Aufwärmen beim Bouldern: Es bereitet Deine Muskeln optimal darauf vor, volle Leistungen zu bringen. Zudem beugt es Verletzungen vor. Mit unseren Aufwärmübungen fürs Klettern und Bouldern kannst Du in der Halle und am Fels richtig Gas geben.

Video: So wärmst Du Dich beim Bouldern richtig auf

Welche Körperbereiche muss ich aufwärmen?

Seilspringende Frau in einer Boulderhalle

Bergzeit

Durch Seilspringen bringst Du Deinen ganzen Körper in Schwung.


Für das eher kräftige Bouldern hat es sich bewährt, zunächst das Herz-Kreislauf-System aufzuwärmen. Wenn Du mit dem Rad in Deine Boulderhalle fährst, ist das ideal. Ansonsten eignet sich ein kurzes Seilspringen oder auch Strecksprünge in Kombination mit Liegestütze, um den ganzen Körper in Schwung zu bringen. Im Anschluss sollten die Gelenke aufgewärmt werden. In den Gelenken befindet sich Gelenkflüssigkeit, die durch Bewegung geschmeidiger wird. Hierfür bewegst Du am besten alle Gelenke kurz durch. Damit nichts vergessen wird, arbeite Dich am besten von oben nach unten oder von unten nach oben.

Im Anschluss folgt das kletterspezifische Aufwärmen an der Boulderwand. Hierfür boulderst Du möglichst leicht, evtl. sogar bunt und bereitest Deinen Körper auf die Aktivität gezielt vor. Wichtig hierbei ist, dass Du Dir keinen Pump in den Unterarmen holst. Das lässt sich vermeiden, indem man große Griffe wählt. Sobald Du merkst, dass Deine Unterarme zu sehr beansprucht werden, machst Du kurz Pause.

An der Boulderwand wärmst Du Dich auf, indem Du möglichst leicht und an großen Griffen boulderst.

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An der Boulderwand wärmst Du Dich auf, indem Du möglichst leicht und an großen Griffen boulderst.


Soll ich mich zum Aufwärmen dehnen?

Zum Aufwärmen dehnen kann kontraproduktiv sein, da Du die Muskulatur, die Du beim Bouldern in Spannung brauchst, langziehst. Das beeinträchtigt Deine Leistungsfähigkeit und kann im schlimmsten Fall auch zu Verletzungen führen. Doch der Begriff Dehnen muss hier genauer definiert werden. Kurzes Andehnen kann für das Bouldern sehr hilfreich sein, da dem Muskel ein Signal gesendet wird: Gleich geht’s los, mach Dich bereit! Das sind etwa 8 Sekunden! Alles was über 20 Sekunden und passives Dehnen ist, verschiebst Du besser auf den Tag nach dem Bouldern.

Wie lange muss ich mich aufwärmen?

Die Aufwärmdauer hängt ganz individuell von Dir und Deinem Körper ab. Doch in der Regel machen 15 bis 25 Minuten Sinn, um richtig warm zu werden.

Warum kann ich mich leichter verletzen, wenn ich mich nicht aufwärme?

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Wer gut aufgewärmt ist, beugt Verletzungen vor.


Der Körper will auf den Sport vorbereitet werden. Kalt und unvorbereitet bouldern zu gehen, kann zu Verletzungen führen. Bouldern fordert Deine Muskulatur, Sehnen und Gelenke sehr stark – und ein kalter Muskel, der plötzlich Höchstleistung bringen soll, ist schnell beleidigt. Es kann zu einem Muskelfaserriss kommen.

Auch die Sehnen und Bänder wollen vorbereitet werden. Diese werden gerade in Füßen, Händen und der Schulter stark gefordert und so mancher Kletterer hat es schon bereut, sich nicht richtig aufgewärmt zu haben.

Beeinflusst das Aufwärmen die Leistung später?

Ja auf jeden Fall. Wichtig ist, das richtige Maß: Nicht zu kurz und nicht zu lang! Achte darauf, wie es Dir an dem Tag geht, horche in Deinen Körper, ob Du eine längere Aufwärmeinheit brauchst oder ob ein kurzes Warm-Up genügt.

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