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Klimaschutz bei Bergzeit

Bergzeit reduziert CO₂-Emissionen bis zu 70%

5 Minuten Lesezeit
Wir reduzieren. Und das nicht im Shop, sondern unsere CO2-Emissionen. Unser Ziel? 50-70 Prozent bis 2026. Ganz schön ambitioniert, sagst Du? Machbar sagen wir – und zwar so.

Klimaerwärmung, CO₂-Emissionen, Naturkatastrophen – Themen wie diese begegnen uns immer öfter. Ob in den Medien, der Politik oder im eigenen Umfeld. Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen uns alle. Jeden Menschen und jedes Unternehmen. In den Bergen sind diese sehr direkt erkennbar. Um unser Engagement in Sachen Klimaschutz deutlicher und transparenter zu machen, haben wir Klimaziele verabschiedet. Quantitativ, umfassend und ambitioniert. Und nicht bis 2030 oder 2050. Es muss schneller gehen. Deshalb reduzieren wir radikal. Nur diesmal nicht im Shop, sondern bei unseren Emissionen.

Nachhaltigkeit bei Bergzeit: Soweit sind wir

Nachhaltigkeit ist nichts Neues bei Bergzeit. Dennoch hat das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung in den letzten Jahren immer mehr „Form angenommen“ und wurde 2020 in eine Nachhaltigkeits-Strategie überführt. Die Einführung eines zertifizierten Umweltmanagementsystems, der Bezug von reinem Ökostrom, der Nachhaltigkeitsfilter MUT in unserem Shop oder die bio-zertifizierte Kantine sind nur eine Auswahl an bereits umgesetzten Maßnahmen für den Schutz unserer Berge.

Unsere Bergzeit Klimaziele

Im Pariser Klimaabkommen wurde eine Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5 bzw. 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau festgelegt. Um das zu erreichen, müssten die Treibhausgasemissionen weltweit bis 2030 bereits halbiert und bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreicht sein.
Da die Zeit drängt, haben wir Klimaziele verabschiedet, die deutlich darüber hinaus gehen: Bis zum Jahr 2026 reduzieren wir unsere

  • direkten Emissionen im gesamten Unternehmen um 70% und
  • die indirekten Emissionen um 50% gegenüber dem Basisjahr 2019.

Bei der Ermittlung orientieren wir uns am Greenhouse Gas (GHG) Protokoll und den Empfehlungen der Science Based Targets Initiative (SBTi). Da es sich hierbei um global anerkannte Standards handelt, ist die Entwicklung unserer Emissionen vergleichbar und transparent.

Unsere Klimaziele beziehen sich nicht nur auf unsere direkten Emissionen, vor allem auch auf die indirekten.

Bergzeit

Unsere Klimaziele beziehen sich nicht nur auf unsere direkten Emissionen, vor allem auch auf die indirekten.


Indirekte und direkte Emissionen: Was ist das eigentlich?

Emissionen werden in unterschiedliche Scopes, also Bereiche aufgeteilt.

  • In Scope 1 handelt es sich um alle direkten Emissionen, die in den eigenen Anlagen freigesetzt werden, z.B. bei der Beheizung von Gebäuden oder im Produktionsprozess.
  • Zu Scope 2 zählen die Emissionen, die durch zugelieferte Energie freigesetzt werden – hierbei handelt sich meist um Strom.
  • Scope 3 umfasst alle Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Lieferkette.

Die Emissionen in Scope 1 und 2 lassen sich meist recht leicht ermitteln, z.B. durch die Messung der Verbräuche von Gas, Öl oder Strom. Diese können an Zählerständen oder in der Nebenkostenabrechnung oder Stromrechnung abgelesen werden. Bei Scope 3 ist das meist deutlich schwieriger, da man leider oft nicht alle nötigen Informationen aus vor- und nachgelagerten Prozessen erhält. Um die Menge an Emissionen zu ermitteln, werden alle Verbräuche über sogenannte Emissionsfaktoren in CO2-Äquivalente umgerechnet. So werden aus Litern, Kilogramm, Kubikmetern oder Kilowattstunden verschiedener Materialien letztendlich CO2-Äquivalente in Tonnen (t).

Wir wollen die Bergwelt schützen und deshalb bis 2026 unsere direkten Emissionen um 70% und die indirekten um 50% reduzieren.

Wir wollen die Bergwelt schützen und deshalb bis 2026 unsere direkten Emissionen um 70% und die indirekten um 50% reduzieren.


Warum wir den Fokus auch auf indirekte Emissionen legen

Die Reduktion der Emissionen in den Scope 1 und 2 klingt logisch. Welche und wieviel Energie oder andere Rohstoffe wir verbrauchen, liegt schließlich an uns. Hier anzusetzen, macht also definitiv Sinn. Aber wieso Scope 3?

