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Klettersteige für Anfänger müssen nicht unspektakulär oder langweilig sein. Unsere Top-Fünf sind trotzdem nicht zu unterschätzen: Es gilt immer eine gute Planung, Trittsicherheit und Kondition parat zu haben.

Klettersteige für Anfänger und Fortgeschrittene zeichnen sich durch verschiedene Eigenschaften aus: Die Länge, die konditionelle Herausforderung und die Ausgesetztheit sind bei einsteigerfreundlichen Steigen eher moderat. Derartige Klettersteige bieten eindrucksvolle Einblicke in alpine Landschaften ohne all zu große Anforderungen an die Kondition und die Psyche zu stellen, daher werden sie oft zum Ausprobieren von neuer Klettersteigausrüstung, für Trainingseinheiten am Anfang der Saison aber vor allem von Anfängern genutzt.

Klettersteig Anfänger - Alpspitz Klettersteig | Foto: BAYERISCHE ZUGSPITZBAHN Bergbahn AG
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Ein Klettersteig für Anfänger und Fortgeschrittene: Der Alpspitz Klettersteig

Das heißt nicht, dass wichtige Klettersteigausrüstung, Notfallausrüstung oder andere wichtige Ausrüstung bei konditionsstarken und erfahrenen Klettersteiggehern zuhause bleiben darf. Auch auf weniger anspruchsvollen Klettersteigen ist man alpinen Gefahren ausgesetzt und muss dementsprechend ausgerüstet sein. Jeder Sportler sollte sich vor jeder Tour den Klettersteigverlauf und den Anspruch genau ansehen und individuell entscheiden, ob er sich dessen gewachsen fühlt.

Hoch über Bayern: Alpspitz Klettersteig

Alpspitze Klettersteig, Alpspitz Steig oder Alpspitz-Ferrata – der Klettersteig auf die Alpspitze hat viele Namen und ist mit sehr guten Sicherungen der ideale Anfänger-Klettersteig mit eindrucksvollem alpinem Ambiente. Aus dem Klettersteig sieht man hinunter in das Höllental und fast bis nach Garmisch, hinüber zur Zugspitze und auf den Höllentalferner. Am Wochenende ist meist eine Menge los am und im Klettersteig. Wer mit der Bahn fährt, dem sei geraten mit in der ersten Fahrt dabei zu sein. Die 650 Höhenmeter mit Abstieg können in circa fünf Stunden gegangen werden.

Infos zum Alpspitz Klettersteig

  • Schwierigkeit: A/B
  • Gehzeit: Fünf Stunden
  • Anreise/Zufahrt: Von der Autobahn A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen bis nach Eschenlohe. Auf der B2 bis Garmisch-Partenkirchen und dann von dort in Richtung Reutte. Immer der Beschilderung zur Kreuzeck-/Alpspitzbahn folgen. Wer von Ehrwald/Reutte kommt, fährt einfach auf der B187/ B23 nach Garmisch-Partenkirchen. Mit dem ÖPNV gelangt man am Wochenende sicher am schnellsten und stressfreisten nach Garmisch um dann mit der Zahnradbahn bis zur Talstation der Alpspitzbahn zu fahren.
  • Talort/Ausgangspunkt: Garmisch-Partenkirchen (717 Meter), Bergstation Alpspitzbahn – Osterfelderkopf (2.050 Meter), alternativ für Konditionsstarke: Höllentalklamm Parkplatz.
  • Zustieg zur Wand: Von der Bergstation der Alpspitzbahn auf dem Osterfelderkopf folgt man einfach der Beschilderung zum Alpspitz-Ferrata bzw. dem Nordwandsteig. Der Steig quert unter Felswänden hindurch bis kurz vor den Nordwandsteig. Die Wegweiser deuten einem dann den Weg bis rechts der Einstieg der Alpspitz-Ferrata abzweigt.
  • Genauer Klettersteigverlauf: Das Alpspitz Klettersteigabenteuer beginnt mit einer Klammernplatte (B) und gestuftem Gelände (A) hoch bis zu einem Schuttabsatz. Von unten sieht man schon die Scharte, die man über eine lange Klammernreihe (A/B) erreicht. Hier hält man sich über Steinstufen links und gelangt zum Herzerl (A). Ab dem Herzerl sieht das Ganze dann etwas schwieriger aus, denn der Fels wird plattiger (A, stellenweise A/B) und ein relativ glatter Steinkessel wartet auf einen. Weiter geht es, die Abzweigung zum Jubiläumsgrat/Mathaisenkarsteig hinter sich lassend, in eine Rinne (A/B) hinauf und so erreicht man schlussendlich auf und über den Grat (A) den Gipfel.
  • Abstieg: Über den Ostgrat (stellenweise A/B) geht es hinunter in das steinige und schroffe Oberkar und von dort über den Nordwandsteig (A/B). Der Nordwandsteig quert die Nordwand der Alpspitze und führt zurück zum Osterfelderkopf. Könner und Kenner steigen den Matheiskarsteig (B/C) ins Höllental zur Höllentalanger Hütte hinunter und durch die Höllentalklamm bis ins Tal auf den Parkplatz. Einen Abstieg über die Alpspitz-Ferrata wird wegen den entgegenkommenden Klettersteiggehern nicht empfohlen!
  • Ausrüstung: Klettersteigausrüstung, Regenbekleidung, warme Wechselsachen
  • Beste Jahreszeit: Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Kartenmaterial: DAV AV-Karte 4/2 Wetterstein- und Mieminger Geb. Mitte, Kompass Verlag WK 25 Zugspitze – Mieminger Kette

