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Langlauf-Etikette: Do’s and Don’ts auf der Loipe

4 Minuten Lesezeit
Mal eben ein Selfie mitten auf der Loipe machen oder den Rest der Skitour über die gut gespurte Loipe zurücklegen? Besser nicht. Was sonst noch zu den Do’s und Don’ts auf der Langlauf-Loipe zählt, hat Dir unsere Autorin Veronika zusammengefasst.

Vom Senioren-Image zum Trendsport: Langlaufen boomt und das nicht erst seit gestern. Schließlich ist es nicht nur gesund für Körper und Geist, es bietet auch den nötigen Ausgleich zum Arbeitsalltag. Und alles was Du dazu brauchst, ist:

Du kannst den Sport nicht nur in Gebirgsregionen, sondern auch im Flachland machen und vor allem brauchst du kein teures Liftticket. Das macht Langlaufen nicht nur zu einem preiswerten Wintersport, sondern auch zu einem praktischen.

Langlaufen ist Trendsport - egal ob Skating oder Klassisch! Neben den FIS-Regeln auf der Loipe, solltest Du aber auch die inoffizielle Etikette unter Langläufern und Langläuferinnen kennen.

Veronika Essenfelder

Langlaufen ist Trendsport – egal ob Skating oder Klassisch! Neben den FIS-Regeln auf der Loipe, solltest Du aber auch die inoffizielle Etikette unter Langläufern und Langläuferinnen kennen.


Durch die wachsende Beliebtheit finden sich allerdings auch immer mehr Anfänger und Einsteigerinnen auf der Loipe, die sich vielleicht mit den gültigen FIS-Regeln auf der Loipe auskennen, aber nicht mit der inoffiziellen Langlauf-Etikette. Damit Du nicht ahnungslos über die Loipe stolperst, habe ich Dir deshalb meine Tipps für Einsteiger zusammengefasst.

Do’s auf der Loipe

1. Wissen, wo man unterwegs ist

Bevor Du in Dein Langlaufabenteuer startest, schau Dir genau den Loipenplan und die dazugehörigen Loipenprofile an. Große Steigungen auf der Strecke können schnell anspruchsvoll werden und sollten daher als Anfänger vermieden werden. Sonst kannst Du schnell den Spaß an Deinem neuen Sport verlieren. Achte auf Deine Belastungsgrenze und Deine Tagesform und laufe lieber eine einfachere und dafür längere Strecke.

2. Auf die Richtung kommt es an

Am Loipeneinstieg sind Schilder mit großen Pfeilen, welche die einzuhaltende Laufrichtung der Runde vorgeben. Das wird bei Strecken mit vielen Einstiegsmöglichkeiten gerne vergessen oder übersehen, aber wenn Du weißt, in welche Richtung es geht, kannst Du unnötige Unfälle vermeiden. Und vor allem haben sich auch die Pistenbully-Fahrer bei den Laufrichtungen Gedanken gemacht. In den Pfeilen sind übrigens auch die Langlauf-Stile eingezeichnet. Nicht selten sind Strecken nur für den klassischen Langlaufstil freigegeben.

3. Achte auf Warnhinweise

Du bist noch unsicher in der Abfahrt? Dann achte auf die Warnhinweise. Oft kann es für Einsteiger leichter sein, sich am Anfang für die Abfahrt in die klassische Spur zu stellen und die Ski einfach laufen zu lassen. Vor allem für Anfänger, die sich an die dünnen Ski erst noch gewöhnen müssen, ist die klassische Spur oft die Rettung.

Bei den meisten Loipen zeigen dir Hinweisschilder, in welche Richtung die Loipe zu laufen ist.

Veronika Essenfelder

Bei den meisten Loipen zeigen dir Hinweisschilder, in welche Richtung die Loipe zu laufen ist.


Vor dem Start hilft ein Blick auf den Loipenplan und die unterschiedlichen Loipenprofile.

Veronika Essenfelder

Vor dem Start hilft ein Blick auf den Loipenplan und die unterschiedlichen Loipenprofile.


4. Pick up your trash

Auch auf der Loipe gilt: Nimm Deinen Müll wieder mit und achte darauf, dass Dir keine Taschentücher oder anderer Müll aus der Jackentasche fällt. Denn trotz präparierter Loipe bewegst Du Dich immer noch in der Natur. Außerdem zerkleinert die Pistenraupe den Müll in tausend kleine Teile, die später mühsam aus der Maschine entfernt werden müssen oder noch schlimmer im Frühjahr auf den Wiesen landen.  

