100 TageGeld zurück Kostenloser VersandAb 50€ in D und AT
Live Chat & Hotline+49(0)8024-902290 Kostenloser Rückversandin D und AT
magazine::magazine

Südtirol ist ein Wanderparadies, für anspruchsvolle Bergwanderer wie für Familienurlauber. Uli Wittmann stellt drei kurzweilige Touren in der Region Bozen mit Abenteuerfaktor für Groß und Klein vor.

Kinder quengeln, wenn sie wandern. Für viele Eltern gilt das als Naturgesetz. In Südtirol haben wir drei ungewöhnliche Touren gefunden, bei denen die Kinder wie von selbst marschieren. Mit großem Abenteuerfaktor und garantiert viel Spaß.

Mit Kindern in Südtirol wandern: Abenteuer für Groß und Klein

Einen Hund an der Leine, das hat wohl fast jeder, aber mit einem Lama zu wandern, das ist schon etwas Besonderes für die Kinder. Touren mit Lamas gibt's am Ritten in Südtirol. | Foto: Uli Wittmann
Linkicon

Einen Hund an der Leine, das hat wohl fast jeder, aber mit einem Lama zu wandern, das ist schon etwas Besonderes für die Kinder. Touren mit Lamas gibt’s am Ritten in Südtirol. | Foto: Uli Wittmann

„Südtirol ist langweillig! Ich will ans Meer!“, poltert mein Junge los. Doch vor Ort ist sein Zorn verflogen, denn Südtirol bietet viel Bergabenteuer für die ganze Familie. Am Ritten, dem sonnigen Balkon von Bozen, gibt es etliche Möglichkeiten, um mit den Kindern zu wandern. Begeistert sind die Kleinen wie die Großen von der Schmalspurbahn, die seit über 100 Jahren am Ritten dahinrattert.

Doch das lässt sich noch steigern: Wandert mit Lamas zu den Rittner Erdpyramiden. Walter Mair, der seit 1996 Lamas und Alpakas in der Region züchtet, bietet jeden Mittwoch und Freitag eine solche Tour mit Brettljause an. Die Kinder sind von den gutmütigen Lamas begeistert und die Andentiere gehen brav an der Leine hinter den Kleinen her. Auch für die Eltern ist diese Tour ein unvergessliches Erlebnis. Mit dem Hund wandern gehen, kann schließlich jeder. Wer ohne Tiere unterwegs sein will, nimmt den Rittner Themenweg. Unterwegs gibt es eine Menge zu sehen!

Lama-Trekking am Ritten: Den Anden ganz nah!

Ihr startet in Oberbozen am Bahnhof und folgt dem gut markierten Weg 23. Er führt über eine alte Römerstraße mit historischem Pflaster. Durch den Wald geht es auf die Erdpyramiden zu. Die Kinder sind von diesem Naturdenkmal beeindruckt. Von hier aus gehen wir weiter zum Moarhof und kehren dort auf eine deftige Brotzeit ein. Die Kinder greifen reichlich zu und lassen sich Schüttelbrot, Käse und Speck schmecken. Als nächstes Etappenziel wartet die kleine Kirche Sankt Georg und Jakob auf uns. Moderat geht es bergauf. Bald stehen wir vor der nächsten Sehenswürdigkeit: Sie Sommerfrischhäuser von Maria Himmelfahrt. Hier verbrachen die gutsituierten Bozener die heißen Sommertage. Von hier aus geht es nach Oberbozen zurück. Eine Wanderung, an die sich die Kinder noch lange und gerne erinnern.

Oachner Höfeweg: Ritter und urige Anwesen

Das tut gut! Auf dem Oachner Höfeweg brennt die Sonne herunter. Zum Glück gibt es unterwegs einen Brunnen mit frischem Gebirgswasser. | Foto: Uli Wittmann
Linkicon

Das tut gut! Auf dem Oachner Höfeweg brennt die Sonne herunter. Zum Glück gibt es unterwegs einen Brunnen mit frischem Gebirgswasser. | Foto: Uli Wittmann

