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Alpines Kletterwochenende

Nachbericht Bergzeit Alpincamp: Mit Black Diamond auf die Grundschartner Nordkante

4 Minuten Lesezeit
Anfang August hieß es für den Gewinner Tim Kletterequipment einpacken, um gemeinsam mit Bergführer Johannes eine der ganz großen Granittouren der Ostalpen zu erleben. Einblicke und spannende Insights in das Alpincamp mit Black Diamond gibt es hier.

Länger wird’s kaum mehr: Die Grundschartner Nordkante gehört zu den ganz großen Touren in diesem Schwierigkeitsgrad der Ostalpen – 2.000 Meter Höhenunterschied. Davon sind über 600 Klettermeter und Schwierigkeiten bis in den unteren sechsten UIAA-Grad, die noch dazu komplett selbst abgesichert werden möchten, zu bewältigen. Selbst schnelle Seilschaften brauchen noch zehn, elf Stunden, um wieder zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen. Ein Pendant zur Grundschartner Nordkante zu finden ist schwer. Entweder sind die noch längeren Touren klettertechnisch leichter (Watzmann Ostwand zum Beispiel) oder der Felsteil ist kürzer (Fußsteinkante, Hochalmspitze). Oder der Fels ist schlichtweg nicht so herrlich fest! Also die ideale Location, um hier das das Bergzeit Alpincamp mit Black Diamond aufzuschlagen.

Die Nordkante kommt zum ersten mal ins Blickfeld.

Ulligunde

Die Nordkante kommt zum ersten mal ins Blickfeld.


Ein Erinnungsfoto mit dem berühmten Segelschuh am Einstieg der Route darf natürlich nicht fehlen.

Ulligunde

Ein Erinnungsfoto mit dem berühmten Segelschuh am Einstieg der Route darf natürlich nicht fehlen.


Die Anforderungen an dieses Bergzeit Alpincamp mit Black Diamond waren also ungewöhnlich hoch. Tim, schwer motivierter Kletterer aus dem Raum Stuttgart, hatte sich jedoch nicht nur tauglich gefühlt, sondern wurde tatsächlich dafür ausgewählt, im August gemeinsam mit einem Bergführer diese Tour zu unternehmen. Noch nie im Leben etwas gewonnen und dann gleich sowas!

Es geht los!

Bei herrlichem Sommerwetter ging es nach einem kurzen Kennenlernen im hintersten Winkel des Zillertals zunächst in den benachbarten Klettergarten. In den ersten sieben Seillängen der Route Supersommer gingen die beiden noch einmal die Abläufe durch, gewöhnten sich an die gemeinsamen, notfalls auch stillen Kommandos und prüften, ob die Granitkletterei morgen für Tim wirklich gut zu bewältigen sein würde. Fazit: Eindeutig ja!

Großes Grinsen nach der Supersommer Eingehtour am Vortag

Ulligunde

Großes Grinsen nach der Supersommer Eingehtour am Vortag


Die ersten Meter auf der Kante...

Ulligunde

Die ersten Meter auf der Kante…


Schon vor der Tour gewonnen

Nach dem Abendessen wurde noch gewissenhaft die Ausrüstung gepackt. Eins war klar, selbst wenn die Tour morgen aus irgendeinem Grund nicht klappen sollte: Gewonnen hatte Tim schon jetzt, denn in seinen Rucksack wanderte eine nagelneue Garnitur an Friends, Klemmkeilen, ein neuer Helm sowie ein neuer Klettergurt. Alles von Black Diamond gestellt. Ein Traum für jeden, der scharf auf Risse und alpine Erlebnisse ist!

Ein Traumtag beginnt

Sieben Stunden später wurde aus Vorfreude dann Wirklichkeit: Mit dem ersten Licht des Tages ging es in das abgelegene Tal der Bodenalm und weiter, teils weglos in Richtung Kante. Bereits nach einer Stunde kam das Ziel zum ersten Mal ins Blickfeld. Friedlich im sanften Orangerot leuchteten die drei markanten Kanten im morgendlichen Sonnenschein. So gut wie keine Wolke am Himmel, es war angenehm warm. Ein Traumtag für das Bergzeit Alpincamp mit Black Diamond!