5. Kleide Dich der Witterung angemessen

Beachte die Wettervorhersage und kleide dich dem Wetter entsprechend. Mein Tipp: Ziehe Dich an wie beim Laufen. Das heißt, lieber einen Tick zu frisch angezogen als zu warm, wenn Du das Haus verlässt. So ist es beim Langlaufen perfekt! Es wird gerne unterschätzt wie anstrengend Langlaufen werden kann, vor allem wenn man schnell unterwegs sein möchte. Und mein absoluter Geheimtipp: Merino-Funktionswäsche. Damit bleibst Du immer trocken und warm.

Kleide Dich beim Langlaufen immer entsprechend der Witterung - am besten so, als würdest Du zum Laufen gehen.

Bergzeit

Kleide Dich beim Langlaufen immer entsprechend der Witterung – am besten so, als würdest Du zum Laufen gehen.


No Go’s auf der Loipe

1. Die Loipe ist nicht zum Gassi gehen da

Auch wenn die Loipe für den besten Freund des Menschen eine super Spielwiese darstellt, haben Hunde auf der Loipe nichts verloren. Selbst der kleinste Hund hinterlässt Spuren auf der Loipe und kann außerdem zu Unfällen führen.

Die Loipe ist kein Ort zum Gassigehen.

Glenna Haug/Unsplash

Die Loipe ist kein Ort zum Gassigehen.


2. Im Dunkeln ohne Licht laufen

Willst Du im Dunkeln auf die Loipe, dann achte darauf, nie ohne Beleuchtung unterwegs zu sein. Häufig werden am Abend noch die Loipen von den Pistenraupen für den nächsten Morgen präpariert. Deshalb ist es wichtig, dass der Pistenbully-Fahrer Dich gut sehen kann. Mein Tipp: Nutze für Deine After-Work Touren lieber Loipen, die mit Flutlicht beleuchtet sind. Das macht Spaß, die Strecke ist besser zu sehen und es ist sicherer! 

3. Blockiere für das Selfie nicht die Loipe

Häufig gehen Langlauf-Loipen durch schöne idyllische Waldstücke oder tief verschneite, märchenhafte Landschaften. Dass wir da auf ein Selfie oder ein Landschaftsfoto nicht verzichten wollen, ist verständlich. Aber bitte achte darauf, dass Du für ein Foto mit dem Smartphone andere Langläufer nicht blockierst.

4. Nutze die öffentlichen Toiletten

Informiere Dich vorher über Toiletten in der Nähe der Loipe. Diese sind auf dem Loipenplan eingezeichnet. Im Schnee ist alles zu sehen, was für andere Langläufer und Grundstücksbesitzer schnell unangenehm werden kann.

Nutze im Dunkeln am besten Loipen mit Flutlicht.

Aaron Doucett/Unsplash

Nutze im Dunkeln am besten Loipen mit Flutlicht.


5. Loipen sind für Langlaufski, nicht für Alpinski

Auf den Loipen ist man mit Langlaufski unterwegs. Alpinski und Skitourenski haben auf Loipen nichts zu suchen und können sie beschädigen. Schlitten gehören übrigens auch nicht auf die Loipe.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesen Tipps weiterhelfen. Falls du noch mehr Do’s und Don’ts kennst, die wir unbedingt teilen sollten, hinterlass uns gerne einen Kommentar.

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Conny
4 Monate

Wie sieht es aus mit dem Thule Skianhänger? Wie sind da die Erfahrungen?

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Caro
4 Monate

https://www.merkur.de/lokales/region-tegernsee/tegernsee-ort29547/langlaeufer-sollen-loipen-rund-um-tegernsee-nachts-nicht-mehr-benutzen-13373219.html

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Webmaster
4 Monate
Reply to  Conny

Hallo Conny, in Bezug auf die Langlauf-Etikette gilt sicherlich, dass man sich beim Einsatz eines Kinderanhängers auf der Loipe der Größe und den Besonderheiten des Gespannes bewusst sein sollte, um andere Langläufer damit nicht unnötig zu irritieren. Da der Anhänger an der Zugperson fixiert wird, gezogen und gebremst werden muss, ist vor dem ersten Einsatz des Anhängers eine grundlegende Erfahrung im Langlaufen und die Kenntnis der gängigen Do’s und Don’ts ratsam. Im klassischen Stil läuft der Anhänger im Normalfall außerhalb der Loipe und ist somit bei richtiger Handhabung keine Gefahr für die Spur und auch beim Skating läuft er spurtreu… Read more »


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