Bei Schloss Prösels startet der Rundweg. Bevor Ihr loswandert, lohnt es sich, mit den Kindern dieses Gemäuer zu besuchen. Ein Schloss, wie es sich die Kinder vorstellen. Von dort bieten sich immer wieder tolle Blicke auf den Schlern. Für die Kleinen ist das Schloss ein faszinierender Ort und es gibt auch Kinderführungen. Bergab wandert Ihr los und folgt dem gut markierten Oachner Höfeweg. Zuerst kommt Ihr am ehemaligen Wirtskeller vorbei. Mit Hilfe der Natur kühlten hier die Wirte das Bier und den Wein. Als nächstes passiert Ihr den Mitterpsennerhof. Weiter wandern zum Gmoanerhof. Hier haben sich die Kinder und Eltern eine Brotzeit und Erfrischung verdient. Nirgends schmeckt es der Familie besser als auf so einem urigen Hof.

Auf einer Schotterstraße geht es weiter. Bald wandert Ihr über dem Tierser Tal. Hier lohnt es sich stehen zu bleiben und das Panorama vom Rosengarten anzusehen. Es folgen der Prackfolerhof und Gstatschhof. Eine Besonderheit ist der Fronthoft. Er ist noch aus der Gotik. Nebenan ist der Fingerhof, der ebenfalls unter Denkmalschutz steht. Eine kleine Hängebrücke führt über den Lausbach und ist für die Kinder ein unglaubliches Abenteuer. Bergauf steigen wir nach Sankt Katharina auf. Hier haltet Ihr Euch links und wandert auf dem Weg Nummer 5 nach Prösels. Unterwegs habt Ihr einen genialen Blick auf den Ort Völs sowie den markanten Schlern.

  • Start/Ende: Schloss Prösels
  • Länge: 13 Kilometer
  • Höhenmeter: 400
  • Dauer: 5 Stunden
  • Leider nicht für Kinderwagen geeignet!

Das ganze Jahr Winter: Die Eislöcher von Eppan

Eine geologische Besonderheit sind die Eislöcher bei Eppan. Hier wachsen Pflanzen, wie sie eigentlich nur im Hochgebirge vorkommen. Kinder sind von diesem Naturphänomen begeistert. In Sankt Michael stellt Ihr am Dorfplatz das Auto ab. Von dort geht es zur kleinen Sankt-Anna-Kirche. Folgt dazu dem Weg mit der Nummer 7. Weiter marschieren wir zum Schloss Gandegg. Wunderbar liegt dieser Herrschaftssitz zwischen den Weinbergen. Als nächstes gehen wir zum Stroblhof. Nun haltet Euch in Richtung Süden und wandert auf dem Weg mit der Nummer 15.

Bald erreicht Ihr die Eislöcher. Plötzlich spürt Ihr, dass es deutlich kühler ist. Warum ist es hier kälter? Dazu müssen wir uns die geologischen Gegebenheiten genauer ansehen: Unterirdisch kühlt sich die Luft ab, wenn sie die Prophyrblöcke umströmt. Diese tritt bei den Eislöchern aus und hier wachsen Pflanzen, die es sonst nur in Höhenlagen gibt, wie die Alpenrosen. Zurück wandern wir mit den Kindern auf dem Weg mit der Nummer 7A. Wenn die Kinder quengeln, kehrt kurzerhand in den Gasthof Steinegger ein. Bald seid Ihr wieder in Sankt Michael. Jetzt haben sich die Kinder ein Eis verdient!

  • Start/Ende: Dorfplatz Eppan
  • Länge: 7 Kilometer
  • Höhenmeter: 100
  • Dauer: 2 ½ – 3 Stunden

Mehr zum Thema Wandern mit Kindern:

Uli Wittmann

... ist als freier Journalist zu jeder Jahreszeit in den Bergen unterwegs: Auf Tourenski, beim Klettern, mit dem Mountainbike, Kajak oder als Wanderer. Am liebsten ist es Uli, wenn die ganze Familie dabei ist. Die Leidenschaft zum Bergsport hat ihn zu exotischen Orten wie nach Taiwan oder Island geführt. Ebenfalls mit viel Herzblut betreibt er die Seite Kinderoutdoor.de. Dort stellt er Bastelideen, neue Ausrüstung für Kinder, Interviews und vieles mehr vor. Pfeil Alle Artikel von Uli Wittmann