Was in vor- oder nachgelagerten Prozessen geschieht, ist doch nicht unsere Verantwortung. Hierzu gibt es zwei Dinge zu sagen:

  • Würden alle vor ihrer eigenen Haustür kehren und ihre Emissionen reduzieren, gäbe es wohl irgendwann keinen Scope 3 mehr. Die Realität ist, dass das noch nicht ausnahmslos und überall getan wird. In manchen Bereichen ist es schlicht noch nicht umfassend möglich, oft aber auch wirtschaftlich weniger lohnend (auf kurze Sicht). Daher lassen sich Scope 3 Emissionen bisher selten gänzlich vermeiden.
  • Scope 3 macht bei den meisten Unternehmen den deutlich größeren Anteil der Gesamtemissionen aus. Diesen Bereich außen vor zu lassen wäre also fatal.

Deshalb ist es so wichtig, gerade in Scope 3 nach Möglichkeiten zur Reduktion zu suchen. Auch der Dialog mit Zulieferern kann hier etwas bewegen. Am Ende sitzen wir ja doch alle im gleichen Boot.

Wie wir 50-70% Emissionen reduzieren wollen

Wie bereits beschrieben, ist die Reduktion in Scope 1 und 2 verhältnismäßig einfach. Um auf 70% weniger zu kommen, müssen wir uns aber dennoch anstrengen.

Unsere Maßnahmen hierbei sind z.B.:

  • Umstellung der Firmenfahrzeuge auf E-Mobilität   
  • Dezentrale Energieerzeugung durch eigene Photovoltaik Anlagen
  • Reduktion des eigenen CO2-Verbrauchs, z.B. durch effizientere Anlagen, klimafreundlichere Verhaltensweisen

Auch in Scope 3 haben wir Handlungsfelder ermittelt, die wir angehen wollen:

  • Reduktion und Umstellung der Dienstreisen auf nachhaltige Verkehrsmittel, z.B. weniger Präsenztermine, Reduzierung von Flugreisen
  • Steigerung der Anreize zu nachhaltiger Mobilität der Mitarbeitenden durch ein umfangreiches Mobilitätskonzept
  • Optimierung der internen Beschaffung, z.B. Verbrauchsmaterial aus Recyclingmaterial, kurze Transportwege
  • Reduktion des Abfalls, z.B. durch Mehrwegsysteme, und Optimierung des Recyclings, z.B. bessere Mülltrennung
  • Optimierung der CO2-Bilanz unserer internen Verpflegung, z.B. weniger tierische Produkte
Bergzeit arbeitet daran, intern so nachhaltig wie möglich zu sein und weitet diese Bemühungen jetzt weiter aus.

Bergzeit

Bergzeit arbeitet daran, intern so nachhaltig wie möglich zu sein und weitet diese Bemühungen jetzt weiter aus.


Warum ist Bergzeit noch nicht klimaneutral?

Die meisten klimaneutralen Produkte, Webseiten und Unternehmen nennen sich klimaneutral, weil sie entstehende Emissionen durch sogenannte Kompensationszertifikate ausgleichen. In diesen Fällen werden durch Ausgleichszahlungen Klimaschutzprojekte in weniger entwickelten Ländern umgesetzt. Das ist prinzipiell nicht verwerflich.

Für uns hat die Vermeidung und direkte Reduzierung von Emissionen allerdings oberste Priorität. Zusätzlich arbeiten wir an regionalen Maßnahmen zur CO2-Speicherung, z.B. mit dem Bergwaldprojekt.

Der Weg zur Klimaneutralität führt nur über sorgfältig ermittelte Emissionen und herausfordernde Ziele, die zeitnah umgesetzt werden. Mit unseren Maßnahmen reduzieren wir unsere Emissionen direkt und messbar.

Holger Cecco-Stark, Head of Projects & CSR

Unsere Visionen über das Jahr 2026 hinaus

Unsere Vision einer lebenswerten (Berg-)Welt hört 2026 natürlich nicht auf. In vielen Bereichen sind wir auf Weiterentwicklungen von Technologien, aber auch auf Regularien aus der Politik angewiesen. Nur aus eigener Kraft werden wir es nicht schaffen, die Anreise unserer Mitarbeiter oder die Transportwege unserer Lieferanten und Dienstleister klimaneutral zu halten.

Daher ist es unsere Aufgabe unsere Ziele stetig zu überprüfen, weiterzuentwickeln und aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Nur so bleiben wir aktiv und können viel erreichen.
Was sich niemand leisten kann, ist, sich ferne Ziele zu setzen und darauf zu hoffen, dass sich die Klimakatastrophe von allein legt. Aus diesem Grund handeln wir jetzt!

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