An der Bodenalm wird der Blick auf den Grundschartner schon am Morgen beeindruckend frei.

Ulligunde

An der Bodenalm wird der Blick auf den Grundschartner schon am Morgen beeindruckend frei.


Die Kletterei beginnt

Mehrere Stunden später standen die beiden am Einstieg – seit jeher markiert durch einen Segelschuh, dessen Geschichte wohl für immer eine Legende bleiben wird. Ein Riegel, ein Schluck Wasser und schon war Bergführer Johannes die erste Seillänge vorgestiegen. Anfangs zieht die Kante noch schmal und mächtig ausgesetzt hinauf, ohne groß Höhe zu gewinnen. Mit der Schlüsselstelle, einer senkrechten, kleingriffigen Stufe wird das Gelände dann steiler. Die Schwierigkeiten halten von hier bis ganz oben stets an – die meisten Seillängen bewegen sich im fünften Schwierigkeitsgrad, verlaufen häufig über Platten oder entlang herrlicher Schuppen und Risssysteme.

Höher und immer höher

Seillänge für Seillänge schlichen die beiden nach oben, während sich am Himmel die Thermikwolken über den Gipfel immer höher aufbauschten. Nach etwa zehn Seillängen war die Hälfte geschafft – Zeit für eine Pause! Kraft und Mut waren sowohl bei Johannes als auch bei seinem starken Gast noch voll vorhanden und so ging es die restlichen acht Seillängen hinauf.

Für die starke Truppe geht es bei besten Bedingungen immer entlang der Kante.

Ulligunde

Für die starke Truppe geht es bei besten Bedingungen immer entlang der Kante.


Kurz unterhalb des Roten Turms, im Hintergrund immer noch weit entfernt der Gipfel.

Ulligunde

Kurz unterhalb des Roten Turms, im Hintergrund immer noch weit entfernt der Gipfel.


Im Stau

Wie es sich heutzutage gehört, gerieten die beiden auf den letzten Metern doch noch in einen Stau: Ein Seilverhau stoppte gerade im steilen, überhol-unfreundlichen Gelände die vorderste Seilschaft. Schnell liefen die nachkommenden auf. Eine unfreiwillige Pause von einer knappen Stunde bremste nicht nur, sondern kühlte auch auch aus, denn die Sonne war inzwischen hinter dunklen Wolken verschwunden.

Ein surrendes Gipfelkreuz

Bald aber waren Seilverhau und Stau aufgelöst und so ging es nach der letzten Seillänge über loses Blockgelände bis hinauf zum Gipfelkreuz. Aussicht gab es keine, zu tief hingen die Wolken – dafür konnte man am Kreuz aber ein leises Surren vernehmen. Eindeutiges Zeichen von: Abfahrt! Jetzt!

Gipfeltiefblick hinunter zurück auf die Bodenalm und den Gletscher.

Ulligunde

Gipfeltiefblick hinunter zurück auf die Bodenalm und den Gletscher.


Der lange Abstieg

Über Geröll und Gletscherplatten ging es – übrigens ohne einen Tropfen Regen – die erste Stunde hinab. Die zweite dann auf herrlichen Wanderwegen durch Wiesen, mannshohen Farn und vorbei an imposanten Wasserfällen. Die letzte Stunde, zumindest frisch gestärkt von der Kainzenhütte, aber langsam doch etwas erschöpft, auf dem Fahrweg zurück zum deponierten Auto am Gasthof in der Au. Die Tortellini wurden noch schnell inhaliert, bevor es anschließend in den absolut verdienten Schlaf ging. Was für ein Tag! Was für eine Tour! Und was für ein starker Gast! Ein unvergessliches Bergzeit Alpincamp mit Black Diamond!

Beim Abstieg ist nochmal Konzentration gefragt, denn man passiert zunächst loses Geröll.

Ulligunde

Beim Abstieg ist nochmal Konzentration gefragt, denn man passiert zunächst loses Geröll.


Die letzten 300 Höhenmeter verlaufen durch herrliche Vegetation, im Hintergrund geht die Sonne unter.

Ulligunde

Die letzten 300 Höhenmeter verlaufen durch herrliche Vegetation, im Hintergrund geht die Sonne unter.


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