Ammergauer Hochgenuss: Ettaler Manndl

Der leichte und kurze Klettersteig (A/B) in den Ammergauer Alpen ist mit seinen 1.633 Metern eher ein kurze Angelegenheit. Als aussichtsreiche und spritzige Halbtagestour ist der Gipfelanstieg eher einfach, bis zu der Stelle wo der Klettertseig beginnt: Teilweise ausgesetzt und auf abgetretenem rutschigem Fels geht es hinauf. Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit ist hier schon vonnöten. Fitte Kinder (5 bis 10 Jahre alt) haben sicher ihren Spaß an den gesicherten Kletterpassagen. Die 760 Höhenmeter sind in vier Stunden mit Pause zu schaffen.

Infos zum Klettersteig Ettaler Manndl

  • Schwierigkeit: A/B
  • Gehzeit: Drei bis Vier Stunden
  • Anreise/Zufahrt: Auf der A96 München-Garmisch und weiter auf der B2 bis nach Oberau um dann rechts Richtung Augsburg/Oberammergau bis ins Ettal zu fahren. Hier folgt man dem Schild Ettaler Manndl/Laber zu den Parkmöglichkeiten.
  • Talort / Ausgangspunkt: Parkplatz am Manndlweg (877 Meter)
  • Zustieg zur Wand: Auf dem sehr gut ausgeschilderten Weg zum Ettaler Manndl (1.633 Meter) hinauf. Die Schaukäserei und einen letzten Hof hinter sich lassend geht es ins Tiefental. Auf dem breiten Waldweg wird es bald steiler und man gelangt so zum Wegweiser Ettaler Manndl. Den Serpentinen folgt man durch den Wald hoch bis zur Tiefental Diensthütte vorbei zum Wandfuß. Kurz bevor man den Wandfuß erreicht wendet man sich bei einer Weggabelung nach rechts. Bis zum beschilderten Einstieg des kettengesicherten Klettersteiges ist es nicht mehr weit. Über den Klettersteig geht es steil empor zum Ettaler Manndl. Etwa zehn bis 15 Minuten braucht man für die kurze, ganz einfache, aber etwas ausgesetzte Kletterei.
  • Genauer Klettersteigverlauf: Der Ettaler Mandl Klettersteig ist gut mit Ketten abgesichert. Mit großen Tritten und Griffen bietet er guten Halt. Der Klettersteig ist das i-Tüpfelchen der Wanderung. Geübte Klettersteiggeher werden die Klettersteigpassage problemlos ohne Klettersteigset oder Sicherung bewältigen. Bei Neulingen und kleinen Kindern sollte man auf jeden Fall den Steig absichern. Oben hat man sich das Panorama auf das Wettersteinmassiv, das Estergebirge und das Voralpenland wohl verdient.
  • Abstieg: Man kann so herabsteigen wie man auch hinauf gekommen ist oder man wählt die Abstiegsalternative (dauert circa eine Sunde länger): Die alternative Abstiegstour beginnt mit einer Rundtour um den Gipfel hinunter bis zum eingewachsenem See und über den Laberweg in südwestlicher Richtung hinauf zum Laberjoch. Hier folgt man dem Schild Ettal und quert auf der Südseite des Manndls hinüber bis man wieder auf die Anstiegsroute trifft. Auf ihr geht man ins Tal zurück.
  • Ausrüstung: Klettersteig Ausrüstung, Wanderausrüstung, Proviant, Regenbekleidung
  • Beste Jahreszeit: Mitte Mai bis zum ersten Schneefall.
  • Kartenmaterial: Bay. Landesvermessungsamt UK 50-51 Karwendelgebirge

Allgäuer Schmankerl: Salewa Klettersteig

Im Salewa Klettersteig | Foto: Bergbahnen Hindelang
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Der Salewa Klettersteig am Iseler Oberhoch in Bayern gehört zu den schönsten Klettersteigen in dieser Gegend.

Der Salewa Klettersteig ist ein klassischer Familien-Klettersteig im mittleren Schwierigkeitsbereich, bei dem der Familienteil, der sich dem Klettersteig nicht gewachsen fühlt, über den Wanderweg zum Iseler Gipfel gehen kann. Oben am Gipfel kann man dann gemeinsam das atemberaubende Panorama auf die Allgäuer Alpen geniessen.

Der Steig verläuft links des Normalweges zum Iseler Gipfel (1.876 Meter) und dauert mit Absteig an die dreieinhalb bis vier Stunden. Der Salewa-Klettersteig ist von der Routenführung ein ausgesprochen faszinierender Klettersteig im mittleren Schwierigkeitsbereich mit vielseitigen Ausblicken. Für Anfänger und Kinder unter Begleitung eines erfahrenen Kletterers ist der Klettersteig sicher zu meistern.

Allerdings muss aufgrund der Steinbeschaffenheit mit einer gewissen Steinschlaggefahr gerechnet werden. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit sowie eine komplette Klettersteigausrüstung mit Helm sind für die insgesamt circa vier stündige Unternehmung mit Zu- und Abstieg (insgesamt 700 Höhenmeter) unbedingt erforderlich. Für Kinder und unsichere Kletterer ist ein Sicherungsseil mitzunehmen! Ein paar Regeln sind bei der Begehung des Salewa Klettersteigs zu beachten: Begehung des Klettersteiges ab dem 01. Juni bis 10. November, keine Begehung im Winter bis 31. Mai, Begehung nicht vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang bzw. Verlassen des Steiges spätestens nach einer Stunde nach Ende des Bahnbetriebes.

Infos zum Salewa Klettersteig

  • Schwierigkeit: B/C (umgehbar)
  • Gehzeit: Vier Stunden
  • Anreise/Zufahrt: Von Sonthofen oder Tannheim nach Oberjoch. Von Bad Hindelang kommend über die B308 nach Oberjoch. Im Nahbereich der gut ausgeschilderten Iselerbahn auf gebührenpflichtigem Parkplatz parken.
  • Talort / Ausgangspunkt: Oberjoch/Allgäuer Alpen (1.200 Meter), Talstation der Iseler Bergbahn (1.136 Meter)
  • Stützpunkt: Iseler Platz Hütte (1.600 Meter)
  • Zustieg zur Wand: Zunächst von der Talstation Iseler Bahn (1.120 Meter) auf beschildertem Weg in 75 Minuten bis zur Bergstation (1.560 Meter). Von der Bergstation geht man circa 15 Minuten auf dem Normalweg in Richtung Iselergipfel. Der beschilderten Abzweigung folgend geht es links in weiteren fünf Minuten zum Einstieg des Klettersteigs.
  • Genauer Klettersteigverlauf:
  • Abschnitt: Vom Einstieg folgt man den durchgehenden Seilsicherungen bis zu einer Rampe hinunter (A/B). Die „Biwakhöhle“ (Bergwacht-Meldepunkt I) hinter sich lassend geht es hinauf zur ersten steileren Stufe (B/C). Erneut ein leichter Anstieg und ein Steilstück (A), dann erreicht man querend die nächste Steilstufe (B/C). Nach stufigem Gelände kommt der Kletterer an eine Wandstelle (B/C) über die sog. „Rampe“ (Bergwacht-Meldepunkt II) (A). Es geht über Bänder (A) zur Schlüsselstelle des Klettersteiges, der „Bergführerplatte“ (Bergwacht-Meldepunkt III). Die Schlüsselstelle ist eine steile und leicht überhängende Kletterpassage (C), bei der über vier Meter ein wenig die Kraft in den Armen gefordert ist. Anschließend auf Bändern (A/B) nach rechts oben über gestuftes Gelände (B) in Richtung Gipfel. Kurz vor dem Gipfel quert man nach links (A/B) in die „Gipfelwand“ (Bergwacht-Meldepunkt IV) um nach wenigen Metern (A) zum Ausstieg direkt am Gipfelkreuz des Iselers herauszukommen.
  • Abschnitt: Vom Iselergipfel geht es hinunter und auf dem Kamm hinüber zur Iselerscharte (Gehzeit 45 Min., B/C). Die schwerste Passage des zweiten Abschnitts ist die „Schusterplatte“ (C), die auch sogleich den Ausstieg darstellt. Die Platte führt auf dem Panoramawanderweg nach Osten in die Richtung Kühgund bis der KLettersteig mit dem Abschnitt III weiter geht.
  • Abschnitt: Dieser Abschnitt des Salewa Klettersteig führt parallel zum grasigen und durch Felsschrofen durchsetzten Grat über das „Gemsband“ Richung „Kanonenrohr“ und zum Ausstieg auf den schon nahenden Kühgundkopf. Wer die populäre, aber auch weiter abstiegsvarinate C wählt geht vom Kühgundkopf (1.907 m) absteigend nach Osten und Nordosten (Wegmarkierung Nr. 8) über ein paar grüne Erhebungen Richtung Wannenjoch/Kühgundspitze (1.852 Meter). Nach dem Schrofenhanges geht es über einen Rücken zu einem Grat, der entlang der Landesgrenzen entlang führt. Vom Kühgundrücken geht es über den grenzüberschreitenden Weg vom Iseler (Bayern) zum Wannenjoch (Tirol) den Wald bergab Richtung Wiedhaghütte (1.405 Meter). Der Abstieg führt unter den schroffen Felswänden des Kühgund talwärts zur Gundalpe. Von hier führt ein Wanderweg zurück zu unserem Ausgangspunkt der Talstation der Iseler-Bergbahn.
  • Abstieg:
    1. Variante: Über den beschilderten Abstieg vom Iselergipfel zur Bergstation Iseler Bergbahn ca. eine halbe Stunde ggf. eine weitere Stunde bis zur Talstation
    2. Variante: Vom Iselergipfel Abstieg zur bewirtschafteten Zipfelsalpe 1. 526 Meter und weiter nach Hinterstein, ca. zweieinhalb Stunden
    3. Variante: Abstieg über den Panoramaweg Iseler und Kühgund zur Wiedhag Hütte 1.425 Meter nach Oberjoch, ca. drei Stunden.
  • Ausrüstung: Klettersteigausrüstung mit Regenbekleidung
  • Beste Jahreszeit: Juni, Juli, August, September
  • Kartenmaterial: Kompass Verlag, WK 3 Allgäuer Alpen – Kleinwalsertal

Phänomenale Ausblicke in den Nordalpen: Mindelheimer Klettersteig

Im Mindelheimer Klettersteig zwischen nördlichem und südlichem Schafalpenkopf. | Foto: Tourismus Oberstdorf
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Im Mindelheimer Klettersteig zwischen nördlichem und südlichem Schafalpenkopf. | Foto: Tourismus Oberstdorf

Der Mindelheimer Klettersteig gehört sicher zu den interessantesten seiner Art. Der Klettersteig ist im mittleren Schwierigkeitsgrad anzusiedeln (B/C) und somit auch für Anfänger und sehr konditionsstarke Kinder geeignet. Beim Klettern hält man sich vor allem auf dem Grat auf, so das man sich außerhalb von Steinschlag gefährdeten Zonen befindet. Insgesamt sollte man aber dennoch um genug Kondition und Erfahrung verfügen um die circa neun Stunden dauernde Unternehmung mit ihren insgesamt 1.500 Höhenmetern sicher bewältigen zu können.

Infos zum Mindelheimer Klettersteig

  • Schwierigkeit: B/C
  • Gehzeit: insgesamt circa neun Stunden
  • Anreise/Zufahrt: Von Sonthofen ins Kleinwalsertal, dann circa 25 Kilometer bis Mittelberg (1.215 Meter) und weiter bis nach Schwendle auf den kostepflichtigen Parkplatz gegenüber Mittelberg. Mit dem ÖPNV fährt man am besten von Oberstdorf mit dem „Walserbus“ nach Schwendle (1.160 Meter).
  • Talort / Ausgangspunkt: Schwendle (1.160 Meter)
  • Stützpunkt/Hütten: Fiderepasshütte (2.067 Meter) bewirtschaftet ab Ende Mai bis Mitte Oktober, Mindelheimer Hütte (2013m), bewirtschaftet Mitte Juni bis Mitte Oktober
  • Zustieg zur Wand: Auf einer Forststraße ins Wildental hoch bis zur Fluchtalpe (1.390 Meter), an der Vorderwildenalpe vorbei zur Hammerspitze. Weiter geht es zum Fiderepasses (2.035 Meter) und weiter über Geröll und Schrofen in die Fiderescharte (2.199 Meter). Hinter der Scharte findet man rechts haltend den Einstieg.
  • Genauer Klettersteigverlauf: Nach leichtem Gelände wartet gleich die Schlüsselstelle in einem Überhang (C), der in eine steile und quer stehende Leiter führt (B). Den Gipfel des Nördlichen Schafalpenkopf (2.320 Meter) erreicht man in fünf Minuten über den felsigen Grat in leichtem Gelände. Am Grat geht es entlang zu einem steilen Abbruch, um dann gesichert weiter über stufiges und felsiges Gelände hinunter zu einer Leiter zu führen. Hinter dem Felsturm geht es relativ flach weiter. Der ausladende Rücken führt gut gesichert und durch Klammern und Co. hinunter in Richtung Brücke. Diese hilft über einen Grateinschnitt hinweg zu Seilsicherungen, die nach unten über eine Rampe leiten. Über eine mit Eisenbügeln gespickte Felswand geht es zur Felsscharte, die zwischen dem Nördlichen und dem Mittleren Schafalpenkopf (ca. 2200 Meter) liegt. Dann geht es gut gesichert auf einen markanten Felskopf. Mit Hilfe von Klammern klettern man am Fels abwärts, läßt einen Turm rechts stehen um senkrecht auf ein Band zu gelangen. Über den schroffen Gipfelzacken des Mittleren Schafalpenkopfs (2301 Meter) geht man jetzt auf streckenweisen Wegabschnitten hinunter in die nächste Felsscharte (2.104 Meter). Nochmals kommt ein Anstieg und ein Band leitet hinüber zum nächsten Gipfel, dem Südlichen Schafalpenkopf (2.272 Meter). Dahinter folgt man dem  Rücken leicht bergab und biegt links in eine Rinne ein. Anschließend geht es hinunter zum Felsfuß auf einen deutlichen Weg führt. Der letzte Anstieg hoch zum Kemptner Köpfl (2.191 Meter) und dann jenseits des Felszackens über steinige Wiesen in die Kemptner Scharte hinein folgt man dem Weg in Richtung Mindelheimer Hütte (2.013 Meter).
  • Abstieg: Nach dem Kemptner Köpfl (2.191 Meter) steigt man kurz auf und steigt am Grat in die Kemptner Scharte (2.108 Meter) ab. Hier hält man sich rechts udn folgt dem Weg über die Hintere Wildenalpe (1.777 Meter) zur Fluchtalpe, wo der Aufstiegs- bzw. Abstiegsweg kreuzt.
  • Ausrüstung: Komplette Klettersteigausrüstung mit Regenbekleidung und ausreichend Getränkevorrat
  • Beste Jahreszeit: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Kartenmaterial: Kompass Verlag WK 03 Oberstdorf – Kleinwalsertal

Frankenspaß: Norissteig

Nicht nur im Raum der Alpen gibt es schöne Klettersteige. Der Norissteig im fränkischen Hirschbachtal kann mit den Höhenmetern mit den Klettersteigen in den Bayerischen Alpen nicht mithalten, hält aber dennochviel Spaß und Abwechslung bereit.  Der Norissteig ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel im Großraum Nürnberg. Die Kletterei ist gemütlich und leicht, dennoch sollte man zweieinhalb Stunden für den Klettersteig und seine 100 Höhenmeter einrechnen.

Infos zum Norissteig

  • Schwierigkeit: B/C
  • Gehzeit: Zwei bis drei Stunden
  • Anreise/Zufahrt: Von Hersbruck zunächst Richtung Neuhaus an der Pegnitz geht es nach Hohenstadt rechts Richtung Hirschbach zum Parkplatz links direkt am Ortseingang.
  • Talort / Ausgangspunkt: Ausgangspunkte sind die Bahnstation Hohenstadt und der Wanderparkplatz in Fischbrunn
  • Zustieg zur Wand: Vom Parkplatz aus in östlicher Richtung folgt man den markierten Wanderweg zum Norissteig. Der Weg ist mit einem roten Punkt gekennzeichnet.
  • Genauer Klettersteigverlauf: Über Felsen geht es am Stahlseil links haltend hoch. Man gelangt so zu einem Loch in eine Höhle an deren Ende es nahezu senkrecht nach oben geht. Jetzt folgen Gehgelände und ungesicherte Passagen bevor es in das Noristörl geht. Hier geht es nun rechts der Markierung folgend Richtung Brettl, einer Querung von rechts nach links im schönsten Frankenjura Kalk. Weiter geht es an einer kurzen Stelle mit Sicherung unter einem Felsen, also einer Art Felsbrücke, hindurch. Beim Aussichtspunkt steigt man aus dem Klettersteig aus und folgt dem Weg bergab bis man nach circa einer Stunde an eine Abzweigung kommt. Auf der linken Seite führt der Norissteig weiter. Auf der rechten Seite geht es Richtung Höhenglücksteig, einem weiteren Highlight der bayerischen bzw. fränkischen Klettersteige. Als nächstes erreicht man im Norissteig den Franckekamin, der mit Stahlstiften gesichert ist.
  • Abstieg: Vom Gipfelkreuz über den Mittelbergwand-Steig geht es wieder zum Wanderweg hinunter. Wer sich auf dem Grat rechts hält, geht im Uhrzeigersinn um die Wand und ohne große Anstrengung durch den Wald herunter. In circa 15 Minuten erreicht man in nördlicher Richtung den Parkplatz am Ortseingang von Hirschbach.
  • Ausrüstung: Klettersteigausrüstung, Kletterhelm, Kletterschuhhandschuhe
  • Beste Jahreszeit: Mai, Juni, Juli, August, September
  • Kartenmaterial: Karte des Bay. LandesvermessungsamtUK 50-11 Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner F. Süd

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Martin Hanke

... verbringt seine Freizeit hauptsächlich beim Klettern und Bouldern am Fels. Martin trifft man oft zusammen mit seinem Hund an den Felsen der Voralpen oder in fernen Gefilden. Klettern und Reisen gehören für ihn untrennbar zusammen. Pfeil Alle Artikel von Martin